Métro Lausanne

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Logo der Métro Lausanne
Liniennetzplan der Métro Lausanne
Zug der Linie m1 in der Station Lausanne-Flon
Zug der m1 bei der Ausfahrt aus der Station Vigie

Die Métro Lausanne ist die U-Bahn der Schweizer Stadt Lausanne. Sie besteht aus den Linien m1 und m2, wird von der Transports publics de la région lausannoise (TL) betrieben und ist die erste und bisher einzige U-Bahn der Schweiz.

Linie m1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die im Mai 1991 eröffnete und 7,8 Kilometer lange Linie m1 verbindet die Station Flon mit dem Bahnhof Renens des westlichen Nachbarortes Renens. Da sie mehrfach vom Individualverkehr gekreuzt wird, ist sie technisch gesehen keine reine U-Bahn; im Innenstadtbereich sowie in Malley sind drei Stationen unterirdisch, die anderen liegen an der Oberfläche. Ursprünglich hiess die m1 Tramway du sud-ouest lausannois (TSOL); viele Benutzer der Linie nennen sie auch heute noch TSOL.

Linie m2[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die im September 2008 eröffnete Linie m2 von Ouchy nach Epalinges verläuft hingegen fast vollständig in Tunneln und entstand aus dem Umbau der Zahnradbahn Lausanne–Ouchy und der Verlängerung Richtung Norden.

Geplante Linie m3 und andere Erweiterungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Erweiterung des U-Bahn-Netzes ist eine neue Linie m3 geplant, die das Quartier Blécherette mit dem Stadtzentrum und dem Hauptbahnhof verbinden soll.[1][2] Von Blécherette soll die m3 via Palais de Beaulieu nach Flon führt und von dort bis zum Hauptbahnhof die derzeitige Trasse der m2 benützt. Gleichzeitig soll die Strecke Flon und Grancy zweispurig ausgebaut werden: Ein neuer Tunnel weiter westlich des bestehenden und eine neue Station in unmittelbarer Nähe der Perrons der SBB ermöglichen höhere Frequenzen und einfacheres Umsteigen.[2][3]

2012 hoffte man auf einen Baubeginn für die neue Strecke im Jahr 2018 und eine Eröffnung möglicherweise noch 2020.[2][4] Diese Termine konnten aber bei Weitem nicht eingehalten werden: 2019 wurde vom Kanton Geld für die Planung gesprochen.[5] 2022 gab das Kantonsparlament 320 Millionen Franken frei für den Bau der Strecke vom Bahnhof nach Flon, nachdem die Eidgenössischen Räte vier Jahre zuvor 97,3 Millionen bewilligt hatten.[6] Ende 2022 soll die Strecke von Flon nach Blécherette öffentlich aufgelegt werden.[3] Die Eröffnung ist für 2027 vorgesehen.[5]

Die Kosten wurden ursprünglich mit 460 Millionen Franken beziffert;[7] 2019 waren es schon 122 Millionen Franken mehr.[5]

Zudem gibt es Überlegungen, durch den bestehenden Tunnel TRIDEL, der die Gleise im Westen der Stadt mit der Kehrichtverbrennungsanlage in La Sallaz verbindet, eine m4 einzurichten.[8]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Métro Lausanne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Métro m3: Offizielle Seite der Stadt Lausanne (französisch)
  2. a b c Mehdi-Stéphane Prin: Le M3 se dévoile, avec son tracé et ses stations. 24 heures, 14. August 2012, abgerufen am 25. März 2013
  3. a b Grand Conseil unanime pour les métros m2 et m3. In: Axes Forts de transports publics urbains. Kanton Waadt, PALM, Transports publics lausannois, 9. Februar 2022, abgerufen am 23. Juli 2022 (französisch).
  4. Des logements en plus dans la tour de Beaulieu. 20 minutes, 15. März 2013, abgerufen am 26. März 2013
  5. a b c Lausanne – Le métro M2 s'étend, le M3 arrive en 2027. In: 24 heures. 13. Juni 2019, abgerufen am 23. Juli 2022 (französisch).
  6. Renaud Bournoud: Le métro M3 est financé pour aller jusqu’à la Blécherette. In: 24 heures. 17. Januar 2018, abgerufen am 23. Juli 2022 (französisch).
  7. Des investissements par milliards. Le Temps, 19. März 2013, abgerufen am 26. März 2013
  8. Charles Super: Lausanne : un métro M4 par le tunnel Tridel ? In: LFM Radio. 23. Oktober 2017, abgerufen am 23. Juli 2022 (französisch).