Łukasz Piszczek

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Łukasz Piszczek

Łukasz Piszczek (2014)

Spielerinformationen
Geburtstag 3. Juni 1985
Geburtsort Czechowice-DziedzicePolen
Größe 184 cm
Position Abwehr, Mittelfeldspieler
Vereine in der Jugend
1992–2001
2001–2004
LKS Goczałkowice-Zdrój
Gwarek Zabrze
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2004–2010
2004–2007
2009
2010–
Hertha BSC
Zagłębie Lubin (Leihe)
Hertha BSC II
Borussia Dortmund
68 0(3)
69 (14)
3 0(5)
155 0(9)
Nationalmannschaft2
2005
2007–
Polen U-20
Polen
1 0(0)
50 0(2)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2015/16

2 Stand: 30. Juni 2016

Łukasz Piszczek [ˈwukaʃ ˈpiʃtʃɛk] (* 3. Juni 1985 in Czechowice-Dziedzice, Woiwodschaft Katowice) ist ein polnischer Fußballspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Piszczek stand mit ungefähr sieben Jahren das erste Mal bei LKS Goczalkowice Zdrój auf dem Fußballplatz, bei dem sein Vater Trainer war.[1] Er wechselte 2001 in die Jugendabteilung von Gwarek Zabrze und wurde 2003 polnischer A-Jugend-Meister.

Piszczek im Trikot der Hertha (2009)

Zu dieser Zeit wurden die Verantwortlichen von Hertha BSC auf Piszczek aufmerksam und verpflichteten ihn im Jahr 2004. Die Berliner liehen ihn zur Saison 2004/05 zunächst an den polnischen Erstligisten Zagłębie Lubin aus, bei dem er sich mit der Zeit zum Stammspieler entwickelte. Im letzten Spiel der Saison 2005/06 benötigte Lubin bei Cracovia Krakau ein Unentschieden, um sich für den UEFA-Cup zu qualifizieren. Deshalb hatte die Mannschaft ein 0:0 für rund 25.000 Euro erkauft. Piszczek zeigte sich wegen seiner Beteiligung vier Jahre später bei der Staatsanwaltschaft in Breslau selbst an.[2]

2006 erreichte Piszczek mit dem Team das Finale um den nationalen Pokal, verlor dort aber gegen Wisła Płock mit 2:3[3] und 1:3.[4] Er kam dabei in beiden Partien zum Einsatz. Mit Zagłębie Lubin gewann er 2007 die polnische Meisterschaft. Für den Klub war es der zweite Meistertitel. Zur Saison 2007/08 kehrte Piszczek nach Berlin zurück.

Er kam bei Hertha sowohl als Stürmer als auch auf der linken Außenbahn im Mittelfeld zum Einsatz. In der Saison 2007/08 absolvierte er zwölf Partien von Beginn an, in zwölf weiteren wurde er eingewechselt. Sein Debüt gab er am ersten Spieltag der Spielzeit am 11. August 2008 im Spiel gegen Eintracht Frankfurt in der Startformation. Am 30. Spieltag erzielte er seinen ersten Bundesligatreffer beim 2:2 gegen Hannover 96. In der folgenden Spielzeit war Piszczek längere Zeit verletzt und kam auf insgesamt 13 Einsätze. Am Ende der Saison wurde er von Trainer Lucien Favre mehrmals als rechter Verteidiger eingesetzt.[5] In der Saison 2009/10 gehörte er neben Torhüter Jaroslav Drobný, Kapitän Arne Friedrich, und den Brasilianern Cicero und Raffael zum Stammpersonal der Berliner.

Zur Saison 2010/11 verließ Piszczek die in die 2. Liga abgestiegene Hertha und wechselte ablösefrei zu Borussia Dortmund.[6] Hier entwickelte er sich durch eine Verletzung des Stamm-Rechtsverteidigers Patrick Owomoyela bald zum Stammspieler auf dieser Position und zu einem der offensivstärksten Außenverteidiger der Bundesliga. Mit der Borussia wurde er in der Saison 2010/11 und in der Saison 2011/12 Deutscher Meister. Im Oktober 2012 verlängerte er seinen Vertrag bei Borussia Dortmund vorzeitig bis zum 30. Juni 2017.[7]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Piszczek in der Nationalmannschaft

Am 3. Februar 2007 gab Łukasz Piszczek gegen Estland sein Debüt für die polnische A-Nationalmannschaft. Wenige Tage vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft 2008 rückte er an Stelle von Jakub Błaszczykowski, der aufgrund einer Oberschenkelverletzung im Training ausfiel, in den Kader der polnischen Nationalmannschaft nach. Er kam in der ersten Partie gegen Deutschland als Einwechselspieler zum Einsatz, fiel anschließend allerdings auf Grund einer Verletzung aus.

Im selben Jahr machte er noch zwei Spiele in der WM-Qualifikation, dann fiel er aufgrund mehrerer Verletzungen aus dem Kader und wurde erst 2010 wieder berücksichtigt. Schnell spielte er sich wieder in die Stammmannschaft und bei der Europameisterschaft 2012 im eigenen Land war er in allen drei Spielen als rechter Verteidiger gesetzt. 2013 stoppte ihn dann erneut eine langwierige Verletzung. Bei seiner Rückkehr ins Team am 5. März 2014 im Freundschaftsspiel gegen Schottland übernahm er einmalig die Kapitänsbinde.

In der erfolgreichen Qualifikation für die Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich bestritt Piszczek 7 der 10 Pflichtspiele und wurde danach ins EM-Aufgebot Polens aufgenommen und gehörte in den ersten beiden Spielen gegen Nordirland und gegen Deutschland zur Stammelf. Nachdem sich das Team vorzeitig für die K.-o.-Runden qualifiziert hatte, blieb er im letzten Gruppenspiel auf der Bank. Im Achtel- und Viertelfinale spielte er dann aber wieder jeweils über volle 120 Minuten. Gegen die Schweiz kam Polen im Elfmeterschießen weiter, gegen Portugal schied im Elfmeterschießen aus. Das verlorene Viertelfinale war das 50. Länderspiel in Piszczeks Karriere.

Beteiligung an Spielmanipulationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Piszczek zeigte sich im Dezember 2009 in Polen aufgrund seiner Teilnahme an Spielmanipulationen in der Saison 2005/06 selbst an.[8] Im Juni 2011 verurteilte ihn das Bezirksgericht in Breslau hierfür zu einer Haftstrafe von einem Jahr auf Bewährung und einer Geldstrafe von rund 25.000 Euro.[9]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinsmannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zagłębie Lubin
Borussia Dortmund

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Polen

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Łukasz Piszczek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. szczescie w roli glebokiego zmiennika, http://katowice.gazeta.pl vom 6. Juni 2008
  2. [1]
  3. Hinspiel polnischer Pokal 2006
  4. Rückspiel polnischer Pokal 2006
  5. Piszczek blüht auf – und will bleiben. "Wir sind schon sehr weit"; 18. Januar 2009
  6. BVB verpflichtet Lukas Piszczek - Ruhrnachrichten.de (vom 19. Mai 2010)
  7. [2]; 18. Januar 2009
  8. Lukas Piszczek zeigte sich selber an (vom 29. Januar 2011)
  9. Bewährungsstrafe für Piszczek, sport1.de vom 27. Juni 2011 (abgerufen am 27. Juni 2011)