Lukáš Konečný

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Lukáš Konečný Boxer
Lukáš Konečný 2015

Lukáš Konečný 2015

Daten
Geburtsname Lukáš Konečný
Gewichtsklasse Halbmittelgewicht
Nationalität Tschechisch
Geburtstag 19. Juli 1978
Geburtsort Brünn
Stil Linksauslage
Größe 1,73 m
Kampfstatistik
Kämpfe 55
Siege 50
K.-o.-Siege 23
Niederlagen 5

Lukáš Konečný (* 19. Juli 1978 in Brünn) ist ein tschechischer Profiboxer, ehemaliger Europameister der EBU und ehemaliger Europameister der WBO im Mittelgewicht.

Amateur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lukáš Konečný gewann als Amateur 230 von 257 Kämpfen und wurde 5-mal Tschechischer Meister. Bei der 14. Europameisterschaft der Junioren 1995 in Ungarn, gewann er die Silbermedaille im Leichtgewicht. Er hatte Petri Palomäki aus Finnland, Traian Kocev aus Mazedonien, Patrick Mowgray aus Irland und Vladimir Khodakovskiy aus der Ukraine besiegt, ehe er im Finale dem Rumänen Dorel Simion unterlag.

Bei der 9. Weltmeisterschaft in Budapest 1997, besiegte er den Kanadier Jeremy Molitor, den Polen Jacek Bielski und Gerry Legras von den Seychellen, ehe er im Halbfinale erneut dem Rumänen Dorel Simion unterlag und somit die Bronzemedaille im Halbweltergewicht erstritt. Auch bei der Weltmeisterschaft 1999 in Houston, konnte er die Bronzemedaille im Halbweltergewicht erringen. Er schlug Michael Strange aus Kanada, Sahib Bagirov aus Aserbaidschan und Diógenes Luna aus Kuba, ehe er gegen den Usbeken Muhammadqodir Abdullayev verlor.

Im Jahr 2000 vertrat er Tschechien bei den 27. Olympischen Sommerspielen in Sydney, wo er jedoch bereits in der ersten Runde gegen den Algerier Mohamed Allalou ausschied.

Ergebnisse weiterer internationaler Turniere (Auswahl)

  • November 1995: 1. Platz im Halbweltergewicht beim 4. Junior Grand Prix in der Slowakei (Finalsieg gegen Alexey Isayev)
  • März 1998: 1. Platz im Halbweltergewicht beim 29. Grand Prix von Ústí in Tschechien (Finalsieg gegen Jacek Bielski)
  • September 1998: 1. Platz im Halbweltergewicht beim 31. Václav Procházka Tournament in Tschechien (Finalsieg gegen Tibor Rafael)
  • März 1999: 1. Platz im Halbweltergewicht beim 30. Grand Prix von Ústí in Tschechien (Finalsieg gegen Tibor Rafael)
  • Juni 1999: 2. Platz im Halbweltergewicht beim 32. Giraldo Cordova Cardin Tournament in Kuba (Finalniederlage gegen Lorenzo Aragón)
  • November 1999: 3. Platz im Halbweltergewicht beim 14. Ahmet Comert Tournament in der Türkei (Kampfloser Ausstieg im Halbfinale)
  • März 2000: 2. Platz im Halbweltergewicht beim 28. Chemiepokal in Deutschland (Finalniederlage gegen Kay Huste)
  • März 2001: 1. Platz im Halbweltergewicht beim 32. Grand Prix von Ústí in Tschechien (Finalsieg gegen Assan Seksenbayev)

Profikarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Juni 2001 ist Konečný Profi. Er steht beim Magdeburger SES-Boxstall unter Vertrag.

Nach acht gewonnenen Aufbaukämpfen boxte er am 13. April 2002 in Ilsenburg um den Internationalen Deutschen Meistertitel im Halbmittelgewicht gegen den Albaner Artur Drinaj und gewann durch K. o. in der dritten Runde. Den Titel verteidigte er anschließend zweimal vorzeitig gegen Khoren Gevor.

Am 17. Oktober 2003 gewann er durch einstimmigen Punktesieg gegen den Franzosen Aziz Daari den EU-Titel der EBU im Halbmittelgewicht. Am 10. September 2004 verlor er den Titel in Madrid durch knappe Punktentscheidung (Split Decision) an den Spanier Rubén Varón (24-3).

Am 20. September 2005 wurde er mit einem K.o.-Sieg gegen den Brasilianer Anderson Clayton (19-3), Interkontinentaler Meister der WBO im Halbmittelgewicht, scheiterte jedoch im März 2006 beim Kampf um die Europameisterschaft der EBU durch Punktniederlage gegen Michele Piccirillo (44-3).

Im Mai 2006 gewann er jedoch durch Punktesieg gegen Ante Bilić (15-0) den Interkontinentalen Meistertitel der IBF und bezwang unter anderem noch Mehdi Azri (12-4) und Roman Dzhuman (23-3).

Am 26. April 2008 boxte er in Dresden gegen Serhij Dsindsiruk (34-0) um den Weltmeistertitel der WBO im Halbmittelgewicht, verlor jedoch durch Punktentscheidung. Im März 2009 gewann er erneut den EU-Titel der EBU durch Punktesieg gegen Jimmy Colas (26-4).

Am 18. September 2010 besiegte er Matthew Hall (23-2) durch K. o. in der sechsten Runde und wurde dadurch Europameister der EBU im Halbmittelgewicht. Den Titel verteidigte er anschließend durch Punktsiege gegen den Schweizer Hamlet Petrosyan (29-6) und den Franzosen Hussein Bayram (34-3).

Am 5. April 2012 wurde er in Brünn durch einen K.o.-Sieg gegen den Franzosen Salim Larbi (16-1), Interimsweltmeister der WBO im Halbmittelgewicht. Sein zweiter Anlauf, sich den WBO-WM-Gürtel zu sichern, scheiterte am 6. Oktober 2012 durch Punktniederlage gegen Saurbek Bajsangurow (27-1).

Gegen Karim Achour (14-3) erkämpfte er sich im März 2013 den Titel des Europameisters der WBO und verteidigte ihn im Juli gegen Moez Fhima (22-2). Am 19. April 2014 boxte er zum bereits dritten Mal um die WBO-WM, verlor jedoch erneut gegen Peter Quillin (30-0).

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Vater Milan Konečný war bis in das Jahr 2004 ebenfalls Profiboxer und unter anderem Gegner von Thomas Ulrich und Alexander Petkovic. Lukáš Konečný ist seit 2003 verheiratet und hat eine Tochter (* 2003). Ende 2005 kam noch ein Mädchenzwillingspaar hinzu.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]