Malagawein

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Málaga-Weinberg bei Cútar
Rücketikett einer Weinflasche mit der Herkunftsangabe D.O. Málaga

Der Malagawein (spanisch Málaga) ist ein traditionsreicher Süßwein aus Andalusien, der in der südspanischen Provinz Málaga hergestellt wird, schon in der römischen Antike Berühmtheit erlangt hatte und eine der ältesten urkundlich verbürgten Weinarten ist. Die Trauben wachsen in den Bergen nördlich und östlich der Stadt Málaga im Weinanbaugebiet D.O. Málaga. Die Weinherstellung muss in einer Bodega in der Stadt Málaga erfolgen. Er verfügt dann über das Gütesiegel D.O. Málaga und wird der Kategorie der Likörweine zugeordnet. Seinen Alkoholgehalt erlangt er teilweise auch durch Aufspritung. Als hochwertigste Variante gilt Lágrima (dt. „Träne“), die von dem Saft bereitet wird, der aus den Trauben ohne Pressen durch Eigengewicht (Vorlaufmost) austritt. Wie auch Sherry wird Málaga in verschieden großen Eichenfässern in Soleras gereift.[1]

Varianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt gibt es 16 verschiedene Weintypen zwischen trocken und süß und einem Alkoholgehalt von 15 bis 22 Prozent, darunter Dulce Color, Moscatel, Moscatel natural und Lágrima. Nicht alle Weine werden durch Aufspriten gesüßt, manche werden durch Zusatz von Arrope, eingekochtem Traubenmost, gesüßt. Daneben wird auch noch vereinzelt die ursprüngliche traditionelle Methode angewandt, bei der die Trauben bis zu 20 Tage lang in der Sonne getrocknet werden, um ihren natürlichen Zuckergehalt zu konzentrieren.[2] Zur Herstellung werden ausschließlich die weißen Trauben der Rebsorten Muskateller und Pedro Ximénez verwendet. Der Weinanbau hat in der Provinz Málaga eine lange Tradition; in der Region La Axarquía wird bereits seit der Zeit der Iberer Wein aus in der Sonne getrockneten Trauben gewonnen. Den Höhepunkt seiner Bekanntheit und Produktion erlebte der Málaga im 19. Jahrhundert.[1]

Verwendung in der Küche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Italienisches Dessert: Vanilleis mit in Malagawein eingelegten Rosinen und Sultaninen

Außer als Getränk findet der Malagawein vor allem in der italienischen Küche Verwendung als Marinade für Kalbfleisch oder zur Verfeinerung von Desserts. Zudem existiert eine italienische Speiseeissorte, die „Malaga“ heißt und ursprünglich mit in Malagawein eingelegten Rosinen hergestellt wird.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Jan Read: Spaniens Weine 2003/04 6. Aufl., Hallwag, München 2003, S. 100 f.
  2. Jancis Robinson: Das Oxford Weinlexikon., Hallwag Verlag, München 2003, S. 446, ISBN 3774209146.