Mäder

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Ort Mäder in Österreich. Für weitere Bedeutungen siehe Mäder (Begriffsklärung).
Mäder
Wappen Österreichkarte
Wappen von Mäder
Mäder (Österreich)
Mäder
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Feldkirch
Kfz-Kennzeichen: FK
Fläche: 3,23 km²
Koordinaten: 47° 21′ N, 9° 37′ OKoordinaten: 47° 21′ 0″ N, 9° 37′ 0″ O
Höhe: 414 m ü. A.
Einwohner: 3.953 (1. Jän. 2017)
Postleitzahl: 6841
Vorwahl: 05523
Gemeindekennziffer: 8 04 12
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Alte Schulstr. 7
6841 Mäder
Website: www.maeder.at
Politik
Bürgermeister: Rainer Siegele (ÖVP)
Gemeindevertretung: (2015)
(24 Mitglieder)

18 ÖVP
06 FPÖ

Lage der Gemeinde Mäder im Bezirk Feldkirch
Altach Düns Dünserberg Feldkirch Frastanz Fraxern Göfis Götzis Klaus Koblach Laterns Mäder Meiningen Rankweil Röns Röthis Satteins Schlins Schnifis Sulz Übersaxen Viktorsberg Weiler Zwischenwasser VorarlbergLage der Gemeinde Mäder im Bezirk Feldkirch (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Gemeindeamt Mäder
Wandbild am Gemeindeamt in Mäder
Römisch-katholische Pfarrkirche „Hl. Bartholomäus“
Johann-Josef-Ender-Saal
Denkmalgeschütztes Haus in der Reichshofstraße

Mäder ist eine Gemeinde in Österreich in Vorarlberg im Bezirk Feldkirch mit 3953 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017).

Die Gemeinde ist Teil des sogenannten e5-Netzwerks, das sich um besondere Maßnahmen im Rahmen des Energiesparens einen Namen gemacht hat. Mäder wurde heuer mit fünf Es ausgezeichnet. Einen besonderen Beitrag stellt hierbei die Öko-Mittelschule der Gemeinde dar.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mäder liegt im Vorarlberger Rheintal, direkt nördlich des Kummenberg und 16 km südlich des Bodenseeufers, unmittelbar am östlichen Ufer des Alpenrheins und ist damit eine Grenzgemeinde zur Schweiz. Das Ortszentrum befindet sich auf einer Höhe von 414 m ü. A. Das gesamte Gemeindegebiet liegt in der Rheintalebene, es gibt keine bedeutenden natürlichen Erhöhungen.

Ausdehnung des Gemeindegebiets[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Norden nach Süden erstreckt sich das Gemeindegebiet über 2,7 km, von Westen nach Osten über 2,9 km. Im Westen wird Mäder vom Rhein begrenzt und im Osten vom Egelseegraben. Die nördliche Grenze ist eine gerade Linie ohne topologischen Hintergrund, die südliche Grenze verläuft ebenfalls willkürlich, über manche Strecken entlang einer Straße und im Gebiet der Siedlungen Neuburg und Kutzen zum Teil quer durch bestehende Wohnhäuser.

Mit einem Gemeindegebiet von 3,23 km² und einer Bevölkerungsdichte von 1224 Einwohnern pro Quadratkilometer ist Mäder nicht nur die siebtkleinste, sondern auch die zweitdichtest besiedelte Gemeinde Vorarlbergs.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altach
Oberriet Nachbargemeinden
Koblach Götzis

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mäder gehörte im Mittelalter zum Reichshof Kriessern und wurde erstmals 1294 urkundlich als „in den Mederen“ erwähnt. 1513 kam das Gebiet an Österreich. Die Habsburger regierten die Orte in Vorarlberg wechselnd von Tirol und Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau) aus.

Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zu Österreich. Bis 1806 war Mäder dem Gericht Rankweil-Sulz in der Herrschaft Feldkirch eingegliedert. Mäder wurde wiederholt von Überschwemmungen durch den Rhein heimgesucht: So kam es im Rheintal am 15. Juni, 2. Juli und 28. August 1817 zu Überschwemmungen. Besonders am 28. August waren zahlreiche Dammbrüche zu verzeichnen. Auf Vorarlberger Seite durchbrach der Rhein bei Ruggell, Bangs, Meiningen, zwischen Koblach und Mäder, bei Brugg und in Gaißau die Dämme und verursachte auf beiden Talseiten große Schäden.[1] 1824 ritt Ortsvorsteher Johann Josef Ender nach Wien und erreichte die Übernahme der Maßnahmen zur Rheinregulierung und den Bau der Dämme durch den Staat.

Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört Mäder seit dessen Gründung 1861. 1892 wurde die Internationale Rheinregulierung per Staatsvertrag beschlossen und in den Folgejahren umgesetzt. Der Ort war 1945 bis 1955 Teil der französischen Besatzungszone in Österreich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ausländeranteil lag Ende 2002 bei 11,5 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Mäder besteht aus 24 Mitgliedern. Nach der Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahl 2015 setzt sich diese aus 18 Mandataren der ÖVP Mäder und Parteifreien und 7 Mandataren der FPÖ und Parteiunabhängigen zusammen.

Bürgermeister der Gemeinde ist Rainer Siegele von der ÖVP. Er wurde in der Bürgermeisterdirektwahl 2015 mit 75,89 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Mäder
  • Pfarrkirche Mäder hl. Bartholomäus
  • Gemeindeamt Mäder
  • J.J.Ender-Saal: Dieser 1994 nach Plänen von Baumschlager-Eberle erbaute Saal ist benannt nach dem Mäderer Vorsteher Johann Josef Ender, der 1824 die Übernahme der Rheinwuhrung durch den Staat erreichte.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Ort gab es im Jahr 2003 43 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 386 Beschäftigten und 33 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 1.059. Landwirtschaft spielt eine wichtige Rolle. Der Anteil der landwirtschaftlichen Flächen an der Gesamtfläche liegt bei 56,6 %.

Mäder besitzt keinen Bahnhof, ist aber gut mit Buslinien des Landbus Unterland und des Ortsbus amkumma bedient. Es existiert eine Straßenverbindung über den Rhein in die Schweiz, die vor allem von Pendlern und Urlaubern gewählt wird.

Am Ort gibt es (Stand Januar 2003) 462 Schüler und es existieren eine Neue Mittelschule mit ökologischem Schwerpunkt, eine Volksschule und zwei Kindergärten.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Albert Gisinger, Altbürgermeister
  • Adolf Vallaster (* 1940), Dialektautor

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mäder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rheinüberschwemmungen aus der Vorarlberg-Chronik