Münchner Nordring

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Münchner Nordring
Streckennummer (DB):5560 Steinwerk–Waldtrudering
5561 Olching–Olching Streckenwechsel
Streckenlänge:35,900 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse:D4
Stromsystem:15 kV 16,7 Hz ~
Minimaler Radius:350 m
Höchstgeschwindigkeit:100 km/h
Zweigleisigkeit:Olching–München-Daglfing
München-Trudering–Waldtrudering
von Buchloe
(0,000) Abzw Steinwerk
nach München-Pasing
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von Augsburg Hbf
BSicon .svgBSicon exSTR.svgBSicon BHF.svg
(0,000) Olching
BSicon .svgBSicon xKRZo.svgBSicon ABZgr.svg
nach München Hbf
BSicon .svgBSicon xABZg+l.svgBSicon STRr.svg
(3,616)
(6,796)
Olching Streckenwechsel
(ehem. Abzw Olching Ost)
Bundesautobahn 8
Bundesautobahn 99
BSicon exSTR+l.svgBSicon eABZgr.svgBSicon .svg
(Neutrassierung 1991)
BSicon xKRZo.svgBSicon KRZo.svgBSicon .svg
München–Treuchtlingen
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von München-Karlsfeld
BSicon exSTR.svgBSicon ABZg+r.svgBSicon .svg
13,332 von München-Allach
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von München-Allach und München-Karlsfeld
BSicon exDST.svgBSicon STR.svgBSicon .svg
13,930 München-Ludwigsfeld (bis 1991)
BSicon exSTR.svgBSicon DST.svgBSicon .svg
14,636 München Nord Rbf (seit 1991)
BSicon exSTRl.svgBSicon eABZg+r.svgBSicon .svg
16,800 nach München-Moosach
München–Regensburg
17,594 von München-Moosach
München-Oberwiesenfeld (Abzw)
nach München Olympiastadion
18,821 nach München-Feldmoching
von München Olympiastadion
von München-Feldmoching
20,672 München-Milbertshofen
Anschluss BMW Werk 1
zum AW München-Freimann
Ingolstädter Straße (Abzw, bis 1945)
nach München-Schwabing (bis 1995)
24,390 München-Freimann
Anschluss U-Bahn München
U-Bahn Münchner Freiheit–Garching (U 6)
25,845 Föhringer Eisenbahnbrücke (Isar, 155 m)
Anschluss Heizkraftwerk Nord
26,500 München Nordost (Abzw)
nach Feldkirchen (1942–1949)
27,664 von München Flughafen
28,406 München-Johanneskirchen
29,630 München-Englschalking
30,571 München-Daglfing
nach München Ost Pbf
Bundesautobahn 94
31,710 München-Zamdorf (Abzw)
nach München Ost Rbf
München–Simbach
33,001 von München Ost Rbf
von München Ost Pbf (S-Bahn)
33,503 München-Trudering
33,604
33,600
(Kilometersprung +4 m)
BSicon STR+l.svgBSicon ABZgr.svgBSicon .svg
BSicon STRl.svgBSicon KRZu.svgBSicon .svg
nach Grafing Bahnhof (S-Bahn)
von München Hbf
35,896 München-Waldtrudering (Abzw)
nach Rosenheim

Quellen: [1][2][3][4]

Der Münchner Nordring ist eine in Teilen nur von Güterzügen befahrene Eisenbahnumgehungsbahn am nördlichen Rand der bayerischen Landeshauptstadt München. Sie hat im Güterverkehr Bedeutung, auch weil der Rangierbahnhof München Nord an der Strecke liegt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Aufbaustufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Eisenbahnstrecke, die später im Münchner Nordring aufging, wurde am 1. Oktober 1901 eröffnet. Es handelte sich um eine Lokalbahn nur für den Güterverkehr vom Bahnhof Moosach bei München an der Bahnstrecke München–Regensburg über Milbertshofen nach München-Schwabing.[5]

Am 5. Juni 1909 wurde die Lokalbahn München-Ost–Ismaning eröffnet. Von Johanneskirchen, einem Bahnhof an dieser Strecke, nach München-Schwabing wurde zeitgleich eine weitere Lokalbahn für den Güterverkehr in Betrieb genommen.[6] Der Münchner Nordring war damit in einer ersten Ausbaustufe geschlossen.

Elektrifizierung und Ausbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Februar 1924 wurde eine 3,96 km lange, eingleisige Verbindungsstrecke vom Bahnhof Feldmoching an der Bahnstrecke München–Regensburg zum Bahnhof Milbertshofen in Betrieb genommen. Am gleichen Tag wurde ebenfalls die eingleisige Bahnstrecke Milbertshofen–AW Freimann eröffnet.[7] Somit war es nun möglich auch Züge in bzw. aus Richtung Norden auf den Nordring zu leiten.

Mitte der 1920er Jahre begannen im Bahnknoten München umfangreiche Elektrifizierungsarbeiten. So wurde am 23. August 1926 der elektrische Betrieb zwischen Moosach und München Ost Rangierbahnhof über Milbertshofen und Daglfing aufgenommen. Am gleichen Tag wurde auch die Verbindung von Milbertshofen nach Feldmoching elektrifiziert.[6][7][8]

In den 1930er Jahren begannen Planungen für eine umfangreiche Umgestaltung der Eisenbahnanlagen in München. Dabei sollten die beiden vorhandenen Rangierbahnhöfe München-Laim und München Ost durch einen neuen Hochleistungsrangierbahnhof im Münchner Norden ersetzt werden. Anfang 1939 begann die Deutsche Reichsbahn mit dem Bau des neuen Rangierbahnhofs.[9] Zur Anbindung des Rangierbahnhofs nahm die Deutsche Reichsbahn zum 2. Oktober 1939 im Westen die eingleisige Bahnstrecke zwischen dem Abzweig Steinwerk an der Bahnstrecke München–Buchloe über Olching nach Milbertshofen in Betrieb. In Olching am Abzweig Olching Ost wurde eine eingleisige Verbindung zum Bahnhof Olching in Richtung Augsburg geschaffen. Zugleich wurden zwei eingleisige Verbindungsstrecken eröffnet, die bei Ludwigsfeld vom Nordring abzweigten und diesen mit Allach in Richtung Süden und Karlsfeld in Richtung Norden an der Bahnstrecke München–Treuchtlingen verbanden. Im Osten wurde zeitgleich die Strecke von Daglfing nach Trudering an der Bahnstrecke München–Rosenheim in Betrieb genommen. Die Strecke von Olching nach Milbertshofen, sowie die Verbindungsstrecke von Ludwigsfeld nach Allach war dabei von Beginn an elektrifiziert.[7] Anfang 1940 wurde mit dem Bau des Bahnhofs München-Ludwigsfeld begonnen, in welchem Baustoffe für die geplante Umgestaltung München ankommen sollten.[10] Um Güterzüge durchgehend elektrisch in Richtung Rosenheim fahren zu können wurde 1941 schließlich noch der Streckenabschnitt Daglfing–Trudering elektrifiziert.[6]

Teilstück zwischen Lassallestraße und Lerchenauer Straße von Westen nach Osten.
Ehemalige Bahnstrecke von Johanneskirchen nach Feldkirchen

Am 1. Januar 1942 nahm die Deutsche Reichsbahn die Feldkirchner Tangente von der Abzweigstelle München Nordost (bei Johanneskirchen) nach Feldkirchen als direkte Anbindung des Nordringes an die Mühldorfer Strecke in Betrieb.[7] Eine Verlängerung der Anbindung nach Zorneding an der Rosenheimer Strecke war geplant, wurde aber nicht fertiggestellt. Zeitgleich wurde auch zwischen Olching und Trudering der zweigleisige Betrieb aufgenommen.[6] Aufgrund des Kriegsverlaufs wurden 1942 die weiteren Bauarbeiten u. a. des geplanten Rangierbahnhofs eingestellt.[11]

Am 30. April 1945[12] sprengten deutsche Soldaten die Föhringer Eisenbahnbrücke über die Isar, wodurch der Münchner Nordring unterbrochen wurde. Durch Kriegseinwirkungen wurde 1945 die Strecke vom Abzweig Ingolstädter Straße nach Schwabing stark beschädigt und außer Betrieb genommen. 1947 wurde dieser Abschnitt endgültig stillgelegt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Verbindungsstrecke München Nordost–Feldkirchen nicht mehr bedient und 1949 stillgelegt.[6] Zur Bedienung des städtischen Gaswerks Oberwiesenfeld wurde am 1. Januar 1946 der Bahnhof München Gaswerk in Betrieb genommen.[13] Im Mai 1946 konnte ein Stahlträger der Föhringer Brücke wieder aus der Isar gehoben werden und ein eingleisiger Betrieb durchgeführt werden.[14]

Der Abschnitt vom Abzweig Steinwerk bis zum Abzweig Olching Ost wurde bereits 1949 wieder stillgelegt.[6]

1956 wurde das zweite Gleis zwischen Daglfing und Trudering wieder abgebaut.[6] Im Rahmen der Elektrifizierung des Streckenabschnitts Dachau–Treuchtlingen wurde am 5. Mai 1960 auch die Verbindungsstrecke Ludwigsfeld–Karlsfeld elektrifiziert.[6]

Mit dem Bau des Euro-Industrieparks nördlich des Nordrings zwischen Milbertshofen und Freimann wurde in den 1960er Jahren eine Reihe neuer Gleisanschlüsse in Betrieb genommen. Am 1. Januar 1964 wurde der elektrische Betrieb zwischen Milbertshofen und AW Freimann aufgenommen.[6] Ebenfalls 1964 wurde das Heizkraftwerks Nord zwischen den Bahnhöfen Johanneskirchen und Freimann in Betrieb genommen, welches über einen Gleisanschluss mit Kohle versorgt wird.

Am 1. November 1970 wurde die neue Strecke vom Abzweig Oberwiesenfeld Ost zu dem im Bau befindlichen Bahnhof München Olympiastadion neu errichtet.[6]

Neubau Rangierbahnhof München Nord[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der bereits Ende der 1930er Jahre begonnene und 1942 wieder eingestellte Neubau eines Rangierbahnhofs wurde 1987 schließlich wieder neu aufgenommen.[11] Im Rahmen dieser Arbeiten wurde der Bahnhof Ludwigsfeld zunächst als Baubahnhof genutzt und bis 1991 komplett stillgelegt.

Im Rahmen der Bauarbeiten wurden im Bereich des Rangierbahnhof Nord auch die Verbindungsstrecken zu den benachbarten Bahnstrecken neu gebaut. So wurde zwischen dem 25. August und dem 31. Oktober 1990 die Strecke zwischen Moosach und dem Abzweig Oberwiesenfeld[5], sowie 1991 die Strecken von Allach, Karlsfeld und Feldmoching neu gebaut.[7]

Der Rangierbahnhof München Nord wurde schließlich 1991 in Betrieb genommen.

Am 13. Dezember 1995 wurde das Streckengleis Milbertshofen–AW Freimann stillgelegt und fortan als Nebengleis weiterbetrieben.[15]

Streckenverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilstück des Nordrings vom Güterbahnhof Freimann nach Westen Richtung Moosach

Der Nordring beginnt am Bahnhof Olching und verläuft von dort nördlich von Gröbenzell zunächst bis zum Münchner Stadtteil Allach. Hier stoßen Verbindungsstrecken von der Bahnstrecke München–Treuchtlingen hinzu, ehe die Strecke dann den Rangierbahnhof München Nord passiert. Im Bereich der Ausfahrgruppe gibt es eine Verbindungskurve über den Bahnhof München-Moosach zum Bahnhof München-Laim. Ebenso wird von hier die Bahnstrecke München–Regensburg in nördlicher Richtung erreicht.

Östlich des Rangierbahnhofs verläuft die Strecke Am Oberwiesenfeld, am Nordrand des Olympischen Dorfes. Hier bestand früher eine Fahrmöglichkeit zum ehemaligen Bahnhof München Olympiastadion.

Im weiteren Verlauf der Strecke in Richtung Osten liegen zwei Bahnhöfe, die nur von Güterzügen durchfahren werden: München-Milbertshofen und München-Freimann. Westlich des Bahnhofs München-Milbertshofen beginnt das Anschlussgleis zum BMW Werk 1. Auf der Trasse des ehemals östlich davon abzweigenden Gleises zum Güterbahnhof München-Schwabing verlaufen heute die Gleise der Trambahnlinie 23. Er unterquert die Lilienthalallee und die A9. Östlich des Bahnhofs München-Freimann besteht ein Anschlussgleis zur Linie U6 der U-Bahn München, das zur Anlieferung von U-Bahnzügen genutzt wird. Nach der Querung der Isar über die Föhringer Eisenbahnbrücke fädelt die Strecke in die Bahnstrecke München Ost–München Flughafen ein und trennt sich am Bahnhof Daglfing wieder von ihr ab. Über eine eingleisige Verbindungskurve führt sie dann weiter zum Bahnhof München-Trudering, wo sie kurz darauf in die Hauptbahn in Richtung Rosenheim übergeht.

Bis nach dem Zweiten Weltkrieg gab es außerdem noch einen Streckenast von der Abzweigstelle Steinwerk bei Eichenau (an der Bahnstrecke München–Buchloe) nach Olching. Diese ist heute noch in Grundzügen zu erkennen, Gleise liegen nicht mehr. Trotzdem beginnt die Kilometerzählung noch immer an der ehemaligen Abzweigstelle Steinwerk.

Güterverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick von der Dachauer Straße aus auf den Rangierbahnhof

Die Strecke wird von vielen nationalen und internationalen Güterzügen genutzt. Der Großteil des Güterverkehrs verkehrt hierbei auf aus Richtung Augsburg und Ingolstadt weiter in Richtung Rosenheim–Kufstein oder Salzburg. Hierzu gehörten bis zu ihrer Einstellung unter anderem auch die Züge der Rollenden Landstraße ManchingBrennersee.

Örtliche Bedienfahrten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bahnhof Milbertshofen findet insbesondere mit der Mineralölindustrie Güterverkehr statt. Von Milbertshofen aus wird außerdem der Werksverkehr von BMW abgewickelt.

Nur noch wenige Gleisanschlüsse hat der Bahnhof Freimann. Dazu gehört das Verbindungsgleis zur U-Bahn München, ein Recycling-Unternehmen und die DB Systemtechnik. Im Euro-Industriepark sind alle Gleisanschlüsse inzwischen aufgegeben.

Nördlich von Johanneskirchen wird das Heizkraftwerk Nord der Stadtwerke München mit Kohle-Ganzzügen bedient. Hier werden jährlich ca. 350.000 t Steinkohle angeliefert.[16]

Personenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1. Oktober 1948 und 14. Mai 1949 verkehrten zwischen Moosach über Freimann nach München Ost Pbf Personenzüge.[13]

Zu den Olympischen Spielen 1972 wurde der Nordring benutzt, um S-Bahnen und Sonderzüge sowohl von Westen (Moosach) als auch von Osten (Englschalking) aus zum eigens dafür errichteten Bahnhof München Olympiastadion zu führen. Nach der Olympiade wurde die Station nur noch sporadisch bei Veranstaltungen und nur noch von Westen her angefahren. Nach der Fußball-Europameisterschaft 1988 wurde die Station endgültig stillgelegt und aufgelassen.

Für Bahnmitarbeiter, die am Rangierbahnhof München Nord arbeiteten, gab es bis in die 1990er Jahre einen Pendelzug zwischen diesem Bahnhof und dem Halt München-Moosach. Dieser Zug wurde aus einem Uerdinger Schienenbus gebildet.

Außer einigen Nachtzügen und den auf dem Abschnitt Daglfing–Johanneskirchen verkehrenden S-Bahnen zum Flughafen findet planmäßig kein Personenverkehr auf dem Nordring statt. Lediglich bei einer Sperrung der Bahnstrecke über München Süd bzw. zwischen Olching und Laim wird die Strecke im Umleiterverkehr genutzt.

Das Bayerische Innenministerium, das Münchner Planungsreferat und der MVV führen eine Machbarkeitsstudie für einen S-Bahn-Verkehr auf dem Nordring München durch.[17][18] BMW setzt sich für eine bessere Anbindung seines Forschungs- und Innovationszentrums über eine solche Verbindung ein.[19] Zwischen Karlsfeld an der Bahnstrecke München–Ingolstadt und dem Euro-Industriepark soll eine S-Bahnverbindung für Pendler entstehen. An der Knorrstraße soll ein Haltepunkt entstehen, der sich in der Nähe des U-Bahnhofs Frankfurter Ring befinden würde. In Karlsfeld würde Anschluss zur S-Bahn Linie S 2 bestehen.[20]

Ausbesserungswerk München-Freimann[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof München-Freimann liegt südlich des ehemaligen AW München-Freimann, in dem früher mehrere tausend Menschen arbeiteten. Heute befindet sich dort noch die DB Systemtechnik (ehem. Forschungs- und Technologiezentrum) der Deutschen Bahn, zu der noch Versuchsfahrzeuge überführt werden. Das Areal des AW wird heute vielseitig genutzt. Zum einen gehören Teile zum Euro-Industriepark, zum anderen werden die teilweise denkmalgeschützten Gebäude für Sport, Kultur, Hotellerie und Gastronomie genutzt, so zum Beispiel die Veranstaltungshalle Zenith, die Motorworld und die Vereinsstätte des Sportvereins ESV München-Freimann.

Möglicher Ausbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Entflechtung des Güterverkehrs vom S-Bahn-Verkehr bestehen Planungen, den Streckenabschnitt Daglfing–Englschalking–Johanneskirchen viergleisig auszubauen, speziell gibt es seit 2019 Planungen für einen Bahntunnel, den sogenannten Bahnkorridor Bogenhausen.[21]

Um in Zukunft eine direkte Verbindung zwischen dem Nordring und der Bahnstrecke München–Mühldorf sowie dem Umschlagbahnhof München-Riem zu schaffen, ist die sogenannte Daglfinger Kurve geplant. Bisher müssen Güterzüge dieser Relation im Bahnhof München Ost Rangierbahnhof wenden bzw. sie verkehren über den Münchner Südring. Durch diese Maßnahme könnten der Bahnhof München Ost Rangierbahnhof und der Südring entlastet werden. Außerdem soll die Strecke zwischen den Bahnhöfen Daglfing und Trudering zweigleisig ausgebaut werden.[22][23]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Schweers, Henning Wall: Eisenbahnatlas Deutschland – Ausgabe 2007/2008. Schweers + Wall, Köln 2007, ISBN 978-3-89494-136-9.
  • Klaus-Dieter Korhammer, Armin Franzke, Ernst Rudolph: Drehscheibe des Südens. Eisenbahnknoten München. Hrsg.: Peter Lisson. Hestra-Verlag, Darmstadt 1991, ISBN 3-7771-0236-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Münchner Nordring – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DB Netz AG: Infrastrukturregister. In: geovdbn.deutschebahn.com, abgerufen am 14. September 2020.
  2. Karte der Bundesbahndirektion München 1985. In: blocksignal.de, abgerufen am 14. September 2020.
  3. Eisenbahnatlas Deutschland 2009/2010. 7. Auflage. Schweers + Wall, Aachen 2009, ISBN 978-3-89494-139-0.
  4. Frank Zimmermann: Abzw Steinwerk – Abzw Olching Ost. In: spurensuche-eisenbahn.de. Frank Zimmermann, 27. Mai 2014, abgerufen am 28. Februar 2021.
  5. a b Korhammer, Franzke, Rudolph: Drehscheibe des Südens. 1991, S. 152.
  6. a b c d e f g h i j Korhammer, Franzke, Rudolph: Drehscheibe des Südens. 1991, S. 153.
  7. a b c d e Korhammer, Franzke, Rudolph: Drehscheibe des Südens. 1991, S. 154.
  8. Joachim Hund: Unter Strom die Elektrifizierung bei der Bundesbahn 1949 - 1969. Freiburg im Breisgau 2021, ISBN 978-3-8446-7035-6.
  9. Korhammer, Franzke, Rudolph: Drehscheibe des Südens. 1991, S. 19.
  10. Korhammer, Franzke, Rudolph: Drehscheibe des Südens. 1991, S. 158.
  11. a b Korhammer, Franzke, Rudolph: Drehscheibe des Südens. 1991, S. 75.
  12. Leinthaler Brücke. In: nordostkultur-muenchen.de, abgerufen am 12. September 2017.
  13. a b Korhammer, Franzke, Rudolph: Drehscheibe des Südens. 1991, S. 159.
  14. Die Eisenbahn im Nordosten. In: nordostkultur-muenchen.de, abgerufen am 18. November 2020.
  15. Liste der seit 1994 stillgelegten bundeseigenen Strecken im Land Bayern. EBA, 11. September 2017, abgerufen am 6. August 2021.
  16. Heizkraftwerk Nord. Abgerufen am 6. August 2021.
  17. S-Bahn auf dem Nordring. In: sueddeutsche.de. 4. April 2017, abgerufen am 10. Mai 2018.
  18. SPD sorgt sich um S-Bahn-Nordring. In: sueddeutsche.de. 18. April 2017, abgerufen am 10. Mai 2018.
  19. Auf dem Sprung in die Zukunft. In: sueddeutsche.de. 23. August 2016, abgerufen am 10. Mai 2018.
  20. BMW stellt gigantisches Projekt für München vor – Neues Zentrum wird Stadt verändern. 17. Januar 2020, abgerufen am 17. Januar 2020.
  21. Bogenhausen · Bahnkorridor für Brennergüterzüge. In: www.wochenanzeiger.de. 7. August 2019, abgerufen am 10. August 2019.
  22. Süddeutsche Zeitung vom 3. April 2019, S. R8
  23. Andreas Schubert: Trudering / Daglfing: Mehr Entlastung für Güterverkehr. Süddeutsche Zeitung, 6. Februar 2019, abgerufen am 4. November 2019.

Koordinaten: 48° 11′ N, 11° 34′ O