Mölschbach

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Mölschbach
Wappen der ehemaligen Gemeinde Mölschbach
Koordinaten: 49° 22′ 54″ N, 7° 48′ 59″ O
Höhe: 362 m
Fläche: 8,67 km²
Einwohner: 1214 (31. Dez. 2011)[1]
Bevölkerungsdichte: 140 Einwohner/km²
Eingemeindung: 7. Juni 1969
Postleitzahl: 67661
Vorwahl: 06306
Mölschbach (Rheinland-Pfalz)
Mölschbach

Lage von Mölschbach in Rheinland-Pfalz

Mölschbach ist ein Dorf im Pfälzerwald und Ortsbezirk der kreisfreien Stadt Kaiserslautern. Der Ort hat etwa 1200 Einwohner und wurde am 7. Juni 1969 eingemeindet[2].

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mölschbach liegt im Zentrum des Naturparks Pfälzerwald in 334 Metern über Normalnull und ist der kleinste Ortsbezirk Kaiserslauterns. Der Ort ist über die Bundesstraße 48 mit der etwa 12 km entfernten Stadtmitte von Kaiserslautern verbunden. Zusätzlich ist Kaiserslautern mit einer Buslinie von Mölschbach aus erreichbar.

Die ehemals eigenständige Gemeinde Mölschbach gehört seit 1969 zur Stadt Kaiserslautern und zählt aktuell ca. 1200 Einwohner. Die berufstätigen Bürger pendeln zum Großteil entweder nach Kaiserslautern oder in Richtung der umliegenden Großstädte Ludwigshafen, Mannheim oder Saarbrücken um an ihren Arbeitsplatz zu gelangen. In Mölschbach selber sind nur wenige Gewerbe- oder Handwerksbetriebe angesiedelt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gegensatz etwa zur Landeshauptstadt Mainz ist Kaiserslautern nicht in Stadtteile gegliedert, sondern in Ortsbezirke. Das trägt der Tatsache Rechnung, dass die Hälfte dieser Gliederungseinheiten eingemeindete Dörfer sind. Bei Mölschbach ist die räumliche Trennung von den städtisch geprägten Siedlungen Kaiserslauterns am ausgeprägtesten.

Seit 1967 besteht eine Partnerschaft mit dem Ort Douzy in Frankreich, welche sich in den letzten 40 Jahren zu einem freundschaftlichen Verhältnis, mit regelmäßigen gegenseitigen Besuchen von Jugendlichen und Erwachsenen entwickelt hat.

Geschichte und Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wird erstmals 1222 in einer Urkunde des Paulusstifts Worms genannt, als dessen Dekan den Zehnten in Hochspeyer und seiner Filiale Mölschbach dem Kloster Höningen überließ.

Seit dem 14. Jahrhundert gehörte Mölschbach, als Teil der sogenannten Wirichshube, zur Herrschaft Wilenstein der Grafschaft Falkenstein.

Wilhelm Wirich von Daun-Falkenstein verkaufte die Grafschaft Falkenstein 1667 an Herzog Karl IV. von Lothringen, wodurch das Gebiet später an das Oberamt Winnweiler des habsburg-lothringischen Reichsteils Vorderösterreich fiel. Vor dem Verkauf der Grafschaft Falkenstein an Lothringen hatte Wilhelm Wirich von Daun-Falkenstein jedoch bereits 1664 die Wirichshube mit Mölschbach separat an die Kurpfalz abgetreten, die darauf Anspruch erhob, das Gebiet in Besitz nahm und es 1716 als Erblehen auf den Freiherrn Ludwig Anton von Hacke übertrug. Dieser begründete dort ein eigenes Territorium mit dem Hauptort Trippstadt, wo sich die Familie ein Schloss erbaute. Die Ansprüche auf die Wirichshube blieben jedoch bis zum Ende der Feudalzeit zwischen Österreich und Kurpfalz umstritten.[3][4]

Die Axt in der oberen Hälfte des Wappens steht für Wald- und Forstarbeit. Das Rad in der unteren Hälfte steht für die Grafschaft Falkenstein bzw. für die Grafen von Falkenstein.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung in der Kernstadt und in den Ortsbezirken www.kaiserslautern.de (PDF; 28 kB)
  2. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seite 181 (PDF; 2,6 MB)
  3. Michael Frey: Versuch einer geographisch-historisch-statistischen Beschreibung des königl. Bayer. Rheinkreises, Band 3, Seite 71, Speyer 1837; (Digitalscan)
  4. Historische Webseite zur Herrschaft Wilenstein