MÁV-Baureihe Mk48

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MÁV-Baureihe Mk48
Mk48 2031
Mk48 2031
Nummerierung: M 040: Mk 48 1001–1012
M 041: Mk 48 2001–2039 (D02-508)
Anzahl: M 040: 12
M 041: 39
Hersteller: Rába, Győr
Baujahr(e): M 040: 1958
M 041: 1960–1961
Achsformel: B'B'
Gattung: Raba M 040
Raba M 041
Spurweite: 760 mm (Bosnische Spur)
Länge über Kupplung: 8.965 mm
Länge: 7.600 mm
Höhe: 3.415 mm
Breite: 2.390 mm
Drehzapfenabstand: 5.000 mm
Drehgestellachsstand: 1.700 mm
Gesamtradstand: 4.700 mm
Kleinster bef. Halbmesser: 50 m
Dienstmasse: 17,6 t
Reibungsmasse: 17,6 t
Radsatzfahrmasse: 4,4 t
Höchstgeschwindigkeit: M 040: 30 km/h
M 041: 50 km/h
Installierte Leistung: M 040:100 kW (136 PS)
M 041:147 kW (200 PS)
Anfahrzugkraft: 44 kN
Raddurchmesser: 700 mm
Motorentyp: M 040:RÁBA 6Js 13,5/17
M 041:RÁBA D 2156 HM 6
Motorbauart: Sechszylinder-Viertakt-Dieselmotor
Nenndrehzahl: M 040:1.500/min
M 041:2.200/min
Leistungsübertragung: M 040:dieselmechanisch
M 041:hydrodynamisch

Die MÁV-Baureihe Mk48 ist eine 1958 entwickelte und in großer Anzahl an die zahlreichen in der Spurweite von 760 Millimetern ausgeführten Schmalspurbahnen der ungarischen Staatsbahn Magyar Államvasutak (MÁV) und an die zahlreichen Waldbahnen gelieferte Diesellokomotive. Die Maschinen werden in modernisierter Form bis heute in großer Stückzahl eingesetzt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mk48 1005, die einzige erhaltene Lokomotive mit mechanischer Kraftübertragung

Die Mk48 entstand ab 1958 als Schmalspurvariante der MÁV-Baureihe M28 vom selben Hersteller Rába aus Győr. Im Gegensatz zu der Normalspurvariante, die als zweiachsige Lokomotive mit Antrieb durch Kuppelstangen entwickelt wurde, wurde die Schmalspurlokomotive mit zwei Drehgestellen in der der Achsfolge B'B' und mit Antrieb durch Gelenkwellen gebaut. Entwickelt wurde die Lokomotive mit der Gattung Raba M 040 1958 mit dieselmechanischer Kraftübertragung. Von dieser Variante wurden zwölf Exemplare gebaut. Sie bewährten sich bei ihrer Erprobung mit sehr guten Laufeigenschaften, als Schwachpunkt ihrer Konstruktion erwies sich das mechanische Getriebe.[1]

So wurde die zweite Serie mit einer hydrodynamischen Kraftübertragung von Voith von 1960 bis 1961 gebaut. Es wurden insgesamt 39 Lokomotiven dieser Konstruktion erstellt, die die Bezeichnung Mk 48 2001–2039 erhielten.[1] Die Lokomotiven erwiesen sich durch ihren minimalen zu befahrenen Kurvenradius von 50 m jeder betrieblicher Belastung gewachsen. Größtenteils die hydrodynamischen Lokomotiven sind bis heute im Einsatz. Die Lokomotiven mit mechanischer Kraftübertragung wurden bis auf die Mk 48 1005 ausgemustert. Diese Lokomotive war Denkmallok in Szeged, wurde wieder reaktiviert und steht heute auf der Waldbahn Csömödér im Einsatz.[2] Von den hydrodynamischen Lokomotiven sind erst einige wenige ausgemustert worden.[3] Die Mk 48 2019 war auf der Zillertalbahn im Einsatz.[4]

Technische Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Foto der Mk 48.2021 als Hybridlokomotive

Entgegen der Ursprungslokomotive M 28 war die Lokomotive mit einem außermittig angeordneten Führerstand und einem großen sowie kleinen Vorbau versehen. Im großen Vorbau waren die komplette Maschinenanlage und die Hilfsbetriebe, im hinteren die Batterie für das elektrische Bordnetz untergebracht. Im Führerstand waren die Bedienstände auf beiden Seiten der Lokomotive installiert.

Die Maschinenanlage bestand aus einem Sechszylinder-Viertakt-Dieselmotor und der Kraftübertragung, die bei der Serie M 040 dieselmechanisch, bei der Serie M 041 hydrodynamisch ausgeführt war. Einige Fahrzeuge hatten einen Motor von Ganz-Jendrassik.[5] Ab den 1970er Jahren wurden in den Lokomotiven nur noch Motoren von Raba mit 147 kW eingebaut, diese waren in Lizenz von MAN entstanden.[2] Die Maschinen besaßen ein Bordnetz von 24 V, die Spannung wurde von einem Generator erzeugt. Die Lokomotiven besaßen ein Druckluftnetz von 8 bar.[5] Die Kuppeleinrichtung ist eine Trichterkupplung.

Zwei Lokomotiven wurden zu Hybridlokomotive umgebaut. Eine fährt unter der Nummer Mk 48 2021 bei der Waldbahn Lillafüred,[6] die andere ist mit einer unbekannten Nummer bei der Szalajka-Eisenbahn eingesetzt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Mk48 diesel locomotives – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Helmuth Lampeitl: Schmalspur-Romantik in Osteuropa. EK-Verlag, Freiburg 2003, ISBN 3-88255-285-9, Seite 74
  2. a b deutsche Internetseite über die Mk 48 (Memento des Originals vom 29. Juni 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.erlebnisbahn.at
  3. deutsche Internetseite über die Stationierung der Diesellokomotiven Mk 48.2
  4. Günter Denoth: Drei Spurweiten, ein Bahnhof. Achenseebahn – ÖBB – Zillertalbahn. Sutton Verlag, S. 124.
  5. a b Internetseite über die Technik der Mk 48
  6. hbweb.hu