Mécrin

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Mécrin
Wappen von Mécrin
Mécrin (Frankreich)
Mécrin
Region Grand Est
Département Meuse
Arrondissement Commercy
Kanton Commercy
Gemeindeverband Commercy-Void-Vaucouleurs
Koordinaten 48° 50′ N, 5° 32′ OKoordinaten: 48° 50′ N, 5° 32′ O
Höhe 222–358 m
Fläche 10,19 km2
Einwohner 222 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 22 Einw./km2
Postleitzahl 55300
INSEE-Code

Dorfeinfahrt und Kirche

Mécrin ist eine französische Gemeinde mit 222 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Meuse in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen); sie gehört zum Arrondissement Commercy und zum Gemeindeverband Communauté de communes de Commercy-Void-Vaucouleurs. Die Bewohner nennen sich Mécrinois/Mécrinoises.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mécrin liegt rund 50 Kilometer nordwestlich von Nancy in der südlichen Hälfte des Départements Meuse. Der Ort liegt an der Maas ganz im Westen des Regionalen Naturparks Lothringen. Weite Teile im Osten der Gemeinde sind bewaldet (Bois Mulot und Les Esmonts).

Nachbargemeinden sind Han-sur-Meuse im Nordwesten und Norden, Apremont-la-Forêt im Osten, Pont-sur-Meuse im Südosten und Osten, Vadonville im Südwesten sowie Sampigny im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie alle Gemeinden der Gegend litt die Gemeinde im Mittelalter unter Konflikten. Die schlimmsten Verwüstungen richteten der Hundertjährige Krieg und der Dreißigjährige Krieg an. Der Name der heutigen Gemeinde wurde bereits im Jahr 812 unter dem Namen Mesumbriga erstmals in einem Dokument erwähnt[1]. Im Mittelalter lag die heutige Gemeinde in der Barrois non mouvant innerhalb der Champagne und gehörte zur Bailliage Saint-Mihiel. Von 1766 bis zur Französischen Revolution lag die Gemeinde im Grand-gouvernement de Lorraine-et-Barrois. Mécrin gehörte von 1793 bis 1801 zum District Saint-Mihiel. Von 1793 bis 1801 war sie Teil des Kantons Sampigny. Seit 1801 liegt sie im Kanton Commercy und ist dem Arrondissement Commercy zugeteilt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerentwicklung ist untypisch für eine französische Landgemeinde. Normal sind die Entwicklungen zwischen 1793 und 1851 mit einem starken Wachstum und die folgende starke Landflucht bis 1921. Allerdings wuchs die Anzahl Einwohner danach wieder bis 1954. Zwischen 1954 und 1982 gab es eine weitere Abwanderungswelle.

Jahr 1793 1851 1921 1954 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011 2016
Einwohner 425 496 226 332 322 258 231 210 236 228 246 235 222
Quellen: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorfkirche Saint-Èvre
  • Denkmal für die Gefallenen[2]
  • Erinnerungsstätte für die Gefallenen des 56e R.I.[3]
  • Waschhaus (Lavoir) an der D12a
  • Wegkreuz an der Route de Brassette

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde befindet sich an der D12a. Die westlich vorbeiführende D964 und die nur wenige Kilometer südlich verlaufende Route nationale 4 mit dem nächsten Anschluss in Saulvaux sind die wichtigsten überregionalen Verkehrsverbindungen für die Gemeinde.

Nächstgelegener Bahnhof ist Lérouville an den Bahnstrecken Paris–Straßburg und Lérouville–Metz in etwa einem Kilometer Entfernung.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mécrin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Namensformen der Gemeinde
  2. Denkmal für die Gefallenen
  3. Erinnerungsstätte für die Gefallenen des 56e R.I.