Mór Jókai

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Mór Jókai, Lithographie von Adolf Dauthage (um 1880)
Mór Jókai (vor 1905)

Mór Jókai von Ásva [ˈmoːr ˈjoːkɒi], getauft als Jókay Móricz (* 18. Februar 1825 in Komárom, Kaisertum Österreich; † 5. Mai 1904 in Budapest, Österreich-Ungarn) war ein ungarischer Schriftsteller und Journalist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jókai verfasste vor allem historische Romane, die eine ihm eigene Romantik widerspiegeln. Er widmete sich zeitlebens der ungarischen Sprache. Jókai galt als liberaler ungarischer Patriot. Er war 1848 gemeinsam mit Sándor Petöfi Anführer der revolutionären ungarischen Jugend. 1897 wurde er Mitglied des ungarischen Reichstags.

Er war Herausgeber des Satire- und Witzblattes Az Üstökös, in dem er auch unter dem Pseudonym Kakas Márton (Martin Hahn) schrieb.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ein ungarischer Nabob (Egy magyar nábob, 1854), deutsch 1856
  • Die Baradlays (A kőszívű ember fiai, 1869)
  • Ein Goldmensch (Az arany ember, 1872), deutsch 1873
  • Einer stach ins Wespennest (Rab Ráby, 1879)
  • Der unglückliche Wetterhahn. Erzählungen (Válogatott Elbeszélések I–III, 1904)
  • Bis zum Nordpol. Ein klassischer Science-fiction-Roman. Zuerst als Bis an den Nordpol, oder Was ist mit dem Tegetthoff weiter geschehen? (Egész az északi polusig! vagy: mi lett tovább a Tegetthoffal?) erschienen in 25 Heften der Zeitschrift Az Üstökös vom 2. Jan. bis 19. Juni 1875, deutsch in 26 Heften vom 3. Jan. bis 22. Juli 1875 im Pester Lloyd
– auch unter dem Titel Zwanzigtausend Jahre unter dem Eise, (Illustrierte Weltall-Bibliothek Bd. 1, Karlsruhe und Leipzig 1914)
– und Reise in die Vergangenheit. Eine phantastische Polarfahrt., Zürich 1957[1]
  • Die beiden Trenck (A két Trenk, 1907)
  • Die Kleinkönige. Roman (A kiskirályok)
  • Die letzten Tage der Janitscharen. Roman (Janicsárok végnapjai, 1854)
  • Die schwarze Maske (Szegény gazdagok, 1860)
  • Die weiße Frau von Löcse. Roman über das Ungarn um 1710 (A lőcsei fehér asszony, 1885)
  • Hugo von Habenichts. Ein berüchtigter Abenteurer des 17. Jahrhunderts
  • Pußtafrühling. Zwei Erzählungen
  • Saffi. Novelle (Vorlage zum Libretto der Operette Der Zigeunerbaron von Johann Strauß (Sohn))
  • Schwarze Diamanten (Fekete gyémántok, 1870)
  • Zoltan Karpathy, der Sohn des Nabob. Roman (Kárpáthy Zoltán, 1854)
  • Der Roman des künftigen Jahrhunderts, Roman, deutsch 1879 (A jövő század regénye, 1872–74)

Verfilmungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1935: Der Zigeunerbaron – nach der Novelle „Saffi“
  • 1959: Das schwarze Gesicht (Szegeny gazdagok) – nach dem Roman „Arme Reiche“
  • 1962: Ein Goldmensch (Az aranyember)
  • 1965: Männer und Flaggen (A köszívü ember fiai) – auf DVD als Die Ritter des Königs veröffentlicht
  • 1966: Die Fehde der Geier (Egy magyar nábob) – nach dem Roman „Die letzten Nábobs“
  • 1966: Die Vergeltung (Kárpáthy Zoltán)
  • 1985: Jonas und der verschwundene Schatz (BRD)/Saffi und der Zigeunerbaron (DDR) (Szaffi) – ungarischer Zeichentrickfilm von Attila Dargay

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nach Jókai wurde am 7. Juli 2003 der Planetoid Jókaimór benannt.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Mór Jókai – Quellen und Volltexte
 Commons: Mór Jókai – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://hspfreunde.insideboard.de/index.php?page=Thread&threadID=17714/html
  2. 90370 Jókaimór, bei JPL