Märkische Oderzeitung

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Märkische Oderzeitung
Logo der Märkischen Oderzeitung
Beschreibung deutsche Tageszeitung
Verlag Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG (MMH)
Erstausgabe 17. März 1990
Erscheinungsweise Montag bis Sonnabend
Verkaufte Auflage
(IVW 3/2017, Mo–Sa)
69.559 Exemplare
Reichweite (MA 2012  ) 0,240 Mio. Leser
Chefredakteur Claus Liesegang, Frank Mangelsdorf
Geschäftsführer Andreas Simmet
Weblink www.moz.de (Märkische Onlinezeitung)

Die Märkische Oderzeitung (abgekürzt: MOZ) ist eine in Frankfurt (Oder) herausgegebene regionale Tageszeitung.

Das Verbreitungsgebiet der MOZ ist weitgehend identisch mit dem ehemaligen Bezirk Frankfurt (Oder), einer Region mit rund 600.000 Einwohnern. Sie erstreckt sich entlang der polnischen Grenze von den nördlichen Landesgrenzen Brandenburgs bis nach Eisenhüttenstadt im Süden des Bundeslandes. Im Westen stößt die Märkische Oderzeitung bis an die Stadtgrenze Berlins. Die zwölf Lokalausgaben haben etwa 240.000 Leser. Die verkaufte Auflage beträgt 69.559 Exemplare, ein Minus von 48,4 Prozent seit 1998.[1] Der Anteil der Abonnenten ist traditionell hoch.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Redakteurin am Newsdesk der Märkischen Oderzeitung

Die Märkische Oderzeitung wird seit dem 17. März 1990, dem Tag vor den ersten freien Wahlen zur DDR-Volkskammer, als unabhängige Tageszeitung von der Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG herausgegeben. Die MOZ ging aus der Tageszeitung Neuer Tag hervor. Diese entstand 1952 im Zuge der Abschaffung der DDR-Länder (und Bildung der DDR-Bezirke) als Organ der Bezirksleitung der SED Frankfurt (Oder). In der Wendezeit stand im Untertitel der Zeitung Sozialistische Tageszeitung im Bezirk Frankfurt/Oder. Bei der Gründung zur MOZ wurden viele Redakteure des Neuen Tag übernommen.

Mit Wirkung vom 1. Januar 2011 erwarb das Märkische Verlags- und Druckhaus GmbH & Co. KG (MVD) den Oranienburger Generalanzeiger (inklusive der Lokalausgabe Hennigsdorfer Generalanzeiger, den Schwesterzeitungen Gransee Zeitung und Ruppiner Anzeiger sowie den Anzeigenzeitungen Märker und Brandenburger Wochenblatt).[2] Außerdem ist das MVD auch Herausgeber des Neuenhagener Echos, eine Monatszeitung für die Gemeinde Neuenhagen bei Berlin, die zugleich dessen Amtsblatt ist. Gesellschafter des Märkischen Verlags- und Druckhauses waren bis 2012 je zur Hälfte die Neue Pressegesellschaft (Verlag der Südwest-Presse) und die Stuttgarter Zeitung Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG (Verlag der Stuttgarter Zeitung und der Stuttgarter Nachrichten). Ende 2012 übernahm die Neue Pressegesellschaft alle Anteile.[3] Seit 2016 firmiert das MVD unter dem neuen Namen Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG, kurz MMH.

Auflage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Märkische Oderzeitung hat in den vergangenen Jahren erheblich an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 48,4 Prozent gesunken.[4] Sie beträgt gegenwärtig 69.559 Exemplare.[5] Das entspricht einem Rückgang von 65.246 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 92,1 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[6]


Lokalausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chefredakteure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz Kannenberg (1990–1996)
  • Claus Detjen (1996–1998)
  • Franz Kadell (1999–2001)
  • Heinz Kurtzbach (2001–2006)
  • Frank Mangelsdorf (seit 2002)
  • Claus Liesegang (seit 2017)

Gesellschaftliches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Märkische Oderzeitung vergibt auch eine Reihe von Preisen. Seit 2004 verleiht sie zum Beispiel gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg den Zukunftspreis Brandenburg. Zunächst nur auf den Osten des Bundeslandes beschränkt, wird der Zukunftspreis seit 2009 an Firmen in ganz Brandenburg vergeben. Ebenfalls seit 2004 verleiht die Märkische Oderzeitung gemeinsam mit der Stiftung Schloss Neuhardenberg den Brandenburgischen Kunstpreis. In drei Kategorien – Malerei, Grafik und Plastik – werden mit ihm regionale Künstler ausgezeichnet. Außerdem beteiligt sich die MOZ an der Vergabe des Uckermark-Oskars, einer Auszeichnung für Schauspielerinnen und Schauspieler, die jedes Jahr von den Uckermärkischen Bühnen- in Schwedt vergeben wird.

Journalistische Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  2. Dirk Ippen verkauft Oranienburger Generalanzeiger Artikel des W&V vom 3. Januar 2011
  3. Neue Pressegesellschaft wird MVD-Alleingesellschafterin Meldung Kress Mediadienst vom 21. Dezember 2012
  4. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  5. laut IVW, drittes Quartal 2017, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  6. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)