Lukasz Gadowski

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Lukasz Gadowski 2018

Lukasz Gadowski (* 1977 in Prudnik)[1] ist ein deutsch-polnischer Internet-Unternehmer, Gründer und Risikokapitalgeber.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gadowski wurde in Polen geboren und kam in den 1980er Jahren mit seiner Familie nach Deutschland.[2] Er studierte Wirtschaftsinformatik und Wirtschaft an der Universität Paderborn, der Universität Mannheim, der Georgia Tech in Atlanta und der Handelshochschule Leipzig.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Studiums in Leipzig gründete Gadowski 2001 die Firma Spreadshirt, einen Onlineshop für individuell bedruckbare Textilien.[3] Er begann in einer Ecke im Keller der Handelshochschule und schuf eine Firma mit mehreren hundert Mitarbeitern.[4]

2005 beteiligte sich Gadowski als Mitgründer am sozialen Netzwerk studiVZ, das Anfang 2007 für geschätzte 85 Millionen Euro an Holtzbrinck verkauft wurde.[5]

2007 zog Gadowski nach Berlin.[6] Dort gründete er 2008 gemeinsam mit mehreren Partnern Team Europe Ventures, einen Risikokapitalgeber.[7] Zu seinen Gründungen und Beteiligungen gehören unter anderen der Online-Shopping-Club brands4friends, der Ende 2010 für 150 Millionen Euro an eBay verkauft wurde,[8] der Werbedienstleister madvertise,[9] der Brillen-Händler Mister Spex und der Pizza-Service Lieferheld.[10] 2011 war er Mitgründer von Delivery Hero. 2013 verkaufte Team Europe seine Anteile an Mister Spex, nachdem der Brillenversand eine 16-Millionen-Euro-Finanzierung durch Scotish Equity Partners erhalten hatte. Team Europe hält nur noch Restanteile.[11] 2011 kooperierte Team Europe mit Hasso Plattner Ventures, einer Beteiligungsgesellschaft, mit der SAP-Gründer Hasso Plattner junge Internet-Firmen finanziert.[12] 2012 wurde die Kooperation wieder aufgelöst.[13]

Für seine „Rolle im Start-up-Ökosystem“ erhielt Gadowski im Mai 2021 den Sonderpreis der Deutschen Startup Awards, der vom Bundesverband Deutsche Startups zusammen mit der Beratungsfirma PricewaterhouseCoopers vergeben wurde.[14][15]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Katrriere. Lukasz Gadowski. In: Der Tagesspiegel vom 9. März 2008.
  2. Claus Hornung: Was darf es sein, Lukasz Gadowski? Impulse, 5. September 2011, abgerufen am 18. August 2012.
  3. Speadshirt GmbH: Merchandising zum Nulltarif. Stern, 17. Mai 2005, abgerufen am 20. August 2012.
  4. Deutschland 2.0: Die neue Internetwelle. FAZ, 8. Januar 2007, abgerufen am 18. August 2012.
  5. Kevin J. O'Brien: Facebook and StudiVZ battle over Germany. New York Times, 7. August 2007, abgerufen am 18. August 2012.
  6. Holger Brandenbusch: Das neue Berlin: Porträt Lukasz Gadowski. Berliner Abendschau, rbb, 28. September 2008
  7. Claus Hornung: Was darf es sein, Lukasz Gadowski? Impulse, 5. September 2011, abgerufen am 18. August 2012.
  8. Corinna Visser: Club der Millionäre: Ebay kauft brands4friends. Der Tagesspiegel, 20. Dezember 2010, abgerufen am 18. August 2012.
  9. Die Rückkehr der Internet-Pioniere. Financial Times Deutschland, 22. August 2010, archiviert vom Original am 24. August 2010; abgerufen am 18. August 2012.
  10. Team Europe Fact Sheet (PDF) (Memento vom 23. Oktober 2012 im Internet Archive)
  11. Nora-Vanessa Wohlert: Team Europe verkauft Mister-Spex-Anteile. In: gruenderszene.de. 10. Juni 2013, abgerufen am 14. November 2017.
  12. Matthias Lambrecht: SAP-Gründer findet Startup-Experten. Financial Times Deutschland, 29. August 2011
  13. Magdalena Räth: Team Europe und Hasso Plattner beenden Venture-Partnerschaft. In: gruenderszene.de. 2. Oktober 2012, abgerufen am 14. November 2017.
  14. Christoph Kapalschinski: Delivery-Hero-Mitgründer Gadowski: „Ich würde mich freuen, wenn es weniger Seriengründer gäbe“. In: Handelsblatt. 7. Mai 2021, abgerufen am 11. Mai 2021 (deutsch).
  15. German Startup Awards 2021. Abgerufen am 11. Mai 2021.