Lutz Seiler

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Lutz Seiler 2010.
Lutz Seiler stellt auf dem Erlanger Poetenfest 2014 seinen Roman Kruso vor.

Lutz Seiler (* 8. Juni 1963 in Gera) ist ein deutscher Schriftsteller.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lutz Seiler wuchs im thüringischen Gera-Langenberg auf. Nach einer Lehre als Baufacharbeiter arbeitete er als Maurer und Zimmermann. Während der Wehrdienstzeit bei der NVA begann er sich für Literatur zu interessieren und selbst Gedichte zu schreiben. Im Sommer 1989 arbeitete Seiler als Saisonkraft auf der Insel Hiddensee; eine Erfahrung, die er später in seinem Romandebüt verarbeitete [1]. Bis 1990 studierte er Germanistik an den Universitäten in Halle (Saale) und in Berlin. Von 1993 bis 1998 war er einer der Herausgeber der Literaturzeitschrift Moosbrand.

Seit 1997 leitet er das literarische Programm im Peter-Huchel-Haus in Wilhelmshorst bei Potsdam. Seit 2005 ist er Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland, seit April 2007 ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz und seit 2010 der Bayerischen Akademie der Schönen Künste sowie der Akademie der Künste Berlin. 2007 wurde Lutz Seiler für die Erzählung Turksib mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Sein Erzählband Die Zeitwaage war 2010 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. 2011 wählte ihn die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung zum Mitglied. Für sein im September 2014 erschienenes Romandebüt Kruso erhielt er den Deutschen Buchpreis. 2015 übernimmt er die Heidelberger Poetikdozentur, er hält drei Vorlesungen unter dem Motto Laubsäge und Scheinbrücke. Aus der Vorgeschichte des Schreibens.[2]. Seiler lebt in Wilhelmshorst im Peter-Huchel-Haus und mit seiner Frau in Stockholm.

Einzeltitel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Berührt – geführt. Gedichte, Chemnitz 1995.
  • Pech & Blende. Gedichte, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2000.
  • Heimaten (mit Anne Duden und Farhad Showghi), Göttingen 2001.
  • Hubertusweg. Drei Gedichte, Warmbronn 2001.
  • Vierzig Kilometer Nacht. Gedichte, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003.
  • Sonntags dachte ich an Gott. Aufsätze, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2004.
  • Die Anrufung. Essay und vier Gedichte, Warmbronn 2005.
  • Turksib. Zwei Erzählungen, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2008.
  • Die Zeitwaage. Erzählungen, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2009. ISBN 978-3-518-42115-4
  • im felderlatein. Gedichte, Suhrkamp Verlag, Berlin 2010. ISBN 978-3-518-42169-7
  • Kruso. Roman, Suhrkamp Verlag, Berlin 2014. ISBN 978-3-518-42447-6

Herausgabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anthologien und Literaturzeitschriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Otto Conrady (Hg.), Der Große Conrady. Das Buch deutscher Gedichte. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, Düsseldorf 2008.
  • Christoph Buchwald (Hg.), Jahrbuch der Lyrik, Frankfurt am Main. Diverse Jahrgänge.
  • Ron Winkler (Hg.), Schneegedichte, Frankfurt am Main 2011.
  • Literaturzeitschriften: BELLA triste, moosbrand

Auszeichnungen und Stipendien (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.tagesspiegel.de/kultur/buchpreis-favorit-lutz-seiler-im-interview-hiddensee-war-eine-art-jenseitserfahrung/10795374.html
  2. Heidelberger Poetikdozentur mit Lutz Seiler. idw - Informationsdienst Wissenschaft, 21. Mai 2015, abgerufen am 25. Mai 2015.
  3. Lutz Seiler erhält den Deutschen Erzählerpreis 2010, Frankfurter Rundschau vom 10. April 2010
  4. Lutz Seiler erhält Uwe-Johnson-Preis, buchmarkt.de vom 21. Juli 2014
  5. 83. Kaschnitzpreis für Lutz Seiler. Lyrikzeitung.com, 24. September 2014, abgerufen am 26. September 2014.