Märkische Oderzeitung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Märkische Oderzeitung
Logo der Märkischen Oderzeitung
Beschreibung deutsche Tageszeitung
Verlag Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG (MMH)
Erstausgabe 17. März 1990
Erscheinungsweise Montag bis Samstag
Verkaufte Auflage 62.518 Exemplare
(IVW 3/2019, Mo–Sa)
Reichweite 0,240 Mio. Leser
(MA 2012  )
Chefredakteur Claus Liesegang
Geschäftsführer Andreas Simmet
Weblink www.moz.de (Märkische Onlinezeitung)

Die Märkische Oderzeitung (abgekürzt: MOZ) ist eine in Frankfurt (Oder) herausgegebene regionale Tageszeitung.

Das Verbreitungsgebiet der MOZ ist weitgehend identisch mit dem ehemaligen Bezirk Frankfurt (Oder), einer Region mit rund 600.000 Einwohnern. Sie erstreckt sich entlang der polnischen Grenze von den nördlichen Landesgrenzen Brandenburgs bis nach Eisenhüttenstadt im Süden des Bundeslandes. Im Westen stößt die Märkische Oderzeitung bis an die Stadtgrenze Berlins. Die zwölf Lokalausgaben haben etwa 240.000 Leser. Die verkaufte Auflage beträgt 62.518 Exemplare, ein Minus von 53,6 Prozent seit 1998.[1] Der Anteil der Abonnenten ist traditionell hoch. Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 erwarb das Märkische Medienhaus alle Anteile an der LR Medienverlag und Druckerei GmbH (LRM GmbH). Die LRM GmbH ist Herausgeberin der Tageszeitung Lausitzer Rundschau sowie der Anzeigenzeitung Lausitzer Woche.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Redakteurin am Newsdesk der Märkischen Oderzeitung

Die Märkische Oderzeitung wird seit dem 17. März 1990, dem Tag vor den ersten freien Wahlen zur DDR-Volkskammer, als unabhängige Tageszeitung von der Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG herausgegeben. Die MOZ ging aus der Tageszeitung Neuer Tag hervor. Diese entstand 1952 im Zuge der Abschaffung der DDR-Länder (und Bildung der DDR-Bezirke) als Organ der Bezirksleitung der SED Frankfurt (Oder). In der Wendezeit stand im Untertitel der Zeitung Sozialistische Tageszeitung im Bezirk Frankfurt/Oder. Bei der Gründung zur MOZ wurden viele Redakteure des Neuen Tag übernommen.

Mit Wirkung vom 1. Januar 2011 erwarb das Märkische Verlags- und Druckhaus GmbH & Co. KG (MVD) den Oranienburger Generalanzeiger (inklusive der Lokalausgabe Hennigsdorfer Generalanzeiger, den Schwesterzeitungen Gransee Zeitung und Ruppiner Anzeiger sowie den Anzeigenzeitungen Märker und Brandenburger Wochenblatt).[2] Außerdem ist das MVD auch Herausgeber des Neuenhagener Echos, eine Monatszeitung für die Gemeinde Neuenhagen bei Berlin, die zugleich dessen Amtsblatt ist.

Gesellschafter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesellschafter des Märkischen Verlags- und Druckhauses waren bis 2012 je zur Hälfte die Neue Pressegesellschaft (Verlag der Südwest-Presse) und die Stuttgarter Zeitung Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG (Verlag der Stuttgarter Zeitung und der Stuttgarter Nachrichten). Ende 2012 übernahm die Neue Pressegesellschaft alle Anteile.[3] Seit 2016 firmiert das MVD unter dem neuen Namen Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG, kurz MMH; deren alleinige Gesellschafterin ist die Frankfurter Mediengesellschaft mbH & Co. KG, die sich wiederum vollständig im Eigentum der genannten Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG befindet[4].

Auflage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Märkische Oderzeitung hat in den vergangenen Jahren erheblich an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist in den letzten 10 Jahren um durchschnittlich 3,3 % pro Jahr gesunken. Im letzten Jahr hat sie um 4,6 % abgenommen.[5] Sie beträgt gegenwärtig 62.518 Exemplare.[6] Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 92 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[7]


Lokalausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chefredakteure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz Kannenberg (1990–1996)
  • Claus Detjen (1996–1998)
  • Franz Kadell (1999–2001)
  • Heinz Kurtzbach (2001–2006)
  • Frank Mangelsdorf (2002–2018)
  • Claus Liesegang (seit 2017)

Gesellschaftliches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Märkische Oderzeitung vergibt auch eine Reihe von Preisen. Seit 2004 verleiht sie zum Beispiel gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg den Zukunftspreis Brandenburg. Zunächst nur auf den Osten des Bundeslandes beschränkt, wird der Zukunftspreis seit 2009 an Firmen in ganz Brandenburg vergeben. Ebenfalls seit 2004 verleiht die Märkische Oderzeitung gemeinsam mit der Stiftung Schloss Neuhardenberg den Brandenburgischen Kunstpreis. In vier Kategorien – Malerei, Grafik, Plastik und Fotografie – werden mit ihm regionale Künstler ausgezeichnet. Außerdem beteiligt sich die MOZ an der Vergabe des Uckermark-Oskars, einer Auszeichnung für Schauspieler, die jedes Jahr von den Uckermärkischen Bühnen- in Schwedt vergeben wird.

Journalistische Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. laut IVW (Details auf ivw.eu)
  2. Dirk Ippen verkauft Oranienburger Generalanzeiger. W&V, 3. Januar 2011
  3. Neue Pressegesellschaft wird MVD-Alleingesellschafterin. Kress Mediadienst, 21. Dezember 2012
  4. Impressum der MOZ
  5. laut IVW (online)
  6. laut IVW, drittes Quartal 2019, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  7. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)