Luther-Werke

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Braunschweiger Maschinenbauunternehmen, siehe auch Luthers Werke
Luther-Werke
Die Luther-Werke auf einer Karte der Stadt Braunschweig, 1899.
Luther-Werke
Braunschweig 1899

Die Luther-Werke waren ein Unternehmen des Mühlen- und Maschinenbaus in Braunschweig.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung und Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Luther-Werke wurden am 1. Juli 1875 von Gottlieb Luther als G. Luther, Maschinenfabrik und Mühlenbau gegründet. Luther betrieb seit 1852 in Wolfenbüttel mit einem Partner die erste Mühlenbauanstalt Deutschlands und war auch an der Eitzumer Ölmühle beteiligt, wo er neueste Mühlenbautechniken erprobte.[1] 1878 erwarb Luther die Mühle Rüningen.[2] Nach Luthers Tod 1879 führte sein Sohn Hugo die Geschäfte weiter. Auf dem Gelände an der Frankfurter Straße nahm er die Produktion von Getreidegroßmühlen auf. 1888 erfolgte die Umwandlung in eine Kommanditgesellschaft (KG).

Aufgrund finanzieller Probleme und Streitigkeiten schieden die Kommanditisten Ernst Amme, Carl Giesecke und Julius Konegen aus dem Unternehmen aus und bauten 1895 unter dem Namen Braunschweigische Mühlenbauanstalt Amme, Giesecke & Konegen (AGK) einen eigenen Betrieb auf.

Die Luther-Werke wurden daraufhin 1898 in eine Aktiengesellschaft (AG) umgewandelt.

Fusion zur MIAG[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. August 1921 gründete Hugo Greffenius in Frankfurt/Main aus fünf großen Mühlenbaufirmen, u. a. der AGK und den Lutherwerken die MIAG Mühlenbau und Industrie Aktiengesellschaft, deren Einzelfirmen 1925 fusionierten. Der Firmensitz der MIAG wurde Anfang 1930 nach Braunschweig verlegt.

Wegen der rasant steigenden Rüstungsaufträge (1938 73 Prozent des gesamten Auftragsvolumens) wuchs die Beschäftigtenzahl in Braunschweig von etwa 3.500 Mitarbeitern in 1933 auf mehr als 8.000 in 1936/37.

Die Flugzeugproduktion der MIAG – hauptsächlich Lizenzbauten der Typen Messerschmitt Bf 110, Me 210 und Me 410 – erfolgte dann bis Kriegsende in den wieder ausgegliederten Lutherwerken. Zu diesem Zweck wurde am Flugplatz Waggum ein Fertigungsareal erworben.

Für die Nachkriegsgeschichte 1953–1979, siehe MIP Mainz Industries Panzerwerke. Das ehemalige Firmengelände der Luther-Werke an der Frankfurter Straße in Braunschweig wird heute (2010) größtenteils von der Braunschweiger Niederlassung der ALBA AG als Betriebshof für die Stadtreinigung genutzt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Braunschweiger Zeitung vom 7. Januar 2010, S. 34.
  2. www.muehle-rueningen.de, abgerufen am 17. Januar 2010 (Memento vom 7. März 2015 im Internet Archive).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]