Münchner Nordring

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Münchner Nordring
Strecke der Münchner Nordring
Streckennummer (DB): 5560
Streckenlänge: 30,4 km
Strecke – geradeaus
Allgäubahn von Kempten
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
0,0 Bk Steinwerk
   
Allgäubahn nach München
BSicon .svgBSicon exSTR.svgBSicon STR+l.svg
von Augsburg
BSicon .svgBSicon exSTR.svgBSicon DST.svg
Olching
BSicon .svgBSicon xKRZo.svgBSicon ABZgr.svg
nach München
BSicon .svgBSicon xABZg+l.svgBSicon STRr.svg
Abzw Olching Ost
Brücke (groß)
A 8
Brücke (groß)
A 99
Planfreie Kreuzung – oben
München-Ingolstadt
   
10,3 von Ingolstadt
   
von München-Allach
BSicon exSTR+l.svgBSicon eABZgr.svgBSicon .svg
ehemaliger Streckenverlauf bis 1991
BSicon exABZg+r.svgBSicon STR.svgBSicon .svg
von München-Allach und München-Karlsfeld
BSicon exDST.svgBSicon STR.svgBSicon .svg
München-Ludwigsfeld (bis 1991)
BSicon exSTR.svgBSicon DST.svgBSicon .svg
13,0 München Nord Rbf (seit 1991)
BSicon exSTRl.svgBSicon eABZg+r.svgBSicon .svg
   
13,6 nach München-Moosach
Planfreie Kreuzung – oben
München–Regensburg
   
von München-Moosach
   
zum Bahnhof Olympiastadion
   
15,6 nach München-Feldmoching–Regensburg
   
vom Bahnhof Olympiastadion
   
von München-Feldmoching
   
13,6 zum BMW Werk 1
Bahnhof ohne Personenverkehr
17,6 München-Milbertshofen
   
zur DB Systemtechnik
   
Abzw Ingolstädter Straße (bis 1945)
   
zur Funkkaserne / Gbf München-Schwabing
Bahnhof ohne Personenverkehr
21,3 München-Freimann
   
zur U-Bahn München
   
U 6
Brücke über Wasserlauf (groß)
Föhringer Eisenbahnbrücke (Isar)
   
Ehemalige Verbindung nach Feldkirchen
   
24,6 vom Flughafen München
S-Bahnhof
25,3 München-Johanneskirchen
S-Bahnhof
26,5 München-Englschalking
S-Bahnhof
27,6 München-Daglfing
Brücke (groß)
A 94
   
S-Bahn zum Ostbahnhof
   
28,6 Abzw München-Zamdorf
   
nach München Ost Rbf
Planfreie Kreuzung – unten
München–Mühldorf
BSicon .svgBSicon ABZg+r.svgBSicon .svg
S-Bahn von München Ost
BSicon .svgBSicon SBHF.svgBSicon .svg
30,1 München-Trudering
BSicon STR+l.svgBSicon ABZgr.svgBSicon .svg
BSicon STRl.svgBSicon KRZu.svgBSicon STR+r.svg
Überwerfungsbauwerk
BSicon .svgBSicon ABZg+r.svgBSicon STR.svg
Fernbahn von München Ost
BSicon .svgBSicon BST.svgBSicon STR.svg
32,5 Abzw München-Waldtrudering
BSicon .svgBSicon STR.svgBSicon STR.svg
nach Rosenheim

Der Münchner Nordring ist eine in Teilen nur von Güterzügen befahrene Eisenbahnumgehungsbahn am nördlichen Rand der bayerischen Landeshauptstadt München. Sie hat im Güterverkehr Bedeutung, auch weil der Rangierbahnhof München Nord an der Strecke liegt.

Streckenverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Nordring beginnt am Bahnhof Olching und verläuft von dort nördlich von Gröbenzell zunächst bis zum Münchner Stadtteil Allach. Hier stoßen Verbindungsstrecken von der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt–München hinzu, ehe die Strecke dann den Rangierbahnhof München Nord passiert. Im Bereich der Ausfahrgruppe gibt es eine Verbindungskurve nach München-Moosach zum Bahnhof München-Laim. Ebenso wird von hier die Bahnstrecke München–Regensburg in nördlicher Richtung erreicht.

Östlich des Rangierbahnhofs verläuft die Strecke Am Oberwiesenfeld, am Nordrand des Olympischen Dorfes. Hier bestand früher eine Fahrmöglichkeit zum ehemaligen Olympiabahnhof.

Im weiteren Verlauf der Strecke in Richtung Osten liegen zwei Bahnhöfe, die nur von Güterzügen durchfahren werden: München-Milbertshofen und München-Freimann. Westlich des Bahnhofs München-Milbertshofen beginnt das Anschlussgleis zum BMW Werk 1. Auf der Trasse des ehemals östlich davon abzweigenden Gleises zum Güterbahnhof München-Schwabing verlaufen heute die Gleise der Trambahnlinie 23. Östlich des Bahnhofs München-Freimann besteht ein Anschlussgleis zur Linie U6 der U-Bahn München, das zur Anlieferung von U-Bahnzügen genutzt wird. Nach der Querung der Isar über die Föhringer Eisenbahnbrücke fädelt die Strecke in die Bahnstrecke München Ost–München Flughafen ein und trennt sich am Bahnhof Daglfing wieder von ihr ab. Über eine Verbindungskurve führt sie dann weiter zum Bahnhof München-Trudering, wo sie kurz darauf in die Hauptbahn in Richtung Rosenheim übergeht.

Bis nach dem Zweiten Weltkrieg gab es außerdem noch einen Streckenast von der Blockstelle Steinwerk bei Eichenau an der (Bahnstrecke München–Buchloe) nach Olching. Diese ist heute noch in Grundzügen zu erkennen, Gleise liegen nicht mehr. Trotzdem beginnt die Kilometerzählung noch immer am Block Steinwerk.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moosach–Schwabing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Eisenbahnstrecke, die später im Münchner Nordring aufging, wurde am 1. Oktober 1901 eröffnet. Es handelte sich um eine Lokalbahn nur für den Güterverkehr vom Bahnhof Moosach bei München an der Strecke München–Landshut über Milbertshofen nach München-Schwabing.

München-Ost–Schwabing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 5. Juni 1909 wurde die Lokalbahn München-Ost–Ismaning eröffnet. Von Johanneskirchen, einem Bahnhof an dieser Strecke, nach München-Schwabing wurde zeitgleich eine weitere Lokalbahn für den Güterverkehr in Betrieb genommen. Der Münchner Nordring war damit in einer ersten Ausbaustufe geschlossen.

Anbindung nach Mühldorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Bahnstrecke von Johanneskirchen nach Feldkirchen

1941 wurde die direkte Anbindung des Nordringes an die Mühldorfer Strecke von Johanneskirchen nach Feldkirchen fertiggestellt. Eine Verlängerung der Anbindung nach Zorneding an der Rosenheimer Strecke war geplant, wurde aber nicht fertiggestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Anbindung wieder aufgelassen. Sie war insgesamt nicht einmal fünf Jahre in Betrieb.

Güterverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick von der Dachauer Straße aus auf den Rangierbahnhof

Die Strecke wird von vielen nationalen und internationalen Güterzügen genutzt. Hierzu gehörten bis zu ihrer Einstellung unter anderem auch die Züge der Rollenden Landstraße ManchingBrennersee.

Örtliche Bedienfahrten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bahnhof Milbertshofen findet insbesondere mit der Mineralölindustrie Güterverkehr statt. Von Milbertshofen aus wird außerdem der Werksverkehr von BMW abgewickelt.

Nur noch wenige Gleisanschlüsse hat der Bahnhof Freimann. Unter anderem im Euro-Industriepark gibt es verschiedene Kunden.

Nördlich von Johanneskirchen wird das Heizkraftwerk Nord der Stadtwerke München mit Kohle-Ganzzügen bedient.

Personenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen den Olympischen Spielen 1972 und der Fußball-Europameisterschaft 1988 wurde der Nordring benutzt um S-Bahnen zum Bahnhof Olympiastadion zu führen.

Für Bahnmitarbeiter die am Rangierbahnhof München Nord arbeiteten, gab es bis in die 1990er einen Pendelzug zwischen diesem Bahnhof und dem Halt München-Moosach. Dieser Zug wurde aus einem Uerdinger Schienenbus gebildet.

Außer einigen Nachtzügen und den S-Bahnen zum Flughafen findet planmäßig kein Personenverkehr auf dem Nordring statt. Lediglich bei einer Sperrung der Bahnstrecke über München Süd bzw. zwischen Olching und Laim wird die Strecke im Umleiterverkehr genutzt.

Der Münchner Nordring steht in der Diskussion als Abschnitt einer möglichen Stadt-Umland-Bahn München, als tangentiale Verbindung zwischen Pasing, Moosach und der Studentenstadt[1][2], sowie als Teil eines vollen S-Bahn-Rings.[3][4]

Hauptartikel: Münchner Ringbahn

Ausbesserungswerk München-Freimann[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof München-Freimann liegt südlich des ehemaligen AW München-Freimann, in dem früher mehrere tausend Menschen arbeiteten. Heute befindet sich dort noch das DB Systemtechnik (ehem. Forschungs- und Technologiezentrum) der Deutschen Bahn, zu dem noch Versuchsfahrzeuge überführt werden. Das Areal des AW wird heute vielseitig genutzt – Teile des Euro-Industrieparks sind dort entstanden oder die Veranstaltungshalle Zenith.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Schweers, Henning Wall: Eisenbahnatlas Deutschland – Ausgabe 2005/2006. Vlg. Schweers + Wall, Aachen 2005, ISBN 3-89494-134-0.
  • Hans Schweers, Henning Wall: Eisenbahnatlas Deutschland – Ausgabe 2007/2008. Vlg. Schweers + Wall, Köln 2007, ISBN 978-3-89494-136-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Münchner Nordring – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. tz.de: S-Bahn über den Nordring? So würde die Strecke verlaufen, aus der tz vom 15. Februar 2016, abgerufen am 21. April 2016.
  2. sueddeutsche.de: Verkehrskonferenz – BMW hilft beim S-Bahn-Nordring, aus der Süddeutschen Zeitung vom 21. April 2016, abgerufen am 21. April 2016.
  3. Bayerischer Rundfunk: Eine Ringbahn für München, von BR24 vom 11. Oktober 2016, abgerufen am 20. März 2017.
  4. Münchner Ringbahn: Münchner Ringbahn, abgerufen am 20. März 2017.

Koordinaten: 48° 11′ 24,9″ N, 11° 34′ 4,4″ O