Márcio Amoroso

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Márcio Amoroso
Spielerinformationen
Voller Name Márcio Amoroso dos Santos
Geburtstag 5. Juli 1974
Geburtsort BrasíliaBrasilien
Größe 180 cm
Position Stürmer
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1992
1992–1993
1996
1996–1999
1999–2001
2001–2004
2004–2005
2005–2006
2006
2006
2007
2008
2009
Guarani FC
Verdy Kawasaki (Leihe)
Flamengo Rio de Janeiro
Udinese Calcio
AC Parma
Borussia Dortmund
FC Málaga
FC São Paulo
AC Mailand
Corinthians São Paulo
Grêmio Porto Alegre
Aris Thessaloniki
Guarani FC
39 (28)
19 (16)
16 0(6)
86 (39)
39 (11)
59 (28)
29 0(5)
26 (18)
4 0(1)
15 0(3)
6 0(0)
9 0(1)
0 0(0)
Nationalmannschaft
1995–2003 Brasilien 19 (10)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Márcio Amoroso dos Santos (* 5. Juli 1974 in Brasília) ist ein ehemaliger brasilianischer Fußballspieler. Ende der 1990er-Jahre galt er als einer der besten Stürmer der Welt. Amoroso, wie er abgekürzt genannt wird, hat die italienische Staatsbürgerschaft und fiel deswegen bei seinen Engagements bei europäischen Vereinen nicht unter das Ausländerkontingent.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brasilien, Japan und Italien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seinen früheren Stationen bei seinem Heimatverein Guarani FC und dem japanischen Erstligisten Verdy Kawasaki (J. League), bei denen er jeweils Torschützenkönig wurde, ging er zum brasilianischen Verein Flamengo Rio de Janeiro, bei dem er kurze Zeit den sogenannten Jahrhundertsturm mit Sávio, Bebeto und Romario bildete.

Dennoch wurde er auf Grund von Verletzungen nicht richtig glücklich und wechselte in die italienische Serie A zu Udinese Calcio als Sturmpartner von Oliver Bierhoff. 1999 holte er sich die italienische Torjägertrophäe und wechselte, umworben von europäischen Spitzenvereinen wie AC Mailand, Inter Mailand, AS Rom, Lazio Rom, Fiorentina, Arsenal London, Atlético Madrid und Borussia Dortmund, schließlich zum dreifachen Europapokalsieger AC Parma. Er hatte allerdings dort Differenzen mit seinen Trainern und verließ den Verein daher wieder.

Borussia Dortmund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amoroso wechselte 2001 vom italienischen Erstligisten in die Fußball-Bundesliga zu Borussia Dortmund. Er wurde in der Saison 2001/02 mit Borussia Dortmund Deutscher Meister und im gleichen Jahr Torschützenkönig in der Bundesliga, führte den Verein in das UEFA-Pokalfinale (dabei erzielte er beim 4:0-Sieg im Halbfinalhinspiel gegen den AC Mailand einen Hattrick) und kehrte wenig später in die brasilianische Nationalmannschaft zurück.

Zu Beginn der Saison 2002/03 verletzte Amoroso sich an der Achillessehne und kehrte erst Ende Oktober in den Kader zurück. Jedoch setzte Dortmunds Trainer Matthias Sammer ihn in der Folge nur sporadisch ein. Während der gesamten Saison spielte Amoroso nicht über 90 Minuten durch, obwohl er weiterhin wichtige Tore für den BVB erzielte. Da seine Leistungen zuweilen schwankend waren und Amorosos verspielte Einstellung nicht mit Sammers Philosophie vom harten Arbeiten auf dem Platz übereinstimmte, vergrößerten sich die Differenzen der beiden.

Am Beginn der Saison 2003/04 übte der Dortmunder Vorstand öffentlichen Druck auf Trainer Sammer aus, wieder auf den brasilianischen Stürmer zu setzen. Amoroso selbst tat das Restliche zu einer Entspannung, indem er pünktlich beim Trainingsauftakt erschien und in der Vorbereitung Einsatz zeigte. In den ersten vier Bundesligaspielen für den BVB erzielte Amoroso vier Tore, bis er sich am 11. September 2003 einen Teileinriss des Innenbandes zuzog. Weil Amoroso seine Verletzung in seiner Heimat auskurieren wollte, kam es zu öffentlich geführten Meinungsverschiedenheiten mit der Vereinsführung von Borussia Dortmund. Schließlich wurde der Vertrag des Torjägers mit dem Verein am 1. April 2004 aufgelöst.

Spanien, Brasilien, Italien und Griechenland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Danach ging er für eine Saison zum Málaga CF. Anschließend kehrte er nach Brasilien zum São Paulo FC zurück, bei dem er einen bis zum Juni 2006 gültigen Einjahresvertrag unterschrieb. 2005 gewann er mit dem Klub die Copa Libertadores, wozu er im Finale auch ein Tor beisteuerte. Nach dem Sieg bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2005 wechselte er im Januar 2006 zum AC Milan, bei dem er Christian Vieri ersetzte. Da er sich aber in Mailand nicht durchsetzen konnte und über den Reservistenstatus (vier Spiele, ein Tor)[1] nicht hinaus kam, wechselte er schon nach einem halben Jahr wieder zurück nach Brasilien und unterschrieb bei Corinthians São Paulo, von denen er aber auch bald wieder entlassen wurde. Ab Mai 2007 stand Amoroso bei dem brasilianischen Série-A Klub Grêmio Porto Alegre unter Vertrag, der aber bereits im August wieder aufgelöst wurde.

Im Januar 2008 unterzeichnete er einen Vertrag bei Aris Thessaloniki. Im Januar 2009 wechselte Amoroso wieder zurück nach Brasilien in die Campeonato Brasileiro Série B zu Guarani Futebol Clube.

Titel und Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein
  • Deutscher Meister 2002 mit Borussia Dortmund
  • UEFA-Cup Finale 2002 mit Borussia Dortmund
  • Gewinner der Copa Libertadores 2005 mit São Paulo FC
  • Gewinner der Fifa Klubweltmeisterschaft 2005 mit São Paulo FC
Spieler
Sonstiges
Ronaldo (TW)
Pavão   -   Jorge Luís   -   Cléber    -   Roberto Carlos
Zé Elias   -   Marcelinho Carioca   -   Zinho
Rivaldo   -   Márcio Amoroso   -   Luizão


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Matthias Arnhold: Márcio AMOROSO dos Santos - Matches and Goals in Bundesliga. Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation. 28. Mai 2014. Abgerufen am 25. Juli 2014.