Mörschwil

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Mörschwil
Wappen von Mörschwil
Staat: Schweiz
Kanton: Kanton St. Gallen (SG)
Wahlkreis: Rorschachw
BFS-Nr.: 3214i1f3f4
Postleitzahl: 9402
Koordinaten: 749119 / 259200Koordinaten: 47° 28′ 0″ N, 9° 25′ 0″ O; CH1903: 749119 / 259200
Höhe: 550 m ü. M.
Fläche: 9,84 km²
Einwohner: 3569 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 363 Einw. pro km²
Gemeindepräsident: Paul Bühler
Website: www.moerschwil.ch
Karte
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Mörschwil ist eine politische Gemeinde im Kanton St. Gallen in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde zeichnet sich durch eine Vielzahl von lose miteinander verbundenen Weilern aus – mit einem entsprechend kleinen Dorfkern. Die ursprünglich zum Bezirk Rorschach gehörende Gemeinde ist jetzt im Wahlkreis Rorschach. Das Gemeindegebiet schliesst sich unmittelbar an das östliche Ende der Stadt St. Gallen an und breitet sich Richtung Bodensee aus. Das Gebiet wird zu beiden Seiten von den zwei Flüsschen Goldach und Steinach begrenzt. Nachbargemeinden sind Berg, Steinach, Tübach, Goldach, Untereggen, St. Gallen und Wittenbach.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: In Rot ein stehender goldener Greif.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 811 als Maurini vilare erstmals genannte Ortschaft befindet sich nordöstlich der Stadt St. Gallen und gilt als ein Vorort dessen. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden auf Grund des Gesetzes zur Bekämpfung der Heimatlosigkeit jenische Familien eingebürgert.

Die Gemeinde hat sich in den letzten Jahren von einer landwirtschaftlich geprägten Struktur zu einer klassischen Vorortsgemeinde entwickelt. Typische Anzeichen dafür sind:

  • Enormes Bevölkerungswachstum von 1990 bis 2004 von 34.9 Prozent
  • Geringer Ausländeranteil mit rund 8 Prozent
  • Tiefster Steuerfuss im Kanton St. Gallen mit 75 % (Jahr 2018)
  • Gute Anbindung an die Stadt St. Gallen mit eigener Buslinie 11 und eigenem Bahnhof
  • Infrastrukturen sind auf die Stadt ausgerichtet: Kein Schwimmbad usw.

Um der Gefahr zu begegnen, sich zu einer Schlafgemeinde zu entwickeln, hat die Gemeinde früh begonnen, das Gewerbe zu fördern. Erfolg dieser Politik ist zum Beispiel die Ansiedlung von Firmen wie swiss windows. Aber auch zahlreiche andere Gewerbebetriebe sind zu finden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1809 1850 1900 1950 2000 2005 2007 2010 2011 2012
Einwohnerzahl 1324 1249 1584 1649 3116 3400 3366 3508 3518 3576

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet von Mörschwil liegt die Autobahnverzweigung Meggenhus (A1 / A1.1) und die früher zum Kohleabbau benutzten Cholegruebe. Der Dorfkern sowie einige Quartiere werden mit der Buslinie 11 der VBSG im 15 min. Takt (werktags) (Sonntags und Abends ab 19.30 mit der Postautolinie 210) erschlossen. Mörschwil hat einen eigenen Bahnhof an der Bahnstrecke Rorschach–St. Gallen.

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterstufe und Mittelstufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mörschwil verfügt über drei Schulhäuser, das Gallusschulhaus für die 1. bis 3. Klasse und das Otmarschulhaus sowie das Aleaschulhaus für die 4. bis 6. Klasse.

Oberstufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde Mörschwil gibt es keine Sekundarschule, dafür ein Gymnasium, die Untere Waid, ein Privatgymnasium (mit rund 110 Schülerinnen und Schüler) mit eidgenössischer Matura-Anerkennung. Von 1924 bis 2007 wurde das Gymnasium vom Orden der Patres von La Salette geführt. Heute sind die meisten Lehrkräfte Laien (Nichtordensleute). Im August 2007 ging die Schule an eine zivile Trägerschaft über. Die kleine Schule gilt als sehr weltoffen und ist bekannt für gute Führung durch engagierte Lehrkräfte. Das Gymnasium und Untergymnasium ist offen für Mädchen und Knaben aller Konfessionen; die Aufnahmebedingungen sind die gleichen wie die der öffentlichen Gymnasien des Kantons St. Gallen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mörschwil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 29. August 2017, abgerufen am 20. September 2017.