Münchener Kammerorchester

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Das Münchener Kammerorchester bei einem Konzert in der Pinakothek der Moderne, München

Das Münchener Kammerorchester (MKO) ist ein professionelles Orchester mit Sitz in München mit derzeit 26 festangestellten Musikern (15 Violinen, 4 Bratschen, 5 Violoncelli und zwei Kontrabässen). Die Position des Konzertmeisters teilen sich Daniel Giglberger und Diana Tishchenko.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Münchener Kammerorchester wurde von Christoph Stepp 1950 gegründet. Hans Stadlmair war der Künstlerische Leiter von 1956 bis 1995. Von 1995 bis 2006 war Christoph Poppen der Künstlerische Leiter des Orchesters. Seit der Saison 2006/07 ist Alexander Liebreich neuer Chefdirigent und Künstlerischer Leiter. Das Stammhaus des Orchesters ist das Prinzregententheater in München.

Im November 2012 initiierte das Goethe-Institut ein musikalisches Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Münchener Kammerorchester und Studenten der Kim-Won-Gyun-Hochschule für Musik in Pjöngjang, das von Liebreich begleitet wurde.[1]

Programm[Bearbeiten]

Die Abonnementkonzerte im Münchener Prinzregententheater folgen in jeder Saison einem thematischen Leitfaden. Das Repertoire des Münchener Kammerorchesters umfasst neben klassischen Werken auch zeitgenössische Musik (teilweise Uraufführungen). Für diese Ausrichtung hat das Münchener Kammerorchester in den letzten Jahren internationale Anerkennung gefunden. Feste Bestandteile der Abonnementreihe sind Konzerte ohne Dirigent unter der Leitung eines der beiden Konzertmeister und die Zusammenarbeit mit Spezialisten für Alte Musik. Das Orchester arbeitet regelmäßig mit Gastdirigenten zusammen.

Seit der Saison 2003/2004 hat das Münchener Kammerorchester in der Pinakothek der Moderne in München eine neue Konzertreihe initiiert, die sich unter dem Titel „Nachtmusik der Moderne“ dem Werk eines zeitgenössischen Komponisten widmet. Auch initiierte Alexander Liebreich drei neue Formate: das Münchener AIDS-Konzert, die „carte blanche“, die in loser Folge an bedeutende Persönlichkeiten der Kulturwelt vergeben wird und das „concert sauvage“, bei dem weder das Programm noch die Solisten vorweg angekündigt werden.

Neue Musik[Bearbeiten]

Das Orchester vergibt in jeder Spielzeit mehrere Kompositionsaufträge, so in jüngster Zeit an Erkki-Sven Tüür, Martin Jaggi, Thomas Larcher. Auch haben Komponisten wie Iannis Xenakis, Wolfgang Rihm und Jörg Widmann Werke für das Münchener Kammerorchester geschrieben.

Tourneen[Bearbeiten]

Das Ensemble geht auch auf Tournee und gastiert mit rund 60 Konzerten pro Jahr in der ganzen Welt. Seit 1995 trat das Münchener Kammerorchester z. B. in den Vereinigten Staaten, in China, Japan, Osteuropa, Lateinamerika und Zentralasien auf. Einige Konzertreisen fanden in enger Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut statt.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Münchener Kammerorchester – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nordkorea: Das Münchener Kammerorchester in Pjöngjang (Memento vom 2. Dezember 2012 im Internet Archive)