März 2003

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Dieser Artikel behandelt aktuelle Nachrichten und Ereignisse im März 2003.

Tagesgeschehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Samstag, 1. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonntag, 2. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Montag, 3. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dienstag, 4. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittwoch, 5. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katar: Die Organisation der Islamischen Konferenz kommt in Katar zusammen, kann sich jedoch nicht auf eine Entscheidung in Bezug auf die Irak-Krise einigen.
  • Kuwait: Saudi-Arabien verlegt 3.300 Truppen nach Kuwait.
  • Österreich: Laut einem Bericht der Presse soll das Bundesheer reformiert werden und zum Beispiel die Wehrdienstzeit von 8 auf 6 Monate gesenkt werden.
  • Auf dem US-amerikanischen Luftwaffen-Stützpunkt Guam treffen auf Bitten des südkoreanischen Ministerpräsidenten Goh Kundes 24 weitere Bomber ein.
  • 37 Regierungen unterzeichnen die "Erklärung von Kopenhagen" zum Abschluss der Welt-Anti-Doping-Konferenz. Nur diejenigen Länder, die unterschrieben haben, werden in Zukunft bei der Vergabe der Olympischen Spiele berücksichtigt.
  • Deutschland
    • Die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) teilt mit, dass am Donnerstag zwischen 6.00 Uhr und 6.45 Uhr alle Lokführer im ganzen Land die Arbeit niederlegen. Die Züge sollen dabei hauptsächlich in Bahnhöfen halten, es könnte aber auch zu einem Stopp auf offener Strecke kommen. Die Züge sollen nicht in Tunneln oder auf Brücken halten.
    • Führende Politiker rechnen mit markigen Sprüchen am Aschermittwoch mit dem jeweiligen politischen Gegner ab.
    • Gesundheitsstaatssekretär Klaus Theo Schröder berichtet von einem mit knapp drei Milliarden Euro weit höheren Defizit bei der gesetzlichen Krankenversicherung als erwartet.
  • USA. Künstler, die eine kritische Haltung zum drohenden Irak-Krieg vertreten, warnen vor einer "Hexenjagd" wie zur McCarthy-Ära in den 50er Jahren. Die Schauspielergewerkschaft spricht von einer steigenden Anzahl von Anfeindungen gegenüber bekannten Schauspielern, die sich gegen den Krieg ausgesprochen haben.
  • Israel: In der Stadt Haifa sind bei einem Selbstmordanschlaug auf einen Bus mindestens 16 Menschen getötet worden.
  • Philippinen: Die Polizei nimmt neun Verdächtige wegen der Bombenanschläge vom Vortag fest.
  • Parlamentswahlen in Belize
  • Cúcuta/Kolumbien: Bei der Explosion einer Autobombe in Cúcuta sterben sieben Menschen.

Donnerstag, 6. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Brasilien: Während des Karnevals zwischen Samstag und Dienstag wurden auf den Straßen von Rio de Janeiro 90 Morde gezählt.
  • Havanna/Kuba. Fidel Castro wird zum sechsten Mal als kubanischer Staatspräsident bestätigt:
  • Volksrepublik China: Beim Nationalen Volkskongress werden weit reichende Reformen angekündigt:
    • Die Familienplanungskommission soll Strategien zur weiteren Bevölkerungsentwicklung erforschen.
    • Die Planungskommission, die für die Umsetzung der Fünfjahrespläne verantwortlich ist, soll abgeschafft werden.
    • Eine Kommission zur Regulierung des Bankenwesens soll eingerichtet werden.
  • Irak: Laut "Daily Express" soll es ab 13. März einen heftigen Luftangriff auf das Land geben. Der 17. März wird als Termin für die Invasion von Bodentruppen genannt.
  • Israel: Bei einer israelischen Militäraktion im Flüchtlingslager Dschabaliya im Gazastreifen wurden mindestens 11 Palästinenser getötet.
  • Deutschland
    • Die Bundesanstalt für Arbeit gibt einen weiteren Anstieg der Arbeitslosen bekannt. Insgesamt waren im Februar 4,7 Millionen arbeitslos, 83.100 mehr als im Januar.
    • Die Gewerkschaft der Lokführer hat den Zugverkehr am Morgen ab 6:00 für 45 Minuten lahmgelegt. Insgesamt waren etwa 1000 Züge betroffen und erst nach Stunden waren die Verspätungen wieder eingeholt.
  • Europa: Die Europäische Zentralbank senkt die Leitzinsen um 0,25 %.
  • Algerien: Bei einem Absturz einer Boeing 737 nach dem Start in Tamanrasset kommen 96 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder ums Leben; ein Passagier überlebt die Katastrophe.

Freitag, 7. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vereinigte Staaten:
    • In einem Gutachten vom Parlament wird eine Summe von 24 Milliarden US$ für einen Angriff auf den Irak genannt (tatsächlich betragen die Kosten für die Invasion und Besatzung alleine für die USA bis 2006 über 300 Mrd. Dollar).
    • Im UN-Sicherheitsrat in New York äußert sich Hans Blix grundsätzlich positiv über den Verlauf der Inspektionen im Irak. Die USA, Großbritannien und Spanien wollen eine letzte Frist bis zum 17. März einräumen.
    • Die US-Regierung fordert von einer Reihe von Ländern, darunter Deutschland und Schweden, die Ausweisung irakischer Diplomaten wegen angeblicher Spionagetätigkeit.
  • Tschechische Republik: Václav Klaus tritt eine Woche nach seiner Wahl sein Amt als neuer Präsident an.

Samstag, 8. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonntag, 9. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Montag, 10. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dienstag, 11. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vereinigte Staaten: Republikanische Parlamentarier ordnen nach der Veto-Drohung Frankreichs die Namensänderung der Pommes frites in den Kantinen des US-Repräsentantenhauses von French Fries in Freedom Fries an.
  • Türkei: Abdullah Gül, der Ministerpräsident tritt zurück und macht damit den Weg für Recep Tayyip Erdoğan, der am 9. März die Wahlen im Südosten des Landes gewonnen hat, frei.
  • Deutschland:
    • Die Bundesregierung diskutiert Pläne, nach denen die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes auf maximal zwölf Monate gekürzt werden sollen. Damit sollen die Versicherungsbeiträge gesenkt werden.
  • Niederlande: In Den Haag beginnt der neue Internationale Strafgerichtshof (IStGH) mit der Arbeit. Das Weltgericht, das von 89 Staaten unterstützt wird ist für die Verfolgung von Kriegsverbrechen, Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zuständig.

Mittwoch, 12. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Donnerstag, 13. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Türkei: Die pro-kurdische Halkın Demokrasi Partisi (HADEP) wird vom Verfassungsgericht verboten.
  • Indien: In einem Vorort der Großstadt Mumbai sind bei einem Sprengstoffanschlag mindestens elf Menschen getötet und 65 weitere verletzt worden.
  • Serbien und Montenegro: Nach dem Mord an Ministerpräsident Zoran Đinđić wurden etwa 53 Verdächtige festgenommen. Unter den Festgenommenen sind acht von 23 Mitgliedern des "Zemun-Clans".
  • Deutschland:
    • Der Bundestag beschließt mit den Stimmen von SPD und Grünen die Verlängerung der Ladenöffnungszeit an Samstagen bis 20 Uhr. Die Regelung tritt zum 1. Juni 2003 in Kraft.
    • Das Bundesverfassungsgericht lehnt erneute Erörterung wegen Einstellung des NPD-Verbotsverfahrens ab.
  • Im Irak-Konflikt kommt es im UN-Sicherheitsrat zu einem offenen Bruch zwischen den USA und Frankreich. Es wird klar, dass es für die von den USA, Großbritannien und Spanien eingebrachte neue Kriegs-Resolution keine Mehrheit gibt. Nach Angaben des US-amerikanischen Regierungssprechers Ari Fleischer sind die USA zu einer Verschiebung der Abstimmung auf nächste Woche bereit.

Freitag, 14. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Samstag, 15. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonntag, 16. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Montag, 17. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dienstag, 18. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittwoch, 19. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Donnerstag, 20. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freitag, 21. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Afghanistan: Im Süden des Landes haben US-amerikanische Soldaten bei Razzien mindestens 12 Extremisten festgenommen.
  • Irak:
    • Der Irak sollte nach Alliiertenangaben im Laufe des Tages 30 Ölfelder angezündet haben. Am Abend wurde die Zahl auf sieben korrigiert. Der Irak weist diese Beschuldigung zurück.
    • Ab 19 Uhr MEZ Abwurf von Bomben auf Bagdad. Live-TV-Bilder von CNN zeigen eine Häufung im Regierungsviertel. Daneben wurden im Norden des Landes auch die Städte Mosul und Kirkuk und im Süden des Landes die Städte Basra und Nasiriya angegriffen.
    • 250 Iraker sind nach britischen Angaben beim Vormarsch auf die Hafenstadt Umm Qasr übergelaufen. Laut Donald Rumsfeld wird die Stadt nach mehrstündigen Gefechten von den Alliierten eingenommen und kontrolliert.
    • Der irakische Informationsminister bestätigt Treffer auf den Präsidentenpalast. Laut seiner Aussage sind Saddam Hussein und seine Angehörigen unverletzt.
    • Aus Geheimdienstkreisen wird gemeldet, dass sich Saddam Hussein mit zwei seiner Söhne in dem gestern bombardierten Bunker aufgehalten haben soll. Es werden Spekulationen angestellt, dass er verletzt sein soll.
    • Bei ihrem Vormarsch Richtung Basra stoßen britische Truppen auf starken Widerstand. Die US-amerikanischen Truppen haben beim Vormarsch in Richtung Bagdad etwa 200 Kilometer im Irak zurückgelegt.
    • Die Halbinsel Faw im Süden des Landes wurde von den alliierten Streitkräften eingenommen.
  • Vereinigtes Königreich: Am Vormittag brechen im Westen des Landes 8 US-amerikanische B-52-Bomber in Richtung Irak auf. Diese Maschinen können bis zu 20 Marschflugkörper gleichzeitig abschießen.
  • Vereinigte Staaten: Die Internetseiten der Regierung http://www.whitehouse.org/ und http://www.whitehouse.net/ wurden von Hackern geändert.
  • Schweiz: Das Land lehnt die von US-Finanzminister John Snow geforderte Sperrung von irakischen Konten ab. Konten können nur nach Beschluss der UN gesperrt werden.
  • Jemen: In der Hauptstadt Sanaa hat es bei Protesten Tote gegeben. Es gibt unterschiedliche Zahlen: Einige sagen es seien zwei Menschen von der Polizei erschossen worden, bei anderen waren es vier.
  • Jordanien: Bis jetzt sind mehr als 400 ausländische Flüchtlinge in den Auffanglagern eingetroffen.
  • Ägypten: In Kairo kommt es nach dem Freitagsgebet zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Kriegsgegnern
  • Russland: Außenminister Igor S. Iwanow wirft den USA vor, die "illegale Besetzung" des Iraks zu planen.
  • Iran: Die Führung des Landes verurteilt den Angriff der USA auf den Irak.
  • Kuwait: Die Anzahl der am Morgen beim Absturz eines US-Militärhubschraubers ums Leben gekommenen zwölf Briten und vier US-Amerikaner wurde auf insgesamt 12 Soldaten nach unten korrigiert.
  • Deutschland:
    • Innenminister Otto Schily bittet die Länder, irakische Flüchtlinge nicht mehr abzuschieben.
    • Die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen Bundeskanzler Gerhard Schröder wegen Vorbereitung eines Angriffskrieges wurde von Generalbundesanwalt Kay Nehm abgelehnt
    • Mehr als 100 zusätzliche ABC-Abwehrkräfte wurden von Verteidigungsminister Peter Struck nach Kuwait in das Camp Doha in Marsch gesetzt.
    • Daniel Coats, der US-amerikanische Botschafter in Berlin, erneuert die Vorwürfe gegen die Bundesregierung nach denen Deutschland mit seiner Haltung gegen eine neue Irak-Resolution Schuld an diesem Krieg sei.
    • Vor der Kommandozentrale der US-Streitkräfte in Europa (EUCOM) in Stuttgart-Vaihingen löste die Polizei eine Sitzblockade an der Zufahrt auf.
    • Berlin: Wolfgang Kartte, der ehemalige Präsident des Bundeskartellamts, stirbt im Alter von 75 Jahren an Herzversagen.
  • Spanien: In Madrid kommt es im Verlauf einer Friedensdemonstration zu Ausschreitungen, 50 Menschen werden verletzt.

Samstag, 22. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Irak:
    • Bagdad: Den ganzen Tag gibt es heftige Luftangriffe und es hängen dicke Rauchwolken über der Stadt. Die Iraker haben in Gräben Öl angezündet um den Angreifern die Navigation zu erschweren.
    • Die Stadt Umm Qasr, die gestern laut Angaben der Alliierten eingenommen wurde ist nach Darstellung des irakischen Verteidigungsministers Sultan Haschem Ahmed weiter umkämpft.
    • Beim Absturz zweier Hubschrauber kommen sieben Briten und ein Amerikaner ums Leben.
    • Nach Angaben aus türkischen Militärkreisen und des CNN ist eine Kommandoeinheit der Türkei mit rund 1500 Soldaten in den Nordirak vorgerückt. Dieser Meldung wird von der türkischen Regierung im Laufe des Tages aber widersprochen.
  • Türkei: Das Land gibt die Überflugrechte für US-amerikanische Kampfflugzeuge frei.
  • Deutschland: Die Bundesregierung wird heftig von der Opposition aus FDP und Unionsparteien wegen ihres Vorhabens angegriffen, die AWACS-Aufklärungsflugzeuge abzuziehen, wenn die Türken in den Irak einmarschiert sind.
  • Weltweit gibt es wieder Demonstrationen gegen den Krieg. In den USA gehen auf dem Broadway bis zu 250.000 Menschen auf die Straße. In Deutschland sind es 150.000 Teilnehmer davon in Berlin 40.000 bis 50.000, in London sind es 300.000, in Rom sind es 30.000, in Finnland sind es etwa 20.000
  • Im Tanganjikasee zwischen Burundi und Kongo ertrinken beim Untergang der Fähre "M.V. Kashombwe" während eines Sturms mehr als 100 Menschen. 41 Passagiere werden gerettet.
  • Vereinigte Staaten: Die goldene Himbeere, den Preis als schlechteste Schauspielerin, müssen sich Britney Spears und Madonna teilen.

Sonntag, 23. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Irak:
    • Basra: In der Stadt sollen laut der irakischen Regierung 77 Zivilisten getötet und 337 verletzt worden sein. Die Alliierten sollen bei dem Angriff Streubomben eingesetzt haben.
    • Bagdad: Auch heute hat der Tag mit heftigen Bombardements begonnen. Auch den Tag über gibt es immer wieder Angriffe.
    • Ein britisches Tornado-Kampfflugzeug wird vermutlich aus Versehen mit einer US-amerikanischen Patriot-Rakete abgeschossen.
    • Im ganzen Land gibt es erbitterten Widerstand. Nach Angaben der Alliierten sei der strategisch wichtige Ort Nasiriya nach den bis jetzt heftigsten Kämpfen eingenommen worden. Dabei sollen sich mehrere tausend irakische Soldaten ergeben haben. Beim Angriff auf die südirakische Stadt Basra wurden nach Angaben des Fernsehsenders Al Jazeera 50 Menschen getötet. Umm Qasr wird laut CNN weiter heftig umkämpft. Der Fernsehsender widerspricht damit den Aussagen des US-amerikanischen Verteidigungsministers Donald Rumsfeld, nach denen die Stadt von den Alliierten kontrolliert werde. Die Iraker widersprechen auch den Angaben der Angreifer, nach denen die Halbinsel Faw eingenommen werden sein soll.
    • Journalisten kritisieren die Behinderung einer unabhängigen Berichterstattung durch das US-Militär. Berichterstatter mit kritischer Sichtweise werden nach ihren Angaben systematisch von Informationen ferngehalten.
  • Afghanistan: Am Abend stürzt nach Militärangaben ein Hubschrauber vom Typ HH-60G Pave Hawk der US-amerikanischen Luftwaffe mit sechs Insassen ab.
  • Bahrain: In der Hauptstadt Manama kommt es zu Ausschreitungen zwischen der Polizei und Demonstranten. Zuvor gab es Demonstrationen gegen den Irakkrieg.
  • Grosny/Russland: In der abtrünnigen Kaukasus-Republik Tschetschenien findet ein Verfassungsreferendum statt. Die Republik soll zwar begrenzte Autonomierechte bekommen aber dafür fester in die Föderation einbezogen werden.
  • Los Angeles/Vereinigte Staaten: Mit Nirgendwo in Afrika von Regisseurin Caroline Link wird bei den 75. Academy Awards nach 23 Jahren erstmals wieder ein deutscher Film mit einem Oscar (Bester ausländischer Film) ausgezeichnet.[4]
  • Ljubljana/Slowenien: In einer Volksabstimmung spricht sich eine Mehrheit für den Beitritt zur EU und zur NATO aus.
  • Katar: Der Fernsehsender Al Jazeera zeigt zum ersten Mal Aufnahmen vermutlich gefangener und getöteter US-Soldaten des Kriegs im Irak.
  • Kuwait: Bei einer Explosion im US-amerikanischen Lager "Camp Pennsylvania" wurde ein Soldat getötet und mindestens 12 weitere verletzt. Ein Soldat verlor wahrscheinlich die Nerven und warf drei Handgranaten.
  • Pakistan: In Lahore demonstrieren 50.000 Menschen gegen den Irakkrieg. Sie verbrennen dabei Puppen des US-amerikanischen Präsidenten George W. Bush.
  • Türkei: In einem Interview mit dem US-Magazin "Newsweek" sagt Premierminister Recep Tayyip Erdoğan, der US-amerikanische Außenminister Colin Powell habe sich im Gegenzug zur Öffnung des türkischen Luftraums mit der Invasion in den Irak einverstanden erklärt.

Montag, 24. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Irak:
    • Bagdad ist in der 5. Nacht in Folge das Ziel heftiger Luftangriffe. In Basra und in Umm Qasr leisten irakische Einheiten nach Medienberichten immer noch Widerstand und in Faw wurden die Soldaten der Alliierten nach Angaben des Senders Al Jazeera in Straßenkämpfe verwickelt.
    • Einheiten der USA sollen auf die Stadt Karbala etwa 80 Kilometer vor Bagdad vorgerückt sein und feindliche Verbände absichtlich umgangen haben. Der andauernde Widerstand und Sandstürme behindern laut BBC-Reportern den Vormarsch auf Bagdad.
  • Deutschland: In Hamburg kommt es bei einer Friedensdemonstration von mehr als 20.000 Schülern vor dem US-amerikanischen Konsulat zu Ausschreitungen bei denen mehrere Menschen verletzt werden.
  • Kuwait: Über dem Land wurde nach Angaben des Verteidigungsministeriums eine irakische Rakete abgefangen.
  • Indien: Im Kaschmir-Gebirge werden nach Polizeiangaben in Nadimarg, etwa 50 Kilometer südlich von Srinagar, bei einem Überfall mindestens 24 Hindus getötet.
  • Vereinigte Staaten: Nach einem Bericht des Wissenschaftsmagazins New Scientist wird zum ersten Mal eine funktionierende künstliche Synapse im Labor hergestellt.[5]

Dienstag, 25. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittwoch, 26. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Donnerstag, 27. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Irak:
    • Bagdad: Die schweren Bombenangriffe auf die Stadt gingen weiter. Im Süden wieder ein Wohnblock getroffen. Die irakische Führung erwartet laut dem Verteidigungsminister Sultan Hashim Ahmed dass die USA und ihre Verbündeten Bagdad binnen fünf bis zehn Tagen einschließen werden.
    • Die Alliierten Bodentruppen stoßen auf heftigen Widerstand der irakischen Streitkräfte. Besonders die Städte Karbala und Nadschaf sind stark umkämpft.
    • Nasiriya: Der Flughafen Tallil in der Nähe der Stadt wurde von den US-amerikanischen Truppen wieder in Betrieb genommen. Er soll zum wichtigen Stützpunkt für den Nachschub werden.
    • Im Norden des Landes etwa 50 Kilometer nordöstlich von Arbil landeten etwa 1000 US-amerikanische Fallschirmspringer um einen Flugplatz bei Baschur zu erobern. Von dort aus soll eine Nordfront errichtet werden.
  • Deutschland: Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts dürfen Arbeitgeber ihre Mitarbeiter in Ausnahmefällen mit versteckten Videokameras überwachen, wenn ein konkreter Verdacht besteht, dass die Mitarbeiter strafbare Handlungen begehen.
  • Vereinigte Staaten: Der britische Premierminister Tony Blair war in Camp David zu Besuch beim US-amerikanischen Präsidenten George W. Bush um das weitere Vorgehen im Krieg zu besprechen. Bush antwortete auf die Frage, wie lange der Krieg noch dauern wird: „Das ist keine Frage des Zeitplans. Der Krieg wird so lange dauern, bis der Irak besiegt ist.“
  • Vereinigte Staaten: Im UN-Sicherheitsrat gibt es Streit über die Verwaltung des Geldes aus den Einnahmen der irakischen Ölquellen. Russland widersetzt sich der Forderung, die praktische Durchführung des Hilfsprogrammes "Brot für Öl" den USA und Großbritannien zu überlassen.
  • Die Verkehrsminister der Mitgliedsländer der Europäischen Union haben sich vier Monate nach dem Untergang des Tankers "Prestige" vor der spanischen Küste auf ein Verbot von Tankern mit nur einer Hülle zum Transport von Schweröl geeinigt. Die Richtlinie wird in Kraft treten, sobald das Europäische Parlament zugestimmt hat.

Freitag, 28. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Irak:
    • Bagdad: Auf die irakische Hauptstadt fanden die schwersten Bombenangriffe seit Tagen statt. US-amerikanische B-2-Tarnkappenbomber haben am Ostufer des Tigris zwei mehr als 2100 Kilogramm schwere "Bunker-Buster-Bomben" (Bunker brechende Bomben) abgeworfen. Die Angriffe richteten sich vor allem gegen die Republikanischen Garden und gegen Telefonzentralen.
    • Basra: In der Stadt spitzte sich die humanitäre Lage dramatisch zu.
    • Umm Qasr: In der Hafenstadt legte das erste britische Schiff mit Hilfsgütern an.
    • Nasiriya: Rund um die Stadt fanden heftige Gefechte mit Panzern und Artilleriegeschützen statt. Nach Angaben von CNN werden 12 Soldaten vermisst, 14 sollen verletzt sein. Ein Elektrizitätswerk und andere Gebäude gingen in Flammen auf.
    • Arbil: In der Nähe der Stadt sollen in der vergangenen Nacht laufend Flugzeuge gelandet sein. Dort soll eine neue Front errichtet werden.
  • Kuwait: In Kuwait-Stadt schlug eine Rakete ein. Die Regierung macht den Irak verantwortlich. Aber es gibt auch Stimmen, die das bezweifeln, da im südlichen Irak bisher keine Abschussrampen gefunden wurden.
  • Iran: Erstmals finden im Land Großdemonstrationen gegen den Krieg im Irak statt. In der Hauptstadt Teheran gingen Zehntausende von Menschen auf die Straßen. Die britische Botschaft wurde mit Steinen beworfen.
  • Vereinigte Staaten: General William Wallace räumte ein, dass der Gegner unterschätzt wurde. Es sollen weitere etwa 100.000 Soldaten mehr in den Irak geschickt werden.
  • Deutschland: Das Amtsgericht Frankfurt am Main verhängte wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung eine Geldbuße von 59,3 Millionen Euro gegen die Deutsche Bank.
  • Japan: Es wurden erstmals zwei Spionagesatelliten vom Weltraumzentrum Tanegashima mit einer H2-A-Trägerrakete ins All geschossen, um das nordkoreanische Raketenprogramm wetterunabhängig aus einer Höhe von 400 bis 600 Kilometer zu überwachen. Zwei weitere Spionagesatelliten sollen folgen.
  • Istanbul/Türkei: Ein türkischer Airbus mit 196 Passagieren, darunter drei türkischen Parlamentariern, wird nach dem Start in Istanbul entführt. Die Maschine landet später in Athen, wo sich der Entführer den Behörden stellt.

Samstag, 29. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Irak:
    • Bagdad: Die Hauptstadt wurde weiter schwer bombardiert. In der Nacht zum Samstag sollen sehr viele zivile Gebäude getroffen worden sein. Auch das Informationsministerium, in dem zahlreiche Journalisten arbeiten, wurde beschädigt. Im Westen der Stadt wurde ein Marktplatz getroffen, dabei gab es zahlreiche Tote und Verletzte. Die US-amerikanischen Truppen stehen etwa 80 Kilometer vor der Stadt. Es gab Gerüchte, die vom US-amerikanischen Zentralkommando in Katar aber dementiert wurden, nach denen der Vormarsch gestoppt wurde, weil es Probleme mit dem Nachschub gab.
    • Nadschaf: Bei einem Kontrollposten nahe der Stadt kommen beim Selbstmordanschlag eines Taxifahrers vier US-amerikanische Soldaten ums Leben. Die irakische Regierung kündigt weitere Anschläge an.
    • Basra: Bei einem Bombenangriff soll ein Gebäude mit 200 irakischen Kämpfern getroffen worden sein.
    • Die Regierung lehnt das vom UN-Sicherheitsrat verabschiedete Programm "Öl gegen Brot" ab.
  • Katar: Die US-amerikanische Militärführung gibt zu, dass in Saudi-Arabien Tomahawk-Marschflugkörper eingeschlagen sind, aber noch nicht geklärt ist, woher diese gekommen sind.
  • Afghanistan:
    • Geresk: Nahe der Stadt wurden bei einem Angriff auf das US-amerikanische Kontingent der Schutztruppe (ISAF) 2 Soldaten getötet.
    • Kandahar: Laut einem Polizeisprecher wurden nördlich der Stadt US-amerikanische Kampfhubschrauber und B-52 Bomber eingesetzt um dort vermutete Taliban-Kämpfer zu vertreiben.

Sonntag, 30. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Irak:
    • In Bagdad werden ein Stadtviertel sowie Stellungen der Republikanischen Garden bombardiert.
    • Weitere Kämpfe erfolgten in Nadschaf, Nasiriya und Basra im Süden des Landes und in Mosul und Kirkuk im Norden. Die Menschen dort werden aber nicht nur von den Waffen bedroht, auch der Wassermangel nimmt dramatische Ausmaße an.
    • Die irakische Seite korrigiert die Anzahl der Toten und Verletzten. Es soll 357 (bisher 580) Tote und 3650 (bisher 4500) verletzte Zivilisten gegeben haben.
    • Das Pentagon meldet den Absturz eines Hubschraubers im Süden des Landes. Dabei sollen drei Soldaten umgekommen sein, einer wurde verletzt.
  • Vereinigtes Königreich: Robin Cook, der ehemalige Außenminister, fordert den Rückzug aller britischen Soldaten aus dem Irak.
  • Marokko: In der Hauptstadt Rabat demonstrierten 200.000 Menschen gegen den Krieg im Irak.
  • Indonesien: In der Hauptstadt Jakarta protestierten mehr als 300.000 Menschen gegen den Krieg.
  • China: Von der Führung wurden zum ersten Mal Demonstrationen gegen den Krieg zugelassen. Die behördlich begrenzte Zahl von 200 Ausländern zog bis zur Residenz des US-amerikanischen Botschafters. In einem Park gab es auch eine Demonstration von Chinesen.
  • Südkorea: In Seoul wurden 30.000 Kriegsgegner gezählt, die auch gegen die Entscheidung der Regierung zur Beteiligung des Landes am Krieg an Sanitäts- und Instandhaltungsarbeiten demonstrierten.
  • Afghanistan: Im Hauptquartier der internationalen Schutztruppe ISAF in Kabul schlug eine Rakete ein. Dabei wurde jedoch niemand verletzt.
  • Israel: Bei einem Selbstmordanschlag bei Netanja wurden mindestens 30 Menschen verletzt.

Montag, 31. März 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: März 2003 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der sanfte Strippenzieher. In: Spiegel Online. 17. Juli 2011, abgerufen am 24. Juli 2017.
  2. Biografie Recep Tayyip Erdogan. In: whoswho.de. Abgerufen am 17. September 2016.
  3. Disinfopedia. In: newscientist.com, Paul Bausch. 14. März 2003, abgerufen am 24. Juli 2017 (englisch).
  4. The 75th Academy Awards. In: oscar.org. Abgerufen am 1. Februar 2017 (englisch).
  5. Synapse chip taps into brain chemistry. In: newscientist.com. 24. März 2003, abgerufen am 17. September 2016 (englisch).