Luisenhof (Dresden)

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Luisenhof
Luisenhof um 1960 mit der Standseilbahn
Terrasse des Luisenhofs 1958

Der Luisenhof in ist eines der bekanntesten Restaurants in Dresden. Er befindet sich in Loschwitz auf der Bergbahnstraße an der Bergstation der Dresdner Standseilbahn. Durch den Standort an den oberen Elbhängen wird der Luisenhof auch als „Balkon Dresdens“ bezeichnet.

Der Name Luisenhof geht zurück auf die ehemalige sächsische Kronprinzessin Luise von Toskana, die um die Jahrhundertwende in Dresden lebte.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Luisenhof wurde nach Plänen des Architekten Reuter durch die Fa. Friebel & Großmann erbaut und in den ersten Jahren bewirtschaftet. Die Aussichtsgaststätte wurde etwa zeitgleich mit der Dresdner Standseilbahn am 25. September 1895 eröffnet. Bis 1914 erfolgte an der Ostseite der Anbau eines großen Musikpavillons, wodurch die Aussicht stark eingeschränkt wurde. Im Jahr 1920 übernahm Carl-Otto Voigt mit seiner Familie durch den Ankauf des vorherigen Besitzers Friedrich August Reck die Leitung des Hotels. Zwischen 1920 und 1925 wurde der „Lindengarten“ an der Elbseite verglast. Dabei ging es dem Restaurant darum, auch bei schlechtem Wetter Gäste empfangen zu können.

Am 6. April 1928 eröffneten die großzügig erweiterten Gasträume. Dieser Umbau war für das Restaurant sehr von Bedeutung: Es konnten etwa viermal mehr Personen untergebracht werden und der Umsatz verdoppelte sich. Außerdem erlangte das Gasthaus internationale Bedeutung und die Stadtrundfahrten nahmen den Luisenhof in ihr Besichtigungsprogramm auf. Allerdings musste dafür der Musikpavillon im Lindengarten abgerissen werden.

Im Jahr 1930 erfolgte ein weiterer großer Umbau, bei dem vor allem logistische Erneuerungen vorgenommen wurden. Dabei erhielt das Gebäude eine zweigeschossige unterirdische Großgarage und eine Tankstelle mit zwei Zapfsäulen.

Im Jahr 1935 wurden weitere Verglasungen zum Wind- und Wetterschutz durchgeführt.

Am 8. Mai 1945 wurde die Gaststätte geschlossen, konnte aber bereits am 1. Juni 1945 wiedereröffnen. Im nächsten Jahr übernahm die Sächsische Hotel- und Gaststätten GmbH den Betrieb.

Wegen eines Brandes, verursacht durch glimmende Tabakreste, wurden die Räumlichkeiten beschädigt und Helga Voigt, ein Familienmitglied der ehemaligen Restaurantinhaber, kam ums Leben. Infolge schloss der Betrieb bis zum April 1957. Danach erfolgte durch den Vermieter ein großzügiger Ausbau zur Behebung der Brandschäden.

Zwischen 1975 und 1990 war die Handelsorganisation Gaststätten (HOG) Dresden im Besitz des Betriebes. Danach gelangte er wieder zurück an Hans-Otto Voigt. Im Jahr 1997 wurde das Gebäude totalsaniert und umgebaut. Im August 1999 erfolgte die Wiedereröffnung des Luisenhofs. Seit dem 9. Mai 2002 ist Familie Schumann der Betreiber des Gasthauses.

Am 5. März 2006 wurde der Luisenhof als Topausbildungsbetrieb Deutschlands für Köche geehrt.

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  • Café-Restaurant Luisenhof GmbH (Hrsg.): Luisenhof – Auf dem Balkon von Dresden – 110 Jahre Restaurantgeschichte, Dresden 2005.

Weblinks[Bearbeiten]

51.05822222222213.818416666667Koordinaten: 51° 3′ 30″ N, 13° 49′ 6″ O