Ménéac

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Ménéac
Menieg
Wappen von Ménéac
Ménéac (Frankreich)
Ménéac
Region Bretagne
Département Morbihan
Arrondissement Pontivy
Kanton Ploërmel
Gemeindeverband Ploërmel Communauté
Koordinaten 48° 8′ N, 2° 28′ WKoordinaten: 48° 8′ N, 2° 28′ W
Höhe 68–208 m
Fläche 68,22 km2
Einwohner 1.584 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 23 Einw./km2
Postleitzahl 56490
INSEE-Code
Website www.porhoet.fr/meneac

Der Menhir im Ort Camblot

Ménéac (bretonisch Menieg) ist eine französische Gemeinde mit 1.584 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Département Morbihan in der Region Bretagne.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ménéac liegt etwa 40 Kilometer östlich von Pontivy ganz im Norden des Départements Morbihan an der Grenze zum Département Côtes-d’Armor. Nachbargemeinden sind Gomené im Norden, Merdrignac im Nordosten, Illifaut und Brignac im Osten, Évriguet im Südosten, Guilliers im Süden, Mohon und La Trinité-Porhoët im Südwesten sowie Coëtlogon im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gegend ist schon seit langer Zeit besiedelt. Es gibt Überreste aus prähistorischer und gallo-römischer Zeit. Erst 1019 werden Orte innerhalb der heutigen Gemeinde in einer Schenkungsurkunde von Guéthenoc, Herzog von Porhoët, an die Abtei Mont-Saint-Michel erstmals erwähnt. Historisch gesehen gehört Ménéac zur Region Pays de Saint-Malo (bretonisch: Bro-Sant-Maloù). Nach der Französischen Revolution war es Kampfgebiet zwischen Republikanischen Truppen und den Chouans. Politisch wurde Ménéac 1790 eine Gemeinde. Von 1793 an gehörte Ménéac zum Kanton La Trinité-Porhoët und zum Distrikt Ploërmel. Ab 1801 war sie Teil des Arrondissements Ploërmel (1926 aufgelöst). Seit 1926 gehört Ménéac zum Arrondissement Vannes und seit dem 22. März 2015 zum Kanton Ploërmel.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerzahl sank zwischen 1793 und 1800 stark (1793–1800: −14 %). Danach stieg sie bis ins Jahr 1836 stark an auf über 3500 Personen. Auf diesem Niveau blieb die Anzahl Bewohner bis ins Jahr 1872. In den nächsten neun Jahren folgte ein weiterer Wachstumsschub auf rund 3800 Personen. In den beiden Jahrzehnten zwischen 1881 und 1901 verblieb die Einwohnerschaft auf dieser Höhe. Im Jahr 1906 wurde der historische Bevölkerungshöchststand erreicht. In den Jahren 1906 bis 1999 folgte eine stets anhaltende Abwanderungswelle, in der die Gemeinde mehr als die Hälfte ihrer Bewohner verlor (1906–1999: −58 %). Danach folgte bis 2006 eine kurze Phase der Stabilität, ehe ein weiterer Abwanderungsschub die Anzahl Einwohner nochmals verminderte. Die Entwicklung:

Jahr 1793 1800 1836 1872 1881 1901 1906 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012
Einwohner 3.207 2.759 3.527 3.464 3.873 3.827 4.028 2.615 2.514 2.185 2.046 1.837 1.690 1.712 1.546

Sehenswürdigkeiten[1][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es einige Sehenswürdigkeiten. Dazu zählen:

  • das Schloss Bellouan aus dem 17. Jahrhundert
  • das Schloss La Riaye aus dem 15.–17. Jahrhundert
  • zahlreiche Herrenhäuser (Briands, Coëtbily, Couesmelan etc.)
  • die Dorfkirche Saint-Jean-Baptiste aus dem Jahr 1849
  • die Kapelle Saint-Michel aus dem 11. Jahrhundert (renoviert im 19. Jahrhundert) in Saint-Yger
  • zahlreiche weitere öffentliche und private Kapellen in den Orten und Weilern der Gemeinde
  • sehenswerte Häuser aus dem 18. Jahrhundert in Kerdreux und Ménéac
  • drei Menhire im Dorfzentrum, in Camblot und beim Schloss Bellouan
  • die Windmühlen in Le Hegan und Le Plessis-au-Rebours

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Infos zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ménéac – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien