Luxemburg beim Eurovision Song Contest

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Bilanz

Flagge von Luxemburg
Übertragende Rundfunkanstalt
RTL
Erste Teilnahme
1956
Bisher letzte Teilnahme
1993
Anzahl der Teilnahmen
37 (Stand 1993)
Höchste Platzierung
1 (1961, 1965, 1972, 1973, 1983)
Höchste Punktzahl
142 (1983)
Niedrigste Punktzahl
0 (1970)
Punkteschnitt (seit erstem Beitrag)
39,53 (Stand 1993)
Punkteschnitt pro abstimmendem Land im 12-Punkte-System
2,55 (Stand 1993)

Dieser Artikel befasst sich mit der Geschichte Luxemburgs als Teilnehmer am Eurovision Song Contest.

Regelmäßigkeit der Teilnahme und Erfolge im Wettbewerb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

France Gall 1965 konnte für Luxemburg den Wettbewerb gewinnen

Luxemburg nahm bereits an der ersten Ausgabe des Eurovision Song Contest 1956 in Lugano teil. Allerdings wurden die Platzierung der Veranstaltung nie bekanntgegeben. Lediglich die Schweiz als damaliger Sieger wurde bekanntgegeben. 1957 erreichte Luxemburg dann ein gutes Ergebnis mit Platz 4 von 10. 1958 hingegen wurde das Land bei seiner erst dritten Teilnahme schon Letzter. Trotzdem war es ein geteilter letzter Platz zusammen mit der Niederlande. 1959 blieb das Land dann aus unbekannten Gründen dem Wettbewerb fern, kehrte aber bereits im Folgejahr zurück.

Die Rückkehr 1960 war allerdings wenig erfolgreich. Schließlich wurde das Land erneut Letzter, dieses Mal aber alleinig. Umso erfolgreicher war das Folgejahr, wo Jean-Claude Pascal den Wettbewerb gewinnen konnte und damit Luxemburgs ersten Sieg einfahren konnte. Auch 1962, als der Wettbewerb dann im Land selber stattfand, erreichte Luxemburg Platz 3. 1963 wurde dann nur Platz 8 von 16 erreicht, was eine durchschnittliche Platzierung darstellte. 1964 erreichte der luxemburgische Beitrag dann wieder Platz 4. 1965 konnte Luxemburg dann seinen bereits zweiten Sieg einfahren. France Gall konnte schließlich mit ihrem Lied Poupée de cire, poupée de son den Wettbewerb gewinnen. 1966 fand der Wettbewerb dann wieder in Luxemburg statt, allerdings erreichte das Land zuhause nur Platz 10 von 16. 1967 war dann allerdings wieder erfolgreicher, da Vicky Leandros schließlich Platz 4 von 17 erreichen konnte. Die nachfolgenden Jahre war Luxemburg allerdings nicht mehr so erfolgreich. So erreichte das Land 1968 und 1969 jeweils nur Platz 11, während 1970 sogar das bis heute schlechteste Ergebnis eingefahren wurde. David Alexandre Winter wurde demnach 1970 Letzter und erhielt keinen einzigen Punkt. Auch die Teilnahme 1971 war wenig erfolgreich. So erreichte der luxemburgische Beitrag lediglich Platz 13 von 18. Erst ab 1972 erreichte das Land wieder gute Platzierungen.

So konnte Vicky Leandros, die 1967 bereits Platz 4 holte, 1972 den Wettbewerb sogar gewinnen und damit Luxemburgs bereits dritten Sieg holen. 1973 fand der Wettbewerb dann erneut in Luxemburg statt. Auch hier gewann am Ende Luxemburg mit Anne-Marie David, womit es Luxemburg schaffte den Wettbewerb im eignen Land zu gewinnen. Dazu stellte dies bereits Luxemburgs vierten Sieg im Wettbewerb dar. 1974, wo das Land dann auf die Austragung verzichtete, konnte der luxemburgische Beitrag dann Platz 4 von 17 erreichen, womit erneut ein gutes Ergebnis eingefahren wurde. 1975 wurde dann erneut eine Platzierung unter den besten Fünf erreicht, als die Sängerin Géraldine Platz 5 holte. Erst 1976 war das Land dann nicht mehr so erfolgreich. Jürgen Marcus konnte schließlich am Ende nur Platz 14 von 18 erreichen, was die schlechteste Platzierung seit 1970 für das Land darstellte. 1977 war das Ergebnis dann sogar noch schlechter, als Anne-Marie B. nur den drittletzten Platz erreichte. 1978 hingegen wurde mit Platz 7 von 20 wieder ein gutes Ergebnis erreicht. 1979 gelang dann mit Platz 13 von 19 wieder nur ein durchschnittliches Ergebnis. 1981 verpasste dann Jean-Claude Pascal, der bereits 1961 den ersten Sieg Luxemburgs holte, knapp eine Platzierung unter den besten Zehn, als er nur Platz 11 erreichte. 1982 wurde dann mit Platz 6 das beste Ergebnis seit 1975 erreicht. 1983 gelang dem Land sogar der fünfte Sieg, als Corinne Hermès den Wettbewerb mit 142 Punkten gewinnen konnte. Bis heute stellt dies die höchste Punktzahl dar, die das Land je beim Song Contest erreicht hat. 1984 in Luxemburg konnte das Land zuhause Platz 10 von 19 erreichen. 1985 hingegen wurde mit Platz 13 dasselbe Ergebnis wie 1979 geholt. Umso erfolgreicher war die Teilnahme 1986 wieder, als der luxemburgische Beitrag Platz 3 erreichte. 1987 folgte dann der vorletzte Platz und damit das schlechteste Ergebnis seit 17 Jahren. 1988 hingegen konnte die Sängerin Lara Fabian dann wieder mit Platz 4 ein gutes Ergebnis für das Land erreichen. Ab 1989 folgte dann Luxemburgs schwächste Phase im Wettbewerb.

So holte die Band Park Café 1989 nur den drittletzten Platz. 1990 wurde dann Platz 13 erreicht, während 1991 Platz 14 erreicht wurde, was zwei durchschnittliche Platzierungen darstellt. 1992 folgte dann erneut der drittletzte Platz im Wettbewerb. Auch Modern Times 1993 konnten kein gutes Ergebnis mehr erzielen und landeten am Ende auf Platz 20 von 25. Da Luxemburg es 1993 nicht unter die besten 20 schaffte, musste es 1994 eine Zwangspause einlegen. Trotz Teilnahmeberechtigung 1995, nahm das Land nicht teil und zog sich aus Desinteresse vom Wettbewerb zurück. Seitdem kehrte das Land nicht zum Wettbewerb zurück. Als Grund werden seither die fehlenden finanziellen Mittel sowie die niedrigen Erfolgschancen angegeben.[1]

Insgesamt landeten 18 von den 36 Beiträge in der linken Tabellenhälfte. Dazu erreichte das Land bisher dreimal den letzten Platz. Mit fünf Siegen, zwei dritten Plätzen und fünf vierten Plätzen zählt Luxemburg trotzdem eher zu den erfolgreichen Ländern im Wettbewerb.

Liste der Beiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Farblegende: – 1. Platz. – 2. Platz. – 3. Platz. – Punktgleichheit mit dem letzten Platz. – ausgeschieden im Halbfinale/in der Qualifikation/im osteuropäischen Vorentscheid. – keine Teilnahme/nicht qualifiziert.

Jahr Interpret Titel
Musik (M) und Text (T)
Sprache Übersetzung Finale Halbfinale/
Qualifikation
Nationaler
Vorentscheid
Platz Punkte Platz Punkte
1956 Michèle Arnaud Les amants de minuit
M: Simone Laurencin; T: Jacques Lassry
Französisch Die Verliebten um Mitternacht k. A. / 14 k. A. Direkte Teilnahme interne Auswahl
Ne crois pas
M/T: Christian Guitreau
Französisch Glaub nicht k. A. / 14 k. A.
1957 Danièle Dupré Amours mortes (Tant de peine)
M: Jean-Pierre Kemmer; T: Jacques Taber
Französisch Gestorbene Lieben (So viel Schmerz) 4 / 10 8 interne Auswahl
1958 Solange Berry Un grand amour
M: Michel Eric; T: Monique Laniece, Raymond Roche
Französisch Eine große Liebe 9 / 10 1 interne Auswahl
1959 Auf Teilnahme verzichtet
1960 Camillo Felgen Sou laang wéi s du do bast
M: Henri Moots, Jean Roderes; T: Henri Moots
Luxemburgisch Solange du da bist 13 / 13 1 Direkte Teilnahme interne Auswahl
1961 Jean-Claude Pascal Nous les amoureux
M: Jacques Datin; T: Maurice Vidalin
Französisch Wir, die Verliebten 1 / 16 31 interne Auswahl
1962 Camillo Felgen Petit bonhomme
M: Jacques Datin; T: Maurice Vidalin
Französisch Kleines Kerlchen 3 / 16 11 interne Auswahl
1963 Nana Mouskouri À force de prier
M: Raymond Bernard; T: Pierre Delanoë
Französisch Durch hartnäckiges Beten 8 / 16 13 interne Auswahl
1964 Hugues Aufray Dès que le printemps revient
M: Hugues Aufray; T: Jacques Plante
Französisch Sobald der Frühling zurückkommt 4 / 16 14 interne Auswahl
1965 France Gall Poupée de cire, poupée de son
M/T: Serge Gainsbourg
Französisch Wachspuppe, Holzspanpuppe 1 / 18 32 interne Auswahl
1966 Michèle Torr Ce soir je t’attendais
M: Bernard Kesslair; T: Jacques Chaumelle
Französisch An jenem Abend wartete ich auf dich 10 / 18 7 interne Auswahl
1967 Vicky Leandros L’amour est bleu
M: André Popp; T: Pierre Cour
Französisch Die Liebe ist blau 4 / 17 17 interne Auswahl
1968 Chris Baldo & Sophie Garel Nous vivrons d’amour
M: Carlos Leresche; T: Jacques Demarny
Französisch Wir werden von Liebe leben 11 / 17 5 interne Auswahl
1969 Romuald Cathérine
M: Paul Mauriat, André Borgioli; T: André di Fusco
Französisch 11 / 16 7 interne Auswahl
1970 David Alexandre Winter Je suis tombé du ciel
M: Yves de Vriendt; T: Eddy Marnay
Französisch Ich bin vom Himmel gefallen 12 / 12 0 interne Auswahl
1971 Monique Melsen Pomme, pomme, pomme
M: Hubert Giraud; T: Pierre Cour
Französisch Apfel, Apfel, Apfel 13 / 18 70 interne Auswahl
1972 Vicky Leandros Après toi
M: Mario Panas, Klaus Munro; T: Yves Dessca, Klaus Munro
Französisch Nach dir 1 / 18 128 interne Auswahl
1973 Anne-Marie David Tu te reconnaîtras
M: Claude Morgan; T: Vline Buggy
Französisch Du wirst dich wiedererkennen 1 / 17 129 interne Auswahl
1974 Ireen Sheer Bye Bye I Love You
M: Ralph Siegel; T: Michael Kunze
Französisch
mit englischem Titel
Tschüss, ich liebe dich 4 / 17 14 interne Auswahl
1975 Géraldine Toi
M/T: Bill Martin, Phil Coulter, Pierre Cour
Französisch Du 5 / 19 84 interne Auswahl
1976 Jürgen Marcus Chansons pour ceux qui s’aiment
M: Jack White; T: Fred Jay, Vline Buggy
Französisch Lieder für die, die sich lieben 14 / 18 17 Nationaler Vorentscheid
1977 Anne-Marie B. Frère Jacques
M/T: Pierre Cour, Guy Béart
Französisch Bruder Jakob 16 / 18 17 interne Auswahl
1978 Baccara Parlez-vous français?
M: Rolf Soja; T: Frank Dostal, Péter Zentner
Französisch Sprechen Sie Französisch? 7 / 20 73 Nationaler Vorentscheid
1979 Jeane Manson J’ai déjà vu ça dans tes yeux
M/T: Jean Renard
Französisch Ich sah es schon in deinen Augen 13 / 19 44 interne Auswahl
1980 Sophie & Magaly Papa pingouin
M: Ralph Siegel, Bernd Meinunger; T: Pierre Delanoë, Jean-Paul Cara
Französisch Papa Pinguin 9 / 19 56 interne Auswahl
1981 Jean-Claude Pascal C’est peut-être pas l’Amérique
M/T: Sophie Makhno, Jean-Claude Pascal, Jean-Claude Petit
Französisch Das ist vielleicht nicht Amerika 11 / 20 41 interne Auswahl
1982 Svetlana Cours après le temps
M: Cyril Assous; T: Michel Jouveaux
Französisch Lauf der Zeit hinterher 6 / 18 78 interne Auswahl
1983 Corinne Hermès Si la vie est cadeau
M: Jean-Pierre Millers; T: Alain Garcia
Französisch Falls das Leben ein Geschenk ist 1 / 20 142 interne Auswahl
1984 Sophie Carle 100 % d’amour
M: Jean-Pierre Goussaud; T: Jean Beriat, Patrick James
Französisch 100 % Liebe 10 / 19 39 interne Auswahl
1985 Margo, Franck Olivier,
Diane Solomon, Ireen Sheer,
Malcolm Roberts & Chris Roberts
Children, Kinder, enfants
M: Ralph Siegel; T: Jean Beriat, Bernd Meinunger
Französisch
mit einigen Sätzen in Englisch und Deutsch
Kinder, Kinder, Kinder 13 / 19 37 interne Auswahl
1986 Sherisse Laurence L’amour de ma vie
M: Rolf Soja; T: Frank Dostal, Alain Garcia
Französisch Die Liebe meines Lebens 3 / 20 117 interne Auswahl
1987 Plastic Bertrand Amour, amour
M/T: Plastic Bertrand, Alec Mansion
Französisch Liebe, Liebe 21 / 22 4 interne Auswahl
1988 Lara Fabian Croire
M: Jacques Cardona; T: Alain Garcia
Französisch Glauben 4 / 21 90 interne Auswahl
1989 Park Café Monsieur
M: Maggie Parke, Gast Waltzing; T: Bernard Loncheval, Yves Lacomblez, Maggie Parke
Französisch (Mein) Herr 20 / 22 8 Nationaler Vorentscheid
1990 Céline Carzo Quand je te rêve
M: Jean-Charles France; T: Thierry Delianis
Französisch Wenn ich von dir träume 13 / 22 38 interne Auswahl
1991 Sarah Bray Un baiser volé
M: Patrick Hippert; T: Mick Wersant, Linda Lecomte
Französisch Ein gestohlener Kuss 14 / 22 29 interne Auswahl
1992 Marion Welter & Kontinent Sou fräi
M/T: Jang Linster, Ab van Goor
Luxemburgisch So frei 21 / 23 10 Nationaler Vorentscheid
1993 Modern Times Donne-moi une chance
M/T: Jimmy Martin, Patrick Hippert
Französisch
mit einigen Sätzen in Luxemburgisch
Gib mir eine Chance 20 / 25 11 interne Auswahl
1994 Nicht qualifiziert
seit 1995 Auf Teilnahme verzichtet

Nationale Vorentscheide[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

RTL wählte den Großteil seiner Beiträge intern aus. Lediglich vier Mal fand ein nationaler Vorentscheid statt. 1976 und 1978 gab es einen klassischen Vorentscheid mit je fünf Teilnehmern. 1989 wählte RTL die Band Park Café intern aus, ließ ihr Lied allerdings von den Zuschauern durch Televoting auswählen. Aus drei Titeln gewann dann das Lied Monsieur.[2] Auch 1992 wählte RTL Marion Welter intern aus, ihr Lied wurde allerdings in einen Vorentscheid bestimmt.[3]

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luxemburg hat drei offizielle Landessprachen: Französisch, Lëtzebuergesch und Deutsch, wobei fast alle Beiträge komplett auf Französisch gesungen wurden. 1960 und 1992 wurden die jeweiligen Lieder komplett auf Lëtzebuergesch gesungen, allerdings mit wenig Erfolg. 1985 wurde Children, Kinder, enfants, wie der Titel vermuten ließ, dreisprachig vorgetragen, neben Französisch und einigen Worten auf Englisch kam erstmals die deutsche Sprache zum Einsatz. Der bisher letzte Beitrag aus dem Jahr 1993 wurde auf Französisch und Lëtzebuergesch vorgestellt.

Ab den 1960er Jahren wurden fast alle Beiträge auch in anderen Sprachen aufgenommen, diese waren zumeist Deutsch und Englisch, aber auch häufig Italienisch und Spanisch. Die Siegertitel von 1965 und 1972 wurden auf Japanisch veröffentlicht, letzterer auch auf Griechisch.[4]

Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nur wenige der luxemburgischen Vertreter stammten aus dem Großherzogtum; die meisten kamen ursprünglich aus Frankreich (z. B. 1961, 1965, 1973), Deutschland (z. B. 1976, 1985), Griechenland (1963, 1967, 1972) und Belgien (1987). Viele der Sänger waren vor und nach ihrem Auftritt auch mit anderen Titeln sehr erfolgreich, wie zum Beispiel Baccara, Vicky Leandros, Jürgen Marcus, Plastic Bertrand, Nana Mouskouri oder Lara Fabian.

Kommerzielle Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige luxemburgische Beiträge wurden internationale Hits. Der erste war wohl Poupée de cire, poupée de son aus dem Jahre 1965, das europaweit in oberen Rängen der Charts vertreten war. Einen noch größeren Erfolg hatte Vicky Leandros einige Jahre später mit ihrem Siegertitel Après toi, der kommerziell sehr erfolgreich war und weltweit die meistverkaufte Single des Jahres 1972 wurde. Mit Parlez-vous français? hatten Baccara 1978 einen kleineren Hit und erreichten unter anderem in Schweden die Top 10.[5] Der vierte Siegertitel, Tu te reconnaîtras, war in einigen Ländern in den Top 10. Géraldine war mit der englischen Fassung ihres Beitrages von 1975 in Irland erfolgreich, Jürgen Marcus mit der deutschen Fassung seines Beitrages in Deutschland. Corinne Hermès' Beitrag war in Frankreich recht erfolgreich.

Andere Lieder wurden als Coverversionen Hits, allen voran L’amour est bleu aus dem Jahr 1967, das schon in der Originalversion unter anderem in Deutschland in den Charts war, am meisten Erfolg aber mit einer Instrumentalversion hatte, die den ersten Platz in den US-Charts belegte. 2006 wurde das Lied Le papa pingouin – 26 Jahre nachdem es am Wettbewerb vorgetragen wurde – von Pigloo in einer Kinderlied-Fassung eingespielt ein Nummer-eins-Hit in Frankreich und eine der meistverkauften Singles des Jahres.[6]

Punktevergabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Länder erhielten die meisten Punkte von oder vergaben die meisten Punkte an Luxemburg (Stand: 1993):

Die meisten vergebenen Punkte
Platz Land Punkte
1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 174
2 FrankreichFrankreich Frankreich 121
3 IrlandIrland Irland 116
4 SchweizSchweiz Schweiz 106
5 SpanienSpanien Spanien 91
Die meisten erhaltenen Punkte
Platz Land Punkte
1 PortugalPortugal Portugal 97
2 IrlandIrland Irland 95
3 FrankreichFrankreich Frankreich 89
4 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 87
5 FinnlandFinnland Finnland 83

Vergaben der Höchstwertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1975 vergab Luxemburg die Höchstpunktzahl an zehn verschiedene Länder, davon viermal an das Vereinigte Königreich.

Erhaltendes Land
Jahr Land Platz
1975 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 2
1976 MonacoMonaco Monaco 3
1977 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 2
1978 IsraelIsrael Israel 1
1979 FrankreichFrankreich Frankreich 3
1980 NiederlandeNiederlande Niederlande 5
1981 FrankreichFrankreich Frankreich 3
1982 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 7
1983 DeutschlandDeutschland Deutschland 5
1984 BelgienBelgien Belgien 5
1985 ItalienItalien Italien 7
1986 SchweizSchweiz Schweiz 2
1987 FrankreichFrankreich Frankreich 14
1988 NiederlandeNiederlande Niederlande 9
1989 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 2
1990 DeutschlandDeutschland Deutschland 9
1991 SchweizSchweiz Schweiz 5
1992 MaltaMalta Malta 3
1993 SchweizSchweiz Schweiz 3
1994 Nicht qualifiziert
seit 1995 Auf Teilnahme verzichtet

Verschiedenes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Luxemburg erhielt 1992 zehn Punkte aus Malta – die einzigen überhaupt des Abends. Im Jahr darauf erhielt Luxemburg erneut zehn Punkte aus Malta, diesmal von insgesamt elf.
  • Der einzige Sieg, nach dem Luxemburg den Wettbewerb nicht ausrichtete, war 1973; bei den anderen vier Siegen fand der Wettbewerb im Folgejahr jeweils in Luxemburg-Stadt statt. Nach Dublin und gleichauf mit London zählt Luxemburg damit zu den drei Städten, die den Wettbewerb am häufigsten ausgerichtet haben.
  • Luxemburg ist derzeit – neben der einmaligen Teilnahme Marokkos 1980 – das europäische Land, dessen letzte Teilnahme am längsten zurückliegt, Jugoslawiens letzte Teilnahme war zwar 1992, es kehrte jedoch mit seinen Nachfolgestaaten zum Wettbewerb zurück.

Impressionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anthony Granger: Luxembourg: RTL Télé Lëtzebuerg Rules out Eurovision Return in 2019. In: eurovoix.com. 21. Juli 2018, abgerufen am 23. Juli 2018 (englisch).
  2. LUXEMBOURG
  3. [1]
  4. [2]
  5. [3]
  6. 26 years after the contest... 'Le papa pingouin' first in French charts (Memento vom 13. März 2012 im Internet Archive)

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Chartssurfer
  • John Kennedy O'Connor: Eurovision Song Contest – Das offizielle Buch zu 50 Jahren europäischer Popgeschichte, Gondrom 2005
  • Jan Feddersen: Ein Lied kann eine Brücke sein. Hoffmann und Campe 2002.