Märchen

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Dieser Artikel behandelt das Märchen im Allgemeinen; zu Werken mit diesem Titel siehe Das Märchen.

Märchen (Diminutiv zu mittelhochdeutsch maere = „Kunde, Bericht, Nachricht“) sind Prosatexte, die von wundersamen Begebenheiten erzählen. Märchen sind eine bedeutsame und sehr alte Textgattung in der mündlichen Überlieferung (Oralität) und treten in allen Kulturkreisen auf. Im Gegensatz zum mündlich überlieferten und anonymen Volksmärchen steht die Form des Kunstmärchens, dessen Autor bekannt ist. Im deutschsprachigen Raum wurde der Begriff Märchen insbesondere durch die Sammlung der Brüder Grimm geprägt.

Im Unterschied zur Sage und Legende sind Märchen frei erfunden und ihre Handlung ist weder zeitlich noch örtlich festgelegt. Allerdings ist die Abgrenzung vor allem zwischen mythologischer Sage und Märchen unscharf, beide Gattungen sind eng verwandt. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist das Märchen Dornröschen, das etwa von Friedrich Panzer als märchenhaft ‚entschärfte‘ Fassung der Brünnhilden-Sage aus dem Umkreis der Nibelungensage betrachtet wird. Dabei kann man die Waberlohe als zur Rosenhecke verniedlicht und die Nornen als zu Feen verharmlost ansehen.

Charakteristisch für Märchen ist unter anderem das Erscheinen phantastischer Elemente in Form von sprechenden und wie Menschen handelnden Tieren, von Zaubereien mit Hilfe von Hexen oder Zauberern, von Riesen und Zwergen, Geistern und Fabeltieren (Einhorn, Drache usw.); gleichzeitig tragen viele Märchen sozialrealistische oder sozialutopische Züge und sagen viel über die gesellschaftlichen Bedingungen, z. B. über Herrschaft und Knechtschaft, Armut und Hunger oder auch Familienstrukturen zur Zeit ihrer Entstehung, Umformung oder schriftlichen Fixierung aus. Nach der schriftlichen Fixierung der Volksmärchen setzte eine mediale Diversifikation ein (Bilder, Illustrationen, Übersetzungen, Nacherzählungen, Parodien, Dramatisierungen, Verfilmungen, Vertonungen usw. usf.), die nun an die Stelle der mündlichen Weitergabe trat. Insofern ist die ‚Rettung‘ der Märchen etwa durch die Brüder Grimm zwar einerseits begrüßenswert, aber andererseits setzt dies auch der mündlichen Weitergabe eines mono-medialen Texttyps ein jähes Ende.

Märchenforschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vergleichende Märchenforschung wurde von den Brüdern Grimm begründet und von Theodor Benfey später im 19. Jahrhundert weitergeführt. Antti Aarne kategorisierte 1910 die Märchen nach ihren wesentlichen Erzählinhalten; daraus entstand der heute noch in der internationalen Erzählforschung gebräuchliche Aarne-Thompson-Index.[1] (Im Deutschen wird oft die Abkürzung AaTh verwendet, um Verwechslungen mit AT für Altes Testament zu vermeiden). Der russische Philologe Wladimir Jakowlewitsch Propp leistete 1928 mit seiner strukturalistischen Untersuchung über die Morphologie des Märchens einen wichtigen Beitrag zur literaturwissenschaftlichen Märchenforschung. Dem fügte Eleasar Meletinsky wichtige Einsichten zur Abgrenzung von Märchen und Mythos hinzu.[2]

Allen Märchen liegt eine feste Handlungsstruktur zu Grunde, unabhängig von ihrem Inhalt. Diese Struktur erfüllt bestimmte Funktionen, die mit „archetypischen“ Akteuren verbunden sind (Held, Gegenspieler, Helfer usw.) und ist schon in der Antike aufzufinden.[3]

In jüngerer Zeit werden Märchen auch mit unterschiedlichen theoretischen Ansätzen aus der Anthropologie, Oral History, der Psychologie (Analytische Psychologie, Psychoanalyse) und weiteren Einzeldisziplinen untersucht. Zu den wichtigsten psychologischen Märchenforschern zählen Marie-Louise von Franz[4] und ihre Schülerin Hedwig von Beit. Von Franz publizierte zahlreiche Monografien zur psychologischen Märcheninterpretation.[5] Ihre zentrale These ist in Anlehnung an C.G. Jung[6], dass in Märchen archetypische Inhalte des kollektiven Unbewussten mit ihrem prozesshaften Zusammenwirken in der menschlichen Psyche dargestellt werden. Somit enthielten Märchen in symbolischer Form psychologisches Orienterungswissen und sie hätten historisch oft auch die Funktion gehabt, die Einseitigkeiten kollektiv herrschender Werte und Ansichten zu kompensieren.[7]

Gut und Böse werden im Märchen meist in Form gut oder böse erscheinender Figuren getrennt; Ausnahmen hierzu sind z. B. ambivalente Trickstergestalten oder Tiere, welche „gut mit den Guten und bös mit den Bösen“ umgehen. Inhaltlich steht meist ein Held oder eine Heldin im Mittelpunkt, der/die Auseinandersetzungen mit guten und bösen, natürlichen und übernatürlichen Kräften bestehen muss. Oft ist der Held eine vordergründig schwache Figur wie ein Kind oder der jüngste Sohn. Oft enden Märchen damit, dass das Gute extrem belohnt und das Böse extrem bestraft wird. Als Beispiele hierfür je ein Zitat aus zwei der bekanntesten Märchen der Brüder Grimm:

„Und wie es so stand und gar nichts mehr hatte, fielen auf einmal die Sterne vom Himmel, und waren lauter blanke Taler; und ob es gleich sein Hemdlein weggegeben, so hatte es ein neues an, und das war vom allerfeinsten Linnen. Da sammelte es sich die Taler hinein und war reich für sein Lebtag.“

Die Sterntaler

„Als die Hochzeit mit dem Königssohn sollte gehalten werden, kamen die falschen Schwestern, wollten sich einschmeicheln und teil an seinem Glück nehmen. Als die Brautleute nun zur Kirche gingen, war die älteste zur rechten, die jüngste zur linken Seite, da pickten die Tauben einer jeden das eine Auge aus. Hernach, als sie herausgingen, war die älteste zur linken und die jüngste zur rechten, da pickten die Tauben einer jeden das andere Auge aus. Und waren sie also für ihre Bosheit und Falschheit mit Blindheit auf ihr Lebtag bestraft.“

Aschenputtel

Ursprung und frühe Textfixierung der Märchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Märchen sind sehr alt und reichen weiter als alle anderen literarischen Formen in der Menschheitsgeschichte zurück; sie können nach verschiedenen Typen klassifiziert und versuchsweise verschiedenen Zeitaltern zugeordnet werden. Zu den ältesten Märchen gehören die Zaubermärchen. Sie weisen Erzählstrukturen auf, wie wir sie auch aus antiken griechischen und lateinischen Mythenerzählungen kennen (Götter- und Heldensagen), deren Erzählmaterial ebenfalls weit vor den Gebrauch der Schrift als Überlieferungsweg zurückreicht.

In den Schriftzeugnissen aller frühen Hochkulturen finden sich märchenhafte Züge, so bereits im Gilgamesch-Epos, das Motive enthält, die auch in Märchen vorkommen. Das alte Ägypten war reich an Zauber- und Tiergeschichten. Indien wird eine vermittelnde Rolle zwischen den Erzähltraditionen Asiens und des Vorderen Orients zugeschrieben. Allzu vereinfachende Thesen wie die von Benfey, die europäischen Märchen seien indischen Ursprungs, gelten jedoch als überholt, da sich identische Märchenmotive in extrem weit auseinander liegenden und einander ganz fremden Kulturen finden. Gerade dieser Umstand ist eine der faszinierendsten Beobachtungen in der Märchenforschung. Carl Gustav Jung versuchte, das mit der Annahme eines „Kollektiven Unbewussten“ der Menschheit zu erklären. Ebenso überholt sind die Thesen von Bruno Bettelheim, dass es sich bei Märchen ursprünglich stets um Geschichten für Kinder gehandelt habe, die zeitlos seien und in allen Gesellschaften erzählt und verstanden werden könnten. Tatsächlich beziehen sie sich immer auch deutlich auf soziale Realitäten in ihren Entstehungskontexten, auch wenn Motive von Land zu Land entlehnt wurden.

Als erster großer europäischer Volksmärchensammler und -nacherzähler gilt der Italiener Giambattista Basile, dessen Sammlung Il Pentamerone in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts erschien. Selbstverständlich finden sich zahlreiche Motive seiner Märchen auch in den Märchen der Grimms. Ähnliches gilt für die erste größere französische Volksmärchensammlung von Charles Perrault aus dem Jahr 1697 mit dem Titel Histoires ou contes du temps passé, avec des moralités: contes de ma Mère l’Oye. Freilich tragen beide Sammlungen stark die Handschrift ihrer Herausgeber, vor allem die Perraults. Aber auch die Volksmärchen der Brüder Grimm sind sprachlich überarbeitet und alle weiteren europäischen Märchensammlungen des 19. Jahrhunderts in der internationalen Nachfolge der Grimms ebenfalls. Völlig unberührt gelassene Fassungen aus mündlicher Überlieferung gibt es erst im 20. Jahrhundert.

Volksmärchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Volksmärchen

Bei Volksmärchen lässt sich kein bestimmter Urheber feststellen. Die mündliche Weitergabe war für lange Zeit die ausschließliche und ist bis heute die natürliche Form der Überlieferung. Dennoch hat auch die schriftliche Überlieferung seit ihren Anfängen auf die traditionelle mündliche Erzählweise miteingewirkt, denn schon im Mittelalter fanden Märchen Eingang in die schriftliche Literatur. Mit der Möglichkeit des Buchdrucks seit dem Ende des 15. Jahrhunderts hat die schriftliche Verbreitung naturgemäß eine größere Bedeutung bekommen. Aufgrund der mündlichen Erzähltradition treten Volksmärchen in vielen teils sehr unterschiedlichen Varianten auf, die desto zahlreicher sind, je älter und je weiter verbreitet ein Märchen - d. h. eine im Wesentlichen gleiche Kombination von Handlungseinheiten - ist. Umgekehrt zeigen auch ganz unterschiedliche Märchen, selbst in weit voneinander entfernten Erzähltraditionen und über Sprachgrenzen hinweg, auffällig viele Gemeinsamkeiten in den einzelnen Handlungsmotiven, das heißt in den kleinsten isolierbaren Handlungseinheiten. Dies hat zum Aarne-Thompson-Index geführt, einer umfangreichen Liste von Märchentypen und einer systematischen Katalogisierung der Handlungseinheiten. Das Märchen ist somit (wie beispielsweise auch das Volkslied) eine Literaturform, die weder Originale noch Nachahmungen kennt; selbst ein Begriff wie „Veränderung“ bezogen auf ein Märchen, das einem anderen ähnelt, ist inadäquat; die Gesamtheit der Volksmärchenliteratur ist prinzipiell von der Permutation der Handlungseinheiten gelenkt, kein konkretes Märchen X ist von einem andern konkreten Märchen Y „abhängig“, wie das in der schriftlich tradierten Literatur in der Regel der Fall ist. (In der Dichtung Faust bezieht sich Goethe erkennbar auf das Puppenspiel vom Doktor Faust, aber das arabische Märchen Der Fischer und der Geist ist nicht Vorlage des deutschen Volksmärchens Der Geist in der Flasche; beide Märchen verwenden nur eine identische zentrale Handlungseinheit.) Siehe auch Intertextualität.

Europäische Volksmärchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutsche Märchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland wird mit dem Begriff Märchen in erster Linie die Volksmärchensammlung Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm (1812) assoziiert, jedoch gibt es zahlreiche weitere Sammlungen deutscher Volksmärchen, wie die Sammlung von Ludwig Bechstein.

Französische Märchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Frankreich wurde die erste Märchensammlung 1697 von Charles Perraults Histoires ou Contes du temps passé avec des moralités angelegt und der Ausdruck „contes de fée“ (Feengeschichten) geprägt, von dem sich das englische „fairy tales“ ableitet. Das Element des Zauber- und Fabelhaften tritt hier schon in der Namensgebung zum Vorschein. Es sind jedoch nicht nur Zauberwesen (göttlichen oder teuflischen Ursprungs), welche die Märchenwelt so phantastisch machen, sondern auch Gegenstände mit magischer Wirkung, die den Märchenhelden von großem Nutzen sind - offenbar ein Erbe der keltischen Mythologie - oder das Verzaubertwerden in ein Tier, eine Pflanze, deren Symbolgehalt man hinterfragen kann. Desgleichen spielen hin und wieder Versteinerungen eine Rolle, die sich ebenso tiefenpsychologisch deuten lassen wie die Erlösung durch die Tränen eines mitfühlenden Menschen.

Der gestiefelte Kater, „Meister Kater“, Manuskriptseite, Frankreich, Ende des 17. Jahrhunderts

In den aus der Zeit der Wende zum 18. Jahrhundert überlieferten französischen Märchen spiegeln sich jedoch die Probleme einer malthusianischen Gesellschaft, in der eine seit 1690 bestehende Hungerkrise zum Geburtenrückgang, zur Kindestötung und zur Vernachlässigung und Aussetzung sowie zum Verkauf von Kindern durch Eltern und besonders durch Stiefeltern führt. Auch die Verkrüppelung durch Krankheit, Unfall oder Verstümmelung von als unproduktiv geltenden Familienmitgliedern, die als Bettler tätig werden, ist ein Thema. Die phantastischen Elemente der französischen Märchen sind weit weniger ausgeprägt als im deutschen Märchen; seltener spielen sie im Wald, vielmehr oft im Haushalt, im Dorf oder auf der Landstraße. Somit weisen sie deutliche sozialrealistische Züge auf: Sie zeigen, was vom Leben zu erwarten ist. Wichtige Themen sind immer wieder der Hunger, der Zwang zum faktisch vegetarischen Leben, bei dem Fleisch einen seltenen Luxus darstellt, oder die Unterschichtutopie des Sattessens. Die „Suche nach dem Glück“ auf der Landstraße ist dabei nur ein Euphemismus für Bettelei. Allerdings blühen auch Verwandlungsphantasien (in Tiere, Prinzen usw.), die den Zwang zum Eskapismus ausdrücken.[8]

Englische Folktales[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die mündliche Überlieferung von Volkserzählungen in England zeigt weitaus optimistischere und fröhlichere Züge als in Frankreich oder Deutschland. Es sind selten komplette Erzählungen, häufig nur Reime oder Lieder überliefert, die jedoch von denselben Figuren handeln wie die deutschen oder französischen Märchen. Immerhin war in der englischen Agrargesellschaft des 18. Jahrhunderts bis zur Frühindustrialisierung Hunger kaum jemals allgemein verbreitet.[9] In neuerer Zeit wurden keltische und englische Volksmärchen von dem Australier Joseph Jacobs gesammelt.

Italienische Märchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch hier tauchen dieselben Figuren und Handlungen auf wie im französischen Märchen, allerdings werden sie oft ins adlige oder kaufmännische Milieu verschoben und auf eher komisch-machiavellistische Weise behandelt wie in der Art der Commedia dell'Arte,[10] so etwa im Pentamerone des Giambattista Basile, aus dem Clemens Brentano einige Geschichten nacherzählte.

Weitere Beispiele europäischer Märchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die russischen Volksmärchen wurden von Alexander Nikolajewitsch Afanassjew gesammelt, die norwegischen Volksmärchen von Peter Christen Asbjørnsen. Die bis heute populäre tschechische Schriftstellerin Božena Němcová (1820–1862) ist besonders durch ihre Märchensammlung (amerikanische Ausgabe 1921) berühmt geworden. Mit ihrem Werk legte sie außerdem bewusst Grundlagen der heutigen tschechischen Sprache. Zahlreiche ihrer Märchen wurden auch verfilmt und besonders der Märchenfilm Drei Haselnüsse für Aschenbrödel gehört seit 1973 zum Standardprogramm deutschsprachiger TV-Sender.

Außereuropäische Märchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Indische, persische und arabische Märchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die indischen Märchen können auf eine sehr lange und vielgestaltige Tradition zurückblicken. Zu den bedeutendsten indischen Märchensammlungen gehört die ungefähr 2000 Jahre alte Märchensammlung namens Panchatantra. Der Indologe Johannes Hertel hat Anfang des 20. Jahrhunderts wichtige wissenschaftliche Beiträge zur Erschließung der Panchatantra geleistet. Die Panchatantra floss vermutlich in eine mittelpersische Sammlung von Erzählungen (Tausend Erzählungen) und damit in die arabische Erzähl- und Märchensammlung Tausendundeine Nacht ein, in der auch Einflüsse griechischer Sagen identifiziert wurden.

Chinesische Märchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele chinesische Volksmärchen beinhalten Elemente der traditionellen chinesischen Mythologie; eine Abgrenzung ist schwierig. Typisch ist ihre eher episodenhafte, nicht durcherzählte Struktur. Sie wurden von Richard Wilhelm gesammelt (Chinesische Volksmärchen, Jena 1914).

Märchen der Sibirier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Märchen der Sibirier (z. B. der Tungusen und Jakuten) verweisen teilweise noch auf ihre mongolisch-türkischen Ursprünge, reflektieren aber auch die Nordwanderung dieser Völker in ein subarktisches Umfeld.

Märchen der indigenen Völker Nordamerikas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den ersten Sammlungen der Märchen der nordamerikanischen Ureinwohner gehörte Karl KnortzMärchen und Sagen der Indianer Nordamerikas (Jena 1871). Die Märchen der Völker Meso- und Südamerikas sammelte Walter Krickeberg. Heinz Barüske publizierte Märchen der Inuit.

Märchen der Südsee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paul Hambruch nahm 2009/2010 an einer deutschen Südsee-Expedition teil und publizierte Märchen der Südsee und der malaiischen Völker.

Kunstmärchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Kunstmärchen

Bei den Kunstmärchen (auch als Moderne Märchen bezeichnet) handelt es sich um bewusste Schöpfungen von Dichtern und Schriftstellern. Bisweilen greifen sie Motive der Volksmärchentradition auf, meist werden aber neuartige fantastische Wundergeschichten erfunden, die mit dem Volksmärchen aber dennoch durch den Aspekt des Wunderbaren und Unwirklichen verbunden bleiben. Ihr Inhalt wird überwiegend durch die Weltanschauung und die Ideen einer individuellen Person getragen und unterliegt den Einflüssen der Literaturströmungen. In der Romantik erreichte das Kunstmärchen einen frühen Höhepunkt und erhielt entscheidende Impulse für seine weitere Entwicklung. In der Frühromantik lag der Akzent auf sehr künstlichen Schöpfungen, die die Grenzen der herkömmlichen Märchen hinter sich ließen und sich somit dem unbefangenen Märchenleser nicht mehr so leicht erschlossen. Das änderte sich jedoch wieder mit den Dichtern der Spätromantik, die den einfachen Märchenton bevorzugten.

Der am meisten gelesene Verfasser von Kunstmärchen im 19. Jahrhundert war Wilhelm Hauff (1802–1827). Seine Märchenbücher Die Karawane, Der Scheich von Alexandria und Das Wirtshaus im Spessart erschienen in drei aufeinanderfolgenden Jahren und spielen, wie die Titel schon verraten, vor unterschiedlichem Hintergrund. Während er in den ersten beiden Bänden die Handlung in den Orient verlegt, dient im letzteren der rauere Norden als Schauplatz. All seine Märchen kennzeichnet das Abenteuer, was aus seiner eigenen Begeisterung für die Fremde zu erklären ist.

Zu den beliebtesten Märchendichtern zählt der Däne Hans Christian Andersen (1805–1875). Angeregt wurde er durch die Brüder Grimm und die deutschen Kunstmärchen. Zunächst ist in seinen Märchen noch eine deutliche Anlehnung an das Volkstümliche zu erkennen, doch schon bald entwickelte er seinen eigenen, unverwechselbaren Stil. Im Gegensatz zu den Volksmärchen, die grundsätzlich an einem unbestimmten Ort spielen, beschrieb er sorgfältig den Schauplatz seiner Geschichten und achtete auf die Nähe zur kindlichen Weltauffassung. Seine Erzählungen weisen eine einfache und ungekünstelte Sprache auf und wirken durch einen eindringlichen Erzählton. Es ging ihm darum, das Wunderbare in die Wirklichkeit des Alltags hineinzuholen, ohne dass eine Kluft zwischen beidem entsteht, wie es bei den Romantikern oft der Fall war. In Dänemark wie in Deutschland sah man in Andersens Erzählungen in erster Linie Märchen für Kinder. Das allerdings widersprach seinem eigenen Selbstverständnis, denn er selbst verstand sich als Autor für alle Altersklassen.

Sozialkritischen Hintergrund haben die Märchen von Oscar Wilde (1854–1900), die ganz im Sinne der Romantik Idealbilder im Widerstreit zu grausamen Realitäten entwerfen oder aus der Sicht des ausgebeuteten Opfers den Egoismus und die Oberflächlichkeit der Herrschenden anprangern.

Edith Nesbit (1858–1924) entführt ihre kindlichen Leser aus einer realen Situation in eine Zauberwelt und am Ende wieder zurück in die Realität. In ihrem letzten Werk „Meereszauber“ verfolgte sie friedenspädagogische Absichten. Im gleichen Stil entführt Gerdt von Bassewitz (1878–1923) in Peterchens Mondfahrt seine Leser aus der Kinderstube in eine himmlische Welt mit Fantasy-Charakter. Beeindruckend sind die Begrüßungsballaden der allegorischen Naturgeister im Schloss der Nachtfee.

Selma Lagerlöf (1858–1940) erhielt für ihren Märchenroman Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen 1909 den Nobelpreis für Literatur. Einen ähnlichen Hintergrund haben Carlo Collodis (1826–1890) Abenteuer von Pinocchio. In beiden Fortsetzungsgeschichten wird ein unartiges Kind durch schmerzliche Erfahrungen erzogen.

Rafik Schami (* 1946) schachtelt seine orientalischen Märchen Der ehrliche Lügner, Erzähler der Nacht und Der Wunderkasten ähnlich jenen aus 1001 Nacht in Rahmengeschichten.

Heinz Körner (* 1947) und Roland Kübler (* 1953) sind ab den 1980ern Autoren und Herausgeber sehr erfolgreicher „alternativer“ Märchen bzw. Märchenanthologien für Erwachsene: U. a. Die Farben der Wirklichkeit, Wie viele Farben hat die Sehnsucht. Unter ähnlichen Vorzeichen und ebenfalls in den 1980ern bis Mitte der 1990er hat der Hamburger Metta Kinau Verlag einige Märchenanthologien jeweils in mehreren Auflagen herausgegeben.

Märchenparodien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Märchenparodien handelt es sich um Parodien bekannter Märchen. Die Handlung weicht dabei mehr oder weniger stark von der des ursprünglichen Märchens ab. Manchmal bezieht sich die Parodie auf ein einziges Märchen und manchmal auf mehrere gleichzeitig. Bekannte Märchenparodien sind:

Literatur

Filme

Hörspiele

Märchensammler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meisterliche Märchenerzähler, die Märchen sammeln, gibt es vermutlich, seit es Märchen gibt. Sie trugen zur Entstehung, Überlieferung von Märchen und Märchensammlungen maßgeblich bei.

Zu den bekanntesten Märchensammlern gehören der Italiener Giambattista Basile (1575–1632), der Franzose Charles Perrault (1628–1703), Johann Karl August Musäus (1735–1787), Benedikte Naubert (1756–1819), die Brüder Grimm (1785–1863)/(1786–1859), Ernst Moritz Arndt (1769–1860), Ludwig Bechstein (1801–1860), der Norweger Peter Christen Asbjørnsen (1812–1871), der Russe Aleksandr Nikolajewitsch Afanassjew (1826–1871) sowie der Schweizer Pädagoge Otto Sutermeister (1832–1901). Eine Sammlung orientalischer Märchen enthalten die Geschichten aus 1001 Nacht. Die von Friedrich von der Leyen begründete Reihe Die Märchen der Weltliteratur stellt Märchen aus aller Welt vor.

Märchenerzähler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den frühen Märchenerzählern können unter anderem die Barden gezählt werden und setzen damit eine Erzählkultur fort, die bereits in einem frühen indogermanischen Sprach- und Kulturraum angelegt gewesen sein muss.

Bei den Berbern in Nordafrika gibt es die kulturell bedeutsame Erzähltradition bis heute.

Die meisten Märchenerzähler der Gegenwart sammeln alte Volksmärchen und setzen sich für deren Erhaltung und die Tradition des Erzählens ein. Bekanntheit im deutschsprachigen Raum haben insofern u. a. die Deutschen Klaus Adam, Mario Eberlein, Frank Jentzsch, Frieder Kahlert, Elsa Sophia von Kamphoevener, Christian Peitz und Michaele Scherenberg, die Österreicher Eva Jensen, Norbert Julian Kober, Michael Köhlmeier, Erwin Stammler, Folke Tegetthoff, und Helmut Wittmann und die Schweizer Jürg Steigmeier und Hasib Jaenike erlangt. Im internationalen Bereich sind Naceur Charles Aceval (Algerien), Radha Anjali (Indien), Eth Noh Tec (Japan), Heather Forest (USA), Huda al Hilali (Irak), Jankele Ya'akobson (Israel), Saddek El Kebir (Algerien), Laura Kibel (Italien) und Antonio Sacre (Kuba) zu nennen. Im süddeutschen Raum wurde 1999 ein Bildungsträger mit dem Namen Goldmund e.V. gegründet, der Geschichtenerzähler ausbildet. Schulen für Märchenerzähler gibt es mittlerweile einige, z. B. die Märchenschule RosenRot in München oder das Märchenzentrum Dornrosen in Nürnberg oder die Mutabor Märchenstiftung in Lützelflüh. In Deutschland wurde 1956 in Rheine/ Westfalen die Europäische Märchengesellschaft e.V. (EMG) gegründet, die mit ihren mittlerweile 2.500 Mitgliedern zu den größten literarischen Gesellschaften zählt und seit einigen Jahrzehnten u. a. Kurse zur Märchenkunde und zum Märchenerzählen anbietet.

Eine Sonderform des Märchenerzählers ist der fahrende Mundwerker bzw. Bänkelsänger, ein Vertreter des „fahrenden Volkes“. Fahrendes Volk war in Deutschland bis in die 1930er Jahre anzutreffen. Diese Mundwerker zogen umher und erzählten gegen Entgelt Moritaten und/oder sangen Bänkellieder.

Festivals und Freizeitparks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1988 bis 2006 fand in Graz alljährlich Europas größtes Erzählkunstfestival Die lange Nacht der Märchenerzähler (GRAZERZÄHLT) statt. Seit 2007 findet diese Veranstaltung in Niederösterreich unter dem Namen fabelhaft statt.[11]

In Berlin finden seit 1990 jährlich im November die Berliner Märchentage statt.

Außerdem gibt es Märchenwälder und Märchenzoos, das sind Ansammlungen von Dioramen mit kleinen Figuren und Lautsprechern, die (meist gegen Münzeinwurf) Märchen erzählen. Ein traditionsreicher Märchenzoo ist zum Beispiel der Märchenzoo Blauer See (Ratingen).

Seit 1985 finden im Park von Schloss Philippsruhe in Hanau, der Geburtsstadt der Gebrüder Grimm, die Brüder Grimm Märchenfestspiele statt. Die Besucherzahlen der Festspiele überschritten 2006 zum ersten Mal die Millionengrenze.

Die Festspiele Balver Höhle veranstalten seit 1991 alljährlich die Reihe Balver Märchenwochen.

Eine Veranstaltung für Kinder und Familien ist das Festival der besten deutschsprachigen Märchen- und Geschichtenerzähler,[12] das seit 2005 immer am ersten Wochenende im Juli in Neukirchen-Vluyn am Niederrhein unter der Schirmherrschaft Ursula von der Leyens ausgetragen wird. 16 Erzählerinnen und Erzähler aus dem deutschsprachigen Europa stellen sich im Wettbewerb dem Publikum und einer Jury.

2009 hatte Marburg für einige Monate einen Grimm-Dich-Pfad mit überdimensionalen Märchenfiguren und Informationen zu den dazugehörenden Märchen in der Stadt installiert. Diese sollen in erweiterter Form zur 200-Jahr-Feier der Kinder- und Hausmärchen wieder angebracht werden.[13]

Auf der dänischen Insel Bornholm findet seit über zehn Jahren zwischen Juni und September das Bornholmer Märchenfestival statt. Jeweils 14 Märchenerzähler erzählen in der Alten Strandvogtei deutschsprachige Märchen, Mythen und Sagen. Initiator des Festivals ist Eduard Dahlmann.

2012 gründete Eduard Dahlmann den Rügener Märchensommer, der nun alljährlich auf der Insel Rügen stattfinden wird. Die Erzählstätte 2012 war das Grundtvighaus in Sassnitz, 2013 geht der Rügener Märchensommer nach Bergen auf Rügen. Aufführungsstätte dort ist das Sagen- und Märchenhotel.

2015 ist eine weitere Märchenspielstätte auf Rügen beim Dörfchen Puddemin hinzugekommen. Im Rahmen des Rügener Märchensommers erzählen zehn Erzähler/innen auf dem Rückweg vom Bornholmer Märchenfestival im kleinen "Galeriecafé Friedrich", das dem "Museumshof Puddemin Rügen" angegliedert ist und von Familie Zeitz betrieben wird.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Märchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kurt Ranke (Begründer), Rolf Wilhelm Brednich u. a. (Hrsg.): Enzyklopädie des Märchens. Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung. de Gruyter, Berlin 1977–2015, 15 Bände, ISBN 3-11-005805-7.
  • Helga Arend, André Barz (Hrsg.): Märchen – Kunst oder Pädagogik? (= Schriftenreihe Ringvorlesungen der Märchen-Stiftung Walter Kahn. 9). Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler 2009, ISBN 978-3-8340-0569-4
  • Hanns Bächtold-Stäubli (Hrsg.): Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. 10 Bände. Verlag de Gruyter, Berlin u. a. 1927–1942 (Unveränderter photomechanischer Nachdruck. ebenda 1987, ISBN 3-11-011194-2).
  • Bruno Bettelheim: Kinder brauchen Märchen. (= dtv. Dialog und Praxis. 35028). 20. Auflage. Deutscher Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-423-35028-8.
  • Paul Delarue, Marie-Louise Tenèze: Le conte popularie français. 3 Bände, Paris 1976.
  • Rudolf Erbler (Rudi alias „Das letzte Einhorn?“): Märchen - Gut oder schlecht für Kinder? (PDF; 109 kB) 2006.
  • Michael Küttner: Vom Geist aus der Flasche. Psychedelische Handlungselemente in den Märchen der Gebrüder Grimm. Pieper's MedienXperimente, Löhrbach 1999, ISBN 3-930442-42-6 (Edition RauschKunde), (Zugleich: Gießen, Univ., 1993: Psychedelische Handlungselemente in den Märchen der Brüder Grimm.).
  • Günter Lange (Hrsg.): Märchen – Märchenforschung – Märchendidaktik. (= Schriftenreihe Ringvorlesungen der Märchen-Stiftung Walter Kahn. 2). 2. Auflage. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler 2007, ISBN 978-3-89676-939-8
  • Max Lüthi: Das europäische Volksmärchen. Form und Wesen. (1947). 11. Auflage, UTB / Francke, Tübingen / Basel 1997, ISBN 978-3-8252-0312-2.
  • Max Lüthi: Märchen. (= Sammlung Metzler 16). Bearbeitet von Heinz Rölleke. 9. durchgesehene und ergänzte Auflage. Metzler, Stuttgart u. a. 1996, ISBN 3-476-19016-1.
  • Doris Mauthe-Schonig, Bruno Schonig, Mechthild Speichert: Mit Kindern lesen im ersten Schuljahr. Anfangsunterricht mit den Geschichten von der kleinen weißen Ente. (= Beltz-Praxis). 4. unveränderte Auflage. Beltz, Weinheim u. a. 1993, ISBN 3-407-62305-4.
  • Doris Mauthe-Schonig: „Die kleine weiße Ente hat einen Traum …“. Psychoanalytische Anmerkungen zu einem Grundschulunterricht, in dem regelmäßig Geschichten erzählt werden. In: Jahrbuch für Psychoanalytische Pädagogik. 7, 1995, ISSN 0938-183X, S. 13–32.
  • Burkhard Meyer-Sickendiek: Die Angst im Märchen. In: Burkhard Meyer-Sickendiek: Affektpoetik. Eine Kulturgeschichte literarischer Emotionen. Königshausen & Neumann, Würzburg 2005, ISBN 3-8260-3065-6, S. 287–318.
  • Stefan Neuhaus: Märchen. (= UTB 2693). Francke, Tübingen u. a. 2005, ISBN 3-8252-2693-X.
  • Almut-Barbara Renger: Zwischen Märchen und Mythos. Die Abenteuer des Odysseus und andere Geschichten von Homer bis Walter Benjamin. Eine gattungstheoretische Studie. Metzler, Stuttgart u. a. 2006, ISBN 3-476-01986-1. (Zugleich: Heidelberg, Univ., Diss., 2000)
  • Walter Scherf: Märchenlexikon. (= Digitale Bibliothek. Band 90). Directmedia Publishing, Berlin 2004, ISBN 3-89853-490-1.
  • Rosemarie Tüpker: Musik im Märchen, Reichert-Verlag, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-89500-839-9.
  • Joachim Vaross: Achim, der Märchenkönig erzählt. Neue Märchen zur Winter- und Weihnachtszeit. Oculus-Verlag, Leipzig 2010, ISBN 978-3-942567-01-5.
  • Oskar Ruf: Die esoterische Bedeutung der Märchen. Knaur, München 1992, ISBN 3-426-86007-4.
  • Michael Maar: Hexengewisper. Warum Märchen unsterblich sind. Berenberg Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-937834-53-5.
  • Frederik Hetmann: Märchen und Märchendeutung. Erleben & Verstehen. Königs Furt Verlag, Klein Königsförde/Krummwisch 1999, ISBN 3-933939-02-X.
  • Hans-Jörg Uther (Hrsg.): Handbuch zu den „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm. Entstehung - Wirkung - Interpretation. De Gruyter Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-11-031743-5.
  • Thomas Post: Volksmärchen, Märchen, Fantastik. E-Publi. Berlin 2015, ISBN 3-7375-4003-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Märchen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wiktionary: Sage – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wiktionary: Legende – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikisource: Märchen – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Antti Arne, Stith Thompson: The Types of the Folktale. A Classification and Bibliography. 2., überarbeitete Auflage, Helsinki 1973.
  2. Almut-Barbara Renger: Zwischen Märchen und Mythos: die Abenteuer des Odysseus und andere Geschichten von Homer bis Walter Benjamin. Eine gattungstheoretische Studie. Metzler, Stuttgart u. a. 2006, S. 106–128.
  3. Almut-Barbara Renger: Zwischen Märchen und Mythos: die Abenteuer des Odysseus und andere Geschichten von Homer bis Walter Benjamin. Eine gattungstheoretische Studie. Metzler, Stuttgart u. a. 2006, S. 106–128, 145–248.
  4. Gotthilf Isler: Franz, Marie-Louise von. In: Enzyklopädie des Märchens. Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung. Herausgegeben von Kurt Ranke zusammen mit Hermann Bausinger et al. Ab Band 5 herausgegeben von Rolf Wilhelm Brednich zusammen mit Hermann Bausinger. Band 5, De Gruyter, Berlin 1987, S. 98.
  5. Siehe Literaturliste im Wikipedia-Artikel über Marie-Louise von Franz.
  6. Z. B. C. G. Jung: Zur Phänomenologie des Geistes im Märchen. (1948) In: Gesammelte Werke. Bd. 9/I, Olten/Freiburg 1976, §. 384–455.
  7. Marie-Louise von Franz: Psychologische Märcheninterpretation. Eine Einführung. Neu übersetzte, überarbeitete und aktualisierte Auflage. Stiftung für Jung'sche Psychologie, Küsnacht 2012. ISBN 978-3-908116-72-1. Deutsche Erstausgabe bei Kösel, München 1986. Englisches Original: An Introduction to the Psychology of Fairytales. Zürich/New York 1970.
  8. Robert Darnton: The Great Cat Massacre and Other Episodes in French Cultural History. New York 1985, S. 30 ff.
  9. Darnton, S. 39.
  10. Darnton, S. 44.
  11. Link zum Erzählkunstfestival Fabelhaft
  12. Festival der besten deutschsprachigen Märchen- und Geschichtenerzähler
  13. Grimm-Dich-Pfad reloaded. Info der Stadt Marburg, abgerufen am 8. Oktober 2011.