Märkische Allgemeine

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Märkische Allgemeine
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Beschreibung deutsche Tageszeitung
Verlag Märkische Verlags- und Druckgesellschaft
Erstausgabe 18. April 1946
Erscheinungsweise Montag bis Samstag
Verkaufte Auflage 85.682 Exemplare
(IVW 2/2022, Mo–Sa)
Chefredakteur Henry Lohmar
Geschäftsführer Benjamin Schrader, Adrian Schimpf
Weblink www.maz-online.de
ISSN (Print)

Die Märkische Allgemeine (kurz: MAZ) wird als unabhängige Tageszeitung von der Märkischen Verlags- und Druck-Gesellschaft mbH (MVD) mit Sitz in Potsdam herausgegeben. Das Vertriebsgebiet entspricht der Westhälfte des Landes Brandenburg.

Die Märkische Allgemeine erscheint täglich (Montag bis Sonnabend) mit 13 Regionalausgaben, von denen die Potsdamer Tageszeitung mit 18.578 Exemplaren die größte verkaufte Teilauflage hat.[1] Die verkaufte Auflage aller 13 Lokalausgaben beträgt 85.682 Exemplare, ein Minus von 59,4 Prozent seit 1998.[2] Das Blatt wird täglich von 399.000 Menschen gelesen (MA 2010) und ist damit die reichweitenstärkste Abonnementzeitung im Land Brandenburg.

Die MVD befindet sich seit dem 1. Januar 2012 im Besitz der Madsack Mediengruppe (Hannover).[3] Die SPD ist über Beteiligungen größte Kommanditistin der Madsack Mediengruppe.[4]

Die MVD bzw. die MAZ wechselten im Frühjahr 2012 sowohl Geschäftsführer als auch Chefredakteur aus. Von 2012 bis zum 30. Juni 2017 war Thoralf Cleven MAZ-Chefredakteur.[5] Seit 1. Juli 2017 war Hannah Suppa Chefredakteurin, davor war sie stellvertretende Chefredakteurin der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ).[6] Im Januar 2019 übernahm sie die Geschäftsführung des RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Suppa wurde zudem zur „Chefredakteurin Digitale Transformation und Innovation im Regionalen“ berufen. Henry Lohmar wurde nachfolgender Chefredakteur der MAZ.

Auflage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Märkische Allgemeine gehört zu den deutschen Tageszeitungen mit den größten Auflagenverlusten der vergangenen Jahre. Die verkaufte Auflage ist in den vergangenen 10 Jahren um durchschnittlich 4,1 % pro Jahr gesunken. Im vergangenen Jahr hat sie um 3 % abgenommen.[7] Sie beträgt gegenwärtig 85.682 Exemplare.[8] Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 91,3 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[9]

Chronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pyramidenförmiger Pavillon der Märkischen Allgemeinen an der Friedrich-Engels-Straße in Potsdam
  • 1890: Gründung der Märkischen Volksstimme als SPD-Zeitung in Frankfurt/Oder.
  • 1933: Verbot durch das NS-Regime.
  • 18. April 1946: Aus der Fusion der Parteizeitungen Volkswille (KPD) und Der Märker (SPD) entsteht in Potsdam die Märkische Volksstimme (MV) als Organ der SED, der Produktionssitz ist das Gelände des ehemaligen Arado-Werks.
  • 1952–89: Die Märkische Volksstimme erscheint als Organ der SED-Bezirksleitung für den Bezirk Potsdam.
  • 1989/90: mit der Wende in der DDR wird die MV nach und nach unabhängig von der SED. Sie wird durch die Treuhand zum Verkauf ausgeschrieben.
  • August 1990: Gründung der Märkischen Verlags- und Druck-Gesellschaft mbH Potsdam aus den Volkseigenen Betrieben (VEB) Verlag Märkische Volksstimme und Bezirksdruckerei Märkische Volksstimme.
  • 3. Oktober 1990: Umbenennung der Märkischen Volksstimme in Märkische Allgemeine.
  • April 1991: Entscheidung der Treuhand zum Verkauf der MVD GmbH an die Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH.
  • 24. Mai 1994: Einweihung des neuen Druckzentrums
  • 1991–2005 Herausgeber: Alexander Gauland
  • 27. September 2000: Einweihung eines Erweiterungsbaus der Druckerei und einer neuen Rotationsdruckanlage.
  • Oktober 2001: Start der Internetaktivitäten
  • 11. November 2011: Verkauf an die Madsack Mediengruppe, Hannover zum 1. Januar 2012.

Regionalausgaben und Erscheinungsgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebiet Ausgabe Verkaufte Auflage[10]
Brandenburg an der Havel Brandenburger Kurier 8948
Königs Wusterhausen Dahme Kurier 7540
Nauen Der Havelländer 7553
Wittstock/Dosse Dosse Kurier 2418
Bad Belzig Fläming Echo 4567
Kyritz Kyritzer Tageblatt 3619
Luckenwalde/Jüterbog Luckenwalder Rundschau + Jüterboger Echo 6703
Oberhavel Märkische Allgemeine Oberhavel 7386
Potsdam Potsdamer Tageszeitung 18.578
Pritzwalk/Perleberg Prignitz Kurier 3203
Neuruppin Ruppiner Tageblatt 3919
Rathenow Westhavelländer 4453
Zossen Zossener Rundschau 6795
Märkische Allgemeine Gesamt 85.682

Märkische Allgemeine Oberhavel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Regionalausgabe Märkische Allgemeine Oberhavel entstand 2014 durch Zusammenfassung der bis dahin getrennt publizierten Regionalausgaben Neue Oranienburger Zeitung und Neues Granseer Tageblatt. 2000 waren die beiden Ausgaben Luckenwalder Rundschau und Jüterboger Echo zu einer gemeinsamen Ausgabe zusammengefasst worden.

Potsdamer Tageszeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 58 Prozent gesunken.[11] Sie beträgt gegenwärtig 18.578 Exemplare.[12] Das entspricht einem Rückgang von 25.681 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 91,4 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[13]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. laut IVW, zweites Quartal 2022, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  2. laut IVW, zweites Quartal 2022, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  3. Die Märkische Allgemeine hat einen neuen Eigentümer. (Memento vom 13. November 2011 im Internet Archive) In: maerkische.de, 11. November 2011.
  4. Nach erfolgreicher Madsack-Restrukturierung: SPD-Medienholding ddvg steigert Überschuss auf 8,2 Millionen Euro. In: meedia.de. 1. Dezember 2017, abgerufen am 6. Februar 2019.
  5. Marc Bartl: Madsack-Mann: Cleven wird Chefredakteur der „Märkischen Allgemeinen“. Kress Mediendienst, 16. April 2012, abgerufen am 30. Dezember 2012.
  6. Wechsel an der Spitze der Märkischen Allgemeinen Zeitung. Madsack Mediengruppe, 28. März 2017, abgerufen am 5. Oktober 2017.
  7. laut IVW (online)
  8. laut IVW, zweites Quartal 2022, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  9. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.de)
  10. IVW 2/2022, Mo–Sa (Details auf ivw.eu)
  11. laut IVW, (Details auf ivw.de)
  12. laut IVW, zweites Quartal 2022, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  13. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.de)