München

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt München
München
Deutschlandkarte, Position der Stadt München hervorgehoben
48.13722222222211.575555555556515Koordinaten: 48° 8′ N, 11° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Höhe: 515 m ü. NHN
Fläche: 310,71 km²
Einwohner: 1.388.308 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 4468 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 80331–81929[2]
Vorwahl: 089
Kfz-Kennzeichen: M
Gemeindeschlüssel: 09 1 62 000
Stadtgliederung: 25 Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marienplatz 8
80331 München
Webpräsenz: www.muenchen.de
Oberbürgermeister: Christian Ude (SPD)
Lage der Landeshauptstadt München im Freistaat Bayern und im Regierungsbezirk Oberbayern
Weiden in der Oberpfalz Straubing Würzburg Schwabach Schweinfurt Regensburg Rosenheim Nürnberg Nürnberg Passau Landshut Memmingen Kaufbeuren Kempten Ingolstadt Fürth Hof Erlangen Coburg Bayreuth Bamberg Augsburg München Aschaffenburg Amberg Ansbach Landkreis Würzburg Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Unterallgäu Landkreis Traunstein Landkreis Tirschenreuth Landkreis Straubing-Bogen Landkreis Starnberg Landkreis Schweinfurt Landkreis Schwandorf Landkreis Rottal-Inn Landkreis Roth Landkreis Rosenheim Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Regensburg Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Regen Landkreis Passau Landkreis Ostallgäu Landkreis Oberallgäu Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neu-Ulm Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis München Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Miltenberg Landkreis Miesbach Landkreis Main-Spessart Landkreis Lindau (Bodensee) Landkreis Lichtenfels Landkreis Landshut Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Kulmbach Landkreis Kronach Landkreis Kitzingen Landkreis Kelheim Landkreis Hof Landkreis Haßberge Landkreis Günzburg Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Fürth Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Freyung-Grafenau Landkreis Freising Landkreis Forchheim Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Erding Landkreis Eichstätt Landkreis Ebersberg Landkreis Donau-Ries Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Deggendorf Landkreis Dachau Landkreis Coburg Landkreis Cham Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Bayreuth Landkreis Bamberg Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Bad Kissingen Landkreis Augsburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Ansbach Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Altötting Landkreis Aichach-Friedberg Bodensee Schweiz Österreich Baden-Württemberg Hessen Tschechien Sachsen ThüringenKarte
Über dieses Bild
Offizielles Logo der Landeshauptstadt München
Luftbild der Münchner Innenstadt mit Marienplatz, Neuem Rathaus und Liebfrauendom (2009)
Altstadt-Panorama (Sicht von St. Peter)

München?/i [ˈmʏnçn̩] (bairisch Minga, lateinisch Monacum, Adjektiv monacensis) ist die Landeshauptstadt des Freistaates Bayern. Sie ist mit 1,4 Millionen Einwohnern,[3] davon 25 Prozent Ausländer,[4] die einwohnerstärkste und flächenmäßig größte Stadt Bayerns und nach Berlin und Hamburg die nach Einwohnern drittgrößte Kommune der Bundesrepublik Deutschland und die zwölftgrößte der Europäischen Union. Außerdem ist München mit rund 4500 Einwohnern je Quadratkilometer die am dichtesten bevölkerte Gemeinde Deutschlands. München wird unter ökonomischen Kriterien zu den Weltstädten gezählt.[5]

Die Landeshauptstadt München ist eine kreisfreie Stadt, zudem Verwaltungssitz des die Stadt umgebenden gleichnamigen Landkreises sowie des Landratsamtes München, des Bezirks Oberbayern und des Regierungsbezirks Oberbayern. Die Stadt ist außerdem Zentrum der Planungsregion München, in der mehr als 2,7 Millionen Menschen leben,[6] und der europäischen Metropolregion München mit rund 5,6 Millionen Einwohnern.

München wurde 1158 erstmals urkundlich erwähnt. 1255 wurde die Stadt bayerischer Herzogssitz, war ab 1328 kaiserliche Residenzstadt und wurde 1506 alleinige Hauptstadt Bayerns. München ist Sitz zahlreicher nationaler und internationaler Behörden sowie wichtiger Hochschulen, bedeutender Museen und Theater. Durch eine große Anzahl sehenswerter Bauten, internationaler Sportveranstaltungen, Messen und Kongresse sowie das Oktoberfest ist München ein Anziehungspunkt für den Tourismus. München ist eine der wirtschaftlich erfolgreichsten und am schnellsten wachsenden Großstädte Deutschlands und Sitz zahlreicher Konzerne und Versicherungen. Die Stadt ist nach Frankfurt am Main der zweitwichtigste Finanzplatz Deutschlands und zugleich eines der bedeutendsten Finanzzentren weltweit.

In der Städteplatzierung des Beratungsunternehmens Mercer belegte München im Jahr 2012 unter fünfzig Großstädten weltweit nach Infrastruktur den zweiten und nach Lebensqualität den vierten Platz.[7]

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Satellitenfoto der Region München

Geologie

Das Alpenvorland zwischen Kalkalpen und Donau, in dem sich auch München befindet, liegt auf einem tiefen Senkungsbecken, das seit Millionen von Jahren hauptsächlich aus Abtragungen der Alpen aufgefüllt wird. Im Tertiär wurden dort überwiegend Sand- und Geröllmassen durch Flüsse aus den Alpen abgelagert. Während der nachfolgenden Eiszeiten, deren letzte vor etwa 10.000 Jahren endete, bildeten sich im Alpenbereich große Gletscher- und Schmelzwasserströme, die im Voralpenland Moränenhügel und Schotterebenen zurückließen. Die 55 km breite Münchner Ebene, welche an den Endmoränen des Isarvorlandgletschers ansetzt, ist eine schiefe Ebene mit einem Höhenunterschied von 300 Metern zwischen Holzkirchen im Süden und Moosburg im Norden, deren Oberflächenformen in erster Linie durch den würmeiszeitlichen Schotter gebildet werden. Allein in München beträgt der Höhenunterschied zwischen dem höchsten Punkt der Stadt (auf dem Gut Warnberg im Süden) und dem äußersten Norden des Stadtgebiets gut 100 Meter. Im Süden der Ebene sind die Flüsse, insbesondere die Isar, tief eingeschnitten. Auf diesen Schotterböden findet man wie im Süden von München vermehrt Wälder, wie den Perlacher Forst und den Forstenrieder Park, auch weil der Grundwasserspiegel hier relativ tief liegt. Im Norden der Stadt dagegen, wo sich der Grundwasserspiegel nahe der Oberfläche befindet, liegen große Niedermoore, wie das Dachauer Moos im Nordwesten und das Erdinger Moos im Nordosten.

Topographie

Die höchste Stelle Münchens liegt an der äußersten südlichen Stadtgrenze im Stadtteil Solln. Sie befindet sich rund 600 m südlich vom Gutshof Warnberg (etwa 579 m ü. NHN) direkt südlich zweier am Waldrand des Forstenrieder Parks gelegenen Fußballplätze und liegt auf 580,5 m ü. NHN.[8] Der tiefste Punkt liegt an der äußersten nördlichen Stadtgrenze im Stadtteil Feldmoching an der östlich vom Naturschutz- und Waldgebiet Schwarzhölzl gelegenen Regattaanlage Feldmoching-Oberschleißheim, deren Wasserspiegel sich auf etwa 480 m ü. NHN[8] befindet.

Ruhmeshalle und Bavaria am Westrand der Theresienwiese, angelegt unter Ausnutzung einer Geländestufe, die halb München durchzieht.

Die Isar durchfließt das Stadtgebiet auf einer Länge von 13,7 km von Südwest nach Nordost, parallel dazu läuft bis Sendling der Isar-Werkkanal. In der Isar liegen die Museumsinsel mit dem Deutschen Museum und in unmittelbarer Nähe flussabwärts die Praterinsel. In den südlichen Stadtteilen ist die Isar stark in die Schotterebene eingeschnitten, mit Steilkanten auf beiden Seiten. Wo sich die linke Geländestufe von der Isar entfernt, breitet sich der tiefgelegene Stadtteil Thalkirchen aus. Die Stufe ist noch deutlich erkennbar in Sendling[9] und an der Westseite der Theresienwiese. Am rechten Isarufer liegen der Tierpark und der Stadtteil Au unterhalb der Geländestufe, die sich in Innenstadtnähe wieder dem Fluss nähert (Gasteig = gacher [steiler] Steig; städtebaulich prominente Rampen am Maximilianeum und am Friedensengel), bevor sich im nördlichen Stadtteil Oberföhring der Höhenunterschied allmählich verliert.

Weitere Fließgewässer sind die Würm, die aus dem Starnberger See kommend den Westen Münchens durchfließt, der Hachinger Bach, der im Südosten bei Perlach in das Stadtgebiet eintritt und nördlich von Neuperlach unterirdisch weitergeführt wird, sowie etliche von der Isar abzweigende Stadtbäche wie der Eisbach und der Auer Mühlbach. Seen im Münchner Stadtgebiet sind der Kleinhesseloher See im Englischen Garten, der See im Olympiagelände, die Dreiseenplatte mit Lerchenauer, Fasanerie- und Feldmochinger See im Norden sowie im Westen der Langwieder See und der Lußsee, die zur Langwieder Seenplatte gehören. Im Süden liegt in der Nähe des linken Isarufers der Hinterbrühler See.

Ausdehnung

Die Gesamtfläche Münchens beträgt 31.041,91 Hektar. Davon entfallen 44,1 % auf Gebäude und zugehörige Freiflächen, 17,2 % auf Verkehrsflächen, 15,5 % auf Landwirtschaftsflächen, 15,5 % auf Erholungsflächen, 4,1 % auf Waldflächen, 1,3 % auf Wasserflächen und weitere 2,2 % auf Flächen anderer Nutzung. (Stand: 1. Januar 2007) Die Grenze der Stadt umfasst 118,9 km. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt von Nord nach Süd 20,7 km und von Ost nach West 26,9 km. (Stand 31. Dezember 2007)[10]

Panoramabild Münchens, aufgenommen vom Olympiaturm

Bezirke und Nachbargemeinden

Das Münchner Stadtgebiet ist nicht in Ortsteile im gemeinderechtlichen Sinn unterteilt,[11] sondern nur in Stadtbezirke. Deren Zahl war bis zum Zweiten Weltkrieg auf 41 gestiegen und wurde bei einer Neugliederung 1992/96 auf die heutige Zahl von 25 verringert. Im Alltagsgebrauch bezieht man sich aber eher auf die historisch gewachsenen Stadtteile und Quartiere.

Altstadt-Lehel Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt Maxvorstadt Schwabing-West Au-Haidhausen Sendling Sendling-Westpark Schwanthalerhöhe Neuhausen-Nymphenburg Moosach Milbertshofen-Am Hart Schwabing-Freimann Bogenhausen Berg am Laim Trudering-Riem Ramersdorf-Perlach Obergiesing Untergiesing-Harlaching Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln Hadern Pasing-Obermenzing Aubing-Lochhausen-Langwied Allach-Untermenzing Feldmoching-Hasenbergl LaimStadtbezirke Lage in München.png
Über dieses Bild
Münchner Stadtbezirke mit ihren Eckdaten per 31. Dezember 2013
Nr. Stadtbezirk Einwohner[12] Ausländer[4]
01 Altstadt-Lehel 0020.422 24,7 %
02 Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt 0050.620 28,3 %
03 Maxvorstadt 0051.642 24,9 %
04 Schwabing-West 0065.892 21,4 %
05 Au-Haidhausen 0059.752 22,8 %
06 Sendling 0039.953 26,0 %
07 Sendling-Westpark 0055.405 26,1 %
08 Schwanthalerhöhe 0029.663 33,6 %
09 Neuhausen-Nymphenburg 0095.906 23,0 %
10 Moosach 0051.537 28,7 %
11 Milbertshofen-Am Hart 0073.617 38,4 %
12 Schwabing-Freimann 0069.676 25,4 %
13 Bogenhausen 0082.138 20,9 %
14 Berg am Laim 0043.068 28,9 %
15 Trudering-Riem 0067.009 19,4 %
16 Ramersdorf-Perlach 0108.244 30,4 %
17 Obergiesing-Fasangarten 0051.499 29,2 %
18 Untergiesing-Harlaching 0051.937 21,9 %
19 Thalkirchen-Obersendling-
Forstenried-Fürstenried-Solln
0090.790 23,8 %
20 Hadern 0048.945 23,9 %
21 Pasing-Obermenzing 0070.783 19,5 %
22 Aubing-Lochhausen-Langwied 0042.305 22,3 %
23 Allach-Untermenzing 0030.737 18,4 %
24 Feldmoching-Hasenbergl 0059.391 29,5 %
25 Laim 0054.030 24,8 %
Landeshauptstadt München 1.464.962 25,4 %

Folgende Städte, Gemeinden und gemeindefreien Gebiete grenzen an die Stadt München (sie werden nach dem Uhrzeigersinn, beginnend im Norden, genannt und mit Kfz-Kennzeichen aufgeführt):

Oberschleißheim, Garching bei München, Ismaning, Unterföhring, Aschheim, Feldkirchen, Haar, Putzbrunn, Neubiberg, Unterhaching, Perlacher Forst (gemeindefreies Gebiet), Grünwald, Pullach im Isartal, Forstenrieder Park (gemeindefreies Gebiet), Neuried, Planegg, Gräfelfing
Germering, Puchheim, Gröbenzell, Olching
Karlsfeld, Bergkirchen

Klima

Die Stadt München liegt im Übergangsbereich zwischen dem feuchten atlantischen und dem trockenen Kontinentalklima, es herrscht warmgemäßigtes Klima. Die Winter sind vergleichsweise kalt, jedoch sind Temperaturen unter −25 Grad Celsius eher selten. Weitere wesentliche wetterbestimmende Faktoren sind die Alpen als mitteleuropäische und die Donau als regionale Wetterscheide. Aufgrund dieser Konstellation ist das Wetter relativ wechselhaft. An durchschnittlich zehn Tagen im Jahr herrscht der Föhn, ein warmer, trockener Fallwind vom Alpenhauptkamm, der so gute Fernsicht bewirkt, dass vom Stadtgebiet die Bayerischen Alpen deutlich zu sehen sind. Die bisher höchste, offiziell vom Deutschen Wetterdienst gemessene Temperatur in der offiziellen DWD-Wetterstation in München war 37,1 Grad Celsius vom 13. August 2003. Der Kälterekord liegt bei −30,5 Grad Celsius vom 21. Januar 1942. München wurde durch seine Lage im gewitterintensivsten Freistaat Bayern von heftigen Unwettern getroffen. Bemerkenswert ist hier das Hagelunwetter vom 12. Juli 1984, bei dem Schäden in Höhe von 3 Mrd. DM entstanden. München ist durch die Nähe zu den Alpen die schneereichste Großstadt Deutschlands.

Eine Auswertung der Wetterstatistiken hat ergeben, dass der südliche Teil der Stadt am sonnigsten ist. Im nördlichen Teil tritt relativ häufig Nebel auf. Die Westhälfte ist niederschlagsärmer als der Osten der Stadt. Dies ist grundsätzlich auch eine Folge der Höhenunterschiede innerhalb der Stadt, die ein entsprechendes Kleinklima generieren, begünstigt durch die Trennung der Stadt in Ost und West durch die Isar.

München
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
48
 
3
-4
 
 
45
 
4
-3
 
 
58
 
9
0
 
 
70
 
13
3
 
 
93
 
18
7
 
 
128
 
21
10
 
 
132
 
23
13
 
 
111
 
23
12
 
 
86
 
19
9
 
 
65
 
13
5
 
 
71
 
7
0
 
 
61
 
4
-2
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: DWD, Daten: 1971–2000[13]; wetterkontor.de[14]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für München
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 2,7 4,3 9,0 12,5 18,0 20,5 23,1 23,0 18,8 13,2 6,9 3,7 Ø 13
Min. Temperatur (°C) −3,7 −3,2 0,1 2,8 7,2 10,4 12,6 12,3 8,9 4,7 0,2 −2,3 Ø 4,2
Niederschlag (mm) 48,0 45,2 57,7 69,9 93,4 127,6 131,6 110,5 86,3 65,4 71,0 60,8 Σ 967,4
Sonnenstunden (h/d) 2,0 2,7 4,1 5,1 6,4 6,8 7,6 6,9 5,6 4,2 2,2 1,6 Ø 4,6
Regentage (d) 10,0 8,6 10,5 10,9 11,6 13,8 12,0 11,4 9,6 9,1 10,7 11,2 Σ 129,4
Luftfeuchtigkeit (%) 83 83 77 72 73 73 73 75 78 82 86 86 Ø 78,4
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
2,7
−3,7
4,3
−3,2
9,0
0,1
12,5
2,8
18,0
7,2
20,5
10,4
23,1
12,6
23,0
12,3
18,8
8,9
13,2
4,7
6,9
0,2
3,7
−2,3
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
48,0
45,2
57,7
69,9
93,4
127,6
131,6
110,5
86,3
65,4
71,0
60,8
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: DWD, Daten: 1971–2000[13]; wetterkontor.de[14]

Naturschutzgebiete

Bevölkerung

Einwohnerentwicklung

1852 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Danach stieg die Einwohnerzahl stark an, so dass 1883 in München bereits 250.000 Menschen lebten. Bis 1901 verdoppelte sich diese Zahl dann auf etwa 500.000. Damit war München nach Berlin und Hamburg die drittgrößte Stadt im Deutschen Reich geworden. 1933 stieg die Bevölkerungszahl auf 840.000 und 1957 auf über eine Million. Einen ersten Höhepunkt in der Einwohnerzahl gab es im olympischen Jahr mit 1.338.924 am 31. Dezember 1972.

Danach ging es auf und ab in der Einwohnerentwicklung; jedoch hat sich etwa ab dem Jahr 2000 wieder ein stabiler Aufwärtstrend etabliert. Im November 2011 wurde erstmals die 1,4-Millionen-Grenze überschritten. Im Dezember 2013 hatte München mit 1 464 962 Einwohnern (mit Hauptwohnsitz in München) die bislang höchste Einwohnerzahl seiner Geschichte.[3] Derzeitige Prognosen gehen von einer Fortführung dieses Trends aus und prophezeien einen Anstieg in den nächsten Jahrzehnten auf 1,6 Millionen Einwohner. Damit ist München eine der am schnellsten wachsenden Großstädte Deutschlands.

Mit ca. 4.500 Einwohnern je Quadratkilometer hat München die höchste Bevölkerungsdichte aller deutschen Großstädte.

In der Planungsregion München lebten am 31. Dezember 2011 ca. 2.727.100 Menschen,[6] in der Metropolregion München (d. h. Oberbayern und Teile der Regierungsbezirke Niederbayern und Schwaben) 5.203.738 Menschen (Stand 2006).

München ist eine der wenigen deutschen Städte, in der die Zahl der Neugeborenen die der Gestorbenen übersteigt. In den letzten Jahren zeichnete sich sogar ein regelrechter Baby-Boom ab. Im Jahr 2009 wurden so viele Kinder in München geboren wie seit 1969 nicht mehr.[15][16] Hinzu kommt eine starke Zuwanderung aus dem In- und Ausland.

Im Jahr 2013 wurden 125.346 Neuanmeldungen von Zuzüglern im Kreisverwaltungsreferat München verzeichnet.[17]


Bevölkerungsstruktur

München verzeichnete am 31. Dezember 2013 einen Ausländeranteil von 25,4 Prozent.[4] Gegenüber dem Vorjahr betrug der Anteil 24,6 Prozent und im Jahr 2011 lag dieser bei 23,7 Prozent,[4] womit der prozentuale Ausländeranteil in München pro Jahr um knapp ein Prozent zunimmt.
Die größten Gruppen der melderechtlich in München registrierten Ausländer kamen am Stichtag aus der Türkei (39.857), Kroatien (26.070), Griechenland (25.574), Italien (24.337), Österreich (21.579), Polen (20.103), Bosnien und Herzegowina (15.836), Rumänien (14.293) und Serbien (einschließlich Montenegro 14.160).[18]

Dialekt

Der Münchner Dialekt gehört der mittelbairischen Mundart an und ist durch den starken Zuzug aus anderen Gebieten vom Aussterben bedroht. Wie das bayerische Kultusministerium im Januar 2001 im Landtag mitteilte, ist die Mundart der Landeshauptstadt den Einwohnern unter 20 Jahren bereits fremd.

Im Dialekt wird die Stadt Minga genannt; diese Form ist in der Stadtmundart allerdings unüblich geworden, wo sie durch die standarddeutsche Entsprechung verdrängt worden ist, und wird praktisch nur noch im Umland verwendet.

Religionen

Hauptartikel: Religionen in München

Da Oberbayern wie der ganze südbayerische Raum historisch katholisch geprägt ist, ist die römisch-katholische Kirche auch in München stark vertreten. München ist seit 1821 auch der Sitz des Erzbistums München und Freising.

Ende 2013 waren 34,7 % der Einwohner römisch-katholisch, 12,5 % evangelisch (einschließlich evangelische Freikirchen), 0,3 % jüdisch und 52,5 % gehörten anderen Konfessionen bzw. Religionen an oder waren konfessionslos.[19] Dabei sinkt die Zahl sowohl der Protestanten wie der Katholiken, während der Anteil der Konfessionslosen zunimmt.

Neue Hauptsynagoge am St.-Jakobs-Platz

Der zweite Ökumenische Kirchentag fand vom 12. bis 16. Mai 2010 in München statt.

München hat eine jüdische Gemeinde mit etwa 9.700 Mitgliedern, von denen heute die meisten osteuropäischer Herkunft (Ukraine und Russland) sind sowie eine kleinere liberal-jüdische Gemeinde.

Es wird von etwa 100.000 in München lebenden Muslimen ausgegangen, was 7,2 % der Bevölkerung entspricht.[20] 2005 wurde unter dem Schlagwort Sendlinger Moscheenstreit die Kontroverse um ein Neubauprojekt für eine Moschee bundesweit bekannt. Unter der Federführung des Imams Benjamin Idriz soll in München unter dem Namen „Zentrum für Islam in Europa – München“ (Ziem) eine große Moschee samt Kulturzentrum und Ausbildungsstätte für Imame entstehen.[21]

Im Juni 1945 wurde in München die Ukrainisch-Orthodoxe Kirche der Hl. Maria-Schutz wegen der vielen Zwangsarbeiter aus der Ukraine, die während des Zweiten Weltkriegs nach Bayern gebracht worden waren und dort zunächst als DPs, später teilweise dauerhaft blieben, gegründet. Anfangs zählte die Gemeinde über 5.000 Mitglieder, worauf hin im Stadtteil Ludwigsfeld eine zweite Kirchengemeinde gegründet wurde, die den Aposteln Petrus und Paulus gewidmet ist und bis heute existiert.

In der Ungererstraße 131 befindet sich das Pfarrgemeindezentrum der griechisch-orthodoxen Gemeinde Münchens und die Allerheiligenkirche.

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ist in München mit vier Gemeinden in zwei Gemeindehäusern vertreten.

Der Verein der Mandäer in Deutschland in München kümmert sich um den Aufbau einer funktionierenden mandäischen Gemeinde.

Persönlichkeiten

Der Magistrat der Stadt München kann Personen, die sich in hohem Maße um das Wohl der Stadt verdient gemacht haben, zu Ehrenbürgern ernennen.

Söhne und Töchter der Stadt sind in München geborene Personen, unabhängig davon, ob sie ihren späteren Wirkungskreis in München hatten oder nicht. Außerdem gibt es Persönlichkeiten, die nicht in München geboren sind, aber in der Stadt gelebt und gewirkt haben.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Münchens

Der Name „München“

Erste urkundliche Erwähnung Münchens (munichen) im Augsburger Schied

Der Name München wird üblicherweise als „bei den Mönchen“ gedeutet, begründet in der Bezeichnung forum apud Munichen, mit der die Stadt bei ihrer erstmaligen urkundlichen Erwähnung im Augsburger Schied vom 14. Juni 1158 durch Kaiser Friedrich I. genannt wird.

Dabei geht Munichen wohl auf den Dativ Plural des althochdeutschen munih bzw. mittelhochdeutschen mün(e)ch, den Vorläufer des Wortes Mönch, zurück.[22] Vor der Gründung der Stadt soll es hier eine Niederlassung von Mönchen aus dem Kloster Schäftlarn gegeben haben. Dass diese, wie vielfach behauptet, auf dem Petersbergl lag, ist bislang nicht durch archäologische Funde bestätigt. Nach einer anderen Hypothese lag die namensgebende Mönchsniederlassung bei dem späteren Klosterhof Schäftlarn an der Stelle der heutigen Michaelskirche.[23] Eine früher angenommene Verbindung zum Kloster Tegernsee gilt seit einiger Zeit als widerlegt.[24] Es ist nicht einmal sicher, ob bei der Gründung Münchens überhaupt noch eine Mönchssiedlung bestand, oder ob munichen bereits eine feststehende Ortsbezeichnung darstellte, die auf eine frühere, aber nicht mehr bestehende Mönchssiedlung zurückging.

Historisch wurde München auch bei seinen lateinischen Namen genannt: Monacum, Adjektiv monacensis; auch Monachia bzw. Monachium.[25]

München hat in anderen Sprachen unterschiedliche Bezeichnungen: So heißt die Stadt auf Englisch, Französisch und Spanisch Munich, sowie im Italienischen Monaco (di Baviera) („di Baviera“ wird als Zusatz zur Abgrenzung vom Fürstentum Monaco verwendet).

Die Stadtgründung

München wurde 1158 zum ersten Mal als forum apud Munichen[26] urkundlich im Augsburger Schied erwähnt, nachdem der Herzog von Bayern und Sachsen, Heinrich der Löwe, einen Übergang der Salzstraße über die Isar ungefähr an der Stelle der heutigen Ludwigsbrücke errichtet und nahe dem Übergang einen Markt gegründet hatte.

Mit dem Augsburger Schied wurde die Stadt München jedoch nicht gegründet; die bereits bestehende Siedlung erhielt dadurch von Kaiser Friedrich Barbarossa nur das Markt-, Münz- und Zollrecht zugesprochen, woran die Freisinger Bischöfe jedoch proportional beteiligt waren. Auch ein erst später erwähnter Brückenzoll für die Nutzung der Münchner Isarbrücke wurde bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts vom Bischof von Freising erhoben.

Wann die ab 1158 „München“ genannte Siedlung wirklich gegründet wurde und welchen Namen sie bei ihrer Gründung hatte, liegt im Dunkeln.

München im Mittelalter

Als Heinrich der Löwe 1180 vom Kaiser geächtet wurde, fiel Bayern an die Wittelsbacher und München an den Bischof von Freising. 1240 kam auch München in wittelsbacher Besitz und wurde bereits 1255 nach der ersten Landesteilung herzogliche Residenz.

Seit 1314 war Herzog Ludwig IV. deutscher König, seit 1328 auch römisch-deutscher Kaiser, und München wurde als seine Residenz durch einen neuen zweiten Mauerring erheblich erweitert. Zu dieser Zeit übernahm München die Farben des alten Reiches, Schwarz und Gold, als Stadtfarben.

Seit dem Ende des 14. Jahrhunderts kam es wiederholt zu Aufständen der Bürgerschaft gegen die Herzöge, die daraufhin ihren Regierungssitz vom Alten Hof in die neue Residenz am Stadtrand verlegten. Wegen der Bedrohung durch die Hussiten wurde 1429 die Stadtbefestigung durch einen äußeren Mauerring verstärkt.

1442 wurden die jüdischen Bürger aus der Stadt vertrieben. Bis zur zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts leben daraufhin keine Juden mehr in München (siehe hierzu: Geschichte der Juden in München).

Im Jahre 1468 wurde der Grundstein zur neuen Marienkirche „Frauenkirche“ gelegt, deren Bau nur zwanzig Jahre dauerte.

Haupt- und Residenzstadt Bayerns

Nachdem München in der Spätgotik eine neue kulturelle Blütezeit erlebt hatte, wurde die Stadt 1506 mit der Wiedervereinigung des Landes durch Albrecht IV. Hauptstadt von ganz Bayern. In der Folgezeit ging der Einfluss der Bürgerschaft immer weiter zurück und die Wittelsbacher bestimmten fortan die Entwicklung der Stadt. München wurde unter der Herrschaft von Wilhelm IV. und Albrecht V. ein Zentrum der Renaissance, aber auch der Gegenreformation. 1589 wurde das Hofbräuhaus durch Wilhelm V. gegründet. Zwei frühe Stadtansichten sind bei Georg Braun, Franz Hogenberg: „Civitates orbis terrarum“ von 1572f abgebildet.[27]

Unter Herzog Maximilian I. von Bayern wurde München 1623 kurfürstliche Residenzstadt, musste aber 1632 die Besatzung schwedischer Truppen erdulden. München musste ein hohes Lösegeld bezahlen und Geiseln stellen, um seiner Zerstörung zu entgehen. Wenig später brach die Pest aus und tötete ein Drittel der Bevölkerung. Nach dem Ende des Dreißigjährigen Kriegs 1648 erholte sich die Stadt aber schnell und öffnete sich unter Kurfürst Ferdinand Maria dem italienischen Barock.

1704 kam München im Spanischen Erbfolgekrieg für mehrere Jahre unter habsburgische Besatzung, da sich Kurfürst Maximilian II. Emanuel mit Frankreich verbündet hatte. Ein Aufstand der Bürger und Bauern wurde in der Sendlinger Mordweihnacht blutig beendet.

Nach der Kaiserkrönung von Kurfürst Karl Albrecht besetzten habsburgische Truppen 1742 für zwei Jahre erneut die Stadt. Maximilian III. Joseph gab die Großmachtpolitik seiner Vorgänger auf und widmete sich inneren Reformen, so wurde die Bayerische Akademie der Wissenschaften 1759 in München gegründet. 1789 erfolgte auf Befehl Karl Theodors die Anlage des Englischen Gartens in den Isarauen und wenig später wurde die mittelalterliche Stadtbefestigung geschleift.

Stadtplan Münchens, 1858

Obwohl München bereits 1328 kaiserliche Residenzstadt wurde, begann der Aufstieg zur Großstadt erst 450 Jahre später. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wuchs München rapide, was 1806 noch beschleunigt wurde, als München die Hauptstadt des napoleonischen Königreichs Bayern wurde. Hatte München 1700 gerade einmal 24.000 Einwohner, so verdoppelte sich die Bewohnerzahl bald alle 30 Jahre, sodass 1871 170.000 Menschen in München lebten und 1933 840.000.

Unter der Regierung von König Ludwig I. von Bayern (1825–1848) wurde München zu einer weithin bekannten Kunststadt. Die Klassizisten Leo von Klenze und Friedrich von Gärtner gestalteten die Ludwigstraße, den Königsplatz und die Erweiterung der Residenz.

Ludwigs Sohn Max II. (1848–1864) förderte insbesondere die Geisteswissenschaften, trat aber ebenfalls als Bauherr hervor, im neuen, an die englische Gotik erinnernden „Maximilianstil“, entstanden unter anderem die Bauten an der Maximilianstraße, heute eine der exklusivsten und teuersten Einkaufsstraßen des Kontinents.

Unter seinem Bruder Prinzregent Luitpold (1886–1912) erlebte München dann einen gewaltigen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Es entstanden unter anderem die Prinzregentenstraße und das Prinzregententheater. Schwabing erlebte um die Jahrhundertwende eine Blüte als Künstlerviertel, in dem zahlreiche bedeutende Literaten und Maler der Zeit verkehrten. 1896 wurde die Münchner Kulturzeitschrift Die Jugend erstmals herausgegeben, die namensgebend für den Jugendstil wurde. 1911 wurde die Künstlervereinigung Der Blaue Reiter gegründet. In seiner Erzählung Gladius Dei hat Thomas Mann für diese Epoche das geflügelte Wort München leuchtete geprägt.

Revolution, Weimarer Republik und Nationalsozialismus

Flug über das zerstörte München 1945

1916, während des Ersten Weltkrieges wurde München bei drei französischen Luftangriffen durch Bomben getroffen, die keine großen Schäden anrichteten. Die sich verschlechternde Versorgungslage dagegen stellte ein großes Problem für die Bevölkerung dar.

Nach dem Ende des Krieges kam es 1919, kurz nachdem die Monarchie abgeschafft wurde, in München zu revolutionären Umständen. Die in zwei unterschiedliche Phasen unterteilten Revolutionsversuche, beziehungsweise auch die Münchner Räterepublik, scheiterten. In den folgenden Jahren wurde München zunehmend eine Brutstätte für nationalsozialistische Aktivitäten. 1923 scheiterte der Marsch Hitlers auf die Feldherrnhalle und damit auch der Hitlerputsch. München blieb jedoch stets der Sitz der NSDAP.

1933 wurde München, wie viele andere Städte nach der Machtergreifung, offiziell gleichgeschaltet. Die Stadt sollte großflächig umgebaut werden; zuständiger Architekt war Hermann Giesler.

1935 verlieh Hitler München den Titel Hauptstadt der Bewegung. 1938 wurde das Münchner Abkommen abgeschlossen, das den Anschluss des Sudetenlands an das Deutsche Reich festlegte. Die Bezeichnung wurde bis zum Ende der Zeit des Nationalsozialismus beibehalten.

Am 1. Dezember 1937 zog die Rasseorganisation Lebensborn in das Haus von Thomas Mann, das sich Ecke der damaligen Föhringer Allee (seit 1955: Thomas-Mann-Allee) und der Poschingerstraße befand. Die Zentrale der SS-Organisation blieb bis zum 31. Dezember 1939 im Gebäude.[28]

Wie alle großen deutschen Städte wurde München durch alliierte Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg stark getroffen (Luftangriffe auf München). Bis Kriegsende wurde die historische Altstadt zu 90 % und die Stadt insgesamt zu 50 % zerstört. Schätzungen zufolge fanden etwa 6.000 Menschen den Tod und etwa 15.000 wurden verletzt.

München als moderne Großstadt

Nach dem weitgehend am historischen Stadtbild orientierten Wiederaufbau entwickelte sich München nach dem Zweiten Weltkrieg zum High-Tech-Standort, außerdem siedelten sich zahlreiche Unternehmen der Dienstleistungsbranche an, so zum Beispiel Medien, Versicherungen und Banken. In den ersten Nachkriegsjahrzehnten profitierte München indirekt auch von der deutschen Teilung, da zahlreiche Unternehmen aus der SBZ/DDR und aus Berlin in den Süden umsiedelten. Eines der bekanntesten unter ihnen ist Siemens.

Auch der Tourismus erlebte in der an bedeutenden Museen (zum Beispiel Alte, Neue und Pinakothek der Moderne, Deutsches Museum) und Sehenswürdigkeiten reichen Stadt einen Aufschwung.

Im Jahre 1972 war München Gastgeber der XX. Olympischen Sommerspiele, die durch eine Geiselnahme palästinensischer Terroristen überschattet wurden, in deren Verlauf alle Geiseln, mehrere Terroristen und ein Polizist ums Leben kamen. Für die Spiele wurde der Öffentliche Nahverkehr mit U- und S-Bahnen massiv ausgebaut, die teilweise weit ins Umland hineinreichen. Teile der Innenstadt wurden in dieser Zeit zu einer Fußgängerzone umgestaltet.

Der rund 30 km entfernte neue Flughafen München „Franz Josef Strauß“ wurde 1992 eröffnet, während der bisherige Flughafen München-Riem zeitgleich geschlossen wurde. Auf dessen Gelände entstand später die Messestadt Riem mit dem Riemer Park, der 2005 im Rahmen der Bundesgartenschau 2005 eröffnet wurde.

Insbesondere seit dem Jahrtausendwechsel wurden auch in München zahlreiche Hochhäuser gebaut, beispielsweise das 146 m hohe Hochhaus Uptown, die Zwillingstürme Highlight Towers, das 2008 fertiggestellte SV-Hochhaus oder der Skyline Tower. Seit einem Bürgerentscheid im Jahr 2004, in dem sich die Mehrheit der teilnehmenden Münchner Wähler gegen den Bau von Gebäuden mit einer Höhe von mehr als 100 Metern aussprach, wurde in der bayerischen Landeshauptstadt kein Hochhaus mehr errichtet, das die Türme der Frauenkirche (99 und 100 Meter) überragt.

Politik

Stadtratswahl 2014[29] (vorläufiges Ergebnis)
Wahlbeteiligung: 42,0 %
 %
40
30
20
10
0
32,6
30,8
16,6
3,4
2,7
2,5
2,5
2,4
6,6
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+4,9
-8,9
+3,6
-3,4
+1,1
+0,8
+2,5
-1,3
+0,9
Sitzverteilung im Stadtrat (nach vorläufigem Ergebnis)
          
Von 80 Sitzen entfallen auf:

Sonstige:

Als Landeshauptstadt ist München der Sitz des Bayerischen Landtages und der Bayerischen Staatsregierung. Ferner ist die Stadt München Sitz der Regierung von Oberbayern, des Bezirks Oberbayern, des Landkreises München und des Landratsamtes München. Daneben ist die Stadt Sitz nationaler und internationaler Staatsorgane, wie beispielsweise des Bundesfinanzhofs und des Europäischen Patentamts.

Traditionell dominieren vor allem in der Kommunalpolitik, in geringerem Maß auch in der Bundes- und Landespolitik in München die Mitte-Links-Parteien, was in Bayern eher selten ist. So war das einzige von der SPD gewonnene Direktmandat in Bayern bei den Bundestagswahlen 2002 und 2005 der Wahlkreis München-Nord. 2009 aber konnte Johannes Singhammer das Mandat für die CSU zurückgewinnen.

Seit 1993 wird München von Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) regiert. Ihm zur Seite stehen die zweite Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD) sowie der dritte Bürgermeister Josef Monatzeder (Grüne). Seit 1996 wird der Münchner Stadtrat von einer Koalition aus SPD, Grünen und Rosa Liste geführt.

Wappen und Flagge

Das Wappen der Stadt München zeigt in Silber einen Mönch mit goldgeränderter schwarzer Kutte und roten Schuhen, in der Linken ein rotes Eidbuch haltend, die Rechte zum Schwur erhoben. Die Stadtfarben sind schwarz-gelb. Bei dem heutigen Stadtwappen handelt es sich um das so genannte „kleine Wappen“, das 1957 vom Stadtrat festgelegt wurde. Das so genannte „große Wappen“ zeigt in Silber ein offenes rotes Stadttor zwischen zwei roten Zinnentürmen mit von Schwarz und Gold mehrfach zickzackartig gebänderten Dächern; oben ein wachsender, golden gekrönter und bewehrter goldener Löwe; im Tor der Mönch des kleinen Wappens. Im amtlichen Verkehr wird das große Wappen nicht mehr verwendet.

Aus dem Mönch im Wappen entwickelte sich im Laufe der Zeit das Münchner Kindl.

Die Münchner Stadtfarben sind seit der Zeit Kaiser Ludwigs des Bayern die Farben des Alten Reichs: Schwarz und Gold. Die Münchner Stadtflagge zeigt diese beiden Farben längsgestreift. In Analogie zu der Staatsflagge Bayerns wird jedoch auch eine rautierte Fassung verwendet. Gelegentlich ist auch das kleine Stadtwappen in der Mitte der Flagge abgebildet.

Wandskulptur von Münchens Partnerstädten im Neuen Rathaus

Städtepartnerschaften

Patenschaften

Am 17. August 1952 wurde die Patenschaft für die vertriebenen Sudetendeutschen aus der Stadt und dem Kreis Aussig an der Elbe übernommen.

Um den Wiederaufbau im ehemaligen Jugoslawien zu unterstützen, hat München 1999 eine Patenschaft für die bosnische Gemeinde Vogošća und 2000 für die serbische Gemeinde Subotica übernommen.[37]

Architektur

Romanik und Gotik

Der Marienplatz gilt als Mittelpunkt Münchens und liegt, umgeben von dem Neuen und dem Alten Rathaus, im Zentrum der Altstadt. Wenige Schritte davon entfernt liegt die Peterskirche, die älteste Kirche der Altstadt, deren erster Bau noch aus der Romanik stammte. Heute steht dort ein gotischer Neubau, der im Inneren barockisiert wurde. Seit dem Abbruch der St.-Jakobs-Kirche 1955 gibt es in der Innenstadt kein romanisches Bauwerk mehr, mehrere im Kern romanische Kirchen in den einstigen Vororten haben sich jedoch erhalten, so Hl. Kreuz in Fröttmaning mit seinem Fresko, St. Johann Baptist in Johanneskirchen, St. Martin in Moosach und St. Nikolaus in Englschalking. Bemerkenswert ist auch eines der seltenen romanischen Kruzifixe in der Kirche Heilig Kreuz des Stadtteils Forstenried.

Aus der Zeit der Gotik dagegen haben sich neben der Peterskirche viele Bauwerke erhalten. Von der einstigen Stadtbefestigung stammen das Isartor, das Sendlinger Tor, das Karlstor und der Löwenturm am Rindermarkt. Die wichtigsten Profanbauten der Gotik sind der Alte Hof, das Alte Rathaus mit seinem Tanzsaal, das Zeughaus, das heute ein Teil des Stadtmuseums ist. Die nahe dem Marienplatz gelegene spätgotische Frauenkirche mit ihren zwei markanten Türmen mit den charakteristischen Renaissancehauben ist ein Wahrzeichen Münchens. Eine weitere gotische Hallenkirche ist die in der Barockzeit umgestaltete Heiliggeistkirche am Viktualienmarkt. Erhalten haben sich auch die spätgotischen Friedhofskirchen der Frauenkirche und von St. Peter, die Salvatorkirche und die Heiligkreuzkirche. In der einstigen Augustinerkirche befindet sich heute das Deutsche Jagd- und Fischereimuseum.

In den Stadtteilen haben sich ebenfalls mehrere gotische Kirchen erhalten, auch hier wurden einige in der Barockzeit verändert, wie beispielsweise die Wallfahrtskirche St. Maria Ramersdorf. Die Schlosskapelle von Schloss Blutenburg und die Filialkirche St. Wolfgang in Pipping haben ihren gotischen Originalzustand dagegen bewahrt und gelten heute als beste Zeugnisse spätgotischer Architektur in München. Die Burg Grünwald ist die einzige mittelalterliche Burg, die in der näheren Umgebung von München bestehen blieb.

Renaissance und Manierismus

War die Architektur der spätmittelalterlichen Stadt in erster Linie noch durch die bürgerliche Kunst geprägt, so bestimmte mit der Wiedervereinigung Bayerns immer stärker der Hof die architektonische Entwicklung der Stadt.

Bedeutende Bauwerke der Renaissance sind insbesondere die Michaelskirche, die größte Renaissancekirche nördlich der Alpen, die sich daran anschließende Alte Akademie, der Innenhof der Alten Münze sowie einige Trakte der Residenz. Von der Maxburg, einem Stadtpalast der Renaissance, hat sich nur der Turm erhalten.

Das in der Renaissancezeit umgebaute Weinstadl ist als eines der ältesten noch bestehenden Bürgerhäuser erhalten. Das 1589 gegründete Hofbräuhaus befindet sich heute in einem Bau des 19. Jahrhunderts am Platzl.

Barock und Rokoko

Früheste Barockkirche der Stadt ist die heute säkularisierte Karmelitenkirche, noch in der Tradition einheimischer Bauhütten entstanden. Mit dem Bau der Theatinerkirche (St. Kajetan) zog dann der italienische Barock in München ein, der für mehrere Jahrzehnte bestimmend wurde, bis die französisch geschulten Architekten Joseph Effner und François de Cuvilliés Hofbaumeister wurden.

Zahlreiche weitere Kirchen aus der Barockzeit sind in der Stadt zu finden, so die Bürgersaalkirche und die Dreifaltigkeitskirche, darüber hinaus mehrere Adelspaläste, insbesondere das Palais Porcia, das Alte und das Neue Preysing Palais sowie das Palais Holnstein, die heutige Residenz des Erzbischofs. Hauptwerke des süddeutschen Barocks sind auch die Schlösser Nymphenburg mit seinen Parkburgen und Schleißheim. Wesentlich kleiner ist das gleichzeitig entstandene Schloss Fürstenried im Südwesten der Stadt.

Nahe dem Sendlinger Tor liegt die Asamkirche, die im Inneren in prunkvollem Spätbarock gestaltet wurde. Das Asam-Schlössl war das Wohnhaus des Barockkünstlers Cosmas Damian Asam im Münchner Stadtteil Thalkirchen. Mit St. Anna im Lehel entstand die erste Rokokokirche Bayerns. Die bedeutendste Rokokokirche außerhalb der Innenstadt ist St. Michael in Berg am Laim. Prunkstücke des Rokoko sind auch die Amalienburg im Nymphenburger Schlosspark und das Cuvilliés-Theater in der Residenz. Das Neue Landschaftsgebäude zeigt bereits den Übergangstil vom späten Rokoko zum Klassizismus.

Klassizismus, Historismus und Jugendstil

Mit dem Nationaltheater nahe der Residenz entstand ein Hauptwerk des Klassizismus. Von der Residenz führen auch die vier großen von den Bayerischen Königen angelegten Prachtstraßen in die Stadtteile. Insbesondere König Ludwig I. griff bereits als Kronprinz in die Planungen ein. Durch seine Architekten Leo von Klenze und Friedrich von Gärtner ließ er zahlreiche klassizistische Prachtbauten errichten.

Nach Westen Richtung Nymphenburg führt die von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs gezeichnete Brienner Straße, unterbrochen vom sternförmigen Karolinenplatz mit seinem Obelisken und dem Königsplatz mit dem Prachttor der Propyläen und der Glyptothek. Von der lockeren frühklassizistischen Bebauung hat sich unter anderen das Palais Almeida erhalten.

Alte Börse

Nach Norden Richtung Schwabing entstand die Ludwigstraße zwischen Feldherrnhalle und Siegestor. An ihr liegen die Bayerische Staatsbibliothek, die Ludwigskirche und die Ludwig-Maximilians-Universität. Etwa gleichzeitig entstand an der Theresienwiese die Bavaria vor der Ruhmeshalle.

Südlich der Residenz, vor der Oper, beginnt die in der Mitte des 19. Jahrhunderts als Paradestraße gestaltete Maximilianstraße. Sie führt von der Altstadt nach Osten über die Isar in Richtung des Maximilianeums, dem Sitz des bayerischen Landtages. Hier liegen auch das später im Jugendstil umgestaltete Münchner Schauspielhaus, das Regierungsgebäude von Oberbayern und das Völkerkundemuseum. Heute ist sie eine luxuriöse Einkaufsmeile.

Schließlich entstand die vom frühklassizistischen Prinz-Carl-Palais am Hofgarten nach Osten führende Prinzregentenstraße, an der das Nationalmuseum, die Schackgalerie, die Villa Stuck und das Prinzregententheater liegen. An ihrer Isarterrasse befindet sich der Friedensengel.

Von den Konstruktionen aus Glas- und Eisenmaterial, die zu ihrer Entstehungszeit Mitte des 19. Jahrhunderts als technische Meisterwerke galten, hat sich die Schrannenhalle am Viktualienmarkt teilweise erhalten, während der Glaspalast 1931 abbrannte. Seit Ende des 19. Jahrhunderts entstanden viele Kirchen und Prachtbauten des Historismus, so St. Paul, St. Lukas, das neugotische Neue Rathaus am Marienplatz, der neubarocke Justizpalast am Stachus, das Armeemuseum am Hofgarten (heute befindet sich hier die Bayerische Staatskanzlei) und die im Neurenaissancestil erbaute Akademie der Bildenden Künste in Schwabing. In diesem Stadtteil liegen auch noch zahlreiche Wohnhäuser im Jugendstil.

Unweit des ab 1909 erbauten Deutschen Museums und des Kulturzentrums Gasteig, befindet sich in der Au mit dem nach vierjähriger Bauzeit 1901 eröffneten und im Jugendstil ausgestatteten Müllerschen Volksbad das älteste öffentliche Hallenbad Münchens.

In München finden sich etwa 1.200 Brunnen, davon etwa 700 städtische. Der älteste ist der Fischbrunnen auf dem Marienplatz. Weitere markante Brunnen sind insbesondere der Wittelsbacher Brunnen am Lenbachplatz und der Vater-Rhein-Brunnen auf der Museumsinsel, beides Werke von Adolf von Hildebrand.

Moderne

Herz-Jesu-Kirche in Neuhausen

Münchens Architektur seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurde stark von Stadtplanern und Architekten wie Theodor Fischer, German Bestelmeyer und Otho Orlando Kurz bestimmt, die zahlreiche Gebäude in der Stadt errichteten. Die Borstei ist eine denkmalgeschützte Wohnsiedlung im Stadtteil Moosach, die zwischen 1924 und 1929 erbaut wurde.

Von den Bauten aus der Zeit des Nationalsozialismus haben sich unter anderem das Haus der Kunst und die Parteigebäude am Ostrand des Königsplatzes erhalten.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der größte Teil der Münchner Gebäude in 66 Luftangriffen stark beschädigt oder gar zerstört. Nur 2,5 % der Gebäude blieben unversehrt und fast die Hälfte der Baumasse wurde vernichtet. Besonders stark betroffen waren die Bahnhofsgegend, die Altstadt und Schwabing. Fast alle historischen Gebäude, die heute das Münchner Stadtbild prägen, wurden nach dem Krieg wieder aufgebaut, nach alten Plänen rekonstruiert oder im Stil der Altstadt neu gebaut.

In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden nur vereinzelt bedeutsame Beispiele moderner Architektur, die teilweise sogar wieder abgerissen wurden wie etwa das spektakuläre Landesversorgungsamt der Brüder Luckhardt im Jahr 1989. Zu den wichtigeren Werken gehören der Kaufhof am Stachus von Theo Pabst, erster Münchner Kaufhausneubau nach Kriegsende, das von ihm zusammen mit Sep Ruf errichtete Justizgebäude Neue Maxburg in München, und der Neubau der Matthäuskirche von Gustav Gsaenger. Bedeutsame Beispiele moderner Architektur in München sind vor allem auch die Sportstätten (siehe unten).

Seit den 1990er Jahren erfasste die Stadt jedoch eine zweite Gründerzeit, die zunehmend anspruchsvollere Architektur hervorbrachte. Als gelungenstes sakrales Bauwerk gilt die Herz-Jesu-Kirche.

Die relativ wenigen Hochhäuser in München liegen bis auf das Alte Technische Rathaus aus den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts und dem Central Tower München außerhalb der Innenstadt. Auch wurde 2004 in einem Bürgerentscheid die Höhe künftiger Hochhäuser auf 100 Meter begrenzt. Architektonisch am erwähnenswertesten sind der BMW-Vierzylinder am Olympiapark, neben dem im Oktober 2007 die futuristische BMW Welt eröffnet wurde, sowie das Hypo-Haus im Arabellapark und die im Norden von Schwabing gelegenen Highlight Towers. Das mit 146 Meter höchste Hochhaus der Stadt ist das Uptown München. 2007 wurde mit dem Bau des 84 Meter hohen Skyline Tower begonnen, der im August 2009 Richtfest feierte. Höchstes Bauwerk der Stadt ist der 291 Meter hohe Olympiaturm.

Am 9. November 2006 wurde das neue Jüdische Zentrum am St.-Jakobs-Platz in der Innenstadt eröffnet – ein Ensemble aus neuer Hauptsynagoge Ohel Jakob, dem Gemeindehaus der Israelitischen Kultusgemeinde München und dem städtischen Jüdischen Museum (eröffnet am 22. März 2007). Es ist das größte jüdische Zentrum Europas und beherbergt erstmals alle jüdischen Einrichtungen der Israelitischen Kultusgemeinde an einem Ort – mitten im Zentrum der Stadt. Entworfen wurde das Ensemble von den Architekten Wandel, Hoefer und Lorch, die auch schon die Dresdner Synagoge umgebaut haben. Herausstechendstes Merkmal des Ensembles sind die verschieden bearbeiteten Außenwände aus hellem Travertinstein, die besonders an der Hauptsynagoge an die Klagemauer in Jerusalem erinnern sollen.

Viel Beachtung fand der Bau des Museum Brandhorst, das nach Plänen des Architekturbüros Sauerbruch Hutton im Kunstareal München erbaut und 2009 eröffnet wurde. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Pinakothek der Moderne, die vom Architekten Stephan Braunfels entworfen wurde und 2002 ihre Pforten öffnete.

180-Grad-Panorama von der Frauenkirche aus in Blickrichtung Südosten

Parks

Die älteste Gartenanlage ist der Hofgarten aus der Renaissancezeit mit dem Dianatempel. Nordöstlich schließen sich der Finanzgarten und der seit 1789 gestaltete Englische Garten an, der München vom Zentrum bis an die nördliche Stadtgrenze durchzieht, und mit 4,17 km² Fläche sogar den Central Park in New York übertrifft. Im Westen der Altstadt am Stachus befindet sich der Alte Botanische Garten, in dem bis zu seiner Zerstörung durch Feuer der Glaspalast stand. Erhalten hat sich das klassizistische Eingangstor von Herigoyen mit einer von Johann Wolfgang Goethe eigens verfassten Inschrift.

Der Schlosspark Nymphenburg entstand im Westen von Schloss Nymphenburg im französischen Stil. Im 19. Jahrhundert wurde er bis auf das „Grand Parterre“ in einen englischen Landschaftspark verwandelt. Nördlich schließt sich der Neue Botanische Garten an. Südöstlich von Nymphenburg liegt der ehemals kurfürstliche Hirschgarten. Gleich drei barocke Schlösser befinden sich an der nördlichen Stadtgrenze im Park von Schloss Schleißheim, neben Herrenhausen und Schwetzingen ist er der einzige erhaltene große Barockgarten in Deutschland.

Bedeutend ist auch der Olympiapark, der neben mehreren Seen auch einen hervorragenden Blick über die Stadt vom Olympiahügel bietet. Daneben existieren zahlreiche weitere Parks und Grünflächen, wie zum Beispiel der Luitpoldpark, der West- und der Ostpark. Die vielen Parks machen München im Sommer zu einer äußerst grünen Stadt und ermöglichen im Winter sogar auf eigens gespurten Loipen das Langlaufen. Grünanlagen besonderer Art sind der aufgelassene Alte Südliche Friedhof mit zahlreichen Prominentengräbern in der Nähe des Sendlinger Tors sowie der ebenfalls aufgelassene Alte Nördliche Friedhof in der Maxvorstadt.

Die Isarauen sind eine lang gezogene, schmale Parklandschaft entlang des Gebirgsflusses, der anlässlich der Bundesgartenschau 2005 teilweise renaturiert wurde. Die Stadt kann am Fluss entlang ohne Unterbrechung im Grünen durchlaufen oder -radelt werden, sogar auf verschiedenen Trassen. Die eigentlichen Isarauen zwischen Deutschem Museum und der Isarinsel Flaucher sind beliebter Ort zum Grillen und Baden (auch zu gemäßigter FKK). Südlich vom Flaucher liegt der Tierpark Hellabrunn.

Für die Bundesgartenschau 2005 wurde im Stadtteil Messestadt Riem mit dem Riemer Park eine weitere, ausgedehnte Parkanlage im Osten Münchens angelegt.

Kultur

Museen

München ist international bekannt für seine Sammlungen der alten und klassischen Kunst, die in staatlichen, städtischen und privaten Museen wie Galerien präsentiert werden.

So gehören zum Beispiel die Alte und die Neue Pinakothek, sowie die Pinakothek der Moderne und das Lenbachhaus zu den weltweit renommiertesten Museen. Zusammen mit der Glyptothek, der Staatlichen Antikensammlungen und dem Museum Brandhorst bilden all diese das Kunstareal München. Auch das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst erhielt einen Neubau im Kunstareal.

Neubau der Städtische Galerie im Lenbachhaus

Eine weitere Museumslandschaft neben dem Kunstareal ist das Lehel mit dem Haus der Kunst, dem Bayerischen Nationalmuseum, der Archäologischen Staatssammlung, der Schackgalerie, der Galerie der Künstler und dem Völkerkundemuseum. Östlich der Isar an der Prinzregentenstraße liegt das einzigartige Jugendstilgebäude Villa Stuck mit einer Gemäldesammlung mit Franz von Stucks Werken sowie hochkarätigen Wechselausstellungen. In Oberföhring findet sich die Sammlung Goetz, die hochkarätige Wechselausstellungen in einem Museumsbau von Herzog & de Meuron präsentiert.

Das Münchner Stadtmuseum befindet sich im ehemaligen Zeughaus am St.-Jakobs-Platz und beherbergt eine Reihe von verschiedenen Sammlungen und Museen: Die Sammlung für Skulpturen und angewandte Kunst, das Filmmuseum, das Fotomuseum, die Sammlung für Grafik, Plakat, Gemälde, die Sammlung für Mode und Textilien, die Musiksammlung (Musikinstrumentensammlung), die Sammlung für Puppentheater und Schaustellerei sowie die Sammlungen zur Stadtkultur und Volkskunde. Aus den Beständen der verschiedenen Sammlungen werden regelmäßig Ausstellungen kuratiert, die entweder sammlungsspezifisch (zum Beispiel im Fotomuseum) oder sammlungsübergreifend (zum Beispiel die Ausstellung „Typisch München“) konzipiert sind.

Gegenüber dem Münchner Stadtmuseum befindet sich ein weiteres städtisches Museum: Das Jüdische Museum, das dort mit der neuen Synagoge und dem jüdischen Gemeindezentrum das neue Jüdische Zentrum bildet. Darüber hinaus unterhält die Stadt München verschiedene Galerien wie etwa die Lothringer13, die Kunstarkaden, die Rathausgalerie, das MaximiliansForum oder die Artothek, wo Kunstwerke entliehen werden können.

Das Residenzmuseum befindet sich in der ehemaligen Residenz der Wittelsbacher in Münchens Altstadt und ist eines der bedeutendsten Schlossmuseen Europas. Festsäle, Prunkräume oder Hofkapellen bayerischer Herrscher vermitteln einen Einblick in historische Raumensembles verschiedener Epochen mit bedeutenden Exponaten der Wittelsbacher Sammlungen von Silber, Porzellan, Miniaturen, Gemälden, antiken Skulpturen, Bronzeplastiken, Tapisserien, Möbeln, Uhren, Kerzenleuchtern und Lüstern. Auch die Staatliche Münzsammlung ist in der Residenz untergebracht.

Im Schloss Nymphenburg befinden sich das Marstallmuseum, die Nymphenburger Porzellansammlung aber auch das naturkundliche Museum Mensch und Natur.

Darüber hinaus gibt es in der Stadt weitere Museen für die bisher nicht zusammengefassten naturwissenschaftlichen Sammlungen des Staates, so das Paläontologische Museum, das Museum Reich der Kristalle, sowie für die Anthropologische, die Geologische, die Botanische und die Zoologische Staatssammlung. Ein Publikumsmagnet, auch durch die prominente Lage in der Innenstadt, ist das Deutsche Jagd- und Fischereimuseum.

Das Deutsche Museum mit zum Teil einmaligen technischen Exponaten gehört mit über einer Million Besucher pro Jahr zu den meistbesuchten Museen Europas und ist das größte technisch-naturwissenschaftliche Museum der Welt. Zweigstellen sind die Flugwerft Schleißheim und das neu eröffnete Verkehrsmuseum an der Theresienwiese. Daneben gibt es mit dem BMW Museum und dem Museum im SiemensForum München Sammlungen zur Firmengeschichte in München ansässiger Technikkonzerne.

Bildende Kunst

In der Spätgotik gab es in München eine erste kulturelle Blüte, als unter anderem Erasmus Grasser und Jan Polack in der Stadt arbeiteten. In der Renaissancezeit wurde die Stadt zu einem Zentrum der Bildhauer, das von Hubert Gerhard und Hans Krumpper geprägt wurde. Als Maler waren in dieser Zeit Barthel Beham, Hans von Aachen und Peter Candid in München tätig.

Im 18. Jahrhundert erlebte die Stadt ein Goldenes Zeitalter der Bildenden Kunst das von Persönlichkeiten wie Cosmas Damian Asam, Egid Quirin Asam, Johann Michael Fischer, François de Cuvilliés, Ignaz Günther, Johann Baptist Zimmermann und Johann Baptist Straub bestimmt wurde.

Zu einer neuen Blüte des Erzgusses kam es zu Beginn des 19. Jahrhunderts durch Ludwig von Schwanthaler. Seine Zeitgenossen waren die Münchner Künstler Carl Rottmann, Lovis Corinth, Wilhelm Leibl und Carl Spitzweg.

Das Schaffen der nächsten Malergeneration zog sich teilweise bis in zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Unter ihnen waren unter anderem die Münchner „Malerfürsten“ Friedrich August von Kaulbach, Franz von Lenbach und Franz von Stuck.

Diese Generation arrivierter und etablierter Münchner Künstler blickte meist nur abfällig auf die Werke, die von Künstlern angefertigt wurden, die dem Blauen Reiter zugeordnet werden. Der Blaue Reiter wurde 1911 ins Leben gerufen und ließ München schließlich zu einem Zentrum moderner Kunst aufsteigen. Mitglieder waren Paul Klee, Wassily Kandinsky, Alexej von Jawlensky, Gabriele Münter, Franz Marc, August Macke und Alfred Kubin.

1919 wurden die ersten Studios der Bavaria Film in Geiselgasteig – einem Ortsteil der Gemeinde Grünwald im Süden Münchens − errichtet.

Literatur

Im 19. Jahrhundert lebten unter anderen Heinrich Heine, Friedrich Hebbel und Hans Christian Andersen für längere Zeit in München.

Das literarische Leben der Stadt mit seinem Zentrum in Schwabing nahm in den letzten Jahrzehnten des Königreiches Bayern einen großen Aufschwung und wurde geprägt von Schriftstellern wie Paul Heyse, Lena Christ, Ludwig Thoma, Thomas Mann, Rainer Maria Rilke und Frank Wedekind.

In der Weimarer Republik waren die bekanntesten literarischen Münchner Repräsentanten Lion Feuchtwanger, Annette Kolb, Bertolt Brecht und Oskar Maria Graf.

Später gelangte der in München geborene Schriftsteller Eugen Roth zu literarischem Ruhm, und viele Schriftsteller wie Erich Kästner, Wolfgang Koeppen und Michael Ende lebten und arbeiteten in der Stadt.

Theater, Oper, Ballett

München besitzt eine sehr reichhaltige Theater-, Ballett- und Opernkultur mit fünf staatlichen, drei städtischen und über 50 privaten Bühnen.

Das musikalische Leben der Stadt hat eine lange Tradition. Hier wirkten bedeutende Komponisten wie Orlando di Lasso, Carl Maria von Weber, Gustav Mahler, Richard Strauss und Carl Orff. Im Salvatortheater wurde 1775 Wolfgang Amadeus Mozarts La finta giardiniera uraufgeführt, 1781 folgte im Cuvilliés-Theater die Weltpremiere seines Idomeneo. Im Nationaltheater kamen unter Ludwig II. mehrere Opern Richard Wagners zur Uraufführung. Im Musiktheater sind vor allem die Bayerische Staatsoper und das Staatstheater am Gärtnerplatz zu nennen, die jeweils über eine eigene Ballettkompanie verfügen: das Bayerische Staatsballett und das TanzTheaterMünchen. Die von Hans Werner Henze gegründete Münchner Biennale widmet sich modernem Musiktheater.

In der Sparte Sprechtheater sind die bedeutendsten Bühnen der Stadt das Bayerische Staatsschauspiel, die Münchner Kammerspiele und das Münchner Volkstheater. Seit den Premieren von Gotthold Ephraim Lessing 1775 haben viele bekannte Autoren in München ihre Stücke zur Uraufführung gebracht, darunter Christian Friedrich Hebbel, Henrik Ibsen und Hugo von Hofmannsthal. Von den privaten Bühnen ist das Metropol-Theater bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Boulevardtheater bietet die Komödie im Bayerischen Hof – meist mit prominenten Schauspieler/innen in den Hauptrollen.

Im Kinder- und Jugendtheater spielt die Schauburg der Stadt München eine zentrale Rolle. Daneben gibt es noch verschiedene andere private Bühnen für Kinder, wie etwa das Münchner Theater für Kinder oder das Münchner Marionettentheater. Das Marionettentheater Kleines Spiel spielt dagegen nahezu ausschließlich am Abend und für Erwachsene.

Im Kabarettbereich sind die Münchner Lach- und Schießgesellschaft, das Lustspielhaus oder der Schlachthof wichtige Bühnen der Stadt. Unter den Münchner Kabarettisten ragen z. B. Karl Valentin, Dieter Hildebrandt oder Gerhard Polt hervor.

Die bedeutendsten Spielstätten sind das Nationaltheater München (Bayerische Staatsoper, Bayerisches Staatsballett), das Residenztheater (Bayerisches Staatsschauspiel), das Staatstheater am Gärtnerplatz (Oper, Operette, Tanz und Musical), das Prinzregententheater (u. a. Bayerische Theaterakademie August Everding, staatliche Theater, Konzerte), das Schauspielhaus (Münchner Kammerspiele), die Schauburg (auch: SchauBurg), das Münchner Volkstheater sowie das Deutsche Theater – das größte Gastspieltheater Deutschlands, das derzeit renoviert wird.

Mit dem 1905 gegründeten Circus Krone hat der größte Zirkus Europas in München seinen festen Wintersitz im Kronebau.

Orchester und Chöre

Die Münchner Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und das Bayerische Staatsorchester zählen zu den bedeutendsten deutschen Orchestern und arbeiten regelmäßig mit den international renommierten Dirigenten zusammen, aber auch die Münchner Symphoniker oder das Münchener Kammerorchester genießen einen sehr guten Ruf.

Wichtige Chöre sind u. a. der Philharmonische Chor München, der Chor des Bayerischen Rundfunks, der Münchener Bach-Chor, der orpheus chor münchen oder der Tölzer Knabenchor, dessen Studio sich in München/Solln befindet und bei dem die Mehrheit der Knaben aus München stammt.

Die wichtigsten Spielstätten für Orchester und Chöre in München sind die Philharmonie im Gasteig (2387 Plätze), das Prinzregententheater (1081 Plätze) oder der Herkulessaal (1270 Plätze) in der Münchner Residenz. Bis heute fehlt jedoch München ein optimal klingender Konzertsaal, was häufig zu Debatten führt. Für eine mögliche Sanierung der Philharmonie im Gasteig, um diese akustisch aufzuwerten, fehlen der Stadt München derzeit die finanziellen Mittel. Die Bayerische Staatsregierung favorisiert einen kompletten Neubau eines Konzertsaals mit ca. 1800 Plätzen, bei dem unterschiedliche Orte diskutiert werden (u. a. der Finanzgarten oder der Apothekenhof der Residenz).

Kulturelle und regelmäßige Veranstaltungen

Auer Dult auf dem Mariahilfplatz im Münchner Stadtteil Au

Überregional bekannte kulturelle Veranstaltungen sind unter anderem die Opernfestspiele, die Tanzwerkstatt Europa und das Filmfest.

Zu Beginn des Jahres finden zur Faschingszeit der Tanz der Marktfrauen, das Faschingstreiben am Viktualienmarkt sowie am Aschermittwoch das traditionelle Geldbeutelwaschen am Fischbrunnen auf dem Marienplatz statt. Im Februar und März folgt dem Aschermittwoch die „Starkbierzeit“, die mit verschiedenen Veranstaltungen begangen wird – zum Beispiel mit dem Derblecken auf dem Nockherberg, das alljährlich vom Bayerischen Rundfunk übertragen wird.

Im März locken neben dem St. Patrick’s Day auch die Münchner Bücherschau junior Besucher an, die als Großveranstaltung neben Kinder- und Jugendliteratur auch die Leseförderung in den Mittelpunkt stellt. Zur Osterzeit findet in München am Karsamstag ein Ostermarsch statt. Im April findet das Frühlingsfest auf der Theresienwiese statt – ein Volksfest, jedoch kleiner als das berühmte Oktoberfest.

Am ersten Mai findet das Kultur- und Familienfest am Marienplatz statt. Es folgt am ersten Maiwochenende der Beginn der ersten neuntägigen Auer Dult (Maidult) des Jahres. Seit 1988 findet alle zwei Jahre ein internationales Festival für neues Musiktheater statt: die Münchener Biennale. Zwischen Mai und August findet die Münchner Bladenight statt, Europas größte Nachtskate-Veranstaltung.

Anfang Juni findet mit dem StuStaCulum Deutschlands größtes von Studenten organisiertes Musik- und Theaterfestival im Münchner Stadtteil Freimann statt. Mitte Juni wird alljährlich an einem Wochenende zwischen Marienplatz und Odeonsplatz der Münchner Stadtgeburtstag gefeiert. Darüber hinaus finden im Juni verschiedene Festivals statt: das Streetlife-Festival, das Comicfestival München, das Munich International Short Film Festival sowie Ende Juni/Anfang Juli das Filmfest München, das zweitgrößte Filmfestival Deutschlands.

Im Juni und Juli findet das Tollwood-Festival auf dem Olympiapark Süd sowie die Münchner Opernfestspiele statt.

Wichtige Veranstaltungen im Juli sind der Christopher Street Day, der traditionelle Kocherlball, das Japanfest München am dritten Sonntag beim Japanischen Teehaus hinter dem Haus der Kunst. Ende Juli zieht die zweite Auer Dult (Jakobidult) sowie Bell’Arte – Musikalischer Sommer im Brunnenhof der Münchner Residenz Besucher an.

In den ersten zehn Augusttagen findet an verschiedenen Veranstaltungsorten in München die Tanzwerkstatt Europa statt, ein Festival für internationalen zeitgenössischen Tanz. Im Olympiapark wird ebenfalls im August das Sommerfest sowie das LILALU & Kultur- und Familienfestival veranstaltet.

Mitte September findet das zweite Streetlife-Festival statt und das Oktoberfest beginnt auf der Theresienwiese, die (Wiesn), die bis zum ersten Sonntag im Oktober andauert.

Mitte Oktober beginnt die dritte, neuntägige Auer Dult (Kirchweihdult) und im November findet die Münchner Bücherschau im Gasteig statt. Im November und Dezember findet alle zwei Jahre das Theaterfestival Spielart statt. Kurz vor dem ersten Adventssonntag beginnt das Winter-Tollwood auf der Theresienwiese, das bis Neujahr andauert. Darüber hinaus gibt es in der Adventszeit auf verschiedenen Plätzen in München Christkindlmärkte (zum Beispiel Marienplatz, Weißenburger Platz).

Kulinarische Spezialitäten

Die Weißwurst wurde 1857 in München erfunden und ist die wohl berühmteste kulinarische Spezialität. Weiter sind zum Beispiel der Leberkäs bzw. die Leberkässemmel, die Brezn, die Ausgezogene (ein rundes Schmalzgebäck) und das Münchner Bier zu nennen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Laut einer Vergleichsstudie (von den Zeitschriften Wirtschaftswoche, der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der Kölner IW Consult GmbH) hat München unter den fünfzig größten deutschen Städten die zweithöchste Wirtschaftskraft. Die neueste Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und des Magazins Wirtschaftswoche erklärte München prognostisch erneut zur wirtschaftlich erfolgreichsten Stadt Deutschlands. Die Studie bewertet wirtschaftliche und strukturelle Indikatoren wie Produktivität, Bruttoeinkommen, Investitionen, Innovationen, Arbeitslosenquote und Zahl der Hochqualifizierten.

Strom, Wasser und Gasversorgung

Die Stadtwerke München GmbH (SWM) sind einer der größten deutschen kommunalen Dienstleister und eines der größten Energieversorgungsunternehmen Deutschlands. Alleingesellschafterin ist die Landeshauptstadt München. Unter dem Namen „M-Strom“ vertreiben die SWM Strom an Privat- und Geschäftskunden. Die SWM sind im Stadtgebiet München und der Münchner Region Betreiber von zwölf Wasserkraftwerken, mehreren Anlagen, die Strom aus regenerativer Energie erzeugen und den drei Heizkraftwerken Süd, Nord und Freimann, die rund 70 % des Stroms mit Kraft-Wärme-Kopplung erzeugen. Die SWM sind mit ihren Beteiligungsgesellschaften auch zu 25 % am Kernkraftwerk Isar 2 beteiligt. Als Teil des europäischen Verbundnetzes versorgen die SWM ihre Kunden mit Erdgas. Dafür steht auch ein eigener Untertagespeicher zur Verfügung. Die SWM betreiben acht Erdgastankstellen in München, an denen regeneratives Biomethan getankt werden kann. In ihren Heizkraftwerken und Heizwerken erzeugen die SWM Fernwärme, die über 800 km Dampf- und Heißwassernetze an große Gebäude und Hausanschlüsse verteilt wird und zur Heizung und Bereitung von Warmwasser genutzt wird. Durch Entnahme von an einem unterirdischen Bauwerk aufgestauten Grundwasser wird über ein Rohrnetz auch Fernkälte für Industriekunden umweltfreundlich zur Verfügung gestellt. Das leicht erwärmte Grundwasser wird anschließend wieder dem Grundwasserstrom zugeführt. Das Trinkwasser für München stammt aus dem oberen Mangfalltal, dem Loisachtal bei Oberau und der Münchner Schotterebene und fließt von dort durch Zuleitungen in das Münchner Wassernetz. Der ökologische Landbau wird in den Wassergewinnungsgebieten durch die Initiative „Öko-Bauern“ gefördert.

Tourismus

Die Sehenswürdigkeiten und die Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt aber auch ihre Messen und Kongresse ziehen zahlreiche Touristen und Geschäftsreisende an. Die Fachjury des National Geographic Traveler setzte München 2008 im weltweiten Ranking der besten 110 historischen Orte auf Rang 30.[38]

Die Zahl der Übernachtungen wuchs 2009 auf 9,9 Millionen (Plus von 0,6 Prozent).[39] Davon reisten 4,4 Millionen aus dem Ausland an (Minus von 3 Prozent gegenüber 2008). Die US-Amerikaner waren mit 597.000 Übernachtungen (Minus von 2,4 Prozent) die größte ausländische Reisegruppe, gefolgt von Italienern (518.000) und Briten (341.000). Eine Besonderheit Münchens in den Sommermonaten sind die vielen arabischen Touristen aus der Golfregion (271.000 Übernachtungen), die in der Innenstadt nicht nur einkaufen, sondern sich häufig während ihres Aufenthalts in Münchner Kliniken medizinisch versorgen lassen. 2011 machten nach Angaben des Tourismusamtes 102.000 Touristen aus den Golfstaaten in München Urlaub.[40]

Einzelhandel

Die Kaufingerstraße ist eine bekannte Einkaufsstraße in München

Der Einzelhandel in München ist vielseitig. Von der preiswerten Kategorie bis hin zur Luxuskategorie sind alle Kategorien abgedeckt. Mit der Neuhauser Straße und der Kaufingerstraße ist München gleich zweifach unter den fünf meistbesuchten Einkaufsstraßen Deutschlands vertreten. Laut einer Untersuchung von Jones Lang LaSalle hatte die Neuhauser Straße mit 13.515 Passanten pro Stunde die bundesweit zweithöchste Besucherfrequenz. Nur die Schildergasse in Köln war mit 14.265 Passanten pro Stunde häufiger besucht. Nach der Zeil in Frankfurt am Main (13.035 Passanten) war die Kaufingerstraße mit 12.975 Passanten pro Stunde auf Platz 4 vertreten. Beide Einkaufsstraßen befinden sich in der günstigen bis mittleren Preiskategorie.[41]

Verkehr

Luftverkehr

Der 29 km nordöstlich von der Stadtmitte im Erdinger Moos gelegene Flughafen München (internationaler Flughafen-Code: MUC (IATA-Code) EDDM (ICAO-Code)) ist mit über 38 Millionen Passagieren im Jahr 2012 der zweitgrößte Flughafen Deutschlands und der siebtgrößte Europas. Seit der Entscheidung der Lufthansa, München als zweites Drehkreuz neben Frankfurt zu etablieren, wird der Flughafen international immer besser angebunden; über 25 Langstreckenflugzeuge sind dort stationiert. Das Kontinentalnetz der Lufthansa in München ist sogar umfangreicher als bei jedem anderen deutschen Flughafen. Der Flughafen ist über die Autobahn A 92 zu erreichen; als öffentliche Verkehrsmittel stehen vor allem die S-Bahn-Linien S1 und S8 zur Verfügung, die den Flughafen mit der Münchner Innenstadt verbinden.

Weitere Flughäfen in der Münchner Umgebung sind die für die allgemeine Luftfahrt – zum Teil nur eingeschränkt – nutzbaren Flugplätze Oberpfaffenhofen und Schleißheim. Der 90 km entfernte Flughafen Memmingen wird von Ryanair als Flughafen München-West vermarktet.

Schienenverkehr

Auf der Schiene ist München gut an das internationale Streckennetz angeschlossen. Es bestehen Direktverbindungen (teilweise per Nachtzug) zu deutschen und europäischen Großstädten. Neben dem Hauptbahnhof und dem Bahnhof München Ost der höchsten Bahnhofskategorie 1 gibt es mit Bahnhof München-Pasing (Bahnhofskategorie 2) einen weiteren wichtigen Fernbahnhof im Münchner Stadtgebiet. Die sieben Münchner Bahnhöfe der Kategorie 3 sind Bahnhof München-Laim, Bahnhof München-Hirschgarten, Bahnhof München Donnersbergerbrücke, Bahnhof München-Hackerbrücke, Bahnhof München Karlsplatz, Bahnhof München Marienplatz und Bahnhof München-Giesing. Daneben gibt es zahlreiche Bahnhöfe der Kategorien 4 bis 5 der DB Station&Service. Der Eisenbahngüterverkehr nutzt den Rangierbahnhof München Nord Rbf.

Fernverkehrsverbindungen

Folgende Fernverkehrsverbindungen passieren den Münchner Hauptbahnhof oder beginnen dort:

  • TGV: München – Augsburg – Stuttgart – Karlsruhe – Straßburg – Paris
  • ICE-Linie 11: Berlin – Frankfurt am Main – MünchenInnsbruck
  • ICE-Linie 25: Hamburg – Nürnberg – MünchenGarmisch-Partenkirchen
  • ICE-Linie 28: München – Augsburg – Nürnberg – Leipzig – Berlin
  • ICE-Linie 41: München – Ingolstadt – Nürnberg – Würzburg – Frankfurt am Main
  • ICE-Linie 42: München – Stuttgart – Frankfurt – Köln – Dortmund – Amsterdam
  • ICE-Linie 116: München – Salzburg – LinzWien
  • RJ 63: München Hbf – Salzburg Hbf – Linz Hbf – Wien Westbf – Budapest
  • EC-Linie 88: MünchenLindau (Bodensee)Zürich
  • EC-Linie 89: MünchenBozenVerona
Nachtzüge

Diese Nachtzüge bieten unter anderem Direktverbindungen mit folgenden Städten:

Überregionaler Busverkehr

Frontansicht ZOB München von der Hackerbrücke (2012) 48.1420511.548562

Der Zentrale Omnibusbahnhof München (ZOB) stellt einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt für Bus und Bahn im nationalen wie internationalen Verkehr dar.

Das neue Gebäude für den ZOB ist zentral an der Hackerbrücke gelegen und wurde am 11. September 2009[42] eröffnet. Der ZOB bietet durch seine direkte Lage neben dem S-Bahn-Haltepunkt Hackerbrücke eine optimale Anbindung an das Münchner Umland sowie den Münchner Flughafen. Wie beim Vorgängerstandort befindet sich der Münchner Hauptbahnhof in unmittelbarer Nähe.

Öffentlicher Personennahverkehr

MVV-Schienennetz mit Metrobuslinien

Im öffentlichen Personennahverkehr betreibt die S-Bahn München ein Netz von zehn S-Bahn-Linien, wobei alle Hauptlinien im Bereich der Innenstadt in einem zentralen Stammstreckentunnel gebündelt sind. Um diesen bis an das technisch Machbare ausgelasteten Tunnel zu entlasten, wird derzeit der Bau einer parallel verlaufenden zweiten Stammstrecke vorbereitet.

Derzeit planen die Stadt München und der Freistaat Bayern den Bau einer Express-S-Bahn vom Münchner Hauptbahnhof zum Münchner Flughafen (Stand: Dezember 2009).

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), eine Tochter der Stadtwerke München, betreibt sieben U-Bahnlinien, dreizehn Straßenbahnlinien und ein umfangreiches Busnetz mit 67 Linien (Stand: Dezember 2012).[43] Von 1948 bis 1966 verkehrte außerdem der Oberleitungsbus München in der Stadt.

Der Verkehr im Busnetz ist dabei zu etwa 45 Prozent an private Kooperationspartner ausgelagert. Das U-Bahn-Netz Münchens ist mit 95 km das drittlängste Deutschlands (unterirdisch mit 86 km sogar das zweitlängste) und befördert täglich etwa 960.000 Menschen.[43]

Alle öffentlichen Verkehrsmittel Münchens fahren zum einheitlichen Tarif innerhalb des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV).

Straßenverkehr

Autobahnen und Mittlerer Ring

München hält mehrere Rekorde zum Verkehrsfluss. In den 1960ern wurde der Stachus das verkehrsreichste Straßenkreuz Europas. Die Donnersbergerbrücke gilt heute als die meistbefahrene Autobrücke Europas.

Das Straßennetz Münchens litt unter Fehlplanungen eines lange Zeit vorherrschenden städtebaulichen Zentrismus. Die Stadt befürchtete wirtschaftliche Verluste, wenn insbesondere der neu aufkommende Urlauberverkehr nach Italien nicht mehr in der Stadt anhalten, sondern sie umfahren würde. Deshalb wurde der bereits in der Vorkriegszeit trassierte Münchner Autobahnring nicht zügig in den 1950ern in Angriff genommen. Zögerlich wurde in den 1960ern als Ersatz der Mittlere Ring (Bundesstraße B 2 R) gebaut. Der die Stadt umgebende Autobahnring, die Bundesautobahn A 99, ist bis heute nicht vollständig geschlossen. Darüber hinaus führen insgesamt sieben Bundesstraßen durch München, wobei die B 471 weitgehend parallel zum heutigen Autobahnring verläuft.

In München wurde ab dem 1. Oktober 2008 eine Umweltzone eingerichtet. Sie umfasst die Straßen innerhalb des Mittleren Rings. Der Mittlere Ring selbst gehört nicht zur Umweltzone, um nachteilige Verlagerungen des Verkehrsflusses zu vermeiden. Die Umweltzone darf nur mit Kraftwagen mit einer Feinstaubplakette befahren werden.[44]

Folgende Bundesstraßen führen durch München:

  • B 2 Grenze/PL – Berlin – Leipzig – Nürnberg – Augsburg – München – Garmisch-Partenkirchen – Grenze/A
  • B 2 R Mittlerer Ring/München
  • B 11 Grenze/CZ – Landshut – München – Kochel am See – Grenze/A
  • B 12 Lindau (Bodensee) – München (als A 94/A 96) – Passau – Grenze/CZ
  • B 13 Würzburg – Ingolstadt – München – Bad Tölz
  • B 304 Dachau – München – Freilassing
  • B 471 – Vorläufer des heutigen Autobahnrings, die weitgehend parallel zu diesem verläuft.

Autobahnen, die in München beginnen oder dorthin führen, sind die:

  • A 8 Karlsruhe – Stuttgart – Ulm – Augsburg – München – Salzburg
  • A 9 München – Nürnberg – Leipzig – Berlin; über die A 93 nach Regensburg bzw. Hof/Oberfranken
  • A 92 München – Landshut – Deggendorf
  • A 94 (im Bau) München – Passau/Wien
  • A 95 München – Garmisch-Partenkirchen
  • A 96 München – Memmingen – Lindau (Bodensee)
  • A 99 Autobahnring München
  • A 995 München – Kreuz München-Süd/A8

Fahrradverkehr

Radweg in der Münchner Goethestraße
Hauptartikel: Fahrradverkehr in München

Das Münchner Radwegenetz ist mehr als 1.200 Kilometer lang, was mehr als 50 Prozent der gesamten Länge des Münchner Straßennetzes entspricht. 212 Einbahnstraßen sind in beide Fahrtrichtungen offen und auf 17 Fahrradstraßen haben die Radfahrer Vorrang. Für Radfahrer gibt es im Stadtgebiet etwa 25.000 Fahrradständer und an Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs (MVV) befinden sich darüber hinaus 50.000 Stellplätze für Fahrräder („Bike-and-ride-Stellplätze“) (Stand: 2010).

Von 1992 bis 2010 wurden für neue Fahrradständer sowie den Ausbau des Radwegenetzes 32 Millionen Euro investiert. Seit 2007 wird Schritt für Schritt das Wegweisersystem des Münchner Radlnetzes verbessert, indem die alten Schilder durch neue grün-weiße Beschilderungen ersetzt werden, deren Schrift doppelt so groß ist und die Ziele sowie Entfernungsangaben enthalten. Ausgeschilderte Fahrradrouten verbinden Knotenpunkte der Stadt auf Wegen, die gut für Radfahrer geeignet sind, indem sie Behinderung durch Kraftverkehr, Fußgänger sowie Ampeln minimieren. Ferner führt um die Stadt herum der RadlRing München.

2008 machte der Fahrradverkehr 14 Prozent des Verkehrsaufkommens in München aus. Unter anderem aus Klimaschutzgründen will die Stadt bis 2015 den Anteil des Fahrradverkehrs auf 17 Prozent steigern, dieses Ziel wurde allerdings bereits 2011 erreicht.[45] Dafür setzt die Stadt München zusätzliche finanzielle Mittel für die Infrastruktur, Öffentlichkeitsarbeit sowie Events ein. So wurden zum Beispiel die Gelder zur Förderung des Radverkehrs ab 2010 auf 4,5 Millionen Euro verdreifacht. Seit dem Sommer 2010 nennt sich München „Radlhauptstadt“.[46]

Gesundheitswesen

München hat 45 Krankenhäuser (Liste der Krankenhäuser in München) mit insgesamt 11.533 aufgestellten Betten (Stand 2009). In freier Praxis sind 3.610 Ärzte (383 Einwohner je Arzt) und 1.284 Zahnärzte (1.077 Einwohner je Zahnarzt) tätig (Stand 2010).[47]

Ansässige Unternehmen

BMW-Zentrale mit BMW-Vierzylinder und BMW Museum

Wichtige Wirtschaftszweige in München sind Tourismus, Fahrzeug- und Maschinenbau, Elektrotechnik sowie Software- und IT-Industrie. Die hohe Dichte an IT-Unternehmen hat München auch den Spitznamen „Isar Valley“ eingebracht. München ist auch wichtiger Finanzstandort und das Versicherungszentrum Deutschlands. Weiter ist die Stadt ein wichtiger Standort für Biotechnologie, die sich allerdings im schon zur Nachbargemeinde Planegg gehörenden Ortsteil Martinsried konzentriert.

Als Medienstandort ist die Stadt von deutschlandweiter Bedeutung. In München haben weltweit nach New York die meisten Verlage ihren Sitz. Fernseh- und Filmindustrie sind ebenfalls in der Stadt und im unmittelbaren Umland stark vertreten (Fernsehindustrie in Unterföhring und Filmindustrie in Geiselgasteig, zu Grünwald).

München ist mit der von Messe München GmbH betriebenen Neue Messe München ein bedeutender Messestandort.

Mit Allianz SE, BMW, Linde AG, Münchner Rückversicherung und Siemens haben fünf DAX-Unternehmen in München ihren Hauptsitz. Damit belegt die Stadt vor Düsseldorf und Frankfurt am Main mit je drei DAX-Unternehmen den Spitzenplatz in dieser Statistik. Weiter befindet sich in der Stadtrandgemeinde Neubiberg der Firmensitz des DAX-Unternehmens Infineon. Unter den Städten mit Global-500-Unternehmen lag München 2009 weltweit auf Rang 8.[48]

Auch die Konzernzentrale von MAN befindet sich in München, allerdings ist das Unternehmen seit September 2012 nicht mehr im DAX vertreten.

In München und im nahen Münchner Umland haben zahlreiche Unternehmen ihren Firmensitz. Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg haben viele Firmen ihre Zentrale aus Berlin oder Ostdeutschland nach München verlegt.

Abfallwirtschaft

Medien

BR-Hauptfunkhaus, München

Fernsehen und Hörfunk

München ist Sitz des Bayerischen Rundfunks, der Programmdirektion des ARD-Gemeinschaftsprogramms Das Erste und des ZDF-Landesstudios Bayern. Ferner gibt es in München und im direkten Umland zahlreiche private Fernseh- und Hörfunkanbieter wie ProSiebenSat.1 Media (ProSieben, Sat.1, kabel eins), Tele München Gruppe, Sport1, Sky Deutschland, München TV. Zwei landesweite Privatradiostationen haben in München ihren Sitz: Antenne Bayern und egoFM, außerdem gibt es fünf lokale Radiosender: Radio Gong 96,3, Radio Arabella 105.2, Energy München, 95.5 Charivari und Radio2day 89,0.

Verlage

München ist mit etwa 250 ansässigen Verlagen ein wichtiger Standort der Printmedien (beispielsweise Burda Verlag, Süddeutscher Verlag, IDG). Neben New York City hat die Landeshauptstadt den Ruf als führende Buchverlagsstadt der Welt.

In München finden sich unter anderem folgende Verlage: Deutscher Taschenbuch Verlag, Langenscheidt Verlag, Bonnier, C. H. Beck Verlag, Carl Hanser Verlag, Droemer Knaur, Elsevier, Gräfe und Unzer Verlag, Oldenbourg Verlag, Piper Verlag, Prestel Verlag, Random House Verlagsgruppe, Verlag Antje Kunstmann.

Zur Geschichte des Buchhandels in München siehe Artikel Münchner Buchhandel 1500–1850.

Zeitungen

Neben der auch bundesweit bedeutsamen Süddeutschen Zeitung (SZ) sind noch der Münchner Merkur, die Abendzeitung (AZ) und die Tageszeitung (TZ) als Tageszeitungen zu nennen.

Medienausbildung

Die Ludwig-Maximilians-Universität München bietet verschiedene medienrelevante Studiengänge, wie Medieninformatik oder Kommunikationswissenschaften. Die Deutsche Journalistenschule bildet in München Journalisten für sämtliche Medien aus. Die Münchner Hochschule für Film und Fernsehen bildet zukünftige Filmemacher aus, von denen viele später auch für das Fernsehen und den Hörfunk arbeiten. Darüber hinaus bilden auch Münchner Zeitungen, TV- und Radiosender in Volontariaten künftige Medienmacher aus.

Verschuldung

Schuldenstand (in Mio. EUR)
Jahr Schulden
2013*
  
968
2012
  
1.361
2011
  
1.673
2010
  
2.223
2009
  
2.306
2008
  
2.305
2007
  
2.905
2006
  
3.335
2005
  
3.414
2004
  
3.380
2003
  
3.068
2002
  
2.446
2001
  
2.153
2000
  
2.111
*) 2. Nachtragshaushalt (Oktober 2013)
Quelle: Schuldenstandsentwicklung und -prognose des Stadtkämmerers[49]

Die Stadt München kann seit 2006 sämtliche investiven Maßnahmen ohne Nettoneuaufnahme von Krediten finanzieren. Seit dem Schuldenhöchststand von 3,4 Mrd. Euro im Jahr 2005 hat die Stadt bis zum Jahresende 2012 rund 2 Mrd. Euro Kredite getilgt. Im Jahr 2012 konnte der Schuldenstand des Hoheitshaushalts zum 31. Dezember auf 1.361 Mio. Euro verringert werden. Die Pro-Kopf-Verschuldung bezogen auf den Hoheitshaushalt in München lag zum Jahresende 2012 bei rund 960 Euro.[50]

Den Schulden steht allerdings ein großes Aktivvermögen in Form von städtischen Beteiligungen wie etwa an Wohnungen oder den Stadtwerken gegenüber.[51]

Öffentliche Einrichtungen

In München haben verschiedene Ämter, Gerichte sowie Körperschaften und öffentlich-rechtliche Anstalten ihren Sitz, unter anderem die Regierung von Oberbayern und das Europäische Patentamt. Die Stadtverwaltung München ist in elf Fachreferate aufgeteilt und hat zahlreiche Dienstgebäude im Stadtgebiet.

In vielen Bereichen des öffentlichen Dienst (z. B. Kliniken,[52] Polizei,[53] Finanzämter[54]) herrscht Personalmangel, da München aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten für Angehörige der unteren bis mittleren Tarifgruppen zu teuer und daher ein ausgesprochen unattraktiver Dienstort ist. Infolgedessen arbeiten zum Beispiel bei der Schutzpolizei überwiegend Berufsanfänger, da fast jeder Polizist aus ganz Bayern zunächst dort beginnen muss, bevor er sich in seine Heimatregion zurückversetzen lassen kann.[55] Das Münchner Finanzamt hat die Aktenbearbeitung zu großen Teilen an Bearbeitungsstellen in Deggendorf, Dillingen, Eichstätt, Ingolstadt, Passau, Straubing und Zwiesel ausgelagert.[56]

Polizei

Hauptartikel: Polizeipräsidium München

Das Polizeipräsidium München (zuständig für Stadt und Landkreis München, sowie teilweise Starnberg) hat seinen Hauptsitz in der Münchner Ettstraße 2–4.

Gerichte und Staatsanwaltschaften

München ist ein wichtiger Standort für Gerichte in Bayern, wie etwa dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof, dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof oder dem Bayerischen Landessozialgericht. Der Bundesfinanzhof als einer der fünf obersten Gerichtshöfe Deutschlands, sowie das Bundespatentgericht haben ebenfalls ihren Sitz in München. Der Justizpalast am Stachus prägt das Stadtbild der Münchner Innenstadt. Hier fanden z. B. 1943 die Prozesse gegen die Mitglieder der Widerstandsgruppe Weiße Rose vor dem Volksgerichtshof statt, der dafür eigens aus Berlin angereist war.

Justizvollzugsanstalten

In München befindet sich eine Justizvollzugsanstalt (JVA): Die Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim ist die größte JVA in Bayern. Der Jugend- und Frauenstrafvollzug findet in einer Außenstelle in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hauptgelände statt.

Versorgung mit Rundfunk- und Fernsehsendern

Im Sommer 2005 wurde der digitale Rundfunkempfang über Antenne (DVB-T) im Münchner Raum eingeführt. Der Sender ist auf dem Olympiaturm montiert, wovon auch einige UKW-Sender übertragen werden. Im Landkreis München gibt die Sendeanlage Ismaning, die den Bayerischen Rundfunk mit dem Lokalfenster München überträgt. Außerdem gibt es den Fernmeldeturm der Oberpostdirektion München in der Blutenburgstraße, der anderem die Sender EgoFM und M94.5 überträgt. Sein Signal reicht aufgrund seiner geringen Sendeleistung abhängig vom Programm jedoch nur ca. bis an die Stadtgrenzen.

Der nur 65 km entfernte Sender Wendelstein auf dem gleichnamigen Berg versorgt vor allem die südlichen Stadtteile. Drei Ausnahmen seien zu erwähnen: der Sender Zugspitze, der Sender Hochries bei Rosenheim sowie der Sender Isen bei Ebersberg. Sie versorgen München auch mit privaten Radioprogrammen.

Da München eine günstige geographische Lage vor den Alpen hat, können mehrere Sender auf Gipfeln der bayerischen und österreichischen Berge die Stadt ebenso mit Radioprogrammen versorgen.

Der reibungslose Empfang des Österreichischen Rundfunks (ORF) wird über den Sender Gaisberg bei Salzburg garantiert, der im ganzen Stadtgebiet gut zu empfangen ist.

Bildung und Forschung

Schulen

In München gibt es rund 132 staatliche Grundschulen, Träger dieser Schulen ist der Freistaat Bayern, Sachaufwandsträger dagegen ist die Landeshauptstadt München. Weiter gibt es 44 staatliche Mittelschulen (Bayerische Mittelschule), die ab dem Schuljahr 2011/12 in 13 Mittelschulverbünden zusammengefasst sind. Von den 23 öffentliche Realschulen, von denen sind 20 in städtischer Trägerschaft. Bei den 38 öffentliche Gymnasien sind 14 in städtischer Trägerschaft. Das Wilhelmsgymnasium und ist das älteste Gymnasium Oberbayerns.

Daneben gibt sechs sonderpädagogische Förderzentren, ein Förderzentrum mit dem Schwerpunkt "Geistige Entwicklung", sieben Schulen zur Lernförderung, eine Schule zur Erziehungshilfe, drei Schulen zur Sprachförderung und eine Schule für Kranke, die sich alle in der Trägerschaft des Freistaates Bayern befinden. Die Städtische Schulartunabhängige Orientierungsstufe und die Städtische Willy-Brandt-Gesamtschule ergänzen das Schulsystem der Landeshauptstadt. [57]

Die Angebote zur beruflichen Bildung sind zahlreich, diese Schulen dienen der Berufsvorbereitung, der berufliche Erstausbildung und Weiterbildung. Daneben gibt es weiterführende Berufliche Schulen und Schulen des zweiten Bildungswegs. [58]

Hochschulen und Forschungseinrichtungen

Staatliche Träger

München verfügt über zwei große Universitäten: Die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und die Technische Universität München (TUM). Beide werden seit 2007 im Rahmen der Exzellenzinitiative als (informell so genannte) Eliteuniversitäten besonders gefördert.

Die LMU wurde 1472 in Ingolstadt gegründet, 1802 nach Landshut und von dort 1826 nach München verlegt. Neben dem Universitätsviertel in der Maxvorstadt ist ein weiterer Schwerpunkt in Großhadern und Martinsried (Medizin, Biologie, Chemie).

Die TUM wurde 1868 als Polytechnische Schule München gegründet, 1872 um eine landwirtschaftliche Abteilung erweitert, und ab 1877 Königlich Bayerische Technische Hochschule München genannt. 1930 wurde die Hochschule für Landwirtschaft und Brauerei Weihenstephan eingegliedert. Nach Erweiterung um eine medizinische Fakultät erhielt sie 1970 ihren heutigen Namen. Die meisten Fakultäten befinden sich inzwischen auf dem Forschungsgelände Garching.

Eine ebenso technische Ausrichtung wie die TUM hat die Hochschule für angewandte Wissenschaften München/Munich University of Applied Sciences, die 1971 durch den Zusammenschluss von sieben Ingenieurschulen und Höheren Fachschulen gegründet wurde. Sie ist die größte Fachhochschule Bayerns und die zweitgrößte in Deutschland. Die Hochschule für Politik München (HfP) wurde 1950 gegründet und bietet ein interdisziplinäres Studium der Politikwissenschaft, das in neun Semestern Regelstudienzeit zu dem von der Ludwig-Maximilians-Universität verliehenen akademischen Grad eines Diplomaticus scientiae politicae Universitatis (Dipl. sc. pol. Univ.) führt.

Darüber hinaus besteht in München die Möglichkeit an verschiedenen Hochschulen künstlerische Studiengänge zu belegen. Wie etwa an der Akademie der Bildenden Künste München, die 1808 als Königliche Akademie der Bildenden Künste gegründet wurde. 1946 wurde sie mit der Kunstgewerbeschule und der Akademie der Angewandten Kunst vereinigt und trägt seit 1953 ihren heutigen Namen. Die Hochschule für Musik und Theater München wurde 1830 als Singschule gegründet und 1867 auf Anregung Richard Wagners in die Königlich-bayerische Musikschule überführt, welche 1892 zur Staatlichen Akademie der Tonkunst erhoben wurde. 1924 erhielt sie den Namen Hochschule für Musik München und wurde 1946 wiedereröffnet. Seit 1998 trägt sie ihren heutigen Namen. Die Bayerische Theaterakademie August Everding wurde erst 1993 gegründet. Sie ist mit drei professionell ausgestatteten Theatern (Prinzregententheater, Akademietheater, Akademiestudio) und neun Studiengängen die größte Ausbildungsstätte für Bühnenberufe in Deutschland. Die Hochschule für Fernsehen und Film München wurde 1966 als staatliche Einrichtung zur Ausbildung von Redakteuren, Regisseuren und Drehbuchautoren gegründet.

Die Universität der Bundeswehr München befindet sich nicht auf Münchner Stadtgebiet, sondern unmittelbar hinter der südlichen Stadtgrenze im benachbarten Neubiberg. Sie wurde 1973 gegründet, um Offiziere und Offizieranwärter der Bundeswehr auszubilden. Daher können zivile Studierende dort nur im Rahmen von Industriepatenschaften oder im Rahmen von Hochschulpartnerschaften studieren.

Private und kirchliche Träger

Im Bereich Wirtschaft bilden die AKAD-Privathochschule, die Munich Business School (MBS) sowie die FOM Hochschule für Oekonomie & Management als private, staatlich-anerkannte Hochschulen, Studierende aus. Im Medienbereich bieten die privaten Hochschulen Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation (MHMK) und Mediadesign Hochschule (MDH) Studiengänge an.

In kirchlicher Trägerschaft befindet sich die Hochschule für Philosophie München, die 1925 in Pullach gegründet wurde und noch im selben Jahr die Anerkennung als Hochschule für Priesterausbildung erhielt. 1932 wurde sie zur Philosophischen Fakultät kanonischen Rechts erhoben und zog 1971 nach München um. Der Träger der Hochschule ist der Jesuitenorden. Ebenfalls in kirchlicher Trägerschaft wurde 1971 die Katholische Stiftungsfachhochschule München aus vier höheren Fachschulen für Sozialarbeit und Sozialpädagogik gegründet. Sie ist eine Fachhochschule in Trägerschaft der katholischen Kirche, welche in Benediktbeuern eine weitere Abteilung hat.

Die Ukrainische Freie Universität München (UFU) ist eine private Exil-Universität, deren Sitz nach Aufenthalten in Wien und Prag sich jetzt in München befindet.

Akademien

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften ist eine Forschungseinrichtung mit der Rechtsform einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie ist Mitglied der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. In sie werden Wissenschaftler und Gelehrte berufen, die durch ihre Forschungen zu einer wesentlichen Erweiterung des Wissensbestandes ihres Fachs beigetragen haben.

Die acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften ist eine wissenschaftlichen Akademie, deren Ziel es ist, eine neutrale, fakten- und wissenschaftsbasierte Bewertung von Fragen mit Technikbezug zu erarbeiten und der Gesellschaft mit Empfehlungen zur Seite zu stehen. Darüber hinaus soll der Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft erleichtert und der wissenschaftliche Nachwuchs gefördert werden.

Einen religiösen Bildungsauftrag verfolgt die Katholische Akademie in Bayern, die 1957 als „Kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts“ gegründet wurde. Der Träger ist die Freisinger Bischofskonferenz. Gemäß der Satzung soll die Akademie dazu beitragen, „die Beziehungen zwischen Kirche und Welt zu klären und zu fördern“.

Beispiele für Akademien, die berufliche Bildung bieten, sind die Bayerische Akademie für Werbung und Marketing (BAW), die 1949 als Ausbildungsinstitut für Berufe in Marketing, Kommunikation, PR und Medien gegründet wurde, die Bayerische Akademie für Außenwirtschaft (BAA) die 1989 als Ausbildungseinrichtung für Berufe der internationalen Wirtschaft und des Facility Managements gegründet wurde, sowie die Bayerische Verwaltungsschule (BVS) mit dem BVS-Bildungszentrum München, die Aus- und Fortbildung im staatlichen und kommunalen Bereich in Deutschland anbietet. Daneben bietet die Akademie des Deutschen Buchhandels Weiterbildungen innerhalb der Verlagsbranche. Für Handwerker bietet die Akademie für Gestaltung und Design der Handwerkskammern für München und Oberbayern die Weiterbildung zum Gestalter im Handwerk an.

Institute

„Generalverwaltung“ der Max-Planck-Gesellschaft
Zentrale des Goethe-Instituts in München

Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) befindet sich mit ihrer Generalverwaltung in München. Darüber hinaus unterhält sie in München das Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik, das Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, das Max-Planck-Institut für Physik sowie das Max-Planck-Institut für Psychiatrie. Die Stadt München ist auch „Korporativ Förderndes Mitglied“ der Max-Planck-Gesellschaft.[59]

Auch die Fraunhofer-Gesellschaft hat ihre Zentrale in München und unterhält hier auch Institute zu Systemen der Kommunikationstechnik (ESK) sowie zur Zuverlässigkeit und Mikrointegration – Institutsteil München (IZM-M) – sowie bis 2007 die Patentstelle für die Deutsche Forschung (PST). Die Bundeswehr unterhält in München das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr, das Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Bundeswehr und das Institut für Radiobiologie der Bundeswehr.

Das Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (HMGU) erforscht Grundlagen einer zukünftigen Medizin und Versorgung sowie Ökosysteme mit wesentlicher Bedeutung für die Gesundheit. Im Mittelpunkt stehen chronische, degenerative Krankheiten wie Lungenerkrankungen, Allergien, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die in erheblichem Maße durch persönliche Risikofaktoren, Lebensstil und Umweltbedingungen beeinflusst werden.

Darüber hinaus befinden sich das Institut für Rundfunktechnik (IRT), das Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung (ISF), das Deutsches Jugendinstitut (DJI), das Sprachen & Dolmetscher Institut München sowie verschiedene Kulturinstitute in München – wie das Goethe-Institut, das Spanische Kulturinstitut Instituto Cervantes, das Französische Kulturinstitut Institut français de Munich, das Britische Kulturinstitut British Council oder das Italienische Kulturinstitut Istituto Italiano di Cultura.

Das Qantm Institute ist ein privates Ausbildungsinstitut mit dem Schwerpunkt Computerspiel-Entwicklung, das mit der Middlesex Universität London zusammenarbeitet.

Erwachsenenbildung

Die Münchner Volkshochschule bietet in eigenen Häusern und Außenstellen im gesamten Stadtgebiet jährlich ca. 14.000 Veranstaltungen für etwa 200.000 Teilnehmer. Ihre Zielgruppenangebote wenden sich an Menschen mit Behinderung, Menschen mit Migrationshintergrund, Frauen, Jugendliche, Senioren und minderjährige Flüchtlinge. In Rahmen der örtlichen Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben München findet die Zusammenarbeit mit dem DGB Bildungswerk München als Erwachsenenbildungseinrichtung statt.

Im konfessionellen Bereich sind die Evangelische Stadtakademie, das Evangelische Bildungswerk, die Evangelische Familienbildungsstätte „Elly Heuss-Knapp“, das Münchner Bildungswerk (Katholische Erwachsenenbildung in der Stadt und im Landkreis München), die Katholische Akademie in Bayern, die Kolping-Akademie sowie die Jüdische Volkshochschule zu nennen.

Im Bereich der Kunst- und Kulturvermittlung engagieren sich die großen Münchner Museen, Theater, Orchester und Opern in Form von Führungen bzw. Einführungsveranstaltungen – oft in enger Zusammenarbeit mit der Münchner Volkshochschule.

Darüber hinaus bieten Kulturinstitute verschiedener Länder Angebote der Erwachsenenbildung – wie das die Kulturinstitute Frankreichs (Institut français), Spaniens (Instituto Cervantes), Italiens (Istituto Italiano di Cultura), das Amerika-Haus, das polnische Kulturzentrum oder das České Centrum (Tschechisches Zentrum). Auch der Sitz des international arbeitenden Goethe Instituts befindet sich in München.

Sport

Die größte Sportveranstaltung in München waren die Olympischen Sommerspiele 1972. Die Stadt hatte sich auch für die Olympischen Winterspiele 2018 beworben. Sie scheiterte aber an der südkoreanischen Stadt Pyeongchang, die im ersten Wahlgang gewählt wurde.[60] Die Ratsinitiative zu einer erneuten Bewerbung für die Spiele 2022 scheiterte in einem Bürgerentscheid.

Regelmäßige Sportveranstaltungen sind unter anderem der München-Marathon im Oktober, der Münchner Firmenlauf im Juli und der Silvesterlauf München am 31. Dezember.

Im Norden der Stadt liegt der für die Olympischen Sommerspiele 1972 errichtete Olympiapark. Das Ensemble aus Olympiastadion, Olympia-Schwimmhalle und Olympiahalle ist besonders wegen der gewagten Zeltdachkonstruktion, die sich in die Hügellandschaft des umgebenden Parks hervorragend einpasst, weltberühmt. Hier steht auch das bereits 1967 eröffnete Olympia-Eisstadion.

Im Mai 2005 wurde die am Nordende der Stadt gelegene Allianz Arena eröffnet, in der die Heimspiele der Fußballer des FC Bayern München und des TSV 1860 München stattfinden. Die 71.000 Zuschauer (international 68.000 Sitzplätze) fassende Arena war Austragungsort des Eröffnungsspiels der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 sowie weiterer Spiele. Die traditionsreichste und älteste größere Sportstätte in München ist das städtische Stadion an der Grünwalder Straße. Im Jahr 2005 spielte dort noch die Profimannschaft des TSV 1860 München; seit dem Umzug in die Allianz Arena wird das Stadion nur für Jugend- und Amateurmannschaften genutzt. Öffentliche Sportstätten für die Bevölkerung sind vor allem die in den einzelnen Stadtteilen und -bezirken eingerichteten Bezirkssportanlagen und die Münchner Bäder. Für den Pferdesport gibt es die Trabrennbahn Daglfing und die Galopprennbahn Riem.

Der wohl bekannteste Sportverein Münchens ist der mehrfache Deutsche Meister FC Bayern München, der seit 1965 ununterbrochen in der Fußball-Bundesliga spielt. Der zweite große Fußballverein ist der TSV 1860 München, der derzeit in der 2. Bundesliga spielt. Der EHC Red Bull München vertritt München im Eishockey, der Münchner SC im Hallenhockey und die Munich Cowboys sowie die München Rangers im American Football. Der TSV Milbertshofen war zweimal Deutscher Mannschaftsmeister im Tischtennis, Deutscher Meister und Pokalsieger im Volleyball und Europapokalsieger im Handball. Zudem ist die Basketballabteilung des FC Bayern München neuerdings wieder in der Basketball-Bundesliga vertreten, nachdem bereits in den 50er und 60er Jahren zwei deutsche Meisterschaften sowie ein Pokalsieg errungen werden konnten.

Der Snookerverein 1. Münchner SC spielt in der 2. Snooker-Bundesliga.

Literatur

  • Hubert Ettl und Bernhard Setzwein (Hrsg.): München. Reise-Lesebuch. Text-Bildband, Hardcover, 179 S., mit Texten von Herbert Achternbusch, Carl Amery, Bruno Jonas, Hermann Lenz, Gerhard Polt und anderen und Fotos von Volker Derlath, Heinz Gebhardt, Regina Schmeken und anderen, edition lichtung, Viechtach 1999, ISBN 3-929517-28-0.
  • Christina Haberlik: Das Gesicht der Stadt – Münchens schönste Fassaden. MünchenVerlag, München 2011, ISBN 978-3-937090-31-3 (Essays zur „Fassade“ und Fassadenpreise 1970–2009)
  • Peter Claus Hartmann: Münchens Weg in die Gegenwart. Von Heinrich dem Löwen zur Weltstadt. Schnell & Steiner 2008, ISBN 978-3-7954-2009-3.
  • Reinhard Heydenreuter: Kleine Münchner Stadtgeschichte. Pustet, Regensburg 2007, ISBN 978-3-7917-2087-6.
  • Joachim Käppner, Wolfgang Görl, Christian Mayer (Hrsg.): München – Die Geschichte der Stadt. Süddeutsche Zeitung Edition 2008, ISBN 978-3-86615-622-7.
  • Erich Keyser: Bayerisches Städtebuch. Band V 2. Teilband Ober-, Niederbayern, Oberpfalz und Schwaben. In: Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages. Stuttgart 1974.
  • Peter Klimesch: Isarlust – Entdeckungen in München, MünchenVerlag, München 2011, ISBN 978-3-937090-47-4. Die Münchner Isar von der Großhesseloher Eisenbahnbrücke bis zur St.-Emmeram-Brücke.
  • Rüdiger Liedtke: 111 Orte in München, die man gesehen haben muss. Emons, Köln 2012, ISBN 978-3-89705-892-7.
  • Rüdiger Liedtke: 111 Orte in München, die man gesehen haben muss. Band 2. Emons, Köln 2012, ISBN 978-3-95451-043-6.
  • Hans F. Nöhbauer: München. Eine Geschichte der Stadt und ihrer Bürger. Band 2. Von 1854 bis zur Gegenwart. W. Ludwig, München 1992, ISBN 3-7787-2126-7.
  • Gerd Otto-Rieke: Gräber in München – Menschen, die uns bewegten. Alabasta Verlag, München 2008, ISBN 978-3-938778-08-1.
  • Benedikt Weyerer (Hrsg.: Landeshauptstadt München): München 1919–1933 – Stadtrundgänge zur politischen Geschichte. MünchenVerlag (vormals Buchendorfer Verlag), München 1993, ISBN 978-3-927984-18-9.
  • Benedikt Weyerer (Hrsg.: Landeshauptstadt München): München 1933–1949 – Stadtrundgänge zur politischen Geschichte. MünchenVerlag, München 2006, 2. Auflage, ISBN 978-3-927984-40-0.

Stadtmodelle

  • Jakob Sandtner, Plastisches Stadtmodell im Maßstab 1:616, um 1570, Standort Bayerisches Nationalmuseum,[61] eine Kopie im doppelten Maßstab befindet sich im Stadtmuseum
  • Johann Baptist Seitz, Anselm Sickinger und andere: Plastisches Stadtmodell, etwa 1850, Birnbaum, Maßstab 1:700, Standort Bayerisches Nationalmuseum: Relief der Haupt- und Residenzstadt München[62]
  • Anton Hoermann, Friedrich Hoermann: 1915 (Maßstab 1:700)
  • Deutsche Hochbildgesellschaft 1930 (Maßstab 1:2000)
  • 1938/39 (Maßstab 1:1000)
  • seit den 1970er Jahren und kontinuierlich fortgeführt (Maßstab 1:500), Referat für Stadtplanung, Standort Münchner Stadtmuseum

Siehe auch

 Portal: München – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema München

 Wikipedia: WikiProjekt München – Wikipedia-interne Fachredaktion zum Thema München

Weblinks

 Commons: München – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: München – in den Nachrichten
 Wikiquote: München – Zitate
 Wiktionary: München – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikisource: München – Quellen und Volltexte
 Wikivoyage: München – Reiseführer

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Einige Häuser, die zwar auf Münchner Stadtgebiet liegen, aber nur von einer Nachbargemeinde aus zugänglich sind, haben eine Postleitzahl aus dem Nummernkreis der entsprechenden Nachbargemeinde.
  3. a b Bevölkerungszahlen auf der Daten-Webseite der Stadt. Die Zahl der Stadt München weicht im Vergleich zu der des Statistischen Landesamts (in der Infobox angegeben) meistens um 20.000 bis 30.000 nach oben ab, da Geburts- und Sterbefälle, sowie Zu- und Abzug von Menschen mit verschiedenen Zeitverzögerungen eingerechnet werden.
  4. a b c d Die Bevölkerung in den Stadtbezirken nach dem Migrationshintergrund am 31.12.2013 (PDF; 425 kB). Statistisches Amt der Landeshauptstadt München. Abgerufen am 24. März 2014.
  5. The World According to GaWC 2010. Abgerufen am 10. August 2013.
  6. a b Beiträge zur Statistik Bayerns (PDF). Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung. Abgerufen am 25. März 2014.
  7. 2012 Quality of Living worldwide city rankings – Mercer survey. Mercer LLC. Abgerufen am 7. Januar 2013
  8. a b Kartendienste des BfN
  9. Treppe von der Oberländer Straße zur Plinganserstraße, Rampe am Westende der Lindwurmstraße
  10. Statistisches Taschenbuch München 2008 (PDF)
  11. München bei Bayerische Landesbibliothek Online
  12. Die Bevölkerung in den Stadtbezirken nach der Einwohnerdichte am 31.12.2013 (PDF; 424 kB). Statistisches Amt der Landeshauptstadt München. Abgerufen am 24. März 2014.
  13. Deutscher Wetterdienst: Klimainformationen Muenchen. World Meteorological Organization, abgerufen am 4. Januar 2013.
  14. Klimatabelle für München. Wetterkontor, abgerufen am 29. März 2013.
  15. Babyboom: München hat soviel Neugeborene wie seit 40 Jahren nicht mehr
  16. Süddeutsche Zeitung, 28. Dezember 2009: Geburtenrekord in München – Baby-Boom hält weiter an
  17. tz.de: Magnet München – 125.000 Zuwanderer 2013!, abgerufen am 28. Januar 2014
  18. Die ausländische Bevölkerung in den Stadtbezirken nach ausgewählten Nationalitäten am 31.12.2013 (PDF; 426 kB). Statistisches Amt der Landeshauptstadt München. Abgerufen am 25. März 2014.
  19. Die Bevölkerung in den Stadtbezirken nach ausgewählten Konfessionen am 31.12.2013 (PDF; 426 kB). Statistisches Amt der Landeshauptstadt München. Abgerufen am 25. März 2014.
  20. br-online.de: Muslime in München – Wieder Hoffnung auf eine große Moschee
  21. br-online.de: Muslime in München – Wieder Hoffnung auf eine große Moschee
  22. Vgl. Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm. 16 Bde. Leipzig: S. Hirzel 1854–1960
  23.  Michael Weithmann: Burgen in München. Stiebner Verlag, München 2006, ISBN 3-8307-1036-4, S. 52–53.
  24. Bauer: Geschichte Münchens. 2008, S. 32.
  25. Monācum/Monacensis gem. Georges-DLHW, 2869, vgl. auch Lateinische Stadtnamen (Lexicum nominum geographicorum latinorum)
  26. Zum Namen siehe auch: Geschichte Münchens#Gründung und Namensgebung.
  27. Stephan Füssel (Hrsg.): Georg Braun, Franz Hogenberg: „Civitates orbis terrarum (Städte der Welt). 363 Kupferstiche mit 564 Stadtansichten neu herausgegeben und kommentiert.“ Nach einem Original des Historischen Museums Frankfurt. Das sechsbändige, lateinische Original erschienen von 1572 bis 1618 (Köln, P. von Brachel. Hier München in Bd. 2 Tafel 40 S. 32 (Zustand nach 1525) und S. 327 bis 329 nach einer Zeichnung Georg Hoefnagels „Hauptstadt beider Bayern“ – Monachium Viriusque…). Köln , Taschen, 2008, 504 Seiten. München zunächst bezeichnet als Monacum (Monaco di Baviera, München Germania), zusammen abgebildet sind b) Ingolstadt, c) Freising, d) Nördlingen, e) Regensburg und f) Oberstraubing. Die zweite nach Hoefnagel gefertigte Ansicht enthält seine Widmung von 1586 an D. Wilhelm (?) Pfalzgraf und Herzog etc mit dem Fürsten- und Stadtwappen. Zu sehen ist unter anderem das ziemlich vor der Stadtbefestigung freistehende Isartor.
  28. Die Poschi – Das Thomas-Mann-Haus 1913–1952 von Dirk Heißerer, Website Thomas Mann Förderkreis München e. V., gesichtet am 14. November 2010. Thomas Manns Münchner Villa: Eine deutsche Immobilien-Geschichte, in: Die Gazette, Nr. 6, Juni 2005.
  29. Stadtratswahl 16. März 2014. Abgerufen am 25. März 2014.
  30. Edinburgh ist Münchens älteste Schwesterstadt. Im Frühjahr 1954 besuchte der Deputy Director of Edinburgh seinen Münchner Kollegen Dr. Anton Fingerle, und sie beschlossen, künftig regelmäßig Lehrer- und Schülergruppen auszutauschen. Die Stadtparlamente stimmten zu, und mit den Vertragsunterschriften von Oberbürgermeister Thomas Wimmer und Lord Provost John G. Banks begann im gleichen Jahr die Geschichte der Münchner Städtepartnerschaften.
  31. Die Kontakte zwischen Verona und München entstanden zunächst auf wirtschaftlicher Ebene: Die Münchner Großmarkthalle erhielt damals einen Großteil ihres Gemüses und Obst über Verona. So wird auch heute noch die Städtepartnerschaft vor allem auch durch die Industrie- und Handelskammer Veronas mitgestaltet.
  32. Bereits in den fünfziger Jahren entwickelten sich die ersten Kontakte zwischen Bordeaux und München. Beide Städte hatten großes Interesse, nach dem furchtbaren Weltkrieg durch den Aufbau einer Städtepartnerschaft zur Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich und zur Entstehung eines brüderlichen Europa beizutragen.
  33. Sapporo war der Austragungsort der olympischen Winterspiele 1972, während die Sommerspiele in München stattfanden.
  34. Es war Auguste Kent, die nicht locker ließ, bis die immer schon freundschaftlichen Beziehungen zwischen ihrer alten und ihrer neuen Heimatstadt – bereits 1871 fertigte die Münchner Erzgießerei Ferdinand von Miller die Brunnenfiguren für den Tyler-Davidson-Brunnen, der heute im Zentrum Cincinnatis aufgestellt ist – am 18. September 1989 von Oberbürgermeister Georg Kronawitter und Mayor Charles J. Luken endlich auch offiziell besiegelt wurden.
  35. Im Zuge der Entspannung im Ost-West-Konflikt Ende der 1980er Jahre entstand in München der Wunsch nach einer Dreieckspartnerschaft Münchens mit je einer Stadt in den Vereinigten Staaten und in der damals noch existierenden Sowjetunion.
  36. Wurde zwischen 1999 und April 2002 wegen der Menschenrechtsverletzungen der simbabwischen Regierungspartei auf offizieller Ebene eingefroren.
  37. Europabericht 2002, S. 24
  38. Beste 110 historischen Orte weltweit
  39. Statistik Tourismusamt München
  40. Arabische Touristen in München
  41. www.joneslanglasalle.de: Passantenfrequenzen in 170 Einkaufsstraßen
  42. Kleine Chronik des Verkehrs in München, 2009. Stadt München. Abgerufen am 25. September 2009.
  43. a b MVG in Zahlen (PDF; 370 kB). Münchner Verkehrsgesellschaft. Abgerufen am 25. März 2014.
  44. Umweltplakette für München
  45. Evaluationsbericht der Fahrradmarketingkampagne „Radlhauptstadt München“ (PDF; 764 kB), November 2011, Abgerufen am 20. Oktober 2013.
  46. http://www.radlhauptstadt.muenchen.de
  47. Statistisches Amt München
  48. Städte mit vier oder mehr Fortune-500-Unternehmen
  49. Schuldenstandsentwicklung und -prognose des Stadtkämmerers
  50. Schuldenstand der Landeshauptstadt München auf muenchen.de, abgerufen am 8. Februar 2013
  51. Bilanz der Landeshauptstadt München auf muenchen.de, abgerufen am 16. August 2012
  52. http://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen/klinikum-harlaching-personalmangel-gefaehrdet-klinikbetrieb-1.991631-2 Süddeutsche Zeitung vom 14. März 2011
  53. http://www.gdp.de/gdp/gdpbay.nsf/id/MUC_Art_Kripo Gewerkschaft der Polizei, abgerufen am 2. Juni 2013.
  54. http://www.merkur-online.de/lokales/muenchen/stadt-muenchen/personal-notstand-finanzamt-427282.html Münchner Merkur vom 2. August 2009.
  55. http://www.gdp.de/gdp/gdpbay.nsf/id/MUC_Art_Kripo Gewerkschaft der Polizei, abgerufen am 2. Juni 2013.
  56. http://www.finanzamt.bayern.de/muenchen/Kontakt/, dort den Links zu den einzelnen Abteilungen folgen, abgerufen am 2. Juni 2013.
  57. http://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Bildung-und-Sport/Schule/Grundschulen.html Schulen in München
  58. http://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Bildung-und-Sport/Schule/Grundschulen.html Schulen in München
  59. siehe Liste der Korporativ Fördernden Mitglieder der MPG
  60. Gegen 498 Schneekanonen verliert selbst Kati Witt. Die Welt. Artikel vom 6. Juli 2011. Abgerufen am 22. November 2012.
  61. Franz Schiermeier: Stadtatlas München, Karten und Modelle von 1570 bis heute, Herausgegeben vom Stadtarchiv München und vom Münchner Stadtmuseum, 2003, ISBN 3-9809147-0-4
  62. Franz Schiermeier: Relief der Haupt- und Residenzstadt München – Das Stadtmodell des Johann Baptist Seitz (1841–1863), Bayerisches Nationalmuseum, 2000, ISBN 3-925058-45-1, 64 S.