Hardt (Mönchengladbach)

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Koordinaten: 51° 12′ 9″ N, 6° 20′ 45″ O

Hardt-Mitte
Hardter Schöffensiegel
Fläche: 11,2 km²
Einwohner: 7408 (31. Mrz. 2012)
Bevölkerungsdichte: 662 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1929
Postleitzahl: 41169
Vorwahl: 02161
Karte

Lage von Hardt-Mitte im Mönchengladbacher Stadtbezirk Nord

Die Ortschaft Hardt gehört zu Mönchengladbach und liegt im Westen des Stadtgebiets. Hardt war bis zum 22. Oktober 2009 einer der zehn Mönchengladbacher Stadtbezirke. Seit der Umgestaltung der Stadtbezirke gehört Hardt zum Stadtbezirk Mönchengladbach Nord.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Toponym Hardt als Flurnamenbezeichnung stammt aus dem Althochdeutschen und bedeutet bewaldeter Hang oder Anhöhe.

Stadtbezirk Hardt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum ehemaligen Stadtbezirk Hardt gehören die Stadtteile Hardt-Mitte, Venn und Hardter Wald. Zum Stichtag 1. Januar 2000 hatte der Stadtbezirk 17.142 Einwohner. Davon entfielen auf den Stadtteil Hardt-Mitte 7467, auf Hardter-Wald 268 und auf Venn 9407 Einwohner. Zum Stadtteil Hardt-Mitte gehören neben der eigentlichen Ortschaft Hardt die Ortsteile Vorst und Winkeln, die Dörfer Rasseln und Piperlohof, sowie der kleine Weiler Wey zwischen Hardt und Dülken.

Ortschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten schriftlichen Belege für Hardt stammen aus dem Jahr 1116, ein weiterer aus dem Jahr 1135. In diesen Jahren besaß die Abtei Gladbach den so genannten Zehnten. Der Ort Hardt verfügte aber schon über ein eigenes Schöffenkollegium. Seit dem Mittelalter gehörte Hardt zum Amt Grevenbroich im Herzogtum Jülich. 1794 wurde der Ort von französischen Revolutionstruppen besetzt und kam an den Kanton Neersen. 1815 wurde Hardt ein Teil des Königreichs Preußen und 1836 entstand die Bürgermeisterei Hardt im Kreis Gladbach.

Im Jahr 1919 war Hardt eine preußische Landgemeinde im Rheinland bei München-Gladbach und hatte 3.720 Einwohner. 1927 wurde die Bürgermeisterei Hardt in Amt Hardt umbenannt. Seit 1929 gehört Hardt zu Mönchengladbach.

Im Jahr 1903 erfolgte hier die Grundsteinlegung für die heutige Städt. Hardterwald-Klinik. Diese wurde 1900 testamentarisch durch Louise Gueury gestiftet. Im Oktober 2011 verkauften die Städtischen Kliniken Mönchengladbach die Klinik für 2,3 Millionen Euro an die Eifelhöhen-Klinik AG. Diese hat das Gelände umgebaut und im April 2014 ein Reha-Zentrum für Herzpatienten eröffnet.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft Hardt liegt südlich der A 52 Roermond-Düsseldorf mit der Anschlussstelle Mönchengladbach-Hardt. Östlich von Hardt verläuft die A 61 von Koblenz nach Venlo mit der Anschlussstelle Mönchengladbach-Nordpark.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

katholische Kirche St. Nikolaus

Die Bevölkerung Hardts ist überwiegend römisch-katholisch. Die katholische Pfarrkirche ist dem heiligen Nikolaus geweiht. Die evangelische Kirchengemeinde unterhält mit dem Albert-Schweitzer-Haus ein Gemeindehaus mit Kirchsaal. (51,2° N, 6,35° O)

Hauptartikel: St. Nikolaus (Hardt)

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hardt gibt es einen Tischtennisclub, einen Tennisclub, einen Turnverein und den Fußballverein SC Hardt 19/31 e.V., dessen erste Mannschaft in der Kreisliga A (Gruppe 1) spielt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Körner: Über die Hardt. 25 Jahre Heimat- und Bürgerverein Hardt. Hrsg.: Heimat- und Bürgerverein Mönchengladbach-Hardt. artkonzeptkörner ug, Wegberg 2006, ISBN 3-00-020064-9 (Online-Dokument, PDF: 15,8 MB).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]