Lutzingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lutzingen
Lutzingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lutzingen hervorgehoben

Koordinaten: 48° 39′ N, 10° 33′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Dillingen an der Donau
Verwaltungs­gemeinschaft: Höchstädt an der Donau
Höhe: 439 m ü. NHN
Fläche: 24,96 km2
Einwohner: 994 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 40 Einwohner je km2
Postleitzahl: 89440
Vorwahl: 09074
Kfz-Kennzeichen: DLG, WER
Gemeindeschlüssel: 09 7 73 146
Gemeindegliederung: 3 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Raiffeisenstr. 4
89440 Lutzingen
Website: www.lutzingen.de
Bürgermeister: Christian Weber (CSU)
Lage der Gemeinde Lutzingen im Landkreis Dillingen an der Donau
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Über dieses Bild

Lutzingen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Höchstädt an der Donau.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Planungsregion Augsburg, etwa 40 km nordwestlich von Augsburg.

Die Gemeinde hat drei amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Sie besteht aus den Gemarkungen Lutzingen (mit Eichbergerhof und dem nicht amtlich benannten Gemeindeteil Goldbergalm) und Unterliezheim, beide Gemarkungen sind deckungsgleich mit den ehemaligen Gemeinden.

Altes Pfarrhaus
Pfarrkirche St. Michael

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der heutige Gemeindeteil Unterliezheim wurde mit seinem Kloster erstmals im Jahr 1026 als Liedesheim urkundlich erwähnt. Der 1250 erstmals erwähnte Ort gehörte lange zum Herzogtum Neuburg-Sulzbach und dessen Gericht Höchstädt. Lutzingen war von den Schlachten bei Höchstädt-Blindheim 1703 und 1704 stark betroffen. Seit 1777 war das Gebiet Teil des Kurfürstentums Bayern. 1818 entstand mit dem Gemeindeedikt im Königreich Bayern die politische Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde im Zuge der Gebietsreform die bis dahin selbständige Gemeinde Unterliezheim nach Lutzingen eingemeindet.[3] Der Gemeindeteil Goldbergalm kam 1980 von der Nachbargemeinde Höchstädt an der Donau dazu.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
1005 979 983 989 1016 1024 959 970 1005

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 974 auf 994 um 20 Einwohner bzw. um 2,1 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit Mai 2020 Christian Weber (CSU), der als einziger Bewerber mit 94,8 % gewählt wurde. Sein Vorgänger Eugen Götz (Freie Wähler), im Amt seit Mai 2008, bewarb sich nicht mehr um die Wiederwahl.

Der Gemeinderat hat acht Mitglieder. Die Kommunalwahl 2014 führte zu folgender Sitzverteilung:

  • Wählerblock Unterliezheim: 3 Sitze
  • SPD: 1 Sitz
  • CSU: 2 Sitze
  • Freie Wähler: 2 Sitze

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katholische Pfarrkirche St. Michael und Pfarrhaus in Lutzingen
  • Ölbergkapelle in Lutzingen
  • Katholische Pfarrkirche St. Leonhard in Unterliezheim
  • Ölbergkapelle in Unterliezheim aus dem Jahr 1733
  • Ehemaliges Kloster Unterliezheim
  • Klosterbrauerei Unterliezheim, 1772/75 erbaut
  • Eichbergerhof (Historisches Gebäude in dem sich Prinz Eugen in der Schlacht von 1704 aufhielt)
  • Goldbergalm (Gaststätte nahe dem Gipfel des Goldberges, der im Gebiet der Nachbargemeinde Finningen liegt)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2014 gab es nach der amtlichen Statistik 39 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort Lutzingen, davon waren 20 im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe sowie 11 bei öffentlichen und privaten Dienstleistern tätig. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 413. Die Zahl der Auspendler war um 374 höher als die der Einpendler. Sieben Einwohner waren arbeitslos gemeldet. Im Jahr 2010 gab es 23 landwirtschaftliche Betriebe. Von den 527 ha landwirtschaftlich genutzter Fläche waren 361 ha Ackerland.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2015 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindertageseinrichtung: 43 Plätze für Krippen- und Kindergartenalter, 36 Besucher, 5 Mitarbeiter

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Martin Königsdorfer (* 20. Oktober 1752; † 7. März 1835), Schriftsteller, 1785 bis 1834 Pfarrer in Lutzingen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Lutzingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Lutzingen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 31. August 2019.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 771.