Lungtog Gyatsho

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Tibetische Bezeichnung
Tibetische Schrift:
ལུང་རྟོགས་རྒྱ་མཚོ
Wylie-Transliteration:
lung rtogs rgya mtsho
Aussprache in IPA:
[luŋtok catsʰɔ]
Offizielle Transkription der VRCh:
Lungdog Gyaco
THDL-Transkription:
Lungtok Gyatso
Andere Schreibweisen:
Lungtog Gyatsho, Lungtog Gyatso, Lungtok Gyatso, Luntok Gyatso
Chinesische Bezeichnung
Traditionell:
隆朵嘉措
Vereinfacht:
隆朵嘉措
Pinyin:
Lóngduǒ Jiācuò
Lungtog Gyatsho

Lungtog Gyatsho (geboren 1805 im Kreis Zamtang, Ngawa, Sichuan; gestorben 26. März 1815) war der neunte Dalai Lama.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der chinesische Kaiser Qianlong erließ 1792 eine Reihe von Gesetzen für die effektivere Regierung Tibets. Eines dieser Gesetze änderte den Wahlmodus für den Dalai Lama. Von nun an sollte ein neuer Dalai Lama ausgelost werden. Dazu sollten alle Kinder, die eine mögliche Reinkarnation des Dalai Lamas sein könnten, gesucht werden, um dann aus ihnen den neuen Dalai Lama auszulosen.

Da Lungtog Gyatsho, als man ihn fand, so beeindruckende Kenntnis vom Leben des vorherigen Dalai Lamas besaß, bat man den Kaiser dieses Mal eine Ausnahme zu machen. Dieser Bitte gab der Kaiser nach und so bestieg Lungtog Gyatsho am 10. November 1808 den Thron im Potala-Palast.

Am 26. März 1815 starb Lungtog Gyatsho im Alter von neun Jahren vermutlich an einer Lungenentzündung. Zu dieser Zeit bestand ein Konflikt über die Regierungsgewalt in Tibet zwischen dem Chinesischen Kaiser und der tibetischen Regierung von Ganden Phodrang (tib.: dga' ldan pho brang).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günther Schulemann: Geschichte der Dalai-Lamas. Harrassowitz, Leipzig 1958.
  • Karl-Heinz Golzio, Pietro Bandini: Die vierzehn Wiedergeburten des Dalai Lama. Die Herrscher Tibets – wie sie wiederkommen, wie sie gefunden werden, was sie hinterlassen haben. O. W. Barth u. a., Bern/ München/ Wien 1997, ISBN 3-502-61002-9.
  • Andreas Gruschke: Dalai Lama (= Diederichs kompakt.). Hugendubel, Kreuzlingen/ München 2003, ISBN 3-7205-2461-2.
  • Martin Brauen (Hrsg.): Die Dalai Lamas. Tibets Reinkarnationen des Bodhisattva Avalokiteśvara. Arnold, Stuttgart 2005, ISBN 3-89790-219-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lungtog Gyatsho (Alternativbezeichnungen des Lemmas)
Lungtok Gyatso, Lungtog Gyatso, Luntok Gyatso, chin.: 隆朵嘉措, Lóngduǒ Jiācuò