Mühlenfließ

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Mühlenfließ führt kein Wappen
Mühlenfließ
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mühlenfließ hervorgehoben

Koordinaten: 52° 7′ N, 12° 47′ O

Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Potsdam-Mittelmark
Amt: Niemegk
Höhe: 60 m ü. NHN
Fläche: 58,71 km2
Einwohner: 900 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 15 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 14822 (Nichel, Niederwerbig, Schlalach),
14823 (Grabow, Haseloff)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 033843, 033748 (Schlalach)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: PM
Gemeindeschlüssel: 12 0 69 402
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Großstraße 6
14823 Niemegk
Website: www.amt-niemegk.de
Bürgermeister: Jens Hinze
Lage der Gemeinde Mühlenfließ im Landkreis Potsdam-Mittelmark
Bad BelzigBeelitzBeetzseeBeetzseeheideBensdorfBorkheideBorkwaldeBrückBuckautalGolzowGörzkeGräbenHavelseeKleinmachnowKloster LehninLintheLintheMichendorfMühlenfließNiemegkNuthetalPäwesinPlanebruchPlanetalRabenstein/FlämingRosenau (Brandenburg)RoskowSchwielowseeSeddiner SeeStahnsdorfTeltowTreuenbrietzenWenzlowWerder (Havel)Wiesenburg/MarkWollinWusterwitzZiesarGroß KreutzBrandenburgKarte
Über dieses Bild

Mühlenfließ ist eine Gemeinde im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg. Sie gehört dem Amt Niemegk an.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in einem ausgedehnten Waldgebiet am Nordrand des Hohen Fläming zwischen dem Naturpark Nuthe-Nieplitz im Osten und dem Naturpark Hoher Fläming im Westen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile der Gemeinde sind nach der Hauptsatzung der Gemeinde:[2]

Des Weiteren wird der Wohnplatz Ziegelei ausgewiesen.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutigen Ortsteile der Gemeinde gehörten seit 1817 zum Kreis Zauch-Belzig in der preußischen Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Belzig im DDR-Bezirk Potsdam. Seit 1993 liegen sie im brandenburgischen Landkreis Potsdam-Mittelmark.

Die Gemeinde Mühlenfließ entstand am 1. Juli 2002 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Haseloff-Grabow, Nichel, Niederwerbig und Schlalach.[4]

Um bei der Namensgebung keines der beteiligten Dörfer zu bevorzugen oder zu benachteiligen, entschied man sich für das Gewässer, das von Südwesten nach Nordosten längs durch die Gemeinde fließt. Dieses heißt amtlich aber nicht Mühlenfließ, sondern Schlalacher Mühlengraben, nach älteren Karten einfach nur Mühlengraben. Über den Brück-Neuendorfer Kanal (auch Neuer Graben) gelangt sein Wasser in die Nieplitz und daraus über die Nuthe in die Havel.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
2002 999
2003 987
2004 978
Jahr Einwohner
2005 959
2006 980
2007 962
2008 946
2009 945
Jahr Einwohner
2010 950
2011 917
2012 909
2013 899
2014 904
Jahr Einwohner
2015 921
2016 904
2017 882
2018 900

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[5][6][7]: Stand 31. Dezember, ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Mühlenfließ besteht aus neun Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 ergab folgende Sitzverteilung:[8]

Partei / Wählergruppe Sitze
Freie Bürger und Bauern 4
Gemeinsam für Mühlenfließ 3
SPD 1
Einzelbewerber Torsten Hennig 1

Jens Hinze kandidierte sowohl als Gemeindevertreter als auch als Bürgermeister. Da er die Wahl zum Bürgermeister annahm, bleibt nach § 60 (3) des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes[9] sein Sitz in der Gemeindevertretung unbesetzt.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003–2014: Wilfried Dähne[10]
  • 2014–2016: Rudi Augustin (Freie Bürger und Bauern)
  • seit 2017: Jens Hinze[11]

Hinze wurde in der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 ohne Gegenkandidat mit 90,2 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[12] gewählt.[13]

Kirche in Nichel

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mühlenfließ liegt an der B 102 zwischen Niemegk und Treuenbrietzen und der Landesstraße 9 L 85 zwischen Brück und Treuenbrietzen. Die Bundesautobahn A 9 Berlin–München führt durch das Gemeindegebiet. Sie ist über die etwa fünf Kilometer entfernten Anschlussstellen Brück oder Niemegk zu erreichen.

Die Bahnstrecke Bad Belzig–Treuenbrietzen mit dem ehemaligen Haltepunkt Haseloff-Niederwerbig führte durch das Gemeindegebiet. Sie wurde 1962 stillgelegt.

Windpark Schlalach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Windpark Schlalach bei Schlalach besteht aus 16 Anlagen vom Typ Enercon E-82/E2 mit einer Nennleistung von 2,3 MW je Anlage. Die Nabenhöhe beträgt 138 Meter. Da jede Anlage einen Rotordurchmesser von 82 Metern hat, beträgt ihre Gesamthöhe 179 Meter. Wegen der schwierigen Bodenverhältnisse wurden alle 16 Windkraftanlagen auf Pfählen gegründet.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Matthias von Oppen (um 1565–1621), Kirchenpolitiker und wirtschaftlicher Reformer, geboren in Schlalach
  • Christian Friedrich Germershausen (1725–1810), Pastor in Schlalach, volkserzieherischer Schriftsteller (Die Hausmutter in all ihren Geschäften, Der Hausvater in systematischer Ordnung)
  • August Bercht (1790–1861), Publizist, Lyriker und Historiker, geboren in Niederwerbig

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BW
 Commons: Mühlenfließ – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2018 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Mühlenfließ vom 27. April 2010 PDF
  3. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg - Gemeinde Mühlenfließ
  4. Bildung einer neuen Gemeinde Mühlenfließ. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 30. April 2002. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 13. Jahrgang, 2002, Nummer 21, Potsdam, 22. Mai 2002, S. 555 PDF
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Potsdam-Mittelmark. S. 22–25
  6. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2017 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  7. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  8. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  9. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz § 60
  10. Kommunalwahlen 26.10.2003. Bürgermeisterwahlen, S. 30
  11. Bürgermeister: „Uns fehlt eine komplette Generation“. In: Märkische Allgemeine, 23. April 2019
  12. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)
  13. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019