Lumpzig

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lumpzig
Lumpzig
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lumpzig hervorgehoben
Koordinaten: 50° 57′ N, 12° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Altenburger Land
Verwaltungs­gemeinschaft: Altenburger Land
Höhe: 280 m ü. NHN
Fläche: 10,74 km2
Einwohner: 515 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner je km2
Postleitzahl: 04626
Vorwahl: 034495
Kfz-Kennzeichen: ABG, SLN
Gemeindeschlüssel: 16 0 77 029
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Wiesenweg 1
04626 Lumpzig
Webpräsenz: www.gemeinde-lumpzig.de
Bürgermeister: Torsten Hiller (parteilos)
Lage der Gemeinde Lumpzig im Landkreis Altenburger Land
Altenburg Nobitz Langenleuba-Niederhain Altkirchen Dobitschen Drogen Fockendorf Frohnsdorf Gerstenberg Göhren (bei Altenburg) Göllnitz Göpfersdorf Gößnitz Haselbach (bei Altenburg) Heukewalde Heyersdorf Jonaswalde Jückelberg Kriebitzsch Löbichau Lödla Lucka Lumpzig Mehna Meuselwitz Monstab Nöbdenitz Ponitz Posterstein Rositz Nobitz Schmölln Starkenberg Thonhausen Treben Vollmershain Wildenbörten Windischleuba Ziegelheim Thüringen Landkreis Greiz Sachsen-Anhalt SachsenKarte
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Lumpzig ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Altenburger Land. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Altenburger Land und liegt etwa 9 km nordwestlich von Schmölln. Der Ort ist vor allem durch die hier hergestellte Spezialität Altenburger Ziegenkäse und die älteste Bockwindmühle Thüringens bekannt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind im Uhrzeigersinn von Norden beginnend Starkenberg, Dobitschen und Wildenbörten im Landkreis Altenburger Land, Reichstädt im Landkreis Greiz sowie Schnaudertal im sachsen-anhaltischen Burgenlandkreis.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde setzt sich aus den Ortsteilen Lumpzig, Braunshain, Großbraunshain, Hartha, Kleintauscha und Prehna zusammen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wird erstmals in einer Urkunde des Bischofs Udo I. von Naumburg im Jahre 1140 als Lomzke genannt. Ein Heinrius de Lumpzhicz wird 1291 erwähnt. Der Ort gehörte der Familie von Ende aus Kayna und bestand vermutlich lediglich aus einem Vorwerk mit Schäferei. Im Jahre 1668 wurde das heutige Herrenhaus von Heinrich Hildebrand von Einsiedel erbaut, welches von 1948 bis 2007 als Alten- und Pflegeheim genutzt wurde. Das dazugehörige Rittergut ging 1798 in bürgerlichen Besitz über. Es besaß 1935 eine Flurgröße von 137 Hektar und wurde somit im Zuge der Bodenreform 1945 enteignet.

Südwestlich des Hauptortes, etwas außerhalb gelegen befindet sich die letzte Bockwindmühle des Altenburger Landes aus dem Jahr 1732 und stellt somit die älteste dieser Art in ganz Thüringen dar. Die sich am südwestlichen Dorfrand befindende Kirche entstand im Jahr 1830. Seit der Errichtung der Molkerei Großbraunshain 1897 wird die regionale Spezialität Altenburger Ziegenkäse hergestellt. Die Ortsteile Großbraunshain, Hartha, Kleintauscha und Braunshain wurden am 1. Juli 1950 eingegliedert, letzterer gehörte vormals nicht zum thüringischen Landkreis Altenburg, sondern zum Landkreis Zeitz in der vormals preußischen Provinz Sachsen. Der Ortsteil Prehna wurde am 1. Januar 1957 eingegliedert.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (Stand jeweils 31. Dezember):

  • 1994: 656
  • 1995: 647
  • 1996: 654
  • 1997: 665
  • 1998: 697
  • 1999: 685
  • 2000: 670
  • 2001: 665
  • 2002: 665
  • 2003: 681
  • 2004: 658
  • 2005: 661
  • 2006: 654
  • 2007: 608
  • 2008: 581
  • 2009: 586
  • 2010: 561
  • 2011: 554
  • 2012: 547
  • 2013: 533
  • 2014: 535
  • 2015: 515
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:[2]

  • CDU-Wählergruppe - 3 Sitze (42,7 %)
  • Gemeinsam für Lumpzig - 4 Sitze (57,3 %)

Die Wahlbeteiligung lag bei 59,4 % (-3,2 %p).

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 6. Juni 2010 ist der parteilose Torsten Hiller Bürgermeister, er löste den vormaligen CDU-Politiker Kurt Gentsch mit einem Stimmenanteil von 54,9 % ab. Torsten Hiller wurde am 5. Juni 2016 mit einer Mehrheit von 84,5 % und einer Wahlbeteiligung von 38,0 % (- 33,7 %p) im Amt bestätigt. Vorheriger Bürgermeister bis 1999 war zudem Ehrenfried Thieme von der SPD.[3]

Bockwindmühle Lumpzig
Die einzig erhaltene Bockwindmühle des Altenburger Landes.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SV Osterland Lumpzig.svg

Die Bockwindmühle, die vom Verein Altenburger Bauernhöfe e.V. in den vergangenen Jahren restauriert wurde, ist Veranstaltungsort für mehrere Feste, die über das ganze Jahr verteilt stattfinden, das größte dürfte dabei das Lumpziger Bockwindmühlenfest sein.[4]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1880 gibt es den Spielmannszug Lumpzig. Er gehört neben den Abteilungen Fußball, Kegeln, Bogenschießen und Frauensport zum Sportverein „Osterland“ Lumpzig e.V.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lumpzig liegt an der Bahnstrecke Meuselwitz–Ronneburg.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Gemeinderatswahl 2014 Landeswahlleiter Thüringen, abgerufen am 3. August 2014
  3. Ergebnisse der Bürgermeisterwahl Landeswahlleiter Thüringen, abgerufen am 1. August 2016
  4. Altenburger Bauernhöfe e.V.: Bockwindmühle Lumpzig. Abgerufen am 2. August 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lumpzig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien