Mönsheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Mönsheim
Mönsheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mönsheim hervorgehoben
Koordinaten: 48° 52′ N, 8° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Enzkreis
Höhe: 432 m ü. NHN
Fläche: 16,78 km2
Einwohner: 2783 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 166 Einwohner je km2
Postleitzahl: 71297
Vorwahl: 07044
Kfz-Kennzeichen: PF
Gemeindeschlüssel: 08 2 36 039
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Pforzheimer Straße 1
71297 Mönsheim
Webpräsenz: www.moensheim.de
Bürgermeister: Thomas Fritsch
Lage der Gemeinde Mönsheim im Enzkreis
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Über dieses Bild
Blick auf Mönsheim.

Mönsheim ist eine Gemeinde im Enzkreis in Baden-Württemberg. Sie gehört zur Region Nordschwarzwald und zur Randzone der europäischen Metropolregion Stuttgart. Die Gemeinde liegt im Heckengäu, jeweils etwa 15 Kilometer von Pforzheim, Mühlacker und Leonberg entfernt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Mönsheim gehören das Dorf Mönsheim, Schloss und Gehöft Obermönsheim und die Höfe Grenzbachhof und Lerchenhof. Im Gemeindegebiet liegt die Wüstung Friedrichshof.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mönsheim wurde im Jahre 1140 erstmals urkundlich erwähnt. Während der Zeit der Stammesherzogtümer gehörte der Ort zum Herzogtum Franken. 1339 kam die Ortschaft durch Graf Ulrich III. an Württemberg. Nach einem kurzen Zwischenspiel, in der das Kloster Maulbronn seit 1411 die Herrschaft hatte, gehört der Ort seit 1442 endgültig zu Württemberg.

Eine Ausnahme bildete Obermönsheim - ein Schlossgut mit eigener Gemarkung im Südwesten des heutigen Gemeindegebiets von Mönsheim, auf der auch der Lerchenhof lag. Obermönsheim gehörte weder zu Mönsheim noch zu Württemberg, sondern zu Baden-Durlach und war an verschiedene Adelsfamilien verlehnt. 1477 wurde Obermönsheim erstmals an die von Rieppur vergeben, in deren Besitz es dann 1584 bis 1782 dauerhaft blieb. Von 1787 bis 1918 war Obermönsheim im Besitz derer von Phull, allerdings gingen alle staatlichen Rechte im Verlauf des 19. Jahrhunderts an das Königreich Württemberg über.[3]

Die Diepoldsburg wurde während des Dreißigjährigen Krieges 1645 von französischen Truppen niedergebrannt, nur der ehemalige Bergfried blieb stehen.

Kreiszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Schaffung von Landkreisen in Württemberg 1809 wurde Mönsheim dem Oberamt Leonberg zugeordnet. Die Kommunalreform führte 1972 zur Zugehörigkeit zum Enzkreis.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1645: 0286 Einwohner
  • 1950: 1200 Einwohner
  • 1961: 1497 Einwohner
  • 1970: 1974 Einwohner
  • 1991: 2496 Einwohner
  • 1995: 2469 Einwohner
  • 2005: 2792 Einwohner
  • 2010: 2680 Einwohner
  • 2015: 2783 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in Mönsheim führte zu folgendem amtlichen Endergebnis[4]. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,4 % (2009: 62,4 %). Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze Ergebnis 2009
Freie Wähler 58,9 % 7 57,5 %, 7 Sitze
Bürgerliste Mönsheim (BL) 41,1 % 5 42,5 %, 5 Sitze

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Appenbergschule, heute eine Grundschule geht in ihrer Tradition bis auf das Jahr 1540 zurück. Die ehemalige Haupt- und Werkrealschule ist Teil der Gemeinschaftsschule Heckengäu.

Darüber hinaus gibt es noch die Kindergärten Wichtelhaus, Villa Kunterbunt und den Waldkindergarten Waschbären, der von Naturkinder e.V. Flacht betrieben wird.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wahrzeichen des Ortes ist der 22 Meter hohe steinerne Turm aus dem 13. Jahrhundert. Der ehemalige Bergfried ist der letzte erhaltene Rest der ehemaligen Diepoldsburg.
  • Die Nikolauskirche wurde im 11. Jahrhundert erbaut und erhielt im 14. Jahrhundert ihre jetzige Form.
  • Schloss Hohengeissberg, auch „Schloss Obermönsheim“ genannt, ist ein bewohntes Schloss der Freiherren von Gaisberg. Norman von Gaisberg betreibt die Forst um Mönsheim. Freiherr Eduard von Phull-Rieppurr starb auf Schloss Obermönsheim.
  • Aus dem 15. Jahrhundert stammt die Alte Kelter, die später bis 1966 als Schulgebäude diente.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Mönsheim gibt es Vereine aus den Bereichen Gewerbe, Hobby/Freizeit, Soziales und Sport, darunter der Stuttgarter Golf-Club Solitude.

Geschichte der Sportvereine in Mönsheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Sportverein in Mönsheim war der Turnverein, der im jahre 1896 einen Platz von der Gemeinde zur Verfügung gestellt bekam. Dieser Verein bekam später auch einen Platz auf dem Dobel zur Verfügung gestellt, um weitere Sportarten wie Fußball anbieten zu können. [5]

Im Jahre 1912 zeigten sich erste Spaltungerscheinungen, sodass zusätzlich zum Deutschen Turnverein ein Arbeiter-Sportverein gegründet wurde. Nach dem ersten Weltkrieg bestand lediglich der Arbeiter-Sportverein weiter. In den 1920ern gründete sich der Fußballverein Mönsheim, der fortan auch auf dem Platz auf dem Dobel spielte. Im Jahr 1928/29 wurde von der Gemeinde ein Spielfeld auf dem Appenberg zur Verfügung gestellt, im Jahre 1933 wurde der Arbeiter-Sportverein aufgelöst. 1938 erfolgte die Gründung einer Leichtathletikabteilung. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Gelände auf dem Appenberg von der Militärregierung beschlagnahmt. [5]

Am 20. Oktober 1945 gründete sich der Arbeiter-Turn- und Sportverein nach dem Zweiten Weltkrieg neu. Dieser benannte sich im Jahre 1950 in Spielvereinigung Mönsheim um. Im Jahre 1964 konnte der Verein das Sportgelände auf dem Appenberg wieder erwerben, im Jahre 1974 wurde ein neues Clubhaus gebaut. [5]

1976 wurde der Tennisclub Mönsheim gegründet. Bis 1978 baute der Verein auf dem Appenberg ein Clubhaus und mehrere Tennisplätze, die in der Folgezeit permanent erweitert wurden.[6] Mitte der 1990er wurde mit der Appenbergsporthalle eine neue Sporthalle gebaut, die sowohl von der SpVgg Mönsheim als auch vom Volleyballclub Mönsheim genutzt wird.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gustav Hoffmann u. Karl Seeger: Chronik der Gemeinde Mönsheim. Hrsg. von der Gemeinde Mönsheim, Mönsheim 1984.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mönsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle politisch selbständigen Gemeinden mit ausgewählten Merkmalen am 30.09.2016 (3. Quartal 2016) (XLS-Datei, 4,86 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2, S. 554–555.
  3. http://www.forstverwaltung-obermoensheim.de/index.php/geschichte (27. Juni 2015). Historischer Atlas von Baden-Württemberg, Karte VI.13.
  4. Kommunalwahldaten 2014 des Statistischen Landesamtes
  5. a b c Gustav Hoffmann und Karl Seeger: Chronik der Gemeinde Mönsheim. Hrsg.: Gemeinde Mönsheim. Mönsheim 1984, S. 570–573.
  6. Gustav Hoffmann und Karl Seeger: Chronik der Gemeinde Mönsheim. Hrsg.: Gemeinde Mönsheim. Mönsheim 1984, S. 553.