Lunik-Mission

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Lunik 2
Lunik 3

Lunik 1 bis Lunik 3 wurden die drei sowjetischen Mondsonden der ersten Serie bezeichnet, in Anlehnung an den Namen des ersten künstlichen Erdsatelliten, Sputnik.

Nur in westlichen Quellen wurden die Sonden als „Lunik“ bezeichnet; in den offiziellen sowjetischen Medien hießen sie:

  • „Kosmische Rakete“ (Lunik 1),
  • „Sowjetische Kosmische Rakete 2“ (Lunik 2) und
  • „Automatische Interplanetare Station“ (Lunik 3).

Lunik 1 (Januar 1959) schwenkte nach einem Vorbeiflug am Mond fehlerhaft in einen Sonnenorbit ein, lieferte aber dennoch nützliche Strahlungsmesswerte zur Analyse des irdischen Strahlungsgürtels und bestätigte die Existenz des Sonnenwindes.

Lunik 2 war der erste künstliche Flugkörper überhaupt, der gezielt auf der Mondoberfläche aufschlug, am 13. September 1959.

Lunik 3 (Oktober 1959) fotografierte zum ersten Mal die Rückseite des Mondes.

Einige weitere Mondmissionen der Sowjetunion schlugen allesamt fehl:

  • Lunik 1958A am 23. September 1958 – durch Raketenexplosion zerstört
  • Lunik 1958B am 12. Oktober 1958 – durch Raketenexplosion zerstört
  • Lunik 1958C am 4. Dezember 1958 – durch Raketenexplosion zerstört
  • Lunik 1959A am 18. Juni 1959 – durch Raketenexplosion zerstört
  • Lunik 1960A am 15. April 1960 – verbleibt im Erdorbit
  • Lunik 1960B am 19. April 1960 – durch Raketenexplosion zerstört

Alle Namen sind fiktive Katalogbezeichnungen, eingestanden wurden diese Fehlschläge durch die UdSSR nie. Nur ein Drittel der Sonden erreichte tatsächlich den Mond.

Vorgesehen waren für Lunik 1958–59 jeweils Aufschläge auf die Mondoberfläche wie bei Lunik 2, für die beiden Lunik-Missionen im Jahr 1960 die Umkreisung wie bei Lunik 3.

Die nachfolgenden Mondsonden der zweiten Serie wurden Luna (russ: Mond) genannt.

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