Müller (Familienname)

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Müller ist mit seinen Varianten der häufigste deutsche Familienname.

Herkunft und Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Personenname Müller geht auf den Beruf des Müllers (mittellateinisch molinarius) zurück. Die Römer hatten die Mühlentechnik über die Alpen gebracht, wobei es sich zunächst um Handmühlen oder von Zugtieren angetriebene Mühlen handelte. Bereits seit dem 5. bis 8. Jahrhundert verfügten Gutshöfe und Burgen auch über Wassermühlen. Die Wasserkraftnutzung durch Mühlen war ein entscheidender technischer Fortschritt des europäischen Mittelalters und führte seit dem 12. Jahrhundert zur deutlichen Zunahme der Berufsmüller. Müller waren für Klöster und den Adel eine wichtige Abgabenquelle. Um 1200 wurde den Bauern verboten, ihre eigenen Handmühlen weiter zur Mehlerzeugung zu benutzen. Ortsnamen zeigen, dass sich um herrschaftliche Mühlen herum Siedlungen bildeten. Windmühlen breiteten sich vor allem in der Frühneuzeit im Nordwesten Deutschlands aus. Um 1860 soll es in Deutschland noch bis zu 65.000 Mühlen gegeben haben.[1][2]

Der Name Müller findet sich dementsprechend überall im deutschen Sprachraum.

Deutschstämmige oder andere Personen, deren Vorfahren Müller hießen, schreiben den Namen heute nicht selten Mueller oder Muller, wenn sie in Ländern leben, deren Schriftsprache den Umlautü“ nicht kennt.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verteilung des Nachnamens Müller in Deutschland

Müller ist der häufigste Familienname im deutschen Sprachraum. Allein in Deutschland gibt es dazu mehr als 320.000 Einträge im Telefonbuch (1,5 %) (Zahl von 1996). Dazu kommen noch rund 40.000 Einträge der Varianten (siehe: Liste der häufigsten Familiennamen in Deutschland). Nach Angaben von Jürgen Udolph tragen etwa 700.000 Deutsche den Namen Müller. Weltweit rangiert Müller (einschließlich der Schreibvarianten Mueller und Muller) mit rund einer Million Namensträgern auf dem 10. Platz der häufigsten Familiennamen der Welt, hinter Smirnow (2,5 Millionen, Platz 9) und Smith (4 Millionen, Platz 8).[3]

Verwandte Namen und Varianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusammensetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt zahlreiche Zusammensetzungen, die zum Beispiel die Lage oder Art der Mühle genauer beschreiben. Beispiele: Bachmüller, Burgsmüller, Hammermüller, Hasenmüller, Holzmüller, Neumüller, Obermüller, Riedmüller, Sägemüller, Stegmüller, Teichmüller, Windmüller, Wolfmüller.

Aufgrund der großen Verbreitung des Namens und der damit verbundenen Verwechslungsgefahr wurden von öffentlich tätigen Namensträgern oft Namenszusätze, häufig Ortsnamen, gewählt, die zu Doppelnamen führen (Beispiele: Müller-Elmau, Herr Müller-Lüdenscheid).

Andere Verwendungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namensträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Z[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zeno Müller (1818–1894), österreichischer Benediktiner, Abt des Stiftes Admont

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gudrun Schury: Wir heißen Müller. Und das ist auch gut so! Fast alles über den erfolgreichsten deutschen Namen. Eichborn, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-8218-6042-8.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cajo Kutzbach: Mühlen, sanfte Energiequellen des Mittelalters. In: Deutschlandfunk, 25. August 2011, abgerufen am 2. November 2019.
  2. Josef Jörissen: Herkunft und Entwicklung der Mühlen im Rheinland. In: Niederrhein-Magazin, Nr. 19 (Frühjahr/Sommer 2015), S. 24–32 (online).
  3. Los 10 apellidos más populares del mundo… ¿Está el tuyo? In: NNC.mx, 1. März 2012, abgerufen am 2. November 2019 (spanisch).