Münsingen (Württemberg)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Münsingen
Münsingen (Württemberg)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Münsingen hervorgehoben

Koordinaten: 48° 25′ N, 9° 30′ O

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Reutlingen
Höhe: 707 m ü. NHN
Fläche: 116,99 km2
Einwohner: 14.335 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 123 Einwohner je km2
Postleitzahl: 72525
Vorwahlen: 07381, 07383, 07384
Kfz-Kennzeichen: RT
Gemeindeschlüssel: 08 4 15 053
Stadtgliederung: 14 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Bachwiesenstraße 7
72525 Münsingen
Website: www.muensingen.de
Bürgermeister: Mike Münzing (SPD)
Lage der Stadt Münsingen im Landkreis Reutlingen
Alb-Donau-KreisLandkreis BiberachLandkreis BöblingenLandkreis EsslingenLandkreis EsslingenLandkreis GöppingenLandkreis SigmaringenLandkreis TübingenZollernalbkreisBad UrachDettingen an der ErmsEngstingenEningen unter AchalmGomadingenGrabenstettenGrafenberg (Landkreis Reutlingen)Gutsbezirk MünsingenHayingenHohenstein (Landkreis Reutlingen)HülbenLichtenstein (Württemberg)MehrstettenMetzingenMünsingen (Württemberg)PfronstettenPfullingenPfullingenPliezhausenReutlingenRiederichRömerstein (Gemeinde)SonnenbühlSt. Johann (Württemberg)TrochtelfingenWalddorfhäslachWannweilZwiefaltenKarte
Über dieses Bild
Münsingen um 1897
Münsingen
Rathaus
Stadtteil Bremelau von Westen aus gesehen

Münsingen ist eine Stadt im Landkreis Reutlingen in Baden-Württemberg. Mit einer Einwohnerzahl von rund 14.000 ist die zwischen Reutlingen und Ulm gelegene Stadt ein Mittelzentrum der Region Neckar-Alb. Münsingen ist die nach der Fläche größte Kommune des Landkreises Reutlingen. Ein Großteil der Gemarkung von Münsingen (98,5 %) gehört zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Münsingen liegt auf der Schwäbischen Alb und gliedert sich in den Hauptort und die Ortsteile Apfelstetten, Bichishausen, Buttenhausen, Gundelfingen und Hundersingen im Tal der Großen Lauter sowie Auingen, Böttingen, Bremelau, Dottingen, Dürrenstetten, Magolsheim, Rietheim und Trailfingen auf der Münsinger Albhochfläche.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Böttingen war eines der bedeutendsten Abbaugebiete für Onyxmarmor in Europa. Das hier abgebaute Gestein wird auch als Böttinger Marmor bezeichnet. Der Abbau ruht schon seit Jahrzehnten.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Städte und Gemeinden aus zwei Landkreisen grenzen an die Stadt Münsingen, aufgezählt im Uhrzeigersinn:

Bad UrachREU im Nordnordwesten, Gutsbezirk MünsingenREU (gemeindefreies Gebiet) im Norden, SchelklingenADK im Osten, MehrstettenREU im Osten, EhingenADK im Südosten, HayingenREU im Süden, HohensteinREU im Südwesten, GomadingenREU im Westen und St. JohannREU im Nordwesten.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Münsingen gliedert sich in die 14 Stadtteile Apfelstetten, Auingen, Bichishausen, Böttingen, Bremelau, Buttenhausen, Dottingen, Dürrenstetten, Gundelfingen, Hundersingen, Magolsheim, Münsingen, Rietheim und Trailfingen, die bis in die 1970er Jahre selbstständige Gemeinden bildeten. Zur Stadt gehören Münsingen und 26 weitere Dörfer, Weiler, Höfe und Häuser.

Im Stadtgebiet liegen die abgegangene Burg Reichenau (Stadtteil Auingen), die Wüstungen Buchhausen (Stadtteil Bichishausen), Hochstetten und Niederweiler (Stadtteil Bremelau), Ratzenhofen, Kennenstein und Walenstetten (Stadtteil Gundelfingen), Rockenweiler (Stadtteil Hundersingen), Bertoldesbach, Fröschenhofen und Weitstetten (Stadtteil Münsingen), Elwangen und die abgegangene Burg Littstein (Stadtteil Rietheim) und Brechhöfle und Siessen im Stadtteil Trailfingen.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Münsingen geht wahrscheinlich auf einen alemannischen Sippenführer Munigis zurück, der auf dem heutigen Stadtgebiet einer Huntare vorstand. 775 taucht dann der Name erstmals in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch auf. Nach der Frankenherrschaft ging der Ort an die Grafschaft Urach, welche ihn 1263 an Ulrich I. von Württemberg verkaufte. 1339 erhielt Münsingen das Stadtrecht. Bei der Teilung von Württemberg durch den Nürtinger Vertrag von 1441 wurde Münsingen dem Uracher Teil zugeschlagen, bis hier 1482 im Münsinger Vertrag die Wiedervereinigung der Grafschaft Württemberg abgeschlossen wurde. Am 23. Oktober 1654 wurde Münsingen zur Amtsstadt erhoben.

Die Größe und Bedeutung Münsingens leitet sich ursprünglich durch die strategische Lage ab. Münsingen war der württembergische Widerpart gegenüber der vorderösterreichen Donaustadt Ehingen. Nach den erheblichen Gebietszuwächsen des nun zum Königreich Württemberg erhobenen Herzogtums, die durch den Reichsdeputationshauptschluss und die Rheinbundakte begründet waren, wurde auch das Oberamt Münsingen Anfang des 19. Jahrhunderts um viele neuwürttembergische Gebiete erweitert. 1893 erreichte der Bau der Eisenbahn Münsingen, womit der Anschluss an das Streckennetz der Württembergischen Staatsbahn kam.

Bei Münsingen befinden sich folgende Burgruinen und Burgreste: Burg Bichishausen, Burg Buttenhausen, Burg Hohengundelfingen, Burg Hohenhundersingen, Burg Hohloch, Ruine Niedergundelfingen.

Von kulturhistorischer Bedeutung ist der Böttinger Marmor, der 1750 beim Bau eines Wohnhauses zufällig entdeckt worden sein soll. Er wurde im 18. Jahrhundert im Marmorsaal und Treppenhaus des Neuen Schlosses in Stuttgart verbaut. Steinbrüche, die sich im Nordosten von Böttingen erstreckten, wurden 1964 geschlossen und sind wegen Steinschlaggefahren nicht betretbar.

Die Stephanuskirche in Gruorn

20. und 21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1895 begann die württembergische Armee auf dem Markungsgebiet mit der Errichtung eines Truppenübungsplatzes für das XIII. Armee-Korps. Im Dritten Reich wurde er von der Wehrmacht erneut genutzt und 1942 zum gemeindefreien Gebiet Gutsbezirk Münsingen erklärt. Dort wurde 1944 die Russische Befreiungsarmee unter Andrei Andrejewitsch Wlassow aufgestellt. Das 1915 errichtete Neue Lager, das seit 1965 Herzog-Albrecht-Kaserne hieß, wurde am 31. März 2004 endgültig geschlossen. Das Kasernengelände wurde von der Gemeinde in eine Parksiedlung umgewandelt. Seit April 2006 sind der 6698 ha große ehemalige Truppenübungsplatz und die ehemalige Gemeinde Gruorn auf ausgewiesenen Wegen für die Öffentlichkeit zugänglich.

Bei der Verwaltungsreform während der NS-Zeit in Württemberg wurde Münsingen ab 1938 Kreisstadt des Landkreises Münsingen. 1945 wurde die Stadt Teil der Französischen Besatzungszone und erfuhr somit 1947 die Zuordnung zum neu gegründeten Land Württemberg-Hohenzollern, welches 1952 im Land Baden-Württemberg aufging.

In der Nacht vom 3. auf den 4. Juni 1957 zerstörten mehrere Dutzend der ca. 450 Einwohner der Gemeinde Magolsheim in gemeinschaftlicher Aktion ein Wohnhaus, in dem am nächsten Tag eine Sinti-Familie einziehen wollte. Zuvor hatte die Gemeinde Magolsheim über alle möglichen Wege versucht, den Zuzug dieser Familie zu verhindern. Als dies nicht gelang, griffen die Einheimischen zur Selbstjustiz und schleiften das zweigeschossige Haus bis auf die Grundmauern. In einem Prozess 1958 wurden 31 Personen wegen Landfriedensbruchs und der Zerstörung von Bauwerken zu Gefängnisstrafen auf Bewährung verurteilt, in der Einschätzung weiter Teile der Öffentlichkeit waren sie jedoch „moralisch im Recht“. Die „Affäre Magolsheim[3] war eines der deutlichsten Zeichen eines immer noch weit verbreiteten Antiziganismus in der Bundesrepublik Deutschland.

Nach der Auflösung des Landkreises Münsingen im Rahmen der Kreisreform in Baden-Württemberg fiel die Stadt 1973 an den Landkreis Reutlingen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bichishausen im Großen Lautertal

Dürrenstetten wurde bereits 1822 mit Gundelfingen vereinigt. Im Zuge der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg wurden die folgenden bis dahin selbstständigen Gemeinden nach Münsingen eingemeindet:

  • 1. Juli 1971: Auingen, Böttingen und Dottingen[4]
  • 1. Januar 1974: Apfelstetten und Gundelfingen[5]
  • 1. April 1974: Bremelau und Trailfingen[5]
  • 1. Januar 1975: Bichishausen, Buttenhausen, Hundersingen, Magolsheim und Rietheim[6]

Wappen der früheren Gemeinden

Apfelstetten
Apfelstetten
Auingen
Auingen
Bichishausen
Bichishausen
Böttingen
Böttingen
Bremelau
Bremelau
Buttenhausen
Buttenhausen
Dottingen
Dottingen
Gundelfingen
Gundelfingen
Hundersingen
Hundersingen
Magolsheim
Magolsheim
Rietheim
Rietheim
Trailfingen
Trailfingen

Im Zuge der Rekommunalisierung des gemeindefreien Gutsbezirks Münsingen (Landkreis Reutlingen) wurden am 1. Januar 2011 die an Auingen angrenzenden Wohngebiete „Königstraße“, „Am Kapf“ und der öffentliche Wohnbereich „Altes Lager“ mit einer Gesamtfläche von 96,3 Hektar und 41 Einwohnern nach Münsingen umgemeindet.[7]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martinskirche Innenansicht

Die Münsinger Kirche wird 804 erstmals genannt.[8] Religiös entstammt die Kernstadt Münsingen wie auch die Stadtteile Apfelstetten,[9] Auingen,[10] Böttingen,[11] Buttenhausen,[9] Dottingen,[12] Hundersingen,[9] Rietheim[12] und Trailfingen[8] aus dem lutherischen Umfeld Altwürttembergs. Die Reformation wurde hier 1537 eingeführt. Durch den Stadtteil Magolsheim verlief die Grenze zwischen Württemberg und Vorderösterreich. Durch diese Besonderheit hat dieser kleine Ort zwei Kirchen (evangelisch[11] und katholisch). Die anderen Stadtteile Bichishausen, Gundelfingen und Bremelau sind durch ihre frühere fürstenbergische bzw. vorderösterreichische Zugehörigkeit römisch-katholisch geprägt.

Die Stadt war Sitz des Kirchenbezirks Münsingen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, bevor dieser am 1. Dezember 2013 mit dem Nachbarbezirk Bad Urach zum Kirchenbezirk Bad Urach-Münsingen fusionierte.

Neben den beiden großen Konfessionen sind heute auch die Neuapostolische Kirche, die Baptisten, die evangelisch-methodistische Kirche und die Biblische Glaubensgemeinde Münsingen in Münsingen vertreten.

Im heutigen Ortsteil Buttenhausen bestand eine jüdische Gemeinde. Der Anteil jüdischer Familien am Ort war sehr hoch, ebenso ihre Integration in der Bevölkerung. Beim Novemberpogrom 1938 musste daher der angerückte SA-Trupp erst den Bürgermeister festnehmen, der sich hartnäckig gegen die Schändung der Synagoge wehrte. Dann wurde das Gotteshaus niedergebrannt, und die noch verbliebenen Familien wurden in der Folgezeit deportiert und somit Opfer der Shoa. Am ehemaligen Standort An der Mühlsteige erinnert ein Stein an dieses Geschehen. Zudem wurde 1961 in der Ortsmitte ein Mahnmal mit den Namen der 45 ermordeten jüdischen Einwohner errichtet. Der jüdische Friedhof, der von 1787 bis 1943 genutzt wurde, erhielt einen Gedenkstein.[13]

Daneben gibt es in Münsingen eine Moschee, welche von der Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Münsingen e. V., einem Verein unter dem Dachverband DİTİB, betrieben wird.[14] Die Gemeinde hat ca. 70 Mitglieder.[15]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2019 in Münsingen
 %
40
30
20
10
0
32,6 %
28,5 %
25,4 %
13,6 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 10
   5
   0
  -5
-10
-15
-20
-25
+1,9 %p
+5,2 %p
+6,3 %p
+8,2 %p
-21,3 %p
4
8
7
7
Insgesamt 26 Sitze

In Münsingen wird der Gemeinderat nach dem Verfahren der unechten Teilortswahl gewählt. Dabei kann sich die Zahl der Gemeinderäte durch Überhangmandate verändern. Der Gemeinderat in Münsingen hat nach der letzten Wahl 26 Mitglieder (2014: 24). Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis.[16] Die Wahlbeteiligung lag bei 57,5 % (2014: 50,2 %). Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

SPD 32,6 % +1,9 8 Sitze + 1
Freie Wähler 28,5 % +5,2 7 Sitze + 1
Liberale Bürger 25,4 % +6,3 7 Sitze + 2
Die Grünen 13,6 % +8,2 4 Sitze + 3

Bei den Kommunalwahlen in Baden-Württemberg 2019 stellte der Münsinger Stadtverband der CDU – nach offiziellen Angaben aufgrund ungenügender Bereitschaft der örtlichen Parteimitglieder zu einer Kandidatur – keine eigene Wahlliste für die Gemeinderatswahl auf und trat somit nicht zur Wahl in Münsingen an.[17]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bürgermeister wird für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Die derzeitige Amtszeit von Mike Münzing endet am 27. November 2021.

  • um 1510: Jakob Ilsenbrand
  • Ludwig Neuffer (seine Tochter Margaretha heiratete Hans Hawysen)
  • 1587: Hans Hawysen
  • – N.N. –
  • 1900–1922: August Wörner
  • 1922–1945: Otto Werner
  • 1945–1949: Eugen Hahn
  • 1949–1971: Erwin Volz
  • 1971–1981: Heinz Kälberer (FW)
  • 1981–1997: Rolf Keller
  • seit 1997: Mike Münzing (SPD)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Silber eine liegende vierendige schwarze Hirschstange.“

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit den folgenden Städten unterhält Münsingen eine offizielle Gemeindepartnerschaft:

Darüber hinaus pflegt das württembergische Münsingen freundschaftliche Beziehungen zum gleichnamigen Münsingen im Kanton Bern in der Schweiz. Die Kirchengemeinde Münsingen fördert außerdem ein Straßenkinderprojekt in Eldoret in Kenia und wird hierbei von der Stadt unterstützt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Münsingen. Postkarte, um 1910

Münsingen liegt an der Schwäbischen Dichterstraße, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die musikalische Kultur Münsingens wird hauptsächlich von den örtlichen musiktreibenden Vereinen getragen. Mit dem Posaunenchören in Münsingen, Auingen, Hundersingen-Buttenhausen und Dottingen, der Stadtkapelle Münsingen und den Musikvereinen Böttingen, Magolsheim und Rietheim sind viele Vereine im Bereich der Blasmusik aktiv. Daneben gibt es mehrere Kirchenchöre, sowie die weltlichen Sängergemeinschaften „Liederkranz Münsingen“, Männergesangverein Apfelstetten, Sängerbund Buttenhausen, Liederkranz Dottingen, Liedertafel Hundersingen, Männer-Gesangverein Trailfingen und den Chor des EJW Bezirk Münsingen. Außerdem gibt es noch die Gesellschaft der Musikfreunde Münsingen und das Akkordeonorchester Münsingen. Die Hard Rock-Band Kissin' Dynamite kommt aus Burladingen und Münsingen.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswerte Bauwerke in Münsingen sind das historische Alte Rathaus aus dem Jahr 1550, sowie dessen Nachfolger, das Neue Rathaus im Heimatschutzarchitektur-Stil, das zwischen 1935 und 1937 erbaut wurde. Das „Alte Lager“ als historisches Gelände mit über 140 Gebäuden für bis zu 5200 Soldaten; früher Soldatenunterkunft des ehemaligen Truppenübungsplatzes. Die Alte Poststation ist ein Fachwerkgebäude aus dem 16. Jahrhundert. Sehenswert sind außerdem der Marktbrunnen und die 1495 durch Peter von Koblenz vollendete Martinskirche.

Im Stadtteil Buttenhausen steht das Schloss Buttenhausen und befindet sich ein jüdischer Friedhof. Außerdem existieren mehrere Burgruinen im Lautertal, die Burg Hohenhundersingen, Burg Bichishausen, Burg Hohengundelfingen und die Ruine Niedergundelfingen.

Evangelische Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Apfelstetten: Die Barbarakirche in Apfelstetten wurde im 14. Jahrhundert erbaut und dabei der ältere romanische Chor um 1350 durch einen gotischen Hochchor ersetzt. Bei der Renovierung 1969 bis 1972 wurden noch Reste des romanischen Vorgängerbaus sowie im Chor ein gotischer Freskenzyklus Reichenauer Schule (Passion, Kreuzigung) freigelegt. Das Kirchenschiff zieren eine achteckige Kanzel mit Bauernmalerei und eine Rokoko-Orgel von 1786.
  • Auingen: Ursprünglich war Auingen Filiale von Münsingen. 1360 wurde eine Kapelle St. Pankratius geweiht. Sie wurde um 1600 durch einen Neubau ersetzt. 1947 wurde Auingen eigene Pfarrei. Das Langhaus der Pankratiuskirche wurde 1957 durch Architekt Klaus Ehrlich (Architekt) am Turm von 1600 neu errichtet. Der Stuttgarter Künstler Wolf-Dieter Kohler schuf die Farbverglasung im Chor (Lamm als Symbol des Opfertodes Jesu; Himmlisches Jerusalem) und entwarf die schmiedeeiserne Rosette außen über dem Süd-Haupteingang (Pantokrator mit dem Siebengestirn), ausgeführt vom Stuttgarter Kunstschmied Arno Jordan. Den Kruzifixus am über vier Meter hohen Altarkreuz schnitzte der Künstler Emil Jo Homolka aus Königsfeld/Schwarzwald.
  • Böttingen: Ursprünglich war Böttingen Filiale von Münsingen. 1496 wurde der Ort eigene Pfarrei. Eine Kapelle St. Petrus wird bereits 1360 erwähnt und 1511 durch einen Neubau ersetzt. Die heutige Petruskirche wurde 1958 anstelle der alten Kirche neu erbaut. Das Altarfenster von 1958 (Auferstehung, Wiederkunft Christi) stammt ebenfalls vom Stuttgarter Glaskünstler Wolf-Dieter Kohler.
  • Buttenhausen: Eine Kirche und Pfarrei St. Michael wurde 1275 erstmals erwähnt. 1508 wird auch eine Nikolauskapelle beim Schloss erwähnt. Das Patronatsrecht hatten wechselnde Herrschaften. 1569 wurde die Reformation eingeführt. Die heutige Martinskirche ist ein neugotischer Bau des frühen 19. Jahrhunderts. Dabei wurde der Turm des Vorgängerbaus übernommen. 1965 schuf der Stuttgarter Glaskünstler Adolf Valentin Saile die Glasgemälde im Chor (Gleichnisse nach Lk 10-15,LUT EU: verlorener Sohn, großes Gastmahl, barmherziger Samariter).
  • Dottingen: 1360 wurde in Dottingen eine eigene Kapelle erwähnt. Die heutige Kirche in Dottingen wurde 1605 im spätgotischen Stil erbaut.[18] Der Stuttgarter Kunstprofessor Rudolf Yelin d. J. schuf 1956 drei großzügig gestiftete farbverglaste Chorfenster (links: Erschaffung des Menschen, Geburt Jesu, Hirtenverkündigung; Mitte: Kreuzigung, Auferstehung, Evangelistensymbole ; rechts: kluge und törichte Jungfrauen).[19]
  • Gruorn, das ehemalige Dorf inmitten des inzwischen aufgelassenen Truppenübungsplatzes Münsingen, gehört zwar nur geographisch, bis zu seiner Räumung 1939 jedoch auch kirchlich zum nahegelegenen Münsingen und Trailfingen. Als Gemeindefreies Gebiet ist es seither und auch nach dem Ende des Truppenübungsplatzes und seiner militärischen Nutzung 2005 eine Wüstung ohne Einwohner. Seit 1968 finden dort jährlich zu einigen Festtagen wieder Gottesdienste statt. Das heutige UNESCO-Biosphärengebiet Schwäbische Alb mit Kernzone Gruorn ist wieder zugänglich. Die Stephanuskirche wird 1095 erstmals genannt. Fresken von 1380 (1540 übertüncht) konnten bereits 1903 freigelegt werden. Vor allem die Gestaltung der zehn ausdrucksstarken Kirchenfenster mit Glasgemälden von Ursula Nollau prägt den kargen Kirchenraum.[20][21][22] Besonders das nördliche Chorfenster verdeutlicht die auf Gruorn einwirkenden zeitgeschichtlichen Zusammenhänge mit dem Bibelzitat: Wie liegt die Stadt so wüste, die voll Volks war!. So beginnen die Klagelieder des Jeremia (Klgl 1,1 LUT), in denen die Zerstörung Jerusalems und des Tempels (um 586 v. Chr.) besungen wird. - Der Kreuzkantor Rudolf Mauersberger (1889–1971) komponierte die danach geschaffene Trauermotette unter den Eindrücken der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg für den Dresdner Kreuzchor, ein à-cappella-Werk, entstanden am Karfreitag und -Samstag, 1945. Darin verarbeitete Mauersberger das ihn bestürzende Erlebnis des brennenden Dresden und der völlig zerstörten Stadt; den Text entnahm er den Klageliedern Jeremias. Uraufführung in der ausgebrannten Kreuzkirchen-Ruine Dresden am 4. August 1945. Gerade auch mit diesen Fenstergestaltungen ist die Stephanuskirche Gruorn ein Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung.
  • Hundersingen: Eine Kirche und Pfarrei wurde in Hundersingen 1275 erstmals erwähnt. Das Patronat hatten die Ortsherren. Die Reformation wurde durch Württemberg 1534 eingeführt. Die heutige Pfarrkirche ist ein einfacher Saalbau von 1611 mit einer spätbarocken Orgel, Die drei Glaskunstfenster aus den 1980er Jahren mit dem Thema Dreieinigkeit (Vater, Sohn und Heiliger Geist) stammen von der früheren Zwiefalter Künstlerin Ursula Nollau (* 1944), die jetzt in Sachsen lebt.[21]
  • Magolsheim: Eine Kirche und Pfarrei St. Dionysius wurde 1275 erstmals erwähnt. Das Patronat wechselte mehrfach mit der Ortsherrschaft. Ein Teil des Ortes war früh württembergisch und wurde 1595 evangelisch, der Rest des Ortes aber, durch den die Grenze zwischen Württemberg und Vorderösterreich verlief, blieb katholisch, sodass es heute dort zwei Kirchen gibt (evangelisch und katholisch). Die alte Kirche in Magolsheim wurde zunächst simultan genutzt, bis sie 1870 einstürzte. An gleicher Stelle wurde vom Münsinger Amtsbaumeister Bosler 1871 die heutige evangelische Kirche im neoromanischen Stil errichtet. Im selben Jahr erbaute sich die katholische Gemeinde eine eigene Kirche, die 1936 durch den heutigen Bau ersetzt wurde und das überkommene Dionysius-Patrozinium fortführt.
  • Münsingen: Eine Kirche wurde in Münsingen bereits 804, eine Pfarrei 1228 erwähnt. Das Patronat hatten die Grafen von Urach und dann Württemberg als deren Nachfolger. Die heutige Martinskirche ist ein Bau aus dem 13. Jahrhundert. Das dreischiffige Langhaus mit spätgotischem Chor wurde von Peter von Koblenz, dem Erbauer der Stiftskirche St. Amandus Bad Urach und der Stiftskirche Tübingen, errichtet. Bemerkenswert ist im Chor das Sternrippengewölbe mit feingestaltete Schlusssteinen, die samt weiterer Gewölbemalerei im Jahre 1976 freigelegt und restauriert wurden. Der Turm wurde im Jahr 1887 durch Christian Friedrich von Leins mit einem Glockengeschoss und dem neugotischen achteckigen Steinhelm in den Formen der französischen Hochgotik versehen. Bei der Restaurierung des Schiffes in den Jahren 1983/1984 wurde die Raumfassung aus den Jahren 1557/1558 wiederhergestellt, die eine graue Quadermalerei an den Arkaden und Fenstern sowie eine farbenfrohe Holzleistendecke zeigt und aus dem 17. Jahrhundert stammt. Die teils frühe Ausstattung mit Prinzipalien und Bildhauerarbeiten wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch zwei Künstler mit Farbverglasungen ergänzt. 1960 wurden die Maßwerkfenster im Chor von Wolf-Dieter Kohler gestaltet (links: die Werke der Barmherzigkeit; Mitte: der erhöhte Christus mit Weltgerichts-Szenario; rechts: das Gleichnis von törichten und klugen Jungfrauen) und 1992–1999 die Seitenschiff-Fenster von Ursula Nollau (* 1944) aus Zwiefalten (Südfenster: Taufe und Abendmahl; Nordfenster: Verheißung und Segen).[21] Die Kirche ist heute eine der beiden Dekanatskirchen des Kirchenbezirks Bad Urach-Münsingen.
  • Rietheim: Rietheim hatte seit 1525 eine Kapelle, die 1768 durch die heutige Kirche ersetzt wurde.
  • Trailfingen: Eine Kirche St. Andreas wurde in Trailfingen bereits 770 erwähnt. Sie war Filiale von Seeburg, dann von Gruorn, seit den 1930er Jahren von Münsingen. Die Kirche ist von einer Wehrmauer umgeben. Sie hat einen spätgotischen Chor von 1440, der Turm wurde um 1480 erbaut. Das Schiff wurde 1908 von Martin Elsaesser mit Erweiterung neu erbaut, wobei der Taufstein aus der Frührenaissance (Uracher Schule) wiederverwendet wurde.[23][24] Die zwei Schiff-Fenster (Kreuztragung, Flucht nach Ägypten) und das Emporenfenster (Gethsemane) schuf zur Einweihung die Stuttgarter Künstlerin Käte Schaller-Härlin, von dem Maler Franz Heinrich Gref stammt das Deckengemälde im Langhaus (Heiliger Geist, umgeben von Evangelisten-Symbolen) und sonstige Holzmalereien wie die Kassettendecke in ornamentalem Jugendstil. 1972/73 wurde die Kirche renoviert. Der Innenraum hat weiterhin Jugendstilcharakter. Bis 1939 gehörte die Kirchengemeinde Trailfingen zum Kirchenbezirk Bad Urach. Mit Wirkung vom 1. April 1939 wurde sie in den Kirchenbezirk Münsingen umgegliedert.

Aussichtstürme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Randbereich des ehemaligen Truppenübungsplatzes Münsingen stehen in der Gemarkung des Gutsbezirks Münsingen vier Aussichtstürme des Schwäbischen Albvereins bzw. der Bundesforstverwaltung, die alle frei zugänglich sind.

  • Der 42 m hohe Hursch-Turm (Schwäbischer Albverein) steht etwa 1,5 km südwestlich von Römerstein-Zainingen auf dem Hursch und wurde 1981 errichtet.[25]
  • Der 20 m hohe Waldgreutturm (Schwäbischer Albverein) steht 2 km südöstlich von Römerstein-Zainingen und wurde 1981 errichtet.[26]
  • Der 30 m hohe Heroldstatt-Turm (Schwäbischer Albverein) steht etwa 2 km nordwestlich von Heroldstatt-Ennabeuren und wurde 1981 errichtet.[27]
  • Der 8 m hohe Sternenbergturm (Bundesforstverwaltung) steht unweit nordöstlich des Münsinger Stadtteils Böttingen und wurde um 1900 ursprünglich als Windmühle errichtet.[28]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Münsinger Museen sind die Erinnerungsstätte Matthias Erzberger, das Jüdische Museum Buttenhausen, die Max-Kommerell-Ausstellung im Bürgerhaus Zehntscheuer, das Heimatmuseum im Alten Schloss, das Museum zum ehemaligen Truppenübungsplatz im Alten Lager bei Auingen und das Museum Anton Geiselhart und das Burgmuseum Gundelfingen.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 1. Mai findet regelmäßig das vom Luftsportverein Münsingen veranstaltete, internationale Oldtimer- und Dampfmaschinenfest statt. Jedes Jahr zeigen hier etwa 600 Aussteller Motorräder, Lanzbulldogs, Dampfmaschinen, Oldtimerflugzeuge und vieles mehr ab Baujahr 1924.
  • Jedes Jahr im Sommer findet in den Straßen und Gassen der Altstadt das Stadtfest statt, welches – musikalisch umrahmt – besonders vom Engagement der zahlreichen Münsinger Vereine lebt. 2009 gab es am Stadtfest das Special 1200 Jahre Münsingen; hierbei wurde ein Mittelaltermarkt abgehalten.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Uralan Kunststoffverarbeitung GmbH befindet sich im Industriegebiet West. Zudem hat die Walter AG sowie die Volksbank Münsingen eG hier einen Sitz.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Münsingen

Die Bundesstraße 465 führt von Bad Urach kommend durch die Stadt über Ehingen nach Biberach an der Riß. Die Landesstraße 230 durchquert das Stadtgebiet in Ost-West-Richtung und bindet die Region an die Bundesautobahn 8 bei Merklingen an. Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Gemeinde befindet sich in der Wabe 225. Der Bahnhof Münsingen, ein sogenannter Einheitsbahnhof, liegt an der Schwäbischen Albbahn und wird sonn- und feiertags von Anfang Mai bis Mitte Oktober von Regionalbahnen und Sonderzügen angefahren, um vor allem Wanderer und Ausflügler zu befördern. Außerdem fahren das ganze Jahr über wochentags einige Regionalbahnen in Richtung Ulm oder Gomadingen. Seit Anfang 2008 gehört Münsingen mit einem Übergangstarif auch zum Donau-Iller-Nahverkehrsverbund (DING).

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tageszeitung Alb-Bote, die zur Südwest Presse in Ulm gehört, berichtet täglich über das Geschehen in und um Münsingen. Auch der Reutlinger Generalanzeiger ist für Münsingen vertreten. Zudem werden über wichtige Ereignisse bei dem Lokalfernsehen RTF.1 berichtet.

Gericht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Münsingen verfügt über ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Tübingen und Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart gehört.

Das Münsinger Amtsgericht geriet in den 1980er Jahren durch eine sich über Jahre hinziehende Prozesswelle mit etwa 300 Nötigungsverfahren gegen Aktivisten der Friedensbewegung in die Schlagzeilen auch überregionaler Medien.[30] Unter ihnen war auch der im Stadtteil Hundersingen geborene und 1997 als Münsinger Bürgermeisterkandidat antretende Liedermacher Thomas Felder. Die angeklagten Teilnehmer einer 1982 durchgeführten einwöchigen Sitzblockade des Atomwaffenlagers Golf bei der damaligen Eberhard-Finckh-Kaserne in Großengstingen wurden zu Geldstrafen verurteilt. Die Urteile mussten nach einem Bundesverfassungsgerichtsurteil von 1995 aufgehoben werden, da sie dem Bestimmtheitsgrundsatz des Grundgesetzes widersprachen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Gymnasium Münsingen, der Gustav-Mesmer-Realschule, der Gemeinschaftsschule mit Werkrealschule Schillerschule, der Grundschule Grundschule am Hardt im Ortsteil Auingen, der Grundschule Dottingen, der Grundschule Lautertalschule und der Grundschule Astrid-Lindgren-Schule sind alle allgemeinbildenden Schulformen in der Stadt vertreten.

Daneben gibt es mit der Gustav-Heinemann-Schule (Förderschule), der Erich-Kästner-Schule (Sprachheilschule), der Karl-Georg-Haldenwang-Schule für Geistigbehinderte und der Außenstelle der Körperbehindertenschule Mössingen auch vier Sonderschulen.

Ergänzt wird das Angebot durch die Berufliche Schule Münsingen.

Für die jüngsten Einwohner gibt es sieben städtische, fünf evangelische und einen römisch-katholischen Kindergarten sowie zwei Kleinkinderstuben.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Caspar Bagnato (1696–1757), Baumeister des Barock
  • Meier Bernheimer (1801–1870) aus Buttenhausen, Tuchhändler, Gründervater der Münchener Firma Bernheimer für Stoffe, Möbelstoffe und Teppiche, später Kunsthändler
  • Sixt Carl von Kapff (1805–1879) evangelischer Theologe und Pietist, Dekan in Münsingen (1843–1847)
  • Jakob Stern (1843–1911), Rabbiner, Journalist und sozialistischer Schriftsteller, war von 1875 bis 1880 Rabbiner in Buttenhausen
  • Naphtali Berlinger (1876–1943), Lehrer und Rabbiner in Buttenhausen
  • Erwin Rommel (1891–1944), Heeresoffizier und späterer Generalfeldmarschall war 1915 in der Herzog-Albrecht-Kaserne Kompanie- und Kampfgruppenführer
  • Gustav Mesmer (1903–1994), Flugfahrradbauer und Künstler; starb in der Diakonie in Buttenhausen
  • Walter Ott (1928–2014), Heimatforscher
  • Erich Hoerz (1929–2008), Erfinder, Pädagoge und Philosoph
  • Fritz Genkinger (1934–2017), Künstler; lebte und arbeitete ab 1995 in Böttingen
  • Hermann Wenzel (* 1938), Rektor der Pädagogischen Hochschule Reutlingen, langjähriger Stadtrat
  • Horst Glück (1940–2004), in Münsingen gestorben, Landtagsabgeordneter (FDP) und Chirurg
  • Gunter Haug (* 1955), Schriftsteller
  • Martin Pöt Stoldt (* 1963), deutscher Sachbuchautor

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stadt Münsingen (Hrsg.): Münsingen – Geschichte, Landschaft, Kultur (Festschrift zum Jubiläum des württembergischen Landesvereinigungsvertrags von 1482); Redaktion historischer Teil: Rudolf Bütterlin, Redaktion naturkundlicher Teil: Viktor Götz. Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1982, ISBN 3-7995-4046-6.
  • Wilhelm Brändle: Münsingen : Stadt, Land, Lauter – ein Streifzug durch Münsingen und seine Stadtteile. Wiedemann, Münsingen 2006, ISBN 3-9810687-1-8.
  • Roland Deigendesch: Juden in Buttenhausen : ständige Ausstellung in der Bernheimer’schen Realschule Buttenhausen. Herausgeber Stadt Münsingen. 2., überarb. Auflage. Stadt Münsingen, Münsingen 2004 (Schriftenreihe / Stadtarchiv Münsingen; 3).
  • Karl Haueisen: Münsinger Erinnerungen. [Geschichten von Menschen, Häusern und Strassen - einst und heute]. Zwei Bände. Münsingen: Dr.-Haus Baader, 1996–2002, ISBN 3-88287-012-5 und ISBN 3-9805531-6-7.
  • Gerhard Müller (Hrsg.): Der Kreis Reutlingen. Theiss, Stuttgart 1975, ISBN 3-8062-0136-6, S. 273–278

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Münsingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

dito von Apfelstetten, Auingen, Bichishausen, Böttingen, Bremelau, Buttenhausen, Dottingen, Gundelfingen, Magolsheim.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4, S. 43–51.
  3. Volker Hedemann: „Zigeuner!“ – Zur Kontinuität der rassistischen Diskriminierung in der alten BRD. Hamburg 2007, S. 86.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 530.
  5. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 537.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 538.
  7. StBA: Gebietsänderungen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011
  8. a b Website der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Münsingen und Trailfingen
  9. a b c Website der Evangelischen Kirchengemeinde Lautertal-Buttenhausen mit Apfelstetten und Hundersingen
  10. Website der Evangelischen Kirchengemeinde Auingen
  11. a b Website der Evangelischen Kirchengemeinde Böttingen-Magolsheim
  12. a b Website der Evangelischen Kirchengemeinde Dottingen-Rietheim
  13. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Bd. I, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 63.
  14. Informationen über die Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Münsingen e. V. [1] (Stand: 26. März 2015)
  15. Herder, Sabine: Moschee besichtigen. 3. Juli 2012, abgerufen am 26. März 2015.
  16. 2019 Gemeinderatswahl Münsingen. wahlen11.rz-kiru.de. Abgerufen am 11. September 2019.
  17. CDU stellt keine Liste für den Gemeinderat auf; Artikel im Alb Bote Münsingen vom 16. Februar 2019
  18. Evangelische Kirchengemeinde Dottingen (Hrsg.): 620 Jahre Kirchengemeinde Dottingen Münsingen-Dottingen 1980
  19. Claudia Lamprecht: Rudolf Yelin (1902–1991): Werkverzeichnis der baugebundenen Arbeiten; o. O. (Stuttgart), o. J. (1991)
  20. Broschüre: Die Kirchenfenster der Stephanuskirche in Gruorn; hg.Komitee zur Erhaltung der Kirche in Gruorn e.V., Münsingen 2013
  21. a b c Nollau-Werkverzeichnis. zuletzt abgerufen am 7. Juni 2020
  22. Andreas Steidel: Das Wunder von Gruorn; in: Ev. Gemeindeblatt für Württemberg, Nr. 24/2018, Seite 30 f
  23. P. Rapp: Andreaskirche Trailfingen; Münsingen 1973
  24. Elisabeth Spitzbart, Jörg Schilling: Martin Elsaesser. Kirchenbauten, Pfarr- und Gemeinde-häuser; Tübingen/Berlin 2014, Katalog Nr. 11 Seite 157
  25. Schwäbischer Albverein – Hursch-Turm
  26. Schwäbischer Albverein – Waldgreutturm
  27. Schwäbischer Albverein – Heroldstatt-Turm
  28. Schwäbischer Albverein – Sternenbergturm
  29. Ehrungen in Blätter des Schwäbischen Albvereins Heft 2/2002, S. 26.
  30. Presseberichterstattung zu den Strafprozessen gegen die Blockierer des Atomwaffenlagers Golf, als Beispiele Artikel aus der Frankfurter Rundschau und der TAZ (PDF-Datei; 176 kB)