Lutris

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Lutris

Logo der Software Lutris
Basisdaten

Entwickler Mathieu Comandon
Aktuelle Version 0.5.7.1[1]
(18. Juli 2020)
Betriebssystem Linux
Programmiersprache Python (PyGObject)
Lizenz CC-BY-3.0-US
lutris.net

Lutris ist ein FOSS-Spiele-Manager für das Betriebssystem Linux.[2] Dadurch ist ein schneller und einfacher Zugriff auf alle installierten Spiele möglich.[3][4] Zusätzlich zu nativen Linux-Spielen, welche einfach nur verknüpft werden, bietet Lutris die automatische Installation von Spielen anderer Plattformen an. So können Spiele, die über Steam bezogen wurden, eingebunden werden.[5] Weiterhin ist es möglich Windows-Spiele mit Hilfe von hinterlegten Scripten (sog. Runner) aus der Lutris-Community und der Windows-kompatible Laufzeitumgebung Wine auf Linux-Systemen zu installieren.[6] Als vierte Möglichkeit ist eine Verknüpfung zu GoG (Good old Games) Spielen vorgesehen. Dadurch ist es möglich, mit nur einem Programm, alle installierten Spiele zu verwalten und weitere hinzuzufügen.[4]

Funktionsprinzip[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lutris besteht aus sogenannten Runnern. Das sind Skripte, welche das jeweils verwendete Subsystem (wie Steam, GoG oder Wine) so einrichten und konfigurieren, dass im Anschluss das eigentliche Spiel ausgeführt werden kann. Diese Runner werden in einer datenbankähnlichen Struktur angeboten und können durch einfaches Anklicken ausgeführt werden. Im Hintergrund wird das jeweilige Skript abgearbeitet, das, wenn nötig, erst das Subsystem (z. B. DOSBox, Wine, …) einrichtet und dann das eigentliche Spiel installiert. Danach wird eine Verknüpfung im Lutris-Client angezeigt, mit der ab jetzt dieses Spiel immer direkt gestartet werden kann. Die Runner werden von der Lutris-Community erstellt und stetig angepasst und verbessert.

Es werden im Hintergrund statistische Daten aufgenommen und dem Benutzer präsentiert. Somit kann der Benutzer nachvollziehen, wie oft und wie lange er welches Spiel gespielt hat. Dies kann der Selbstkontrolle dienen.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänglich wurde Lutris von Mathieu Comandon Ende 2009[7] als „Konservierungsmittel für alte Videospiele“ ins Leben gerufen. Comandon ist der Meinung, dass ältere Videospiele ein Teil der Computerspielgeschichte sind und deswegen erhalten bleiben müssen. Dafür reiche es aber nicht, nur die Dateien zu erhalten, viel mehr müsse ein Umfeld geschaffen werden, um diese Spiele starten und erleben zu können. Da das direkte Starten älterer Spiele unter jüngeren Betriebssystemen oft schwierig ist, ergab sich die Notwendigkeit, hierfür einen Art Rahmen zu schaffen. Darüber hinaus müsse sichergestellt werden, dass gegenwärtige Spiele auch in der Zukunft lauffähig bleiben.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Lutris – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Release 0.5.7.1. 18. Juli 2020 (abgerufen am 19. Juli 2020).
  2. Die Open-Source-Spieleplattform Lutris. c’t Linux 2017, S. 86
  3. Lutris importiert Spiele von GOG.com & Co. In: c’t, 5/2019, S. 59
  4. a b Lutris 0.5.0 unterstützt GOG-Spiele und bietet überarbeitete Oberfläche. Linux-Magazin, 6. Februar 2019
  5. Lutris 0.4: Offene Plattform für Spiele, Pro-Linux, 18. Oktober 2016
  6. Lutris Is Working On Snap And Flatpak Installers For Linux Gamers, forbes.com, 8. Februar 2019
  7. About Lutris. Abgerufen am 15. Februar 2019.