Mönsheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Mönsheim
Mönsheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mönsheim hervorgehoben
Koordinaten: 48° 52′ N, 8° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Enzkreis
Höhe: 432 m ü. NHN
Fläche: 16,78 km²
Einwohner: 2679 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 160 Einwohner je km²
Postleitzahl: 71297
Vorwahl: 07044
Kfz-Kennzeichen: PF
Gemeindeschlüssel: 08 2 36 039
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Pforzheimer Straße 1
71297 Mönsheim
Webpräsenz: www.moensheim.de
Bürgermeister: Thomas Fritsch
Lage der Gemeinde Mönsheim im Enzkreis
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Über dieses Bild
Blick über Mönsheim nach Osten.

Mönsheim ist eine Gemeinde im Enzkreis in Baden-Württemberg. Sie liegt im Heckengäu jeweils etwa 15 Kilometer von Pforzheim, Mühlacker und Leonberg entfernt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Mönsheim gehören das Dorf Mönsheim, Schloss und Gehöft Obermönsheim und die Höfe Grenzbachhof und Lerchenhof. Im Gemeindegebiet liegt die Wüstung Friedrichshof.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mönsheim wurde im Jahre 1140 erstmals urkundlich erwähnt. Während der Zeit der Stammesherzogtümer gehörte der Ort zum Herzogtum Franken. 1339 kam die Ortschaft durch Graf Ulrich III. an Württemberg. Nach einem kurzen Zwischenspiel, in der das Kloster Maulbronn seit 1411 die Herrschaft hatte, gehört der Ort seit 1442 endgültig zu Württemberg.

Eine Ausnahme bildete Obermönsheim - ein Schlossgut mit eigener Gemarkung im Südwesten des heutigen Gemeindegebiets von Mönsheim, auf der auch der Lerchenhof lag. Obermönsheim gehörte weder zu Mönsheim noch zu Württemberg, sondern zu Baden-Durlach und war an verschiedene Adelsfamilien verlehnt. 1477 wurde Obermönsheim erstmals an die von Rieppur vergeben, in deren Besitz es dann 1584 bis 1782 dauerhaft blieb. Von 1787 bis 1918 war Obermönsheim im Besitz derer von Phull, allerdings gingen alle staatlichen Rechte im Verlauf des 19. Jahrhunderts an das Königreich Württemberg über.[3]

Die Diepoldsburg wurde während des Dreißigjährigen Krieges 1645 von französischen Truppen niedergebrannt, nur der ehemalige Bergfried blieb stehen.

Bei der Schaffung von Landkreisen in Württemberg 1809 wurde Mönsheim dem Landkreis Leonberg zugeordnet. Die Kommunalreform führte 1972 zur Zugehörigkeit zum Enzkreis.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1645: 286
  • 1950: 1200
  • 2005: 2792

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in Mönsheim führte zu folgendem amtlichen Endergebnis[4]. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,4 % (2009: 62,4 %). Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze Ergebnis 2009
Freie Wähler 58,9 % 7 57,5 %, 7 Sitze
Bürgerliste Mönsheim (BL) 41,1 % 5 42,5 %, 5 Sitze

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Appenbergschule, heute eine Grund-, Haupt- und Werkrealschule geht in ihrer Tradition bis auf das Jahr 1540 zurück.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wahrzeichen des Ortes ist der 22 Meter hohe steinerne Turm aus dem 13. Jahrhundert. Der ehemalige Bergfried ist der letzte erhaltene Rest der ehemaligen Diepoldsburg.
  • Die Nikolauskirche wurde im 11. Jahrhundert erbaut und erhielt im 14. Jahrhundert ihre jetzige Form.
  • Schloss Hohengeissberg, auch „Schloss Obermönsheim“ genannt, ist ein bewohntes Schloss der Freiherren von Gaisberg. Norman von Gaisberg betreibt die Forst um Mönsheim. Freiherr Eduard von Phull-Rieppurr starb auf Schloss Obermönsheim.
  • Aus dem 15. Jahrhundert stammt die Alte Kelter, die später bis 1966 als Schulgebäude diente.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gustav Hoffmann u. Karl Seeger: Chronik der Gemeinde Mönsheim. Hrsg. von der Gemeinde Mönsheim, Mönsheim 1984.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mönsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2, S. 554–555.
  3. http://www.forstverwaltung-obermoensheim.de/index.php/geschichte (27. Juni 2015). Historischer Atlas von Baden-Württemberg, Karte VI.13.
  4. Kommunalwahldaten 2014 des Statistischen Landesamtes