Métrolinie 3 (Paris)

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Strecke der Métrolinie 3 (Paris)
Karte
Streckenlänge: 11,7 km
Eröffnung: 1904
Fahrgäste (täglich): 241.000
Stationen: 25
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Wende- und Abstellgleise
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Pont de Levallois – Bécon
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Anatole France
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Louise Michel
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Wendeschleife
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Porte de Champerret
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Pereire CParis rer C jms.svg
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Wagram
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Malesherbes
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ehem. Wendeschleife
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Villiers 02Paris m 2 jms.svg
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Europe
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Saint-Lazare EParis rer E jms.svg 12Paris m 12 jms.svg 13Paris m 13 jms.svg 14Paris m 14 jms.svg
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RER A
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Havre – Caumartin AParis rer A jms.svg 09Paris m 9 jms.svg
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Auber
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Verbindungsgleis zur Linie 7
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Opéra AParis rer A jms.svg 07Paris m 7 jms.svg 08Paris m 8 jms.svg
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Quatre-Septembre
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Bourse
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RER B / RER C
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Sentier
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Réaumur – Sébastopol 04Paris m 4 jms.svg
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Verbindungsgleis zur Linie 11
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Arts et Métiers 11Paris m 11 jms.svg
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Temple
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Verbindungsgleis zur Linie 5
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Parmentier
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Rue Saint-Maur
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Verbindungsgleis zur Linie 2
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Martin Nadaud (bis 23. August 1969)
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ehem. Verbindungsgleis zur Linie 3bis
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Gambetta 03bisParis m 3bis jms.svg
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Verbindungsgleis zur Linie 3bis
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Betriebshof Saint-Fargeau
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Porte de Bagnolet T3bLogo Paris tram ligne3b.svg
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Gallieni
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Wende- und Abstellgleise

Die Linie 3 der Pariser Métro verbindet die Stationen Pont de Levallois – Bécon im Nordwesten und Gallieni im Osten von Paris.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Metrostation Père Lachaise 1991
Station Arts et Métiers, inspiriert von Jules Verne

Beim Bau der Linie 3 traten die gleichen Probleme wie bei den vorherigen Linien auf: Wasserläufe und schlechte Untergrundverhältnisse machten den Ingenieuren zu schaffen. Der Canal Saint-Martin wurde bei dieser Linie das erste Mal „unter Wasser“ von der Métro gekreuzt. An der Opéra sollten sich zukünftig die drei Linien 3, 7 und 8 kreuzen, man beschloss daher die Bauarbeiten in einem Rutsch abzuschließen; dies dauerte ein ganzes Jahr. Die Eröffnung geschah in zwei Etappen, aufgrund unerwarteter Schwierigkeiten beim Bau in Richtung Gambetta. Der Abschnitt zwischen Villiers und Père Lachaise wurde am 19. Oktober 1904 eröffnet, der Abschnitt zwischen Père Lachaise und Gambetta am 25. Januar 1905. Eingesetzt wurden 5-Wagen-Züge mit 3 Motorwagen.

Die erste Verlängerung der Linie 3 von Villiers nach Porte de Champerret war ursprünglich als Linie 3bis geplant und sollte unmittelbar nach der Eröffnung der Hauptlinie in Angriff genommen werden. Bei Porte Villiers musste dabei die Linie 2 gekreuzt bzw. unterfahren werden, was eine komplette Absenkung des bisherigen Bahnhofs erforderte. So zog sich die Verlängerung bis 1910 hin und konnte auch wieder nur in Etappen erfolgen: Von Villiers nach Péreire am 23. Mai 1910 und von Péreire nach Porte de Champerret am 15. Februar 1911. Den Plan einer 3bis gab man auf und fügte die Erweiterung in die Hauptlinie ein.

In den 1920er Jahren stellte man fest, dass eine Verlängerung der Métro in die Vorstädte unabdingbar werden würde und begann die Linie 3 um zwei weitere Abschnitte zu erweitern. Die erste Verlängerung von Gambetta nach Porte des Lilas erfolgte am 27. November 1927, am anderen Linienende wurde die Strecke von Porte de Champerret nach Pont de Levallois am 24. September 1937 eröffnet.

1967 erhielt die Linie 3 als erste neue Fahrzeuge der Baureihe MF67, 1970 wurde sie an die zentrale Signalisierung angeschlossen, 1973 der automatische Fahrbetrieb eingeführt

Im Frühjahr 1971 wurde der Verkehr auf der Linie 3 neu geregelt, da man am 2. April eine Verlängerung von Gambetta nach Gallieni in Betrieb nahm.

An der neu errichteten Zwischenstation Porte de Bagnolet teilt sich die Linie 3 in zwei Tunnel: der ältere führt zum Depot Saint-Fargeau, der andere, neue zur neuen Endstation Gallieni. In Gallieni wurde die Métro-Endstation in einen riesigen Park+Ride-Komplex eingebunden. Die Station wurde sehr großzügig ausgeführt, 2 Bahnsteige mit je 2 Gleisen und eine ausgedehnte Abstellanlage. Innerhalb dieses Komplexes befindet sich auch der Busbahnhof der Fernbusse von und nach Paris, so z.B. von Eurolines.

Der Streckenzweig von Gambetta nach Porte des Lilas wurde hierzu zu einer eigenständigen Linie umgewandelt: 3bis (27. März 1971). Hierzu mussten am Bahnhof Gambetta einige Umbauten vorgenommen werden. Westlich der alten Station wurden neue Plattformen in Betrieb genommen. Die alte Abfahrtsplattform wurde zur Endstation der neuen Linie 3bis. Die alte Ankunftsplattform wurde in einen Tunnel mit 3 Gleisen umgewandelt

Der Abstand zu vorhergehenden Station Martin Nadaud war ohnehin schon der kürzeste im gesamten Netz gewesen (230 m). Man beschloss daher, diese Station ganz aufzugeben und in die neue Station Gambetta zu integrieren. Die alten Bahnsteige dienen nun als Zugang zur neuen Station.

Die Linie 3 hat 17 Stationen, von denen 4 mit einer Metallplatte abgedeckelt sind, von der man sich Kostenersparnisse bei der Instandhaltung versprach.

Das Depot Saint-Fargeau wurde 1904 im 20. Arrondissement eröffnet und 1966 sowie 1993 modernisiert, um neues Fahrmaterial beherbergen zu können. Hier werden auf 15.000 Quadratmetern Fläche sämtliche Fahrzeuge der Linien 3, 3bis und 7bis gewartet.

Umbenennungen von Stationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Lauf der mehr als 100-jährigen Geschichte der Pariser Metro änderte sich die offizielle Bezeichnung einer ganzen Reihe von Stationen. Einige Stationen wurden sogar mehrmals umbenannt. Auf der Linie 3 waren vier Stationen betroffen:

Namensänderungen auf der Linie 3
heutiger Name seit frühere(r) Name(n)
Réaumur – Sébastopol 1907 Rue Saint-Denis
Havre – Caumartin 1926 Caumartin
Louise Michel 1946 Vallier

Champs-Élysées

Rue Saint-Maur (Métro Paris) 1998 Saint-Maur

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes: De Bienvenüe à Météor. 3. Auflage. La Vie du Rail, Paris 2004. ISBN 2-915034-32-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Métrolinie 3 (Paris) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien