Mündungsfeuerdämpfer

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Mündungsfeuerdämpfer eines Karabiners Santa Barbara FR 8

Der Mündungsfeuerdämpfer oder Feuerscheindämpfer ist ein Bauteil an der Laufmündung von Gewehren und anderen Handfeuerwaffen, das das Mündungsfeuer seitlich aus der Schussrichtung ablenkt und so den Schützen weniger blendet. Im Gegensatz zu einer Mündungsbremse verringert ein Mündungsfeuerdämpfer nicht den Rückstoß der Waffe und im Gegensatz zum Kompensator nicht den Hochschlag bzw. das seitliche Auswandern der Waffe, sondern erschwert die optische Ortung des Schützen und reduziert die Blendwirkung des Mündungsfeuers vor allem bei Nacht.[1]

Funktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mündungsfeuerdämpfer besteht oft aus einer Metallhülse, die an der Laufmündung aufgeschraubt ist. Ihr Innendurchmesser ist geringfügig größer als das Geschosskaliber. Diese Hülse hat seitlich mehrere Öffnungsschlitze, die das Entweichen der Verbrennungsgase des Treibsatzes in mehrere Richtungen ermöglicht.

Wirkungsweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pulver verbrennt bei sehr hohen Temperaturen und Drücken. Das dabei erzeugte Gas verlässt den Lauf an der Mündung als eine sich ausdehnende Gasblase. Bei dieser Temperatur ist das Gas weißglühend und für den Menschen sichtbar. Diese Gasblase expandiert zu schnell, um sich mit kühler Umgebungsluft zu durchmischen. Hier setzt der Feuerscheindämpfer an. Durch Erzeugung von Turbulenzen wird die heiße Gasblase mit kühler Luft durchmischt, dadurch die Oberfläche der Gase verringert und wiederum die Photonen-Emission im sichtbaren Bereich reduziert.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Patrick Sweeney: Gunsmithing - The AR-15, Kapitel 8, "Flash-Hiders and Muzzle-Breaks" Seiten 91–97, eingesehen am 22. April 2018