Lustheide

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Lustheide ist der Wohnplatz 65 von Bergisch Gladbach und gehört zum Statistik-Bezirk 6 der Stadt.

50.9527777777787.103333333333370Koordinaten: 50° 57′ 10″ N, 7° 6′ 12″ O

Lustheide
Höhe: um 70 m ü. NN
Einwohner: 3348 (2010)
Postleitzahl: 51427
Vorwahl: 02204
Lustheide (Bergisch Gladbach)
Lustheide

Lage von Lustheide in Bergisch Gladbach

Lage[Bearbeiten]

Lustheide liegt im Südwesten der Stadt Bergisch Gladbach, an der Stadtgrenze zu Köln. Lustheide wird im Norden von der Stadtbahnlinie 1, im Osten von der Vürfelser Kaule und im Süden und Westen von der Bundesautobahn 4 umgrenzt.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name nimmt auf die hochmittelalterliche Hofstelle Lustheide Bezug, die sich bis 1905 zu einer größeren Siedlung mit 38 Gebäuden und 245 Einwohnern entwickelte. Die ursprüngliche Hofstelle, das Gut auf der Lauffsheiden, wurde vermutlich unter dem Grafen Dietrich von Meer (1078–1107) bzw. dessen Nachfolger Gottfried von Meer (1107–1124) als so genanntes Köttergut angelegt.[1]

Bergbau[Bearbeiten]

Seit 1850 waren in der Umgebung von Lustheide mehrere Erzgrubenfelder verliehen, die man 1887 zu der Grube Consolidierte Catharina II zusammenführte. Es handelte sich für damalige Verhältnisse um eine bedeutende Eisenerzgrube, deren Zentrum sich an der Einmündung des Neufeldwegs auf den Rather Weg befand.[2] Heute befindet sich hier am südwestlichsten Punkt der Paffrather Kalkmulde das Kinderdorf Bethanien.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Lustheide hat einen Anschluss an die Autobahn 4. Mit der Kölner Stadtbahnlinie 1 sind das Zentrum von Bensberg und die Stadt Köln schnell und in kurzen Abständen zu erreichen.

Kulturelle Einrichtungen[Bearbeiten]

Nach den Abgrenzungen der heutigen zu statistischen Zwecken gebildeten Wohnplätzen liegt die 1963 geweihte Katholische Pfarrkirche „St. Elisabeth“ an der Straße In der Auen zwar im Bereich von Refrath, dient aber letztlich auch der Versorgung der Bewohner von Lustheide. Das Ensemble mit angeschlossenem Pfarrhaus und Jugendheim entwarf Bernhard Rotterdam. Westlich schließt sich die „Katholische Grundschule In der Auen“ an. Zugehörig ist ferner eine Integrative Kindertagesstätte. Die Pfarre wurde im Jahr 2008 mit den Gemeinden St. Johann Baptist in Refrath und St. Maria Königin in Frankenforst zu der neuen Gemeinde St. Johann Baptist zusammengelegt.

Orte und Ortschaften[Bearbeiten]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Nach der Einwohnerdatei hatte Lustheide am 31. Dezember 2010 3.348 Einwohner (davon 207 Ausländer). Die Altersgruppe über 65 Jahre war mit 880 Einwohnern (davon 29 Ausländer) deutlich stärker als die Altersgruppe unter 18 Jahre mit 543 Einwohnern (davon 18 Ausländer).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Andree Schulte: Bergisch Gladbach. Stadtgeschichte in Straßennamen. Stadtarchiv, Bergisch Gladbach 1995, ISBN 3-9804448-0-5, S. 263 (Beiträge zur Geschichte der Stadt Bergisch Gladbach 3 = Schriftenreihe des Bergischen Geschichtsvereins Rhein-Berg e.V. 11).
  2. Herbert Stahl (Redaktion), Gerhard Geurts, Hans-Dieter Hilden, Herbert Ommer: Das Erbe des Erzes. Band 3: Die Gruben in der Paffrather Kalkmulde. Bergischer Geschichtsverein Rhein-Berg, Bergisch Gladbach 2006, ISBN 3-932326-49-0, S. 44ff. (Schriftenreihe des Bergischen Geschichtsvereins Rhein-Berg e.V. 49).

Weblinks[Bearbeiten]