Möckernbrücke

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für den gleichnamigen U-Bahnhof siehe U-Bahnhof Möckernbrücke

52.49888888888913.380277777778Koordinaten: 52° 29′ 56″ N, 13° 22′ 49″ O

f1

Möckernbrücke
Möckernbrücke
Möckernbrücke über den Landwehrkanal
Nutzung Straßenverkehr
Überführt

Möckernstraße

Querung von

Landwehrkanal

Unterführt

U-Bahn (Hochbahnviadukt)

Ort Berlin-Kreuzberg
Konstruktion alt: Sandstein, neu: Stahlbetonbrücke mit Bogen unter der Fahrbahn
Gesamtlänge 34,4 m
Breite ca. 20 m
Längste Stützweite 16 m
Fertigstellung 1899, 1954 Neubau
Planer Friedrich Krause, Ludwig Hoffmann (1899)
Lage
Möckernbrücke (Berlin)
Möckernbrücke

Die Möckernbrücke im Ortsteil Kreuzberg des Berliner Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg führt die Möckernstraße zwischen Halleschem Ufer und Tempelhofer Ufer am Kilometer 5,4 über den Landwehrkanal; sie wird ihrerseits vom Viadukt der U-Bahn überquert.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Möckernbrücke um 1900; die Hochbahn wurde erst 1908 gebaut.

Die Möckernbrücke wurde in den Jahren 1898–1899 von Friedrich Krause und Ludwig Hoffmann als einbogige Sandsteinbrücke errichtet. Sie hatte eine Spannweite von 16 m und ersetzte die seit 1848 bestehende hölzerne Klappbrücke. Als Schmuck trug sie einen vom Bildhauer Otto Lessing gestalteten Fries.

Der Name der Brücke bezieht sich auf die Völkerschlacht und den Sieg von Blücher über die Franzosen in der Schlacht bei Möckern im Oktober 1813. Die Benennung erfolgte am Ende des 19. Jahrhunderts.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die alte Sandsteinbrücke zerstört. Im Jahr 1954 trat eine Spannbetonbrücke an ihre Stelle. Sie weist auf beiden Seiten 4,6 Meter breite Fußwege auf und die 10 Meter breite Fahrbahn besitzt in jede Richtung eine Fahrspur.

Zwischen 2004 und 2009 ließ das Wasser- und Schifffahrtsamt im Bereich dieser und weiterer Brücken über den Landwehrkanal eine umfassende Sanierung des Kanalufers in 6 Bauabschnitten auf 11 km Länge durch das Einbringen neuer Spundbohlen vornehmen.[1]

Umgebung[Bearbeiten]

Sowohl die Hochbahnbrücke als auch die Hallesche-Tor-Brücke ganz in der Nähe dieses Bauwerkes stehen unter Denkmalschutz. Zahlreiche Wohn-Mietshäuser in der Möckernstraße sind ebenfalls in ihrer Gründerzeitarchitektur beachtenswert und in der Berliner Denkmalliste enthalten. Das Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg ist ein ebenfalls sehenswerter Baudenkmalkomplex.[2] Südwestlich der Brücke befindet sich einer der barrierefreien Haupteingänge in den am 2. September 2011 eröffneten Park am Gleisdreieck.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Newsletter des Wasserstraßenamtes vom 6. März 2009; abgerufen am 8. März 2013 (PDF; 136 kB)
  2. Möckernstraße 128-130, Erweiterungsbau Amtsgericht aus den Jahren 1915–1921