Münster-Herz-Jesu-Viertel

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Die Wolbecker Straße mit der Herz-Jesu-Kirche
Wolbecker Straße, Brücke über den Dortmund-Ems-Kanal

Das Herz-Jesu-Viertel, aufgrund seiner Entstehungsgeschichte oftmals auch Klein-Muffi genannt, ist ein Innenstadtviertel der westfälischen Stadt Münster und gehört zum Stadtbezirk Mitte. Grob gefasst reicht es von der Manfred-von-Richthofen-Straße im Norden bis zur Schillerstraße im Süden, die es vom münsterschen Hafen trennt. Die Abgrenzung im Westen erfolgt maßgeblich durch den Hohenzollernring, während in Richtung Osten der Dortmund-Ems-Kanal eine recht deutliche Grenze bildet. Der Name des Viertels leitet sich von der Herz-Jesu-Kirche an der Wolbecker Straße, der zentralen Verkehrsachse, ab.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Viertel entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als sich vornehmlich niederländische Kanalarbeiter dort niederließen, die am Bau des Dortmund-Ems-Kanals und des münsterschen Hafens mitgewirkt haben. In der Bevölkerung Münsters erhielt das Stadtviertel die Bezeichnung „Klein-Muffi“, abgeleitet von „muffen“ aus der Geheim- und Sondersprache Masematte, was „stinken“ oder „übel riechen“ bedeutet. Das Viertel war eine Hochburg der Masematte, weil Schmuggler und Kriminelle dort ihr Quartier bezogen.

Stadtbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stadtviertel lässt sich in zwei Teile untergliedern: Der nördliche Teil ist maßgeblich geprägt von Behörden und anderen Dienstleistungsunternehmen. Insbesondere dominiert hier die Kaserne der Luftwaffe mit dem Lufttransportkommando. Der südliche Teil, insbesondere südlich der Wolbecker Straße, dient überwiegend dem Wohnen. Aufgrund seiner Lage am Kanal und dem „Kreativkai“ am Hafen sowie der Nähe zur Innenstadt ist das Viertel eine beliebte Wohngegend. In dieser Wohngegend war der Hochbunker an der Ottostraße zu finden.

Koordinaten: 51° 57′ N, 7° 39′ O