Mönkeberg

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Gemeinde in Schleswig-Holstein. Informationen über den Mönkeberg im Lipperland finden sich im Artikel Veldrom/Feldrom/Kempen.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Mönkeberg
Mönkeberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mönkeberg hervorgehoben
54.3510.18888888888912Koordinaten: 54° 21′ N, 10° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Plön
Amt: Schrevenborn
Höhe: 12 m ü. NHN
Fläche: 2,71 km²
Einwohner: 3961 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 1462 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24248
Vorwahl: 0431
Kfz-Kennzeichen: PLÖ
Gemeindeschlüssel: 01 0 57 051
Adresse der Amtsverwaltung: Dorfplatz 2
24226 Heikendorf
Webpräsenz: www.moenkeberg.de
Bürgermeister: Jens Heinze (SPD)
Lage der Gemeinde Mönkeberg im Kreis Plön
Karte

Mönkeberg ist eine Gemeinde im Kreis Plön in Schleswig-Holstein an der Kieler Förde.

Geschichte[Bearbeiten]

Blick von der Germaniakoppel auf den Hafen von Mönkeberg im Juli 2010

Mönkeberg wird im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts blieb es ein Bauerndorf mit weniger als 200 Einwohnern. Dann erfolgte ein Zuzug von Arbeitern und Angestellten der sich entwickelnden Kieler Werftindustrie sowie von Angehörigen der Marine des Reichskriegshafens Kiel. 1908 entstand eine feste Straße nach Kiel und um 1914 erfolgte der Anschluss an das Stromnetz. In den 1930er Jahren wurden in Mönkeberg unterirdische Öltanks zum Auftanken der Kriegsschiffe angelegt, was die Gegend im Zweiten Weltkrieg zu einem der Hauptziele der alliierten Luftangriffe machte. 95 Prozent aller Gebäude waren am Kriegsende zerstört. Nach dem Wiederaufbau verstärkte sich der Vor- und Wohnortcharakter des Ortes.

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung besteht aus 17 Mitgliedern. Die Kommunalwahl 2013 ergab für die SPD sieben Sitze, während die CDU und die Wählergemeinschaft UWG jeweils fünf Sitze erreichten.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau eine wachsende Signalbake, bestehend aus einem turmförmigen silbernen Stahlgerüst, das oben mit einer Galerie abschließt, und darüber einem roten Topp-Zeichen in Form eines auf die Spitze gestellten Dreiecks.“[2]

Partnerschaft[Bearbeiten]

Mönkeberg unterhält eine Partnerschaft mit der Gemeinde Holzheim in Rheinland-Pfalz.

Sport[Bearbeiten]

Es gibt in Mönkeberg den Sportverein SV Mönkeberg von 1910 e.V. mit den Sparten Judo, Trimm Dich (Herren ab 50 Jahren), Bogenschießen, Fußball (Herren ab 32 Jahren), Turnen, Tennis und Handball. Der Verein wurde unter dem Namen Faustballclub Jung Mönkeberg gegründet und war vor 1933 Mitglied des Arbeiter-Turn- und Sportbundes.

Des Weiteren gibt es einen Sportboothafen der Wassersport-Vereinigung Mönkeberg. Dieser wurde durch den Verein größtenteils in Eigenarbeit errichtet. Der Verein hat eine Jugendabteilung und eine Flotte an Jollen für das Segeltraining.

Sonstiges[Bearbeiten]

Wahrzeichen des Ortes ist eine große Bake, die, zuerst aus Holz, dann aus Stahl von den 1880er bis zu den 1980er Jahren die Hauptbake eines ganzen Ensembles von Baken im Gemeindegebiet von Mönkeberg war. Dieses konnte von vorbeikommenden Schiffen zur Kompensation der Magnetkompasse benutzt werden. Die Hauptbake wurde als Wahrzeichen stehengelassen und stilisiert in das Gemeindewappen aufgenommen.

Die Gemeinde hat eine eigene Grundschule (Grundschule an der Bake) und eine Freiwillige Feuerwehr.

Während der Sommermonate wird Mönkeberg von den Fähren der Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel auf der Strecke zwischen Kiel und Strande angefahren.

Von 1935 bis 1945 bestand eine militärische Eisenbahn von Dietrichsdorf zum Marine-Öllager Mönkeberg. Auf dieser Strecke verkehrte eine DWK-Lok vom Typ V 36 und eine Köf II. Heute ist von der Bahn noch die Trasse erkennbar.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

1964 bestritt der Speedway-Fahrer Egon Müller sein erstes Rennen in Mönkeberg ohne Fahrerlaubnis. Der Handballer Frank Dahmke stammt aus Mönkeberg.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Wolfgang Henze (Redaktion): Schleswig-Holstein Topographie. Band 6, Flying-Kiwi-Verlag Junge, Flensburg 2006, ISBN 3-926055-85-5 (edition sh:z).
  •  Hans Schöner: Mönkeberg in bewegter Zeit. 1920–1950. Gemeinde Mönkeberg, Mönkeberg 2004, ISBN 3-00-014539-7.
  •  Johannes Sommerfeld: Mönkeberg. Vom Bauerndorf zur Stadtrandgemeinde. Gemeinde Mönkeberg, Mönkeberg 1984, DNB 850403553.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mönkeberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein