M*A*S*H (Fernsehserie)

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Seriendaten
Deutscher Titel M*A*S*H
Originaltitel M*A*S*H
MASH.svg
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Jahr(e) 1972–1983
Produktions-
unternehmen
20th Century Fox
Länge 25 Minuten
Episoden 256 in 11 Staffeln (Liste)
Genre Dramedy
Titelmusik Suicide Is Painless
Produktion Burt Metcalfe
Idee Larry Gelbart
Musik Johnny Mandel
Erstausstrahlung 17. September 1972 auf CBS
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
5. Januar 1990 auf ProSieben
Besetzung
Alan Alda Staffel 1–11
Captain Benjamin Franklin „Hawkeye“ Pierce
Wayne Rogers Staffel 1–3
Captain John Francis Xavier „Trapper“ McIntyre
McLean Stevenson Staffel 1–3
Lieutenant Colonel Henry Braymore Blake
Larry Linville Staffel 1–5
Major Frank D. Marion „Frettchengesicht“ Burns
Loretta Swit Staffel 1–11
Major Margaret „Hot Lips“ Houlihan
Gary Burghoff Staffel 1–8
Corporal Walter Eugene „Radar“ O’Reilly
Jamie Farr Staffel 1–11
Sergeant Maxwell Q. Klinger
William Christopher Staffel 1–11
Captain Father John Francis Patrick Mulcahy
Harry Morgan Staffel 4–11
Col. Sherman T. Potter
Mike Farrell Staffel 4–11
Captain BJ Hunnicutt
David Ogden Stiers Staffel 6–11
Major Charles Emerson Winchester III
Synchronisation

M*A*S*H ist eine tragikomische US-amerikanische Fernsehserie, die in einem mobilen Feldlazarett der US Army (Mobile Army Surgical Hospital) während des Koreakrieges spielt. Die Serie basiert auf dem Film MASH von Robert Altman aus dem Jahr 1970.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Serie wurde von der CBS in Erstausstrahlung vom 17. September 1972 bis zum 28. Februar 1983 gesendet. Damit dauerte sie mit ihren 256 Folgen länger als der Krieg, in dem sie spielt. Eine erste Folge („Dear Dad… Again“) wurde in Deutschland im Juni 1982 unsynchronisiert auf N3 gesendet.

Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem zwei Chirurgen, die besonders durch ihre sarkastische Einstellung zum Krieg und der Handlungsweise des Militärs sowie entsprechende Aussprüche die Antikriegs-Haltung der Serie herausstellen.

MASH ist im eigentlichen Sinne nicht nur eine Komödie, sondern auch eine bittere Tragödie. Charaktere, die in den ersten Staffeln noch eher slapstickhaft angelegt waren, verschwinden in späteren Staffeln oder werden gegen ernsthaftere ausgetauscht (Lieutenant Colonel Blake durch Col. Potter, Major Burns durch Major Winchester) oder treten nur noch selten auf (Col. Flagg). Der vordergründige Humor täuscht aber nie über die zutiefst ernsthafte Auseinandersetzung mit den Facetten des Krieges und dessen Rechtfertigung hinweg. Der eher geringe Detailgrad, was die eigentliche ärztliche Arbeit der Protagonisten betrifft (so bezeichnen die Hauptcharaktere ihre Arbeit in der englischen Originalserie oft als „meatball surgery“), unterstützt dabei diese Aussage.

Die Umsetzung der Fernsehserie für den deutschsprachigen Raum übernahm Rainer Brandt, der zuvor schon durch die erfolgreiche Neubearbeitung der Fernsehserie Die 2 bekannt geworden war. Neben der gelungenen Übersetzung, die (im Gegensatz zur Bearbeitung von Die Zwei) dem Original treu blieb und keine zusätzlichen Kalauer einbaute, konnte die deutsche Version im Vergleich mit dem Original mit einem allgemein als Vorteil angesehenen Umstand punkten: Es wurde auf „Lachkonserven“ verzichtet. Auf den in Deutschland ab 2005 erscheinenden DVDs befinden sich zwei zusätzliche englische Tonspuren. Eine mit und eine ohne lachendes „Publikum“.

Aus der Serie gingen drei weitere Spin-offs hervor: After MASH, W*A*L*T*E*R und Trapper John, MD:

  • After MASH handelt direkt nach dem Ende des Krieges und spielt in einem Veteranenhospital, es kommen nur noch die drei Charaktere Sherman Potter, Max Klinger und Father Mulcahy aus der Originalserie vor. Die Serie wurde bereits nach einem Jahr wieder eingestellt.
  • Trapper John, M.D. spielte in den frühen 1980ern und handelte von John „Trapper“ McIntyres Karriere im San Francisco Memorial Hospital. Die Hauptrolle des Dr. „Trapper“ John McIntyre spielte Pernell Roberts, und die Serie lief im amerikanischen Fernsehen von 1979 bis 1986.
  • W*A*L*T*E*R wurde 1984 in den USA ausgestrahlt und bereits nach der Pilotfolge wieder eingestellt. Geplant war eine Handlung um Radar, der inzwischen sein Geld als Polizist verdient. Bisher wurden weder After MASH noch W*A*L*T*E*R im deutschen Fernsehen ausgestrahlt.

Im Jahr 2002 erschien die Dokumentation "M*A*S*H": 30th Anniversary Reunion, die von Mike Farrell produziert wurde. In der zweistündigen Show traten alle noch lebenden Darsteller der Hauptcharaktere auf.

Wirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

M*A*S*H ist eine der erfolgreichsten Serien der US-amerikanischen Fernsehgeschichte. Obwohl die Serie in der ersten Staffel nur mäßigen Erfolg hatte, entwickelte sie sich in den zehn folgenden Staffeln zu einem Hit bei Kritikern und Publikum. Nach Ansicht einiger Kritiker „transformierte die Serie das Medium und machte Millionen zu Mitgliedern einer imaginären Gemeinschaft“, die Historikerin Noralee Frankel sah in ihr „eine der wirkungsvollsten Anti-Kriegs-Äußerungen der amerikanischen Geschichte“.[1] In den Vereinigten Staaten wurde M*A*S*H für 99 Emmys nominiert und gewann 14 von diesen. Die M*A*S*H-Schlussfolge am 28. Februar 1983 hatte mit 77 % die bis heute höchste Zuschauerquote einer Fernsehserie in den Vereinigten Staaten. Im Schnitt sahen etwa 106 Millionen Zuschauer (insgesamt 121 Millionen[2]) diese Folge.

Die Staffeln wurden in 15 Sprachen übersetzt und in 25 Ländern ausgestrahlt.

Drehorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegweiser aus M*A*S*H

Alle Außenaufnahmen für die Serie fanden in Kalifornien statt, das Setting des Camps befand sich bei Calabasas im Malibu Creek State Park. Ein Teil des Original-Sets ist heute im Park rekonstruiert, unter anderem ein Wegweiser, wie er in allen 256 Folgen der Serie im Camp zu sehen war.[3] Die Innenaufnahmen entstanden im Studio 9 der Fox Broadcasting Company in Beverly Hills. Das Set wurde für die zweite und dritte Staffel der Vietnamkriegsserie NAM – Dienst in Vietnam verwendet.

Figuren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptfiguren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Captain Benjamin Franklin „Hawkeye“ Pierce[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Alan Alda), Chefchirurg und Hauptfigur der Serie. Als einziger der Darsteller tritt er in jeder der 256 Episoden auf. Er ist Pazifist, genialer Chirurg, Pokerspieler und Weiberheld. Hawkeye ist eine Figur aus dem Roman Der letzte Mohikaner, angeblich das einzige Buch, das Pierces Vater jemals gelesen hat. Er hat zum Leidwesen von Frank Burns zusammen mit Trapper in ihrem Zelt (dem Sumpf) eine Schnapsdestille gebaut, die sie auch reichlich nutzen. Pierce stammt aus Crabapple Cove in Maine, in den ersten Folgen hieß es, er stamme aus Vermont.

Alan Alda schrieb für die Serie auch Drehbücher und führte bei mehreren Folgen Regie. Zudem hatte er als Bedingung in seinen Vertrag aufnehmen lassen, dass pro Folge eine OP-Szene zu sehen ist, um den Schrecken des Krieges zu dokumentieren. Diese Bedingung wurde jedoch nicht vollständig eingehalten.[4]

Captain John Francis Xavier „Trapper“ McIntyre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Wayne Rogers), bester Kumpel und Kollege von Hawkeye. Er kommt aus Boston (Massachusetts). Wayne Rogers war mit der Rolle des Trapper insofern nicht einverstanden, als sie im Vergleich zu der Rolle des Trappers im Buch abgewandelt wurde. In Hookers Roman ist Trapper die treibende Kraft hinter den Scherzen und Späßen. In der Serie wurde dieser Part jedoch Alan Alda und damit Hawkeye zugestanden, da Alda der bekanntere Schauspieler war. Rogers verließ die Serie am Ende der dritten Staffel mit der Bemerkung, man habe „seine Identität gestohlen“.

Lieutenant Colonel Henry Braymore Blake[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(McLean Stevenson), liebenswerter, vertrottelter Vorgesetzter und Kommandeur des Lagers, ist aber für die Arbeit als Kommandeur nicht geschaffen. Er hat regelmäßig Probleme mit Frank Burns und Margaret Houlihan, aber auch die Eskapaden von Maxwell Klinger bereiten ihm Ärger. Sein Flugzeug, mit dem er in seine Heimat, Bloomington (Illinois) fliegen soll, wird abgeschossen und es gibt keine Überlebenden. Er war der erste Hauptdarsteller, der jemals in einer US-Fernsehserie gestorben ist. Der Grund dafür war, Stevenson eine Rückkehr in die Serie nach seinem Ausstieg am Ende der dritten Staffel unmöglich zu machen.

Major Frank D. Marion „Frettchengesicht“ (OF: „Ferret Face“) Burns[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Larry Linville) ist als ranghöchster Offizier nach Lieutenant Colonel Blake bzw. Colonel Potter der Stellvertreter des Kommandeurs, Waffennarr, schmallippig, homophob, übertrieben patriotisch, Feigling und bekannt dafür, jeden vom einfachen Soldaten bis zu Colonel Blake zu denunzieren, um irgendwann selbst Kommandeur des MASH zu werden. Er kommt aus Fort Wayne (Indiana). Als Chirurg und Arzt ist er eher mittelmäßig und als Kamerad sehr unbeliebt. Burns hat ein Verhältnis mit Major Houlihan, von dem beide glauben, dass niemand im Lager es wisse. Er würde aber seine Ehefrau, die auf ihn wartet, nie verlassen. Er wird zu Beginn der 6. Staffel durch den Verlust von Margaret verrückt. Im Film wird er in eine Irrenanstalt eingeliefert, in der Serie wird er dagegen zum Ärger von Pierce und Hunnicutt an ein wohnortnahes Army Hospital in den USA versetzt und zum Lieutenant Colonel befördert.

Linville stieg aus der Serie aus, da er Angst hatte, künftig auf die Rolle des boshaften, nörgelnden Mannes festgelegt zu werden. Privat war er bei seinen Kollegen hoch geschätzt, bei Fans sehr beliebt, da er so gar nichts mit dem Seriencharakter gemein hatte. Bis zu seinem Tod 2000 konnte man ihn hin und wieder bei Chats und in Foren zu M*A*S*H antreffen.

Major Margaret „Hot Lips“ Houlihan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Loretta Swit), Oberschwester des Camps, ist eine attraktive Blondine. Als Tochter von Colonel „Howitzer“ Houlihan wuchs sie hauptsächlich in diversen Garnisonsstandorten auf und hatte auch dadurch (zum Teil intime) Bekanntschaften mit hochrangigen Offizieren. Sie ist ein echtes Kind der Army und versucht sich ihre Weiblichkeit auch im Feld zu bewahren. Houlihan hat ein Verhältnis mit Major Burns, bis sie am Ende der 5. Staffel Lieutenant Colonel Donald Penobscott heiratet, diese Ehe zerbricht allerdings nach kurzer Zeit.

Corporal Walter Eugene „Radar“ O’Reilly[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Gary Burghoff), geboren in Ottumwa (Iowa), ist Halbwaise und im ganzen Lager beliebt. Er ist als Kompanieschreiber die rechte Hand des Kommandeurs und insgesamt das Herz des Lagers. Ohne ihn liefe gar nichts, es scheint oft, als habe nur er den wirklichen Durchblick. Sein Spitzname Radar kommt von seiner fast schon prophetischen Gabe, so kann er zum Beispiel anfliegende Hubschrauber mit Verletzten schon melden, lange bevor sie von Umstehenden wahrgenommen oder durch Funksprüche angekündigt werden. Zudem weiß er nicht nur zumeist im Voraus, was die Leute sagen, und tut das Richtige, sondern "wiederholt" die erhaltenen Befehle Sekundenbruchteile bevor er sie bekommt, was stets zur Komik solcher Szene beiträgt. Seine Mutter bewirtschaftet zusammen mit Radars Onkel Ed die Farm der Familie. Als sein Onkel Ed stirbt, wird Radar in der 4. Folge der 8. Staffel nach Hause geschickt.
Gary Burghoff spielte die Rolle des Radar bereits im Film und ist der einzige Hauptdarsteller, der aus der Filmcrew übernommen wurde.

Corporal, später Sergeant Maxwell Q. Klinger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Jamie Farr), läuft in schauerlichen Frauenkleidern herum, damit er nach § 8 („Mackenparagraph“) aus der Army entlassen werden kann. Ganz zum Schluss heiratet er eine Koreanerin (Rosalind Chao) und bleibt sogar freiwillig in Korea. Die Figur Klinger (Rang Corporal) wurde ursprünglich nur als Gag für eine Folge geschaffen, jedoch erfreute sich Klinger großer Beliebtheit, so dass sie ausgebaut wurde. Seitdem gehörte Klinger zur Stammbesetzung. Klinger ist bekannt dafür, dass bei ihm ständig neu erfundene Verwandte in den USA erkranken oder versterben und er deshalb dringendst zurück muss. Sein Versuch, sich so vor dem Krieg zu drücken, wird aber immer sofort durchschaut. Als die Serie sich in späteren Staffeln vom Klamauk weg zu einem ernsthafteren Stil entwickelt, legt er seine Frauenkleider ab und wurde zum Kompanieschreiber, als Gary Burghoff aus der Serie ausschied. In Staffel 10 wurde Klinger dann zum Sergeant befördert. Seine Heimatstadt ist Toledo (Ohio), übrigens auch die reale Heimatstadt von Jamie Farr. Jamie Farr war der einzige Schauspieler der Stammbesetzung, der tatsächlich seinen Wehrdienst in Korea abgeleistet hatte, wenn auch erst nach Beendigung der Kampfhandlungen.

First Lieutenant, später Captain Father John Francis Patrick Mulcahy[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(William Christopher, in der ersten Folge der ersten Staffel George Morgan), ist der katholische Kaplan der Einheit und aus Philadelphia (Pennsylvania). Er betreute vor dem Krieg Jugendliche und trainierte diese im Boxen, boxt selbst und erzählt öfter von seiner Schwester, die als Nonne in einem katholischen Kloster ebenfalls Jugendliche betreut. Mulcahy macht manchmal einen etwas naiven Eindruck, er lebt aber keinesfalls hinter dem Mond und versucht oft, den Glauben an das Gute aufrecht und die Truppe zusammenzuhalten. Er bekleidet den Rang eines First Lieutenant, bis er in der 8. Staffel zum Captain befördert wird. Neben seiner Tätigkeit als Kaplan des MASH betreut er unter anderem auch ein Waisenhaus in der Nähe des MASH und organisiert immer wieder Hilfsgüter für dieses. In der finalen Folge der Serie rettet er eingesperrte Kriegsgefangene vor Artilleriebeschuss, wobei eine Granate nahe neben ihm explodiert und ihm fast vollständig sein Gehör nimmt. Er beschließt daraufhin, sich der Betreuung von Schwerhörigen zu widmen. In der Folge „Meine liebste Mildred“ (4. Staffel) hat William Christopher einen gemeinsamen Auftritt mit seiner Frau Barbara (als Lt. O’Connor).

Colonel Sherman T. Potter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Harry Morgan), Potter ersetzt ab der vierten Staffel Henry Blake als kommandierenden Offizier.

Klein, zäh, gerecht und mit ganzem Herzen Ehemann seiner Ehefrau Mildred und Berufssoldat (Kavallerist), machte sich im Ersten Weltkrieg drei Jahre älter, um am Krieg teilnehmen zu können. Er ist so etwas wie eine Vaterfigur im Camp. Im Gegensatz zu den jüngeren Chirurgen fällt Col. Potter im OP eher selten durch lockere Sprüche auf, seine Rolle zeichnet sich durch einen eher trockenen Humor aus. Er ist ein handwerklich hervorragender Chirurg, dessen Methoden und vor allem Erfahrungen aus insgesamt drei Kriegen von allen anderen sehr geschätzt werden. Potter stammt aus Hannibal (Missouri).

Über Potters Vornamen Sherman Tecumseh gibt es unterschiedliche Aussagen. Es gibt Angaben, der Name sei eine Hommage an General William Tecumseh Sherman, einen der bekanntesten Generäle des Amerikanischen Bürgerkrieges.[5] Andere Quellen geben an, er sei nach Larry Gelbarts Hausarzt benannt worden und der Namenszusatz Tecumseh demnach nur ein Gerücht.[6] Seinen ersten Gastauftritt in der Serie hat Harry Morgan bereits in der Folge „Bauch rein, Brust raus“/„The General Flipped at Dawn“ (3. Staffel, Folge 1). Hier spielt er den durchgeknallten General Bradford Hamilton Steele.[7]

Captain BJ Hunnicutt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Mike Farrell), kommt als Ersatz für Trapper ab der vierten Staffel. Der aus Mill Valley (Kalifornien) stammende Captain ist ein loyaler Ehemann für seine Frau Peg und liebevoller, aber verzweifelter (weil abwesender) Vater seiner kleinen Tochter Erin. Nicht einmal er weiß, was das BJ in seinem Namen bedeutet. In einer Folge behauptet er, seine Mutter hieße Bea und sein Vater Jay.

Major Charles Emerson Winchester III[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(David Ogden Stiers), genialer Snob, Feinschmecker, Harvard-Absolvent, Blaublüter im Geiste, Koryphäe im Lager und Unruhestifter mit Stil, Liebhaber und Experte für klassische Musik (besonders Mozart, Wagner und Ravel), was Colonel Potter und vor allem Hawkeye und BJ immer zur Weißglut treibt. Winchester ist ab der 6. Staffel Nachfolger von Frank Burns. Er wurde zunächst als 48-stündige Vertretung für Major Burns in die 4077te geschickt, dann aber auf Dauer ins Lager versetzt, weil er gegen seinen Vorgesetzten Colonel Baldwin beim Kartenspiel gewonnen hatte und auf seinem Gewinn bestand. Versucht vergeblich, sich ins Tokyo General Hospital versetzen zu lassen. Seine Fähigkeiten als Chirurg sind phänomenal und seiner Meinung nach eine Verschwendung an das Camp (was er auch Hawkeye und BJ spüren lässt). Er ist überhaupt nicht begeistert, dass er gemeinsam mit diesen „vulgären Kretins“ arbeiten muss. Verzweifelt versucht er, jede Möglichkeit zu nutzen, das Camp so schnell wie möglich wieder zu verlassen, indem er sich bei durchreisenden Generälen anbiedert. Als sich ihm dann endlich einmal die Chance ergibt wieder ins zivilisierte Tokyo zu wechseln und er dazu nur eine Lüge seines ehemaligen Vorgesetzten Colonel Baldwin über Margaret Houlihan als wahr erklären müsste, entscheidet er sich aber doch dazu, lieber im Lager zu bleiben und Margaret Houlihan nicht zu verleumden. Winchester ist der Charakter, der sich vom Frank-Burns-Nachfolger (der als Seriencharakter von allen nicht gemocht wurde) in einen absoluten Zuschauerliebling verwandelt hat. Er stammt aus Boston, Massachusetts.

Nebenfiguren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Major Sidney Theodore Freedman (Allan Arbus)
Psychiater und gern gesehener Gast im Camp, spielt mit den Bewohnern des Camp regelmäßig Poker (im Gegensatz zu Colonel Flagg).
Colonel Flagg (Edward Winter)
Geheimdienstler und Zwangsneurotiker. Wenn einer wahnsinnig ist, dann ist es eindeutig er. Seine Narrenfreiheit verdankt er seinem CIA/CIC/CID-Ausweis. Allerdings weiß er selbst nie, welchem Geheimdienst er im Moment eigentlich angehört. Nach seinen Angaben befindet er sich ständig in einem (von ihm selbst aufrechterhaltenen) Zustand totaler Verwirrung. Er lacht niemals (Zitat: „Ich habe mir hunderte schwachsinnige Komödien angesehen, und immer, wenn ich schmunzeln musste, habe ich mir einen spitz angefeilten Skistock in den Magen gerammt.“). Dieser besondere Gast im Camp erscheint mehr oder weniger regelmäßig, jedoch gerne mit einem anderen Namen und in leicht zu durchschauender Verkleidung. Er sagt von sich, dass er keinen Schmerz fühle. Er verdächtigt jeden, subversiv zu sein, überall sieht er Feinde und/oder Spione. Seine größten Fans im Camp sind Frank Burns und Margaret Houlihan. Des Weiteren fügt er sich häufig Verletzungen zu, wenn es dem Erreichen seiner Ziele dient. Zu seinem letzten Auftritt wird ihm von Charles E. Winchester, den er zuvor versuchte zu bestechen, um an inkriminierendes Material über Hawkeye zu kommen, eine Verschwörung inszeniert.
Igor Straminsky (Joseph Perry, später Jeff Maxwell)
Nicht allzu heller Küchenbulle. Wenn er mal nicht in der Küche arbeitet, dann gräbt er eine Latrine aus und muss sich die bescheuerten Befehle von Frank Burns anhören. Mit Auftritten in 66 Folgen gehört Igor zu den präsentesten Nebencharakteren.
Sergeant Zelmo Zale (Johnny Haymer)
Versorgungsunteroffizier des MASH 4077.
Schwester Lt. Ginger Bayliss (Odessa Cleveland)
Schwester Lt. Kealani Kellye (Kellye Nakahara)
Sie spielte als Krankenschwester in 86 Folgen der Serie mit. Ihre Herkunft und ihr Aussehen sind oft Grund für rassistische Beleidigungen von Frank Burns.
Sergeant Luther Rizzo (G. W. Bailey)
Ein ungebildeter, geldgieriger Südstaatler, der in einer Folge jedem einen „günstigen Kredit“ zu 100 % Zinsen pro Tag zu verleihen versucht (bis auf Father Mulcahy, dem er einen Nachlass von 25 % zusicherte, um den Waisenkindern von Korea eine Spende zu erteilen). Er ist stinkfaul und immer bereit, für ein paar Dollar extra seine Mutter zu verscherbeln.
Captain Spearchucker Jones (Timothy Brown)
Er spielte in sechs Folgen der ersten Staffel mit und wurde dann aus der Besetzung gestrichen, als bekannt wurde, dass es in Korea keine schwarzen Chirurgen gegeben hat.
Timothy Brown war ebenfalls im Film MASH zu sehen, allerdings in der Rolle des Corpsman Corporal Judson.
Captain Ugly John Black (John Orchard)
Anästhesist, der nur in der ersten Staffel zu sehen ist. Auftritt des Schauspielers in Folge 182 als australischer Militärpolizist Muldoon.
Soon-Lee Hahn (Rosalind Chao)
Koreanerin, die auf der Flucht ihre Familie verliert, heiratet später Corporal Maxwell Klinger
Rosie (Eileen Saki)
Ihr gehört das Rosie’s, eine Kneipe in einer Hütte auf der anderen Straßenseite des Camps. Sie ist resolut und besticht den campfremden Kontrolloffizier mit Schnaps, damit er ihr nicht die Bude schließt.
Brigadegeneral Crandall Clayton (Herb Voland)
In den Ersten Staffel ist er der Vorgesetzte Offizier von Colonel Blake und der heimliche Geliebte von Hot Lips
Brigadegeneral Hamilton Hammond (George Wood)
George Wood spielte bereits im Film MASH die Rolle des Brigadegeneral Hammond.
Lieutenant Colonel Donald Penobscott (Beeson Carroll und Mike Henry)
Ab der 6. Staffel Ehemann von Major Margaret Houlihan. Jedoch trennt sie sich später wieder.
Roy Goldman (Roy Goldman)
Roy Goldman tritt in der Serie unter seinem eigenen Namen auf. Das war auch schon in der Serie Ein Käfig voller Helden der Fall. Das ist einzigartig in der TV-Serienwelt und hat als Randnote Erinnerungswert. Als Charakter fällt er weniger durch bemerkenswerte Auftritte, sondern eher durch deren Anzahl auf. (Quelle imdb.com)
Dr. Borelli
Erscheint in zwei Folgen als Chirurg als Besucher zum MASH 4077. Gespielt von Alan Aldas Vater, Robert Alda.

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Fassung entstand bei Rainer Brandt Filmproductions GmbH Anfang der 1990er-Jahre und wurde ab 1990 auf ProSieben und dem Kabelkanal (heute Kabel eins) gezeigt. Das Dialogbuch schrieb Rainer Brandt, der gemeinsam mit Thomas Wolff auch Dialogregie führte.[8] Einige ursprünglich gekürzte Szenen wurden für die DVD-Veröffentlichung teilweise mit anderen Sprechern nachsynchronisiert.

1982 war eine Folge der Serie bereits in englischer Originalfassung von einigen Dritten Programmen gezeigt worden.[9] Ende der 1980er-Jahre erschien der Abschlussfilm Mach’s gut, leb' wohl und Amen unter dem Titel M*A*S*H – Teil 2 erstmals synchronisiert auf VHS-Kassette.[10] Diese Fassung weicht von der Brandt-Bearbeitung ab, da diese erst später gemeinsam mit der restlichen Serie erstellt wurde.

Rolle Schauspieler Deutsche Synchronsprecher DVD-Nachsynchro VHS
M*A*S*H – Teil 2
Captain Benjamin Franklin „Hawkeye“ Pierce Alan Alda Thomas Wolff Reinhard Scheunemann Hans-Werner Bussinger
Captain „Trapper“ John McIntyre Wayne Rogers Gerald Paradies
Lieutenant Colonel Henry Blake McLean Stevenson Lothar Mann
Captain B.J. Hunnicutt Mike Farrell Jörg Hengstler Norbert Langer
Colonel Sherman Potter Harry Morgan Hans Nitschke Erich Räuker Heinz Giese
Major Frank „Frettchengesicht“ Burns Larry Linville Uwe Paulsen (1. Stimme, Ep. 1–11)
Axel Lutter (2. Stimme, ab Ep. 13)
Major Margaret „Hot Lips“ Houlihan Loretta Swit Vera Müller-Weidner Karin Buchholz
Corporal Walter „Radar“ O’Reilly Gary Burghoff Andrej Brandt
Dieter Landuris (Ep. 12–17)
Dieter Landuris
Major Charles Emerson Winchester III. David Ogden Stiers Klaus Jepsen Norbert Gescher Claus Jurichs
Maxwell Klinger Jamie Farr Georg Tryphon Ilja Richter
Father Francis Patrick Mulcahy William Christopher Martin Keßler Lothar Blumhagen
Colonel Flagg Edward Winter Eberhard Prüter (Ep. 48, 51)
Thomas Kästner (ab Ep. 71)
Major Sidney Freedmann Allan Arbus Gerd Holtenau (Ep. 27, 37)
Wilfried Herbst (Ep. 53)
Joachim von Ulmann (Ep. 82)
Eberhard Prüter (ab Ep. 105)
Helmut Gauß
Sergeant Zelmo Zale Johnny Haymer Reinhard Scheunemann
Sergeant Luther Rizzo G. W. Bailey Tilo Schmitz Karl Schulz
Lautsprecherstimme Todd Susman Rainer Brandt
Heinz Theo Branding
Michael Schernthaner
Manfred Lehmann, Lothar Hinze

Episodenliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: M*A*S*H/Episodenliste

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1973

  • Directors Guild Awards, Gene Reynolds für M*A*S*H
  • Writers Guild Awards, Teleplay von Larry Gelbart für Das total verrückte Feldlazarett
  • Eddie Awards, Fred W. Berger für Hilfe, einen Psychiater bitte

1974

  • Emmy Awards, Beste Comedy-Serie: Gene Reynolds & Larry Gelbart (Produzenten der Serie)
  • Emmy Awards, Schauspieler des Jahres in einer Serie: Alan Alda
  • Emmy Awards, Bester Hauptdarsteller in einer Comedyserie: Alan Alda
  • Emmy Awards, Bester Regisseur in einer Comedyserie: Jack Cooper für Schwester, Freund und prima Kerl
  • Eddie Awards, Fred W. Berger & Stanford Tischler für Wirklich katastrophale Zustände

1975

  • Emmy Awards, Bester Regisseur in einer Comedyserie: Gene Reynolds für Ernst, aber nicht hoffnungslos
  • People Choice Awards, Bester männlicher TV-Schauspieler: Alan Alda
  • Golden Globe Awards, Bester Schauspieler in einer Comedyserie oder Musical: Alan Alda
  • Writers Guild Awards, Teleplay von Larry Gelbart & Laurence Mark für Ernst, aber nicht hoffnungslos
  • Eddie Awards, Fred W. Berger & Stanford Tischler für Der Soldat und seine Hymne

1976

  • Emmy Awards, Beste Regisseur in einer Comedyserie: Gene Reynolds für Trapper ist weg/Hunnicut ante Portas
  • Emmy Awards, Bester Filmeditor in einer Serie: Stanford Tischler & Fred W. Berger für Trapper ist weg/Hunnicut ante Portas
  • Golden Globe Awards, Bester Schauspieler in einer Comedyserie oder Musical: Alan Alda
  • Writers Guild Awards, Teleplay von Everett Greenbaum, Jim Fritzell & Laurence Mark für Trapper ist weg/Hunnicut ante Portas
  • The George Foster Peabody Awards For Broadcast Excellence: M*A*S*H

1977

  • Emmy Awards, Beste andauernde Leistung eines Nebendarstellers in einer Comedyserie: Gary Burghoff
  • Emmy Awards, Bester Regisseur in einer Comedyserie: Alan Alda für Lieber Sigmund
  • Directors Guild Awards, Alan Alda für Lieber Sigmund
  • Writers Guild Awards, Teleplay von Alan Alda für Lieber Sigmund

1978

  • People’s Choice Awards, Beste TV-Comedy Sendung: M*A*S*H
  • Eddie Awards, Stanford Tischler & Larry L. Mills für Frank ist frei/Der neue Feind

1979

  • Emmy Awards, Bestes Drehbuch für eine Comedy-, Comedyvariete- oder Musikserie: Alan Alda für Inga gibt zu denken
  • People’s Choice Awards, Beste TV-Comedysendung: M*A*S*H
  • People’s Choice Awards, Bester männlicher TV-Schauspieler: Alan Alda
  • Writers Guild Awards, Teleplay von Gary David Goldberg für Klinger’s Kälteschock

1980

  • Emmy Awards, Bester Nebendarsteller in einer Comedy-, Comedyvariete- oder Musikserie: Harry Morgan
  • Emmy Awards, Beste Nebendarstellerin in einer Comedy-, Comedyvariete- oder Musikserie: Loretta Swit
  • People’s Choice Awards, Beste TV-Comedysendung: M*A*S*H
  • People’s Choice Awards, Bester männlicher TV-Schauspieler: Alan Alda
  • People’s Choice Awards, Bester männlicher Entertainer: Alan Alda
  • Golden Globe Awards, Bester Schauspieler in einer Comedyserie oder Musical: Alan Alda
  • Directors Guild Awards, Charles S. Dubin für Krank vor Heimweh
  • Writers Guild Awards, Teleplay von Thad Mumford & Dan Wilcox für Die rote Gefahr
  • Eddie Awards, Stanford Tischler & Larry L. Mills für War’s der Truthahn?

1981

  • Golden Globe Awards, Beste TV-Serie, Comedy oder Musical: M*A*S*H

1982

  • Emmy Awards, Bester Hauptdarsteller in einer Comedyserie: Alan Alda
  • Emmy Awards, Beste Nebendarstellerin in einer Comedyserie: Loretta Swit
  • People’s Choice Awards, Bester männlicher TV-Schauspieler: Alan Alda
  • People’s Choice Awards, Beste TV-Comedysendung: M*A*S*H
  • Directors Guild Awards, Alan Alda für Die härteste Realität

2009

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • David Scott Diffrient: M*A*S*H. TV Milestone Series. Wayne State University Press, 2008.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: M*A*S*H – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. David Scott Diffrient: M*A*S*H. TV Milestone Series. Wayne State University Press, 2008.
  2. http://www.mash4077tv.com/articles/gfa_ratings/#cite7
  3. 'MASH' set re-created at Malibu Creek State Park. Los Angeles Times, 1. Februar 2008.
  4. So ist beispielsweise in Folge 24 der siebten Staffel „Eine Nacht in Rosieland“ keine Operationsszene enthalten.
  5. Anicée van Engeland: Civilian or Combatant – A Challenge for the 21st Century, Oxford University Press 2011, S. IX (Fussnote: Colonel Sherman Tecumseh Potter (portrayed by Harry Morgan) was a fictional character from the M*A*S*H television show.)
  6. Suzy Kalter: The Complete Book of M*A*S*H, Harry N. Abrams 1988, S. 179: „I wondered what the "T" is for. Tecumseh, I would guess, as in General Sherman. Larry Gelbart actually named me for his family doctor, I hear.“
  7. Inhalt Episode 49
  8. M*A*S*H. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 2. März 2017.
  9. Ausstrahlungsdaten auf fernsehserien.de
  10. Mach’s gut, leb’ wohl und Amen auf OFDb.de