Mährischer Adler

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Mähren

Der Mährische Adler ist eine gemeine Figur in der Heraldik das Wappentier Mährens.

Blasonierung:

Dargestellt ist im blauen Feld ein goldgekrönter rot-silber geschachter Adler mit goldener Bewehrung.

Geschichte und Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Codex Manesse mit Mährischem Adler

Nachweisbar ist der Adler auf einem Siegel des Markgrafen Přemysl und im Codex Manesse im Bild Wenzels II. von Böhmen.

Kurzfristig trug der Mährische Adler auch einen Brustschild, auf dem die von Kaiser Karl IV. dem Augustinerkloster Brünn geschenkte Ikone zu sehen war. Gezeigt wurde darauf die Mutter Gottes mit Kind als verehrte Retterin der Stadt vor den anrückenden Schwedentruppen im Dreißigjährigen Krieg.

Der Adler wurde im Lauf der Geschichte mit geänderten Farben dargestellt. Während der Habsburgerherrschaft von 1526 bis 1918 wurde der Adler rot-gold geschachtet, wobei diese Farben an den Habsburger Löwen angelehnt waren. Seit der Gründung der Tschechoslowakei wurden die tschechisch-böhmischen Nationalfarben rot-silber verwendet.

Der Mährische Adler erscheint auf mehreren Stadtwappen. Ab 1758 zeigte das Wappen von Olmütz einen Mährischen Adler, der mit dem österreichischen Bindenschild und den Initialen „FMT“ (für Kaiser Franz I und Kaiserin Maria Theresia) als Mittelschild geschmückt war. 1934 wurden die österreichischen Elemente entfernt und stattdessen dem Adler die Buchstaben SPQO, die für „Senatus populusque Olomucensis“ („Senat und Volk von Olmütz“) stehen, beigefügt.[1] Die Stadt Znojmo (Znaim) hat, zurückgehend auf ein Siegel von 1272, einen Mährischen Adler mit einem Z auf der Brust als Stadtwappen.

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mährische Adler im Feld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belegungen und Attribute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ladislav Baletka, Jiří Louda: Znaky měst Severomoravského Kraje. Profil, Ostrava 1980.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Milan Buben: Heraldik. Bearbeitete Ausgabe. Albatros, Praha 1987.