Mähnen-Gerste

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Mähnen-Gerste
Hordeum jubatum (aka).jpg

Mähnen-Gerste (Hordeum jubatum)

Systematik
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Süßgräser (Poaceae)
Unterfamilie: Pooideae
Tribus: Triticeae
Gattung: Gerste (Hordeum)
Art: Mähnen-Gerste
Wissenschaftlicher Name
Hordeum jubatum
L.

Die Mähnen-Gerste (Hordeum jubatum)[1] ist eine Pflanzenart aus der Gattung Gerste (Hordeum) innerhalb der Familie der Süßgräser (Poaceae).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration
Blütenstand

Erscheinungsbild und Blatt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mähnen-Gerste wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 50,[1] selten bis zu 60 Zentimetern. Der Halm besitzt drei bis fünf Knoten (Nodien). Die Laubblätter sind im Sommer grün und weich überhängend. Die Stängelblätter sind auf beiden Seiten dicht behaart.[1] Die Blattspreite ist flach.

Blütenstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blütezeit liegt im Hochsommer. Die endständigen, überhängenden ährigen Blütenstände sind seidig silberweiß,[1] färben sich gegen Sommerende beige und haben oft einen leichten Rotstich. In einem ährigen Blütenstand stehen drei bis sechs Ährchen dicht zusammen.[1] Die Ährchen sind einblütig und ohne grundständige Borsten. Nur die mittleren Ährchen sind gestielt. Die Deckspelzen besitzen 5 bis 8 Zentimeter lange Grannen.[1]

Chromosomensatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Die Mähnen-Gerste ist mit einer Chromosomenzahl von 2n = 28 tetraploid. Entstanden ist sie durch die Kreuzung (Hybridisierung) einer zentralasiatischen Gerstenart mit der nordamerikanischen Art Hordeum brachyantherum (oder einer damit nahe verwandten aber heute ausgestorbenen Art).

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mähnen-Gerste stammt ursprünglich aus dem nördlichen Nordamerika (Alaska, Kanada), und Asien vom nordöstlichen Sibirien bis zum Kaukasus.[2] Sie wird in Gärten kultiviert und ist häufig als „Gartenflüchtling“ ausgewildert, so dass diese Art heute in vielen Regionen der Welt als „Unkraut“ vorkommt. Sie gedeiht auf frischen, nährstoffreichen, zum Teil salzhaltigen Böden in humiden Klima. Sie wächst in Gesellschaften der Verbände Sisymbrion oder Agropyro-Rumicion am Rand salzgestreuter Straßen.[3]

Die Mähnen-Gerste bevorzugt sonnige Standorte und ist salztolerant.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Hordeum jubatum L., Mähnen-Gerste. In: FloraWeb.de.
  2. Rafaël Govaerts (Hrsg.): Hordeum - Datenblatt bei World Checklist of Selected Plant Families des Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 15. November 2016.
  3. Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe und Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 236.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mähnen-Gerste (Hordeum jubatum) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien