Lutz Moldt

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Lutz Moldt 1984

Lutz Moldt (* 19. September 1952) war Fußballspieler in der DDR-Oberliga, in der er für den 1. FC Lokomotive Leipzig spielte.

Fußball-Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moldt durchlief ab 1963 alle Nachwuchsmannschaften des Leipziger Oberligaklubs 1. FC Lokomotive. 1971 wurde er mit der Juniorenmannschaft DDR-Meister. Als Nachwuchsspieler bestritt Moldt sechs Spiele mit der U-21-Nationalmannschaft der DDR, später folgten noch 15 Einsätze in der U-23-Auswahl, mit der Moldt 1974 Vize-Europameister wurde. Neben seinen sportlichen Aktivitäten absolvierte er eine Lehre als Elektromonteur. Ab 1972 wurde der 1,79 m große Mittelfeldspieler im Oberligateam der Leipziger eingesetzt und absolvierte gleich in seiner ersten Saison 23 von 26 möglichen Punktspielen. Am 1. Mai 1973 erlebte Moldt seinen ersten Höhepunkt im Männerbereich. Der 1. FC Lok hatte das Endspiel um den DDR-Fußballpokal erreicht, Moldt stand als zentraler Mittelfeldspieler auf dem Platz, doch musste er sich mit seiner Mannschaft dem 1. FC Magdeburg mit 2:3 geschlagen geben. Am 1. Mai 1976 lief es besser für die Leipziger. Erneut hatten sie das Pokalfinale erreicht, und diesmal gewannen sie den Pokal mit Moldt auf der rechten Mittelfeldbahn nach einem 3:0 gegen den FC Vorwärts Frankfurt/O.

Vom November 1978 bis zum Frühjahr 1980 wurde Moldts Oberligalaufbahn durch den Armeedienst unterbrochen, er konnte aber bei der ASG Vorwärts Strausberg in der Bezirksliga weiter Fußball spielen.

Kaum wieder in Leipzig zurück, gewann Moldt am 7. Juni 1981 zum zweiten Mal den DDR-Fußballpokal nach einem 4:1-Sieg erneut über den FC Vorwärts Frankfurt/O. Mit seinem Tor in der 79. Minute setzte er den Schlusspunkt des Finales. Seine letzte Saison beim 1. FC Lok krönte er am 31. Mai 1986 mit dem dritten Pokalgewinn. Beim 5:1 über den 1. FC Union Berlin wurde er, inzwischen fast 34 Jahre alt, in der 76. Minute in die Partie eingewechselt. Nach 13 Spielzeiten hatte Moldt für die Leipziger 246 Oberligaspiele, 42 nationale und 37 internationale Pokalspiele bestritten. Außerdem wurde er in dieser Zeit in fünf Spielen der B-Nationalmannschaft sowie 1983 in einem Qualifikationsspiel der Fußballolympiaauswahl der DDR eingesetzt. Von 1986 bis 1990 half er noch bei der TSG Markkleeberg in der zweitklassigen DDR-Liga aus, im letzten Jahr noch als Mannschaftskapitän.

Spielestatistik 1. FC Lok Leipzig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Oberliga DDR-Pokal Europapokal
1972/73 7
1973/74 19 2 8
1974/75 18 3
1975/76 23 6
1976/77 18 5
1977/78 24 2 3
1978/79 7 1 2
1980/81 16 2
1981/82 18 2 8
1982/83 22 1 1
1983/84 24 2 6
1984/85 20 4 4
1985/86 13 5 3

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]