Mühlgraben (Burgenland)

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Mühlgraben
Wappen von Mühlgraben
Mühlgraben (Burgenland) (Österreich)
Mühlgraben (Burgenland)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Jennersdorf
Kfz-Kennzeichen: JE
Fläche: 5,54 km²
Koordinaten: 46° 53′ N, 16° 3′ O46.8916.056388888889318Koordinaten: 46° 53′ 24″ N, 16° 3′ 23″ O
Höhe: 318 m ü. A.
Einwohner: 403 (1. Jän. 2015)
Bevölkerungsdichte: 73 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8385
Gemeindekennziffer: 1 05 12
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Feldanergraben 1/1
8385 Mühlgraben
Website: www.muehlgraben.at
Politik
Bürgermeister: Reinhard Knaus (SPÖ)
Gemeinderat: (2012)
(11 Mitglieder)
7
2
2
Von 11 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Mühlgraben im Bezirk Jennersdorf
Deutsch Kaltenbrunn Eltendorf Heiligenkreuz im Lafnitztal Jennersdorf Königsdorf Minihof-Liebau Mogersdorf Mühlgraben Neuhaus am Klausenbach Rudersdorf Sankt Martin an der Raab Weichselbaum BurgenlandLage der Gemeinde Mühlgraben (Burgenland) im Bezirk Jennersdorf (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Mühlgraben ist eine Gemeinde im Bezirk Jennersdorf im Burgenland in Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Malomgödör.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im südlichen Burgenland am Dreiländereck zwischen Österreich, Ungarn und Slowenien. Die Ortschaft hat eine Fläche von 555 ha und liegt in etwa 300 bis 392 m Höhe über Normalnull. Mühlgraben ist der einzige Ort in der Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten]

Mühlgraben, vor 1921 „Malomgódór“ genannt, war bis 1970 eine selbständige Gemeinde. Von 1971 bis 1992 wurde die Gemeinde ein Ortsteil von Neuhaus am Klausenbach. Aus einem Siedlungsbuch geht hervor, das der Ort erstmals 1387 mit dem Namen „Mechnuk“ genannt wurde. Der Ortsname verdankt seine Entstehung vermutlich einem Rinnsal, an dem eine Mühle stand. Weitere Namen sind im Siedlungsnamensbuch zu finden: 1555 „Milihgrom“, 1660 „Melgrob“, 1698 „Milgrom“ und seit 1751 „Mühlgraben“ (Urbar von Neuhaus am Klausenbach).

Im Jahre 1958 wurde in Mühlgraben mit dem Bau einer Volksschule begonnen, die bereits ein Jahr später fertiggestellt war. Erst mit diesem Moment begann das gesellschaftliche Zusammenwachsen innerhalb der Gemeinde; früher waren die Kinder des Ortes in den Schulen der umliegenden Gemeinden unterrichtet worden. 1973 wurde in Mühlgraben mit dem Bau eines Sportplatzes begonnen. Im Jahre 1985 entstand die Kindergartengruppe Mühlgraben als Teil des Kindergarten Neuhaus/Klb. 1991 wurde der Kindergartenbetrieb wieder eingestellt. Diese Maßnahme war wohl letztendlich der Anlass für eine neuerliche Trennung von der Großgemeinde Neuhaus. Auf Initiative des Elternvereines wurde der Kindergarten umgebaut und noch im Herbst desselben Jahres als Privatkindergarten wieder eröffnet. Nach der Gemeindetrennung übernahm die Gemeinde wieder den Betrieb. Seit Jänner 2003 hat die Gemeinde nach vormaliger Verwaltungsgemeinschaft mit Neuhaus am Klausenbach auch wieder ihre eigene Gemeindeverwaltung inne (inklusive Standesamt).

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Religion[Bearbeiten]

Die Einwohner von Mühlgraben sind zu 53 % Protestanten und zu 40 % Katholiken.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Reinhard Knaus von der SPÖ.

Die Mandatsverteilung (11 Sitze) in der Gemeindevertretung ist SPÖ 7, ÖVP 2, FPÖ 2, Grüne 0 und andere Listen 0 Mandate.

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • Michael Prem (bis 1910)
  • Josef Holzmann (1910–1918)
  • Karl Halb (1918–1933)
  • Karl Holzmann (1933–1938)
  • Franz Weber (1938–1945)
  • Johann Lipp (1945–1946)
  • Peter Gartner (1946–1950)
  • Eduard Prem (1950–1958)
  • Karl Knaus (1958–1962)
  • Wilhelm Knaus (1962–1965)
  • Karl Knaus (1965–1967)
  • Franz Jud (1967–1970)
  • Wilhelm Halb (1992–2002)
  • Reinhard Knaus (seit 2002)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Früher waren die Menschen in Mühlgraben größtenteils in Landwirtschaft und Viehzucht beschäftigt. Mittlerweile hat sich ein Strukturwandel vollzogen. Mühlgraben hat sich von einer Landwirtschafts- zu einer Arbeitnehmergemeinde entwickelt, wobei der größte Teil nach außerhalb pendeln muss. Parallel dazu hat sich Kleingewerbe angesiedelt und bildet einen bedeutenden Faktor für die Wirtschaft in der Gemeinde.

Deutliche Zeichen werden in Richtung Jugend gesetzt. So war die Gemeinde Mühlgraben 1993 Preisträger im Bewerb „Jugendfreundlichste Gemeinde des Burgenlandes“.

Als aufstrebende Tourismusgemeinde werden von Seiten der Gemeinde auch in dieser Richtung Aktivitäten veranlasst. So zum Beispiel der Wildwechselweg, ein interaktiver Naturerlebnisweg für Jung und Alt.

Weblinks[Bearbeiten]

Blick auf den Ort Mühlgraben von Südwesten