Lyle Tuttle

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Lyle Tuttle
Lyle Tuttle.jpg

Lyle Tuttle (* 1931) gilt als einer der bekanntesten Tätowierer der USA, er begann bereits 1949 professionell zu tätowieren.[1] Tuttle tätowierte unter anderem Janis Joplin, Cher, Henry Fonda, Paul Stanley, die Rolling Stones und einige andere namhafte Musiker und Prominente.[2]

Biografie[Bearbeiten]

Tuttle wurde 1931 geboren und wuchs in Ukiah, Kalifornien auf. Im Alter von vierzehn Jahren kaufte er sich seine erste Tätowierung für 3,50 US-Dollar. Wie viele der Tattoo-Pioniere begann auch Tuttle mit der Hand zu tätowieren;[3] ab 1949 arbeitete er professionell mit einer Tätowiermaschine.[4] Im Jahr 1956 arbeitete Tuttle in San Diego im Shop von Bert Grimm, 1957 eröffnete er sein eigenes Studio in San Francisco.[5] In zirka 40 Jahren hatte er auf sechs Kontinenten als Tätowierer gearbeitet, und wie er selbst betonte „nie wissentlich eine minderjährige Person tätowiert“. 1990 ging Tuttle in den Ruhestand. Auf der Frankfurter Convention im Mai 2000 initiierte er eine Spendenaktion für seinen alten Freund Horst Heinrich Streckenbach.[6] Gelegentlich tätowiert er noch Freunden und Bekannten seine Unterschrift auf die Haut.

Sein Ruhm innerhalb der Szene war umstritten, da viele Tätowierer seiner Zeit seine Aussagen gegenüber der Presse kritisierten und seine Eigenwerbung als schamlos werteten. Als Tuttle im Oktober 1970 auf dem Cover des Rolling Stone Magazin abgebildet war, hängte Sailor Jerry das Bild in seiner Toilette auf.[7] Tuttle prägte den Satz "Tätowierer müssen mit ihren Fehlern leben, Ärzte begraben sie".[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chuck Brank: Lyle Tuttle: Forefather of modern tattooing (interview). Prick Magazine. Abgerufen am 24. Dezember 2006.
  2. Vgl. Marcel Feige, Das Tattoo-und Piercing Lexikon, ISBN 3-89602-209-1, S.331.
  3. Albert L. Morse, The Tattoists, 1st Edition 1977, ISBN 0-918320-01-1, S. 56
  4. Aaron Beck: For tattoo master, every mark is special, Columbus Dispatch. 13. Mai 2006. 
  5. Vgl. Marcel Feige, Das Tattoo-und Piercing Lexikon, ISBN 3-89602-209-1, S.329.
  6. Vgl. Marcel Feige, Das Tattoo-und Piercing Lexikon, S. 282.
  7. Macleans - The end: Donald Paul Leslie, 1937-2007
  8. Vgl. Marcel Feige, Das Tattoo-und Piercing Lexikon, ISBN 3-89602-209-1, S.331.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]