Lupin III

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Lupin III
Originaltitelルパン三世
TranskriptionRupan Sansei
GenreAbenteuer, Action, Comedy, Kriminalgeschichte
Manga
LandJapanJapan Japan
AutorMonkey Punch
VerlagFutabasha
MagazinManga Action
ErstpublikationAugust 1967 – Mai 1969
Ausgaben14
Anime-Fernsehserie
ProduktionslandJapanJapan Japan
OriginalspracheJapanisch
Jahr(e)1971–1985
StudioTokyo Movie
Länge25 Minuten
Episoden228 in 3 Staffeln
RegieHayao Miyazaki, Isao Takahata, Masaaki Osumi, Seijun Suzuki, Yuzo Aoki
MusikCharlie Kosei, Takeo Yamashita, Yuji Ohno
Erstausstrahlung4. Oktober 1971 auf Yomiuri TV
Synchronisation
Manga
TitelShin Rupan Sansei
Originaltitel新ルパン三世
LandJapanJapan Japan
AutorMonkey Punch
VerlagFutabasha
MagazinManga Action
ErstpublikationJuni 1977 – Mai 1981
Ausgaben21
Weitere Fernsehserien
Lupin the Third – Mine Fujiko to Iu Onna(2012)
Lupin Sansei(2015)

Lupin III (jap. ルパン三世, Rupan Sansei) ist eine in Japan erfolgreiche Manga-Serie des japanischen Manga-Autors Monkey Punch. Die Serie, welche zum Seinen-Genre gehört, handelt von den Abenteuern des Arsène Lupin III und seinen Gefährten. Lupin III ist der Enkel des berühmten Meisterdiebs Arsène Lupin aus den Romanen von Maurice Leblanc. Neben dem Manga wurden auch zahlreiche Anime-Verfilmungen produziert.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lupin III ist wie sein Großvater ein Meisterdieb und verdient seinen Lebensunterhalt mit dem Diebstahl wertvoller Objekte. Begleitet wird Lupin dabei stets von seinem alten Bekannten Daisuke Jigen, einem meisterhaften Schützen. Eine weitere Begleiterin ist die Schönheit Fujiko Mine, der Lupin seit dem ersten Treffen hoffnungslos verfallen ist. Zwar arbeitet sie gelegentlich mit Lupin und seiner Gruppe zusammen, doch schafft sie es meistens, die Beute allein einzustreichen und die anderen im Regen stehen zu lassen. Der letzte im Bunde ist Goemon Ishikawa XIII, ein japanischer Samurai und Meister der Schwertkunst. Goemon ist im Besitz des Allmächtigen Schwertes, das alles auf der Welt mühelos durchtrennen kann.

Da Lupin ein gesuchter Dieb ist, wird er ständig von Inspektor Zenigata verfolgt, welcher für Interpol arbeitet. Zenigata ist besessen davon, Lupin festzunehmen, doch bislang gelang ihm dies nur ein einziges Mal und Lupin konnte sich natürlich wieder befreien.

Charaktere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arsène[1] Lupin III (ルパン三世, Rupan sansei)
Er ist der Enkel des berühmten Meisterdiebs Arsène Lupin. Genau wie sein Großvater ist er ein gewitzter, durchtriebener und geschickter Meisterdieb. Seine Beuteziele sucht er sich meistens selbst aus, wobei er auch gerne andere Bösewichte beklaut. Und stets warnt er sein Ziel im Voraus. Sein Auftreten als Dieb wirkt zwar teilweise recht unprofessionell, dies ist jedoch nur Tarnung. Neben seiner hohen Intelligenz und Geschicklichkeit hat er immer kleine technische Spielereien als Hilfsmittel und für Notfälle dabei. Seine größte Schwachstelle ist seine Liebesbeziehung zu Fujiko, die ihn immer wieder in Schwierigkeiten bringt.
Daisuke Jigen (次元大介, Jigen Daisuke)
Daisuke ist der ständige Begleiter von Lupin und ein Meisterschütze. Mit seinem Combat Magnum Revolver trifft er dabei immer ins Schwarze, so wie mit jeder anderen Schusswaffe bis hin zur Panzerfaust. Seine Augen sind meist von seinem Markenzeichen, einem schwarzen Hut, verdeckt, was ihn noch geheimnisvoller macht.
Fujiko Mine (峰不二子, Mine Fujiko)
Sie ist Lupins große Leidenschaft. Auch wenn man es ihr nicht auf den ersten Blick ansieht, ist sie eine extrem schlaue und ausgekochte Person, die es versteht, ihren weiblichen Charme zu ihrem eigenen Vorteil einzusetzen. Auf Lupins Diebestouren ist sie meistens in irgendeiner Form dabei, wobei sie im Gegensatz zu Jigen Lupin gegenüber nicht loyal ist. Regelmäßig verbündet sie sich mit Lupins Gegenspieler oder Inspektor Zenigata, wenn es ihrem Erfolg förderlich ist. Jedoch kann Lupin sie meistens überlisten. Nur leider entkommt sie ihm dann zum Schluss mit einem Teil oder sogar der ganzen Beute.
Goemon Ishikawa XIII (石川五ェ門, Ishikawa Goemon)
Er ist ein Samurai der dreizehnten Generation und im Besitz des Allmächtigen Schwertes (斬鉄剣, Zantetsu-ken), was wörtlich übersetzt „das Eisen schneidende Schwert“ bedeutet. Außerdem ist er Nachfahre des legendären Samurai-Diebes Ishikawa Goemon aus dem 16. Jahrhundert.[2] Dieses Schwert ist in der Lage alles mühelos zu durchtrennen, außer Konnyaku, eine sehr weiche japanische Speise. Goemon ist nicht regelmäßig bei Lupins Abenteuern dabei und manchmal verfolgt er auch seine eigenen Ziele.
Inspektor Zenigata (銭形警部, Zenigata-keibu)
Mit vollem Namen Koichi Zenigata (銭形幸一, Zenigata Kōichi) ist Polizist bei Interpol. Sein erklärtes Ziel ist es, Lupin und seine Bande um jeden Preis zu verhaften, wobei er hierzu teilweise recht abstruse Hilfsmittel einsetzt. Jedoch gelingt es ihm eigentlich nie, Lupin dingfest zu machen, obwohl er mit dessen Genialität oft mithalten kann, und es ihn ab und an gelingt, ihn temporär festzunehmen. Auf den ersten Blicken mögen Zaza, wie Lupin ihn öfters liebevoll nennt, und Lupin erbitterte Feinde sein, doch verbindet sie auch eine Art Freundschaft. Wenn Lupin in einer Mission augenscheinlich getötet wird, ist Zenigata erst wieder glücklich, wenn er seinen geliebten Feind wieder verhaften kann. Sein Name ist eine Anspielung auf den Gangsterjäger Zenigata Heiji aus den Erzählungen von Nomura Kodō.[2]

Manga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die originale Mangaserie wurde von August 1967 bis April 1972 im japanischen Mangamagazin Manga Action beim Verlag Futabasha veröffentlicht. Zunächst war sie nur für fünf Monate angelegt, wurde wegen des Erfolges jedoch verlängert. Auch sein zunächst nur für dieses Projekt angenommene Pseudonym legte Monkey Punch danach nicht mehr ab.[3] Sie erschien später gesammelt in 14 Bänden. Die Mangaserie wurde ins Italienische, Spanische und Englische übersetzt.

Ab Juni 1977 erschien in Japan im gleichen Magazin die Fortsetzung Shin Rupan Sansei (新ルパン三世), die weitere Abenteuer von Lupin erzählte und bis Mai 1981 lief. Die Sammelausgabe umfasste schließlich 21 Bände. Eine englische Fassung erschien bei Tokyopop unter dem Titel Lupin III: World's Most Wanted. Ab Januar erschien in Japan der Ableger Rupan Sansei S, geschrieben von Satozumi Takaguchi und gezeichnet von Shusay. Er kam ebenfalls im Manga Action bei Futabasha heraus und erschien später in einem Sammelband. 1998 startete im gleichen Magazin die Serie Rupan Sansei Y, geschrieben von Monkey Punch und gezeichnet von Manatsuki Yamakami. Sie lief bis 2004 und umfasst 20 Sammelbände.

Das Vorbild für seine Figur wählte der Autor, da er die Geschichten von LeBlanc schon lange kannte und schätzte und daher ein eigenes Konzept daraus entwickeln wollte.[4] In seinem stark vereinfachten Zeichenstil wurde Monkey Punch inspiriert von Sergio Aragones und dessen Cartoons im Mad Magazine.[5] Zu Anfang war der Stil jedoch noch rauer, skizzenhafter und erst in der zweiten Mangaserie dann geschliffener.[6] In der Umsetzung war dem Künstler Detailgenauigkeit wichtig: Lupins Waffe, eine Walther P38, wird realistisch gezeigt und auch andere Waffen, die Fahrzeuge und anderes sind erkennbar echte Modelle – ebenso wie Lupins Drinks.[7]

Anime[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Synchronsprecher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Yasuo Yamada, der in den späteren Folgen Lupin sprach, ist auch der japanische Standard-Sprecher für Clint Eastwood. Kiyoshi Kobayashi, Stimme Jigens, ist auch die japanische Stimme von Lee Marvin.[2]

Rolle japanischer Sprecher (Seiyū) deutscher Sprecher
Arsène Lupin III Yasuo Yamada, Kan’ichi Kurita Peter Flechtner
Daisuke Jigen Kiyoshi Kobayashi Tilo Schmitz
Fujiko Mine Yukiko Nikaido, Eiko Masuyama Ghadah Al-Akel
Goemon Ishikawa XIII Chikao Ōtsuka, Makio Inoue Peter Reinhardt
Inspektor Zenigata Gorō Naya Stefan Staudinger

Fernsehserien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rechte an einer Verfilmung sicherte sich bereits 1967 das Studio Tokyo Movie und begann mit der Produktion eines Kurzfilms. Der wurde jedoch wegen Auseinandersetzungen im Produktionsteam nicht veröffentlicht.[6] Die erste umgesetzte Verfilmung des Mangas entstand dann 1971, zunächst unter der Regie von Masaki Osumi. Nach schlechten Quoten für die ersten drei Folgen wurde er durch Hayao Miyazaki und Isao Takahata ersetzt, die den Anime humorvoller umsetzten. Lupin wurde heldenhafter und tollpatschiger gezeigt, Fujiko wurde weniger hinterhältig und aus Zenigata wurde statt eines hasserfüllten Feindes ein freundschaftlicher Rivale. Wegen des weiterhin ausbleibenden Erfolgs wurde die erste Staffel nach 23 Folgen eingestellt.[1][6] Die Drehbücher der Folgen schrieb Sōji Yoshikawa und Yasuo Otsuka war für das Charakterdesign und Animationsregie verantwortlich. Das produziertende Studio war Tokyo Movie. Die Serie lief von 24. Oktober 1971 bis 26. März 1972 bei Nippon Television Network.

Da die Wiederholungen der ersten Staffel zunehmend bessere Quoten erzielten, wurde 1977 eine zweite Staffel produziert, die unter dem Titel Shin Lupin III anlief.[1] Der verantwortliche Regisseur war nun Seijun Suzuki und Hauptautor Atsushi Yamatoya. Auch in der zweiten Staffel arbeitete Hayao Miyazaki noch an zwei Folgen mit: für die Episoden 145 und 155 schrieb er unter seinem Pseudonym Tsutomu Teruki das Drehbuch.[2] Das Charakterdesign lag bei Takeo Kitahara. Die Ausstrahlung der Serie erfolgte vom 3. Oktober 1977bis zum 6. Oktober 1980 bei Nippon Television.

Eine dritte Staffel entstand unter der Regie von Yuzo Aoki und Autor Junichi Iioka. Das Charakterdesign entwarfen Hidetoshi Owashi, Shingo Araki, Tatsuo Yanagino und Yuzo Aoki; die künstlerische Leitung lag bei Tsutomu Ishigaki. Die Erstausstrahlung erfolgte vom 3. März 1984 bis zum 28. September 1985 bei Nippon Television.

Jede der drei erschienenen Animestaffeln kann leicht anhand der Farbe von Lupins Jackett identifiziert werden, denn in jeder Staffel hatte sein Jackett eine andere Farbe, welche auch in den Filmproduktionen beibehalten wurde. Daher kann aufgrund der Jackettfarbe die Handlungszeit jedes Films mit ein paar Ausnahmen innerhalb Lupins Karriere eingeordnet werden.

  • Lupin III, 1. Staffel, 23 Folgen (1971-1972): grünes Jackett
  • Lupin III Part II (auch: Shin Lupin III (新ルパン三世)), 2. Staffel, 155 Folgen (1977-1980): rotes Jackett
  • Lupin III Part III, 3. Staffel, 50 Folgen (1984-1985): pinkes Jackett

Die meisten Geschichten der Animefolgen basierten auf dem Manga. Innerhalb der 2. Staffel wurde jede Woche eine neue Folge im japanischen Fernsehen gesendet. Auch war sie eine der ersten Serien, die zumindest teilweise in Stereo ausgestrahlt wurden.

2012 produzierte TMS Entertainment die Fernsehserie Lupin the Third – Mine Fujiko to Iu Onna (LUPIN the Third -峰不二子という女-) die vom 5. April bis 28. Juni 2012 nach Mitternacht (und damit am vorigen Fernsehtag) auf NTV erstausgestrahlt wurde. Regie führte Sayo Yamamoto. 2015 folgte eine weitere Fernsehserie unter dem Titel Lupin Sansei, die bei Telecom Animation Film entstand.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Takeo Yamashita komponierte den Soundtrack der ersten Staffel. Die Vorspannlieder sind:

  • Lupin Sansei Sono 1 von Charlie Kosei
  • Afro Lupin '68 von Charlie Kosei mit Yasuo Yamada
  • Lupin Sansei Sono 3 von Yoshiro Hiroishi mit Goro Naya
  • Lupin Sansei Sono 3 von Yoshiro Hiroishi

Der Abspann wurde unterlegt mit Lupin Sansei Sono 2 von Charlie Kosei.

Die Musik und die Vor- und Abspannlieder der zweiten Staffel komponierte Yūji Ōno, ein damals in Japan sehr erfolgreicher Jazz-Musiker. Noch während der Produktion der Serie arbeitete er eng mit dem Team zusammen, um einzelnen Folgen jeweils passende Soundtracks zu geben.[8] Für den Vorspann wurde das Thema Lupin III in Variationen mit und ohne Gesang von Peatmac Junior verwendet. Abspannlied war zunächst das Love Theme ohne Gesang, dann gesungen von Ichiro Mizuki. In der zweiten Hälfte wurden die Lieder Love Squall von Sandi A. Hohn und Love is Everything von Noboru Kimura verwendet.

In der dritten Staffel, bei der ebenfalls Yūji Ōno für den Soundtrack verpflichtet wurde, wurde das Lied Sexy Adventure von Yūsuke Nakamura für den Vorspann verwendet. Das Abspannlied ist Fairy night (フェアリーナイト) von Sonia Rosa.

Kinofilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehfilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1989 lief das erste TV-Special Bye-Bye Liberty Crisis auf NTV. Seitdem wird dort jedes Jahr ein Special von jeweils ca. 90 Minuten Länge ausgestrahlt. Jedes TV-Special hat normalerweise immer 2 Titel: Den Original-Titel in japanisch und einen von NTV für den weltweiten Vertrieb benutzten englischen Titel. Angegeben wurde jeweils der englische Titel. Falls bekannt wird auch noch der deutsche Titel mit angegeben. Von den Specials sind im deutschen Sprachraum nur Nr. 5 bis 8 erschienen.

Anlässlich des 55-jährigen Bestehens von NTV und des 50-jährigen von Yomiuri TV wurde am 27. März 2009 das Crossover-Special Lupin San-sei VS Meitantei Conan (ルパン三世VS名探偵コナン, Rupan san-sei VS meitantei Konan, engl. Untertitel: Lupin the 3rd VS Detective Conan) ausgestrahlt.[9]

Nr. Erschienen englischer Titel japanischer Titel deutscher Titel
01 01.04.1989 Bye-Bye Liberty Crisis バイバイ・リバティー・危機一発! (Bai Bai Ribatii - Kiki Ippatsu!)
02 27.07.1990 Hemingway Papers ヘミングウェイペーパーの謎 (Heminguwei Pēpā no Nazo)
03 09.08.1991 Napoleon's Dictionary! ナポレオンの辞書を奪え (Napoleon no Jisho wo Ubae)
04 24.07.1992 From Russia With Love ロシアより愛をこめて (Roshia yori Ai wo Komete)
05 23.07.1993 Orders to Assassinate Lupin / Voyage to Danger ルパン暗殺指令 (Rupan Ansatsu Shirei) Der Höllentrip
06 29.07.1994 Zantetsu Sword is on Fire / Dragon of Doom 燃えよ斬鉄剣 (Moeyo Zantetsuken) Der Goldene Drache
07 04.08.1995 Hunt for Harimao's Treasure / The Pursuit of Harimao's Treasure ハリマオの財宝を追え!! (Harimao no Zaiho wo oe!!) Der Schatz des Harimao
08 02.08.1996 The Secret of Twilight Gemini トワイライト☆ジェミニの秘密 (Towairaito Jemini no Himitsu) Der Diamant der Dämmerung
09 01.08.1997 In Memory of the Walther P-38 / Island of Assassins ワルサーP38 (Warusā P38)
10 24.07.1998 Memories of the Flame: Tokyo Crisis / Crisis in Tokyo 炎の記憶 ~TOKYO CRISIS~ (Honou no Kioku ~Tokyo Crisis~)
11 30.07.1999 Da Capo of Love: Fujiko's Unlucky Days / The Columbus Files 愛のダ・カーポ ~Fujiko's Unlucky Days (Ai no da kāpo - Fujiko's Unlucky Days)
12 28.07.2000 Money Wars / Missed by a Dollar 1$マネーウォーズ (1$ Manē Wōzu)
13 03.08.2001 Alcatraz Connection アルカトラズ・コネクション (Arukatorazu Konekushon)
14 26.07.2002 Episode 0: First Contact EPISODE:0(ゼロ) 『ファーストコンタクト』 (Episode: 0 (zero) "Fāsuto Kontakuto")
15 01.08.2003 Operation: Return the Treasure お宝返却大作戦!! (Otakara Henkyaku Dai-sakusen!!)
16 30.07.2004 Stolen Lupin 盗まれたルパン (Nusumareta Rupan)
17 22.07.2005 An Angel's Tactics - Fragments of a Dream are the Scent of Murder 天使の策略(タクティクス)~夢のカケラは殺しの香り~ (Tenshi no Sakuryaku (Takutikusu) - Yume no Kakera wa Koroshi no Kaori)
18 08.09.2006 Seven Days Rhapsody セブンデイズ・ラプソディ (Sebun Deizu Rapusodi)
19 27.07.2007 Elusiveness of the Fog 霧のエリューシヴ (Kiri no Erūshivu)
20 25.07.2008 sweet lost night ~Magic Lamp's nightmare premonition~ sweet lost night ~魔法のランプは悪夢の予感~ (Sweet Lost Night ~Mahō no Ranpu wa Akumu no Yokan~)
21 27.03.2009 Lupin III vs Detective Conan ルパン三世 vs 名探偵コナン (Rupan Sansei vs Meitantei Conan)
22 12.02.2010 Lupin III: the Last Job ルパン三世 the Last Job (Rupan Sansei the Last Job)
23 02.12.2011 Lupin III: Blood Seal - Eternal Mermaid ルパン三世 血の刻印 〜永遠のMermaid〜 (Rupan Sansei Chi no Kokuin - Eien no Māmeido)
24 02.11.2012 Record of Observations of the East - Another Page 東方見聞録 〜アナザーページ〜 (Tōhō kenbunroku - Anazā Pēji)

Original Video Animation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Lupin III erschienen in Japan auch drei Original Video Animations:

  • Secret Files (1989)
  • Return of Pycal (2002)
  • Green vs Red (2008)

Die OVA Secret Files enthält unter anderem zwei Versionen des ursprünglich bereits 1969 fertiggestellten Pilotfilm von Lupin III. Außerdem enthält die OVA Trailer zu den Filmen Mystery of Mamo, Das Schloss des Cagliostro und Legend of the Gold of Babylon.

Internationale Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 1983 kam Lupin erstmals in die USA, jedoch nicht als Fernsehserie sondern als Arcade-Spiel von Capcom, das Bilder aus den beiden ersten Kinofilmen verwendete.[10] Bis in die 1990er mussten internationale Veröffentlichungen der Serie oft Namen wie Rupan oder Wolf verwenden, da die Eigentümer des Urheberrechts an Maurice Leblancs Werken die Verwendung des Namens Lupin nicht erlaubten.[11] Diese hatten nach Kenntnis der Serie einen Rechtsstreit begonnen, an dessen Ende international die Verwendung des Namens Lupin nicht erlaubt war. Da sie in Japan jedoch schon über 10 Jahre lief, ohne dass die Rechteinhaber dagegen vorgegangen sind, konnte Monkey Punchs Werk hier seinen Namen behalten. 2016 sind die Rechte von Leblanc abgelaufen.[2] Ab 1985 kam Lupin in Frankreich heraus,[12] bereits 1979 lief die erste Staffel im italienischen Fernsehen bei GBR. Die zweite Staffel folgte 1981 und die dritte 1987. Ab den 1990ern wurde diese auch in Spanien und Lateinamerika gezeigt. Insbesondere die englische Fassung wurde später von mehreren Sendern wiederholt und schließlich auch von Streaming-Diensten veröffentlicht.

1987 wurde der Film Das Schloss des Cagliostro stark geschnitten auf Deutsch als Hardyman räumt auf auf VHS veröffentlicht sowie im Fernsehen als Hardyman schafft alle gezeigt. Alle Szenen mit Goemon, 26 Minuten, wurden entfernt, Lupin zum Superhelden umgeschrieben und als Regisseurin firmierte nun eine gewisse „Mia Zaki“.[1] Ab 2001 wurden auf MTV die vier TV-Specials Voyage to Danger (Der Höllentrip), Dragon of Doom (Der Goldene Drache), The Pursuit of Harimao's Treasure (Der Schatz des Harimao) und The Secret of Twilight Gemini (Der Diamant der Dämmerung) gezeigt, allerdings jedes auf vier Episoden zugeschnitten. Das Schloss des Cagliostro ist in ungeschnittener Fassung und mit neuer Synchronisation im Februar 2006 bei Anime-Virtual erschienen. Weiterhin erschienen ab Juni 2006 auch noch die vier TV-Specials, die MTV ausstrahlte, unter ihren englischen Titeln auf DVD. Diese werden seit Ende 2006 in unregelmäßigen Abständen auf VOX gesendet. Im August 2006 erschien dann noch der Film Farewell to Nostradamus auf DVD.

Realverfilmungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als erster Kinofilm zu Lupin III kam noch vor den Animefilmen 1974 Nenriki Chin Sakusen heraus. Ein weiterer Realfilm ist der 2014 herausgekommene Lupin The Third – Der Meisterdieb. 2007 entstand außerdem eine 95-teilige philippinische Fernsehserie, die auf dem Manga basiert.

Musical[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2014 kam ein Takarazuka-Musical zum Manga auf eine Tokioter Bühne. Der Titel war Lupin III -Ōhi no Kubi Kazari o Oe-.[13]

Rezeption und Analyse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Frederik L. Schodt war der Manga besonders beliebt bei Mittel- und Oberschülern, wegen seiner cleveren Wendungen und des „jazzartigen, modischen Zeichenstils, kombiniert mit humorvoller Erotik“.[14] Auch Jason Thompson betont die vielen cleveren Wendungen in der Handlung – und dass sich der Manga mit seinem extrem episodenhaften Charakter stark von den meisten anderen Mangas abhebe. Inspiriert von Mad-Magazine und Mort Drucker und in ihren Geschichten ähnlich wie die Comedy von Spy vs. Spy oder The Spirit sei Lupin III das Paradebeispiel von Comics als pure Comedy für Erwachsene. Sie zeigen eine klischeehafte Agenten- und Gangsterwelt der 1960er, in der Pistolen töten aber Bomben nur eine überraschte schwarze Gestalt zurücklassen, mit Männern als schlacksigen Schlägertypen und Frauen als Sexpüppchen. Die ab 1977 erschienene setze da noch einen drauf, mit einem gereifteren, beschwungeneren Zeichenstil.[11] Auch Tatsuya Seto verweist bei seiner Empfehlung in 1001 Comics, die Sie lesen sollten, bevor das Leben vorbei ist auf die deutlichen amerikanischen Einflüsse in Lupin III. Diese hätten auch auf andere Künstler beeinflusst und „eine allgemeine Modernisierung der Manga-Ästhetik“ bewirkt.[15] Der britische Kritiker Paul Gravett schreibt über den Manga: „Was den Bond-gleichen Sexismus wieder ausgleicht, ist der unglaubliche Sinn fürs Komische […], die genialen Wendungen der Geschichte und die Anwesenheit der verschlagenen femme fatale Fujiko“.[16]„Treffende, aber oft skizzenhaft anmutende Federzeichnungen, slapstickartige Gags, sexy Girls und jede Menge Action“ charakterisieren den Manga, so die deutsche Zeitschrift Mangaszene. Die Serie sei „eine köstliche Parodie auf James Bond und Konsorten“, jedoch nicht so romantisiert wie die Version von Hayao Miyazaki und daher „nicht für jedermann“.[17]

Der Anime war in Japan zunächst ein Flop. Kulturwissenschaftler Joachim Friedmann führt das darauf zurück, dass die Serie mit ihrem Realismus, fast wie in der Ligne claire, etwas bis dahin nicht da gewesenes war, sowie auf die erwachsenen Themen und die Hauptfigur.[1] Der Anime richtete sich als einer der ersten ganz bewusst an Erwachsene. Erst als mit der Zeit das richtige Publikum von der Serie wusste, wurde die zweite Staffel dann ein großer Erfolg,[1][4] während die erste Staffel 1977 – mehrere Jahre nach ihrer wenig erfolgreichen Erstausstrahlung – vom Publikum zur viert-beliebtesten Serie des Landes gewählt wurde.[7] Im Jahr 2006 wurde die Serie von TV Asahi auf Platz 39 der beliebtesten Anime Japans gewählt.[18] Die Charaktere und Geschichten der zweiten Staffel seien jedoch einfacher gehalten als die der ersten Staffel, um auch ein jüngeres Publikum anzusprechen. Auch bei den folgenden Kinoverfilmungen waren oft die kinderkompatiblen Fassung von Lupin die kommerziell erfolgreicheren, dafür machten die ernsthafteren, die die dunkle Seite des Charakters zeigen, Lupin zu einer komplexeren Figur, die auch von der Filmkritik beachtet wurde.[1] Laut Monkey Punch selbst gibt nur die erste Staffel den wahren Geist ihrer Vorlage wieder.[2] Der Anime Guide nennt die Serie eine endlose Crime-Comedy-Kasperei, deren Geschichten oft schamlos Filmen wie Pink Panther, Ocean's Eleven oder To Catch a Thief entliehen seien.[4] Kritiker Fred Patten vergleicht ebenso mit To Catch a Thief, dem in Lupin III noch eine Prise James Bond beigegeben sei.[7]

Friedmann ordnet die Figur Lupin der Mod-Kultur der 1960er Jahre zu: „Schlank, groß, mit einem French-Cut, immer gut gekleidet, immer ein Lächeln auf den Lippen und immer Herr der Lage.“ Er sei „kein Antiheld, aber definitiv einer von der anderen Seite“, der nicht belehren will sondern dem es um Coolness und Spaß geht. Den Gegenpol zu ihm bildeten seine schwitzenden, stumpfen, verrückten oder wie Zenigata einfach uncoolen Widersacher. Trotz der vielen, Lupin zu Füßen liegenden Frauen sei die Serie aber nicht frauenfeindlich, denn die einzige die Lupin das Wasser reichen kann sei eben gerade eine Frau. Mit seinem Charakter, „zynisch, berechnend, hedonistisch, sexhungrig, unreif“, sei Lupin der eskapistische Wunschtraum des reglementierten Japaners, der aus dem rigiden Regelwerk seiner Gesellschaft ausbrechen könne – unjapanisch und eine typisch japanische Schöpfung zugleich.[1]

In den 1990er Jahren wurde Lupin zur Inspiration für die Animeserie Cowboy Bebop, einer Science-Fiction-Serie mit Western-Elementen und Jazzmusik.[19] Die Musik von Lupin war selbst sehr erfolgreich und wurde unabhängig von der Serie auch außerhalb Japans verbreitet.[2]

Die Veröffentlichungen in Frankreich und Italien wurden schnell erfolgreich[12] und auch in den USA wurde der Anime beliebt. So erreichte er 2003 Platz 9 in einer Umfrage der Newtype USA zu den beliebtesten Animes.[20] In Deutschland ist Lupin III wegen der nur spärlichen Veröffentlichungen deutlich weniger bekannt.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Joachim Friedmann: Sometimes Good Guys Don't wear White. In: Deutsches Filminstitut – DIF / Deutsches Filmmuseum & Museum für angewandte Kunst (Hrsg.): ga-netchû! Das Manga Anime Syndrom. Henschel Verlag, 2008. S. 226–233. ISBN 978-3-89487-607-4.
  2. a b c d e f g Jonathan Clements, Helen McCarthy: The Anime Encyclopedia. Revised & Expanded Edition. Stone Bridge Press, Berkeley 2006, ISBN 978-1-933330-10-5, S. 380.
  3. Animania 4/2015, S. 85.
  4. a b c Trish Ledoux, Doug Ranney: The Complete Anime Guide. Tiger Mountain Press, Issaquah 1995, ISBN 0-9649542-3-0, S. 67.
  5. Patten, 2004, S. 240.
  6. a b c d Mangaszene Nr. 17, S. 10ff.
  7. a b c Patten, 2004, S. 228f.
  8. Fred Patten: Watching Anime, Reading Manga - 25 Years of Essays and Reviews, S. 93. Stone Bridge Press, 2004.
  9. 金曜特別ロードショー「ルパン三世vs名探偵コナン」. Nippon TV, abgerufen im 29. März 2009 (japanisch).
  10. Fred Patten: Watching Anime, Reading Manga - 25 Years of Essays and Reviews, S. 31. Stone Bridge Press, 2004.
  11. a b Jason Thompson: Manga. The Complete Guide. Del Rey, New York 2007, ISBN 978-0-345-48590-8, S. 196 f.
  12. a b Jonathan Clements, Helen McCarthy: The Anime Encyclopedia. Revised & Expanded Edition. Stone Bridge Press, Berkeley 2006, ISBN 978-1-933330-10-5, S. 474.
  13. Sarah Nelkin: Lupin III Musical With All-Female Cast Previewed in Video. Anime News Network, 4. Dezember 2014, abgerufen am 14. April 2018 (englisch).
  14. Frederik L. Schodt: Manga! Manga! The World of Japanese Comics. Kodansha America, 1983, ISBN 978-0-87011-752-7, S. 120.
  15. Paul Gravett (Hrsg.) und Andreas C. Knigge (Übers.): 1001 Comics, die Sie lesen sollten, bevor das Leben vorbei ist. Zürich 2012, Edition Olms. S. 282.
  16. Paul Gravett: Manga - Sechzig Jahre Japanische Comics, S. 102. Egmont Manga und Anime, 2004.
  17. Mangaszene Nr. 19, S. 38.
  18. Christopher Macdonald: Japan's Favorite TV Anime. In: Anime News Network. 12. Oktober 2006, abgerufen am 12. April 2018 (englisch).
  19. Patten, 2004, S. 357.
  20. Newtype USA Jun 2003, Vol. 02 No. 06, S. 80.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lupin III – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien