Mörsenbroich

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Wappen der Landeshauptstadt Düsseldorf
Mörsenbroich

Stadtteil der Landeshauptstadt Düsseldorf
Führt kein Wappen.svg
Lage im Stadtgebiet
Basisdaten [1]
Geograph. Lage   51° 15′ N, 6° 48′ O51.2556.807777777777838Koordinaten: 51° 15′ N, 6° 48′ O
Höhe   38 m ü. NN
Fläche   2,68 km²
Einwohner   14.363 (Stand 31. Dezember 2013)
Bevölkerungsdichte   5.359 Einwohner je km²
Eingemeindet   1909
Stadtbezirk   Stadtbezirk 6
Stadtteilnummer   064
Verkehrsanbindung
Autobahn   A52
Bundesstraße   B1 B7 B8
S-Bahn   S 6
Straßenbahn   701 708 712 719
Schnellbus   SB55
Buslinie   730 733 752 754 756 758 776 834
Am Mörsenbroicher Weg

Mörsenbroich [ˌmøʁzənˈbʁoːx] (siehe Dehnungs-i) ist ein Stadtteil von Düsseldorf und liegt im Stadtbezirk 6, ca. vier Kilometer nordöstlich der Innenstadt.

Lage[Bearbeiten]

Mörsenbroich grenzt an die Stadtteile Rath, Unterrath, Derendorf, Grafenberg und Düsseltal.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Mittelalter und der Neuzeit bis Ende des 19. Jahrhunderts war Mörsenbroich ein kaum besiedeltes weitgehend von Wald und Sumpf bedecktes Gebiet mit erst später einigen Bauernhöfen. Adelshöfe und Rittergüter waren nicht vorhanden, so dass bisher kaum schriftliche Nachweise für diese Zeit bekannt sind. Mit der stärkeren Besiedlung des nördlich von Düsseldorf liegenden Gebietes ab Ende des 18. Jahrhunderts gibt es erste Belege für diesen heutigen Stadtteil. In der Franzosenzeit wird das Dorf „Moersenbruch“ unter den zum Canton Düsseldorf gehörenden Ortschaften angeführt.[2] „Stahl“ führte in seiner Beschreibung des Regierungsbezirkes von 1817 für Düsseldorf auch bereits Mörsenbroich mit 348 Bewohner an.[3]

In einer Untersuchung von 1836 über die Ortschaften im Landkreis Düsseldorf und der Stadt wurde Mörsenbroich als Dorfschaft angeführt, die zum Gebiet von Düsseldorf-Derendorf gehörte. Zu dieser Zeit hatte Mörsenbroich 347 Einwohner und umfasste neben dem Dorf zusätzlich die Weiler „An der Linde“ (4 Häuser mit 21 Bewohner), „An den Wegen“ (3 Häuser mit 17 Bewohner) und „Am Schein“ (4 Häuser mit 39 Bewohner) sowie noch fünf Kothen.[4]

In den amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Düsseldorf wie beispielsweise dem Amtsblatt, wurde ab Mitte des 19. Jahrhunderts häufiger Mörsenbroich angeführt. Dies galt besonders für den Immobilienmarkt, in dem Grundstücke und Häuser für dieses Gebiet angeboten wurden.[5] Ein weiteres Beispiel von 1902. Hier wurde im Amtsblatt eine Straßenbenutzungsgebühr ausgeschrieben, die der Meistbietende erwerben konnte. Das „Chausseegeld“ für eine Durchgangsstraße in Mörsenbroich sollte an einer Barriere im Bereich des Aaperkothen erhoben werden.[6]

Allgemein[Bearbeiten]

Der Stadtteil ist durch den Verkehrsknotenpunkt „Mörsenbroicher Ei“, eine vielbefahrene, "eiförmige" Kreuzung, überregional bekannt.

Mörsenbroich hat 13.860 Einwohner (Stand 30. November 2007). Über den Stadtteil verteilt finden sich einige Kleingartenanlagen, eine der größeren der Stadt liegt zwischen dem Autobahnzubringer und der westlichen Stadtteilgrenze. Immer wieder stößt man in dem relativ ruhigen Viertel auf größere Grünanlagen. Mörsenbroich ist dafür bekannt, einen der größten und ältesten (seit 1979) Veedelszüge in der Düsseldorfer Karnevalssession zu haben.

Im Südosten Mörsenbroichs lag ein größeres Kasernengelände, das seit Beginn des 21.  Jahrhunderts zur Gartenstadt Reitzenstein umgestaltet wird. In der Umgebung finden sich grüne, beschauliche Wohngebiete, die bisweilen die Nähe zu den Luxusvierteln Düsseldorf-Zoo und Düsseldorf-Grafenberg erahnen lassen.

Thomaskirche

ÖPNV[Bearbeiten]

In die Innenstadt gelangt man mit den Straßenbahnlinien 701, 708 oder 712 in etwa 15 Minuten. An der Stadtteilgrenze Rath/Mörsenbroich liegt der S-Bahnhof bzw. Haltepunkt Düsseldorf-Rath Mitte, von dem man in 9 Minuten den Hauptbahnhof erreicht.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Amt für Statistik und Wahlen der Landeshauptstadt Düsseldorf: Statistiken für den Stadtteil 064 – Mörsenbroich
  2. Bormann und Daniels, in: Handbuch der für die Königlich Preußischen Rheinprovinzen verkündeten Gesetze.../Dritte Abteilung, 1841, Band 6, Köln, S. [17+18]5+6. Onlinefassung
  3. Stahl, in: Beschreibung des Regierungs-Bezirkes Düsseldorf, Gebietsunterteilung, 1817. S. [14]6. Onlinefassung
  4. Viebahn, Johann Georg von, in: Statistik und Topographie des Regierungsbezirkes Düsseldorf, 1836, S. 78. Onlinefassung
  5. Anzeigen im: Amtsblatt für Regierungs-Bezirk Düsseldorf, 1842, Nr. 103, S. [1060]435. Onlinefassung
  6. Anzeigen im: Amtsblatt für Regierungs-Bezirk Düsseldorf, 1842, Nr. 103, S. [1022]495. Onlinefassung