Möhrendorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Möhrendorf
Möhrendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Möhrendorf hervorgehoben

Koordinaten: 49° 38′ N, 11° 0′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Erlangen-Höchstadt
Höhe: 272 m ü. NHN
Fläche: 13,18 km2
Einwohner: 4847 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 368 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91096
Vorwahlen: 09131, 09133
Kfz-Kennzeichen: ERH, HÖS
Gemeindeschlüssel: 09 5 72 142
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 16
91096 Möhrendorf
Website: www.moehrendorf.de
Bürgermeister: Thomas Fischer (CSU)
Lage der Gemeinde Möhrendorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt
Birkach (gemeindefreies Gebiet)Neunhofer ForstMark (gemeindefreies Gebiet)Kraftshofer ForstKalchreuther ForstGeschaidtForst TennenloheErlenstegener ForstBuckenhofer ForstNürnbergNürnbergLandkreis Nürnberger LandFürthLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimLandkreis FürthErlangenLandkreis AnsbachLandkreis BambergLandkreis BambergLandkreis ForchheimBuckenhofAurachtalEckentalHeroldsbergKalchreuthLonnerstadtMöhrendorfMühlhausen (Mittelfranken)Oberreichenbach (Mittelfranken)SpardorfUttenreuthVestenbergsgreuthWeisendorfWachenrothRöttenbach (bei Erlangen)MarloffsteinHöchstadt an der AischHeßdorfHerzogenaurachHemhofenGroßenseebachGremsdorfBubenreuthBaiersdorfAdelsdorfDormitzer ForstKarte
Über dieses Bild
Möhrendorf Luftaufnahme (2019)

Möhrendorf ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt. Möhrendorf ist berühmt für seine historischen Wasserschöpfräder.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt rund sechs Kilometer nördlich von Erlangen in der Ebene des Regnitztals, am westlichen Ufer des Flusses. Der westlich der Regnitz verlaufende Main-Donau-Kanal bildet die Grenze zum eingemeindeten Ortsteil Kleinseebach. In Kleinseebach mündet die Seebach in den Main-Donau-Kanal.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Möhrendorf hat 3 Gemeindeteile:[2]

Die Kleinseebacher Mühle ist kein Gemeindeteil.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Baiersdorf, Bubenreuth, Erlangen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martinskirche (St. Oswald – St. Martin)

Erste Besiedlungsspuren in der Umgebung von Kleinseebach stammen aus der Urnenfelderzeit. Die erste urkundliche Erwähnung von Möhrendorf und Kleinseebach datiert aus dem Jahr 1007, noch mit den Namen „Merdindorf“ und „Seuuaha“.[3]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1811 der Steuerdistrikt Möhrendorf gebildet, zu dem Kleinseebach, Kleinseebacher Mühle und Oberndorf gehörten. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurden zwei Ruralgemeinden gebildet:

  • Kleinseebach mit Kleinseebacher Mühle;
  • Möhrendorf mit Oberndorf.

Die Ruralgemeinde Möhrendorf unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Herzogenaurach und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Erlangen (ab 1920 Finanzamt Erlangen).[4] Am 12. Juli 1827 wurde die Gemeinde ans Landgericht Erlangen abgetreten.[5] Ab 1862 gehörte Möhrendorf zum Bezirksamt Erlangen (1938 in Landkreis Erlangen umbenannt). Für die Gerichtsbarkeit ist das Landgericht Erlangen und ab 1880 daneben das Amtsgericht Erlangen zuständig. Die Gemeinde hatte ursprünglich eine Gebietsfläche von 8,019 km².[6]

Möhrendorf hat sich in den vergangenen Jahrzehnten von einer landwirtschaftlich orientierten Gemeinde überwiegend zu einer Wohngemeinde entwickelt. Dazu dürfte seine gute Verkehrsanbindung innerhalb der Metropolregion Nürnberg mit eigener Anschlussstelle an der A 73 ebenso beigetragen haben wie seine Nähe zum Naherholungsgebiet Großer Bischofsweiher (Dechsendorfer Weiher) sowie zur Urlaubsregion Fränkische Schweiz.

Ortsnamenskunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Merdindorf leitet sich höchstwahrscheinlich von dem mittelalterlichen Personennamen Mardo ab.[3] Die gelegentlich als Ursprung angegebenen Ableitungen vom Namen Martin oder von einem mittelalterlichen Personennamen Merdin gelten als nicht plausibel. Obwohl direkte Belege für den Namen Mardo fehlen, kann dessen Existenz mit großer Sicherheit aus verschiedenen Ortsnamen rekonstruiert werden. Er geht vermutlich auf eine Person zurück, der Eigenschaften des Marders zugeschrieben wurden (z. B. kühn, verwegen, listig, vgl. Wolf). Im Jahre 1062 erschien der Ort als „Merindorf“ und im Jahre 1421 als „Merendorf“. Daraus entwickelte sich die Bezeichnung Möhrendorf.

Der Name Seuuaha (gesprochen Seewaha, abgeleitet vom althochdeutschen Begriff aha (Fließgewässer), aus dem später die Begriffe Ache und Bach entstanden) entwickelte sich zunächst zu „Sebach“, dann zu „Seebach“, später zu „Kleinseebach“ und bezieht sich auf das südlich vom Ortskern von Kleinseebach verlaufende Flüsschen Seebach. Das etwa neun Kilometer westlich an der Seebach gelegene Großenseebach wurde bei seiner ersten Erwähnung im Jahre 1348 ebenfalls als „Sebach“ bezeichnet.

Der Name Seuuaha deutet darauf hin, dass der Ort Kleinseebach möglicherweise bereits im 2. Jahrhundert gegründet wurde und vermutlich seitdem durchgehend besiedelt war. Der Name Merdindorf spricht für einen deutlich späteren Gründungszeitpunkt des Ortes Möhrendorf um das 8. Jahrhundert.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ehemalige Gemeinde Kleinseebach wurde am 1. Juli 1971 eingegliedert.[7]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde Möhrendorf:

Jahr 1818 1840 1852 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1961 1970 1987 2008 2013 2017
Einwohner 436 556 560 558 580 566 585 590 579 571 534 501 504 536 558 609 646 841 952 1159 1338 1531 3363 4440 4609 4879
Häuser[8] 65 83 99 98 104 132 154 245 844 1389
Quelle [9] [10] [11] [12] [11] [13] [11] [11] [14] [11] [11] [15] [11] [11] [11] [16] [11] [11] [11] [17] [6] [18] [19] [20] [20] [20]

Gemeindeteil Möhrendorf:

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 373 499 519 520 513 435 562 1115 1307 1501 2202
Häuser[8] 57 75 89 94 124 147 238 520
Quelle [9] [10] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [6] [18] [19]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Grünen Baum
Herrensitz in Oberndorf

Der historische Ortskern von Möhrendorf wird geprägt von dem massiven Sandsteinbau der Martinskirche mit dem umliegenden Gebäudeensemble, das teilweise von der Gemeindeverwaltung benutzt wird. Das Kirchengebäude wurde nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg im Jahre 1672 in der heutigen Form wieder aufgebaut. Westlich vom Ortskern an der Hauptstraße befindet sich ein Bildstock aus Sandstein aus der Zeit um 1500 mit dem Relief einer Kreuzigungsgruppe. Die als Naturdenkmal geschützten Schwedenföhren südlich vom Ortskern wurden vermutlich im 17. Jahrhundert gepflanzt.

Der sehenswerte Ortskern von Kleinseebach ist ein für die Region typisches und gut erhaltenes Bauerndorf mit zum Teil mehrere hundert Jahre alten Gebäuden, meist in Sandsteinbauweise. In Kleinseebach gibt es eine große Eiche und eine uralte Baumgruppe, die als Naturdenkmale geschützt sind.

Wasserschöpfräder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wasserschöpfräder – im Vordergrund das Schmiedsrad, im Hintergrund das Rinig-Rad

Eine Besonderheit in Möhrendorf sind die etwa zehn Wasserschöpfräder an der Regnitz, die zu den letzten ihrer Art in Mitteleuropa gehören. Sie schöpfen mit am Rad befestigten Holzeimern das wärmere und sauerstoffreiche Oberwasser aus dem Fluss in ein Rinnen-System zur Bewässerung der Felder und machen dadurch die anliegenden Wiesen besonders ertragreich.

Die Bewässerung ermöglichte statt einer drei Mahden (Ernten) von Heu und Grummet im Jahr. Das Wasser floss aus den Kümpfen (Eimern) des Schöpfrads in eine hölzerne Rinne und dann in ein ausgedehntes Grabensystem. Da ein Rad durchaus 8 ha Wiesen verschiedener Eigentümer bewässern konnte, waren die Wässerungszeiten der einzelnen Grundstücke minutiös festgelegt.[21]

Das Vierzigmannrad mit Stauwehr (Flügel)

Die Möhrendorfer Wasserschöpfräder sind bereits für den Anfang des 15. Jahrhunderts belegt. Im Jahre 1805 waren an der Regnitz zwischen Fürth und Forchheim auf einer Länge von ca. 25 Flusskilometern noch etwa 190 solche Wasserräder in Betrieb, so viele wie an keinem anderen Fluss in Mitteleuropa. Gemäß der in Teilen heute noch gültigen Baiersdorfer Wasserordnung aus dem Jahre 1693 dürfen diese nur von 1. Mai bis 30. September betrieben werden. Die wuchtigen Holzkonstruktionen, die an Mühlräder erinnern, werden heutzutage von ehrenamtlichen Helfern zu Beginn der Sommersaison aufgestellt und am Ende der Saison abgebaut und eingelagert. (Siehe auch Regnitz).

Ein stilisiertes Wasserschöpfrad befindet sich im Gemeindewappen von Möhrendorf, ebenso im Wappen des Landkreises Erlangen-Höchstadt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat von Möhrendorf besteht aus 16 Mitgliedern zuzüglich des 1. Bürgermeisters (Thomas Fischer, CSU). Der Gemeinderat ist auf sechs Jahre gewählt.

CSU Freie Wähler Grüne-Bürgerforum SPD FDP Gesamt
2014 5 4 3 2 2 16 Sitze
2020 6 3 4 1 2 16 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 15. März 2020)

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Möhrendorf führt seit 1985 ein Wappen.

Wappen von Möhrendorf
Blasonierung: „Über von Silber und Schwarz geviertem Wellenschildfuß in Rot ein sechsspeichiges silbernes Wasserschöpfrad mit sechs goldenen Eimern (Kümpfen).“[22]

Weiß-rote Gemeindeflagge[23]

Wappenbegründung: Möhrendorf besteht seit 1971 aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Möhrendorf und Kleinseebach. Möhrendorf ist berühmt wegen seiner Wasserschöpfräder. Daran erinnert das Wasserschöpfrad als zentrale Wappenfigur. Die Vierung von Silber und Schwarz im Schildfuß verweist auf die Territorialherrschaft der Markgrafen von Brandenburg-Bayreuth. Der Wellenschildfuß stellt die Lage der Gemeinde im Regnitztal dar und steht redend für den Ort Kleinseebach. Die Farben Rot und Silber stellen den Bezug zum Nürnberger Stadtwappen her und weisen auf die ehemaligen Inhaber des Herrensitzes Oberndorf hin, die zumeist aus dem Nürnberger Patriziat stammten.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Möhrendorf gibt es drei Kindergärten (in Trägerschaft der katholischen bzw. evangelischen Kirchengemeinde sowie des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes) mit zusammen etwa 190 Kindergartenplätzen und eine Grundschule mit etwa 200 Schülern. Ein Waldkindergarten in Vereinsträgerschaft wurde im Herbst 2014 eröffnet. Zudem gibt es zwei Kinderkrippen mit insgesamt 4 Gruppen und 60 Plätzen. Hinzu kommen noch drei weitere von Vereinen getragene Vorkindergärten. Seit Herbst 2013 sind nun auch erstmals zwei Hortgruppen verfügbar.

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St.-Laurentius-Kirche in Möhrendorf

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde hält ihre Gottesdienste aus Platzgründen nicht mehr in der historischen Kirche St. Oswald und St. Martin ab, sondern in der 1973 neu errichteten St.-Laurentius-Kirche an der Kleinseebacher Straße.[24] Der weithin sichtbare freistehende Turm (Campanile) dieser Kirche wurde erst Anfang der 1990er Jahre ergänzt. Sein Bau wurde durch die Großspende eines Erlanger Mineralölunternehmers ermöglicht und führte zu erheblichem Widerstand in Teilen der Möhrendorfer Bevölkerung. Die Auseinandersetzungen um den Bau des Turmes sorgten überregional für Schlagzeilen.

Die katholische Kirchengemeinde hält ihre Gottesdienste in der südwestlich des Zentrums gelegenen St.-Elisabeth-Kirche ab, die 1969 geweiht wurde.

2011 waren 30 % der Bewohner katholisch und 45 % evangelisch. Die restlichen 25 % gehörten entweder einer anderen oder keiner Religion an.[25] Damit ist Möhrendorf religiös fast gleich strukturiert wie Mittelfranken, aber der Anteil der katholischen und evangelisch Christen ist umgekehrt als in Bayern, und die Religiosität ist gleich wie in Franken deutlich höher als in Deutschland.[26]

Glockenspiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Glockenspiel der St.-Laurentius-Kirche besteht aus 29 Glocken. Jeden Mittag ertönt über die Automatik das Lied Üb immer Treu und Redlichkeit, das sich der Stifter des Glockenspiels in Erinnerung an das Potsdamer Glockenspiel gewünscht hat. Hundert verschiedene geistliche und weltliche Melodien erklingen über den Tag und das Jahr verteilt. Die sechs großen Läuteglocken und die kleinen Glockenspielglocken können auch über ein klavierartiges Manual gespielt werden. Dabei sind die „Tasten“ etwa 40 cm lange Hebel, die mit der Faust angeschlagen werden. Regelmäßig finden auch Glockenkonzerte statt.[27]

Sonstige Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Möhrendorf verfügt über einen Supermarkt mit Postagentur, eine Apotheke, drei Allgemeinärzte, drei Zahnärzte, einen Getränkemarkt sowie je eine Sparkassen- und Raiffeisenbank-Filiale, einen Schuh- und Schlüsseldienst, einen Zaunhändler sowie verschiedene Einzelhändler, Handwerksbetriebe, Metzgereien und Bäckereien. Es gibt mehrere Gasthäuser, Restaurants und Biergärten.

Größter Arbeitgeber ist das Softwarehaus imbus AG.

Möhrendorf und Kleinseebach haben eigene Freiwillige Feuerwehren.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die im Jahre 1839 erbaute, an der Regnitz gelegene ehemalige Mühle von Kleinseebach wurde 1992 bis 2016 mit dem Namen Mühlentheater als Kleinkunstbühne genutzt. Betrieben und von Gerd Fischer) bespielt. Angeboten wurden Theater-, Musical-, Kabarett-Aufführungen sowie ein Kleinkunstbetrieb mit angegliederter Gastronomie.[28] Die Mühle steht unter Denkmalschutz und besteht aus der Mühle, einem Wohnhaus und Nebengebäuden. Die ehemalige Schleif- und Pulvermühle, die sogenannte Kleinseebacher Mühle, besteht aus dem Wohnhaus, einem zweigeschossigen Sandsteinquaderbau mit Satteldach, Fledermausgauben und Gesimsgliederung von 1836, im Kern wohl älter, dem zweigeschossigen Mühlenbau aus dem 18./19. Jahrhundert und der ehemaligen Schleife, nach 1900 Pulvermühle, einem langgestreckten zweigeschossigen klassizistischen Sandsteinquaderbau mit dreigeschossigem Mittelrisalit von 1839–42, bezeichnet „1839“.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kreisstraße ERH 31/ER 4 verläuft nach Dechsendorf zur Staatsstraße 2240 (4,5 km südwestlich) bzw. zur Anschlussstelle 30 der Bundesautobahn 73 und weiter zur Staatsstraße 2244 (1 km südöstlich) zwischen Baiersdorf (2,25 km nordöstlich) und Bubenreuth (0,75 km südwestlich). Die Kreisstraße ERH 32 verläuft über Kleinseebach zur Kreisstraße ERH 5 zwischen Baiersdorf (1,25 km östlich) und Röttenbach zur Staatsstraße 2259 (6 km westlich).

Seit Juni 2006 steht ein zusätzlicher Fuß- und Fahrradweg nach Bubenreuth zur Verfügung, der die A 73 auf einer separaten Brücke überquert. Die Gemeindeverbindungsstraße nach Erlangen ist für den Autoverkehr gesperrt und daher bei Radfahrern und Inline-Skatern sehr beliebt.

Über die VGN-Buslinie 254 sind Kleinseebach und Möhrendorf mit Erlangen verbunden (ca. 10–20 Minuten Fahrtzeit). Die VGN-Buslinie 252 verbindet Kleinseebach und Möhrendorf mit Bubenreuth und Baiersdorf.

Der durch das Gemeindegebiet verlaufende Main-Donau-Kanal wird pro Tag durchschnittlich von etwa 20 Frachtschiffen sowie vereinzelt von Ausflugsschiffen befahren. Die beiderseits des Kanals auf den Deichen verlaufenden Wege in Richtung Fürth/Nürnberg bzw. in Richtung Baiersdorf/Bamberg werden als Fuß- und Radwege genutzt.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Heinrich Puchta (1769–1845), Rechtswissenschaftler und Richter
  • Paul Ritzer (1870–1951), Mitgründer des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes, des Vorgängers der IG Metall
  • Michael Ritzer (1904–1997), Werkzeugmacher, Gewerkschafter, Politiker, Träger des Bundesverdienstkreuzes

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Möhrendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Möhrendorf in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 27. September 2019.
  3. a b W.-A. v. Reitzenstein, S. 149f.
  4. H. H. Hofmann, S. 149.
    Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, S. 49 (Digitalisat).
  5. H. H. Hofmann, S. 140.
  6. a b c Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, Abschnitt II, Sp. 772 (Digitalisat).
  7. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 458.
  8. a b Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 2017 als Wohngebäude.
  9. a b Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 60 (Digitalisat). Für die Gemeinde Möhrendorf zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Oberndorf (S. 68).
  10. a b Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 91 (Digitalisat).
  11. a b c d e f g h i j k l Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, S. 170, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  12. a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1016, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  13. a b Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1182, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  14. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1113 (Digitalisat).
  15. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1180 (Digitalisat).
  16. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1218 (Digitalisat).
  17. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, Abschnitt II, Sp. 1051 (Digitalisat).
  18. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, S. 173 (Digitalisat).
  19. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 335 (Digitalisat).
  20. a b c LfStat: Möhrendorf: Amtliche Statistik. In: statistik.bayern.de. S. 6 und 12, abgerufen am 6. November 2019.
  21. Schöpfräder und Wiesen, in: Stadt-Land-Fluss, Erlangen und die Regnitz
  22. Eintrag zum Wappen von Möhrendorf in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  23. Möhrendorf. In: kommunalflaggen.eu. Abgerufen am 8. Juli 2020.
  24. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 22. März 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.erlangen-evangelisch.de
  25. Zensus 2011: Religionszugehörigkeit
  26. Zensus 2011: Vergleich mit Bayern und Deutschland
  27. Kirche St.Laurentius - Glockenspiel
  28. Erlanger Nachrichten: Letzter Vorhang im Mühlentheater ist gefallen.