Münzenberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Münzenberg
Münzenberg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Münzenberg hervorgehoben
Koordinaten: 50° 27′ N, 8° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Wetteraukreis
Höhe: 186 m ü. NHN
Fläche: 31,63 km2
Einwohner: 5604 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 177 Einwohner je km2
Postleitzahl: 35516
Vorwahlen: 06033, 06004
Kfz-Kennzeichen: FB, BÜD
Gemeindeschlüssel: 06 4 40 015
Stadtgliederung: 4 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstr. 22
35516 Münzenberg
Webpräsenz: www.muenzenberg.de
Bürgermeister: Hans Jürgen Zeiß (CDU)
Lage der Stadt Münzenberg im Wetteraukreis
ButzbachMünzenbergRockenbergOber-MörlenBad NauheimFriedberg (Hessen)Rosbach vor der HöheWöllstadtKarbenBad VilbelWölfersheimReichelsheim (Wetterau)NiddatalFlorstadtEchzellReichelsheim (Wetterau)NiddaHirzenhainGedernRanstadtGlauburgAltenstadt (Hessen)LimeshainOrtenberg (Hessen)KefenrodBüdingenLahn-Dill-KreisLandkreis GießenVogelsbergkreisHochtaunuskreisFrankfurt am MainMain-Kinzig-KreisKarte
Über dieses Bild
Ortsansicht des Stadtteils Münzenberg mit Kirche und Burg

Münzenberg ist eine Stadt im hessischen Wetteraukreis.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Münzenberg liegt am Nordrand der Wetterau auf einer Höhe von 202 m ü. NN, 7,5 km nordöstlich von Butzbach, und wird von der Wetter durchflossen. Münzenberg besteht aus den Stadtteilen Gambach, Münzenberg, Ober-Hörgern und Trais.

Münzenberg grenzt im Norden an die Stadt Pohlheim, im Osten an die Städte Lich und Hungen (alle drei im Landkreis Gießen), im Südosten an die Gemeinde Wölfersheim, im Süden an die Gemeinde Rockenberg und im Westen an die Stadt Butzbach (alle drei im Wetteraukreis).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Münzenberg entstand als Siedlung um die Burg Münzenberg, die in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts für Kuno I. von Hagen-Arnsburg, der sich spätestens seit 1156 nach der Burg Kuno I. von Münzenberg nannte, erbaut wurde. 1245 wurden der Siedlung Stadtrechte verliehen.

Münzenberg gehörte 1255 als Allod zur Münzenberger Erbschaft, dem Nachlass Ulrichs II. von Münzenberg. Die Münzenberger Erbschaft wurde zwischen sechs seiner Schwestern geteilt, aber als Kondominat gemeinsam weiter verwaltet. So erhielten zunächst je einen Anteil:

Die Rechte an den Anteilen – und damit die Herrschaftsrechte über Münzenberg – wurden weiter vererbt und zum Teil auch verkauft, so dass sich immer wieder unterschiedliche Eigentümergemeinschaften bildeten. Die einzelnen Eigentümer integrierten ihren jeweiligen Anteil in Verwaltungsstrukturen der jeweils eigenen Herrschaft, in der Herrschaft und späteren Grafschaft Hanau war der Anteil z. B. dem dortigen Amt Münzenberg zugeordnet, in der Grafschaft Stolberg-Roßla dem dortigen Amt Ortenberg. Die Zuordnung der Anteile zu einzelnen Eigentümern entwickelte sich folgendermaßen:

Zeitraum Herren Bemerkungen
1255–1256 Adelheid 1/6
∞ Reinhard I. von Hanau
Isengard 1/6
∞ Philipp I. von Falkenstein
Mechthild 1/6
∞ Engelhard von Weinsberg
Irmengard 1/6
∞ Konrad von Weinsberg
Agnes 1/6
∞ Konrad von Schöneberg
Hedwig 1/6
∞ Heinrich von Pappenheim
Aufteilung des Erbes auf sechs verheiratete Töchter
1256–1272 Herrschaft Hanau 1/6 Falkenstein 3/6 Schöneberg 1/6 Pappenheim 1/6 Falkenstein erwarb 1256 die beiden Weinsberger Anteile.
1272–1286 Herrschaft Hanau 1/6 Falkenstein 4/6 Pappenheim 1/6 Falkenstein erwarb 1272 den Schöneberger Anteil.
1286–1418 Herrschaft Hanau 1/6 Falkenstein 5/6 Falkenstein erwarb 1286 den Pappenheimer Anteil.
1418–1420 Herrschaft Hanau 8/48 Eppstein 20/48 1418–1420 Solms-Braunfels (ungeteilt) 20/48 1418 erloschen die Falkensteiner. Ihr Anteil fiel zu gleichen Teilen an Solms und Eppstein.
1420–1433 Herrschaft und Grafschaft Hanau 8/48 Eppstein 20/48 Solms-Braunfels (neuer Zweig)15/48 Solms-Lich 5/48 Der Solmser Anteil wurde bei der Teilung des Hauses Solms 1420 im Verhältnis 3:1 zwischen den neuen Linien Braunfels und Lich geteilt.
1433–1458 Grafschaft Hanau 8/48 1433–1507 Eppstein-Münzenberg und Eppstein-Königstein 20/48 Solms-Braunfels 15/48 Solms-Lich 5/48 Das Haus Eppstein teilte sich in zwei Linien.
1458–1507 Grafschaft Hanau-Münzenberg 8/48 1433–1507 Eppstein-Münzenberg und Eppstein-Königstein 20/48 Solms-Braunfels 15/48 Solms-Lich 5/48 Das Haus Hanau teilte sich 1458 in zwei Linien. Die Münzenberger Anteile kommen an Hanau-Münzenberg. Die andere Linie ist Hanau-Babenhausen, später -Lichtenberg
1507–1535 Grafschaft Hanau-Münzenberg 8/48 1507–1535 Eppstein-Königstein 20/48 Solms-Braunfels 15/48 Solms-Lich 5/48 1507 trat der letzte männliche Vertreter des Zweiges von Eppstein-Münzenberg (erloschen 1522) seine Rechte gegen eine Pension an den Zweig von Eppstein-Königstein (erloschen 1535) ab.
1535–1548 Grafschaft Hanau-Münzenberg 8/48 1535–1581 Stolberg-Königstein 20/48 Solms-Braunfels

15/48

bis 1548 Solms-Lich 5/48 Erbe war der Sohn der Schwester des letzten Grafen von Königstein aus dem Hause Eppstein. Die Eppsteiner Anteile kamen an das Haus Stolberg, aus dem zwei Brüder die kurzlebige Linie Stolberg-Königstein 1535–1581 bildeten.
1548–1581 Grafschaft Hanau-Münzenberg 8/48 1535–1581 Stolberg-Königstein 20/48 Solms-Braunfels 15/48 ab 1548 Solms-Laubach 5/48 Die Solmser Linie Lich teilte sich 1548, es entsteht die Linie Laubach
1581–1642 Grafschaft Hanau-Münzenberg8/48 Mainz 10/48 1581–1677 Stolberg-Wernigerode 10/48 bis 1602 Solms-Braunfels, ab 1602 Solms-Greifenstein 15/48 Solms-Laubach 5/48 1581 Mit dem Erlöschen der Linie Stolberg-Königstein besetzte Kurmainz Königstein. Vom Eppsteiner Anteil blieb dem Hause Stolberg nur die Hälfte, die andere hatte Kurmainz als erledigtes Reichslehen kassiert. Vergleich 1590. 1602 teilte sich die Linie Solms-Braunfels in drei Zweige.
1642–1677 Grafschaft Hanau-Lichtenberg8/48 Mainz 10/48 1581–1677 Stolberg-Wernigerode10/48 bis 1602 Solms-Braunfels, ab 1602 Solms-Greifenstein 15/48 Solms-Laubach 5/48 1642 erlischt Hanau-Münzenberg und fällt an Hanau-Lichtenberg. Nur kurzfristig wieder selbständig, fällt kurz darauf wieder an den Bruder.
1677–1684 Grafschaft Hanau-Lichtenberg8/48 Mainz 10/48 1677–1684 Stolberg-Gedern 10/48 Solms-Greifenstein 15/48 Solms-Laubach 5/48 Die Linie zu Gedern spaltete sich erst 1677 von Stolberg-Wernigerode ab.
1684–1736 Grafschaft Hanau-Lichtenberg 18/48 Stolberg-Gedern 10/48 Solms-Greifenstein 15/48
ab 1693 Solms-Braunfels
Solms-Laubach 5/48 1684 trat Mainz seinen Anteil im Rahmen eines Gebietstausches an Hanau ab. 1693 stirbt Solms-Braunfels aus, Solms-Greifenstein übernimmt.
ab 1736 Landgrafschaft Hessen-Kassel 18/48 Stolberg-Gedern 10/48 Solms-Braunfels 15/48 Solms-Laubach 5/48 1736 erbte die Landgrafschaft Hessen-Kassel die Grafschaft Hanau-Münzenberg von Hanau-Lichtenberg, siehe hier. Die Grafschaft Hanau-Lichtenberg fällt an Hessen-Darmstadt.

Bereits ab 1183 werden Kleriker im Ort erwähnt, aber erst 1376 trennt sich die Ortsgemeinde von der Mutterkirche in Trais und wird eine eigenständige Pfarrei. Das Patronat der Kirche liegt anteilig bei der Ganerbschaft, den Rechtsnachfolgern der Münzenberger Erbschaft. Die Gemeinde gehörte zur Diözese Mainz. Kirchliche Mittelbehörde war das Archidiakonat von St. Maria ad Gradus in Mainz, Dekanat Friedberg.

Verschiedene Klöster unterhielten in Münzenberg Wirtschaftshöfe, so das Kloster Arnsburg, das Dominikanerkloster in Frankfurt und das Antoniterkloster in Grünberg.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anteilseigner an dem Kondominat, zu dem auch Münzenberg gehörte, waren überwiegend Mitglieder des Wetterauer Grafenvereins oder standen ihm nahe. Deshalb setzte sich hier auch in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts die Reformation durch, letztendlich in ihrer reformierten Ausprägung.

Mit der Auflösung der alten Territorialstrukturen in napoleonischer Zeit wurde Münzenberg dem Großherzogtum Hessen zugeschlagen. Allerdings handelte es sich bis zur Verwaltungsreform von 1821 weiter um teilweise standesherrliches Gebiet, das zu 18/48 dem großherzoglichen Amt Butzbach, zu 15/48 dem standesherrlich-Solms-Braunfelsischen Amt Hungen, zu 10/48 dem standesherrlich-Stolberg-Ortenberg Amt Ortenberg und zu 5/48 dem standesherrlich-Solms-Laubachischen Amt Utphe zugehörte. 1821 wurde dann der Landratsbezirk Butzbach gebildet, dem der großherzogliche und der Stolbergische Anteil angehörten, während der Landratsbezirk Hungen für den Solmsschen Anteil zuständig war. Dies alles wurde 1841 im Kreis Hungen zusammengefasst. Während der Revolution von 1848 gehörte Münzenberg dem Regierungsbezirk Friedberg, ab 1852 dem Landkreis Friedberg an, der 1972 im Wetteraukreis aufging. 1957 wurde Münzenberg erneut Stadt.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde am 1. Oktober 1971 die Stadt Münzenberg in die Gemeinde Gambach eingemeindet; die Gemeinde Gambach erhielt den Namen Münzenberg und das Recht, die der Gemeinde Münzenberg zustehende Bezeichnung „Stadt“ weiterzuführen. Am 31. Dezember 1971 wurden die Gemeinden Trais-Münzenberg und Ober-Hörgern (Landkreis Gießen) in die neue Stadt Münzenberg eingegliedert.[2]

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt die Territorien bzw. Verwaltungseinheiten denen Münzenberg seit Ende des 18. Jahrhunderts unterstand im Überblick:[3][4]

Gerichte seit 1803[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt wurde mit Ausführungsverordnung vom 9. Dezember 1803 das Gerichtswesen neu organisiert. Für die Provinz Oberhessen wurde das „Hofgericht Gießen“ als Gericht der zweiten Instanz eingerichtet. Die Rechtsprechung der ersten Instanz wurde durch die Ämter bzw. Standesherren vorgenommen und somit waren für Münzenberg ab 1806 das Domominalmt Butzbach und standesherrliche Ämter Hungen, Ortenberg und Utphe zuständig. Das Hofgericht war für normale bürgerliche Streitsachen Gericht der zweiten Instanz, für standesherrliche Familienrechtssachen und Kriminalfälle die erste Instanz. Die zweite Instanz für die Patrimonialgerichte waren die standesherrlichen Justizkanzleien. Übergeordnet war das Oberappellationsgericht Darmstadt.

Mit der Gründung des Großherzogtums Hessen 1806 wurde diese Funktion beibehalten, während die Aufgaben der ersten Instanz 1821–1822 im Rahmen der Trennung von Rechtsprechung und Verwaltung auf die neu geschaffenen Land- bzw. Stadtgerichte übergingen. So waren ab 1821 das Landgericht Friedberg für Dominalen und Stolbergischen Anteile Anteile und ab 1822 das Landgericht Hungen für Solms'schen Anteile zuständig. In den Jahren bis 1825 gaben die Standesherren ihre Rechte an den Gerichten an das Großherzogtum Hessen ab. Erst infolge der Märzrevolution 1848 wurden mit dem „Gesetz über die Verhältnisse der Standesherren und adeligen Gerichtsherren“ vom 15. April 1848 die standesherrlichen Sonderrechte endgültig aufgehoben.[8] Mit dem 1. November 1848 gehörte die ganze Stadt Münzenberg an das Landgerichtsbezirk Butzbach.[9]

Anlässlich der Einführung des Gerichtsverfassungsgesetzes mit Wirkung vom 1. Oktober 1879, infolgedessen die bisherigen großherzoglich hessischen Landgerichte durch Amtsgerichte an gleicher Stelle ersetzt wurden, während die neu geschaffenen Landgerichte nun als Obergerichte fungierten, kam es zur Umbenennung in „Amtsgericht Butzbach“ und Zuteilung zum Bezirk des Landgerichts Gießen.[10] Am 1. Juni 1934 wurde das Amtsgericht Hungen aufgelöst und Utphe dem Amtsgericht Lich zugeteilt.[11]

2004 wurde das Amtsgericht Butzbach aufgelöst und in das Amtsgericht Friedberg integriert. Die übergeordneten Instanzen sind jetzt, das Landgericht Gießen, das Oberlandesgericht Frankfurt am Main sowie der Bundesgerichtshof als letzte Instanz.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belegte Einwohnerzahlen bis 1970 sind:[3]

1939: 930 Einwohner
1950: 1375 Einwohner
1961: 1245 Einwohner
1970: 1218 Einwohner
Münzenberg: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1967
Jahr  Einwohner
1834
  
863
1840
  
851
1846
  
840
1852
  
909
1858
  
928
1864
  
933
1871
  
902
1875
  
880
1885
  
803
1895
  
819
1905
  
856
1910
  
905
1925
  
968
1939
  
930
1946
  
1.362
1950
  
1.372
1956
  
1.309
1961
  
1.245
1967
  
1.206
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.

Die Einwohnerentwicklung nach der Gebietsreform:

Jahr 2002 2007 2011 2012 2013 2014 2015
Einwohner 5646 5648 5611 5584 5490 5496 5596

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[12] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[13][14]

Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung 2016
   
Insgesamt 23 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften  %
2016
Sitze
2016
 %
2011
Sitze
2011
 %
2006
Sitze
2006
 %
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 43,5 10 48,5 12 42,6 10 40,5 12
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 38,9 9 40,9 10 46,6 12 41,9 13
FWG Freie Wählergemeinschaft Münzenberg 17,6 4 10,6 3 10,7 3 11,7 4
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 5,4 2
FDP Freie Demokratische Partei 0,5 0
gesamt 100,0 25 100,0 25 100,0 25 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 60,9 66,4 59,5 61,7

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Münzenberg unterhält eine Partnerschaft mit Ronneburg in Thüringen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burg Münzenberg in einem Kupferstich von Matthäus Merian

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Münzenberg wird durch die Bundesstraße 488 und den Autobahnanschluss Münzenberg an der Bundesautobahn 45 erschlossen. Am benachbarten Gambacher Kreuz treffen sich die Bundesautobahn 5 (Hattenbacher Dreieck–Weil am Rhein) und die A 45 (DortmundAschaffenburg).

Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Empfangsgebäude des Bahnhofs

Der Bahnhof Münzenberg liegt an der Stammstrecke ButzbachLich der Butzbach-Licher Eisenbahn (BLE). Er ging gemeinsam mit der Strecke am 28. März 1904 in Betrieb. Am 27. Mai 1961 wurde hier Personenverkehr aufgegeben. Der Güterverkehr wurde zum 26. September 1985 zwischen Münzenberg und Trais-Münzenberg eingestellt.

Heute ist der Münzenberger Bahnhof Endpunkt der Züge der Museumseisenbahn der Eisenbahnfreunde Wetterau e. V. (EfW). Die Züge befahren die Strecke über Griedel und Rockenberg nach Bad Nauheim Nord. Im Güterverkehr wird hier Holz verladen, das über den Bahnhof Butzbach Ost auf die Main-Weser-Bahn gefahren wird. Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Münzenberg ist heute ein Kulturdenkmal nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz.

Busverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Münzenberg gehört zum Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV). Im Ort halten die Busse der VGO-Linien FB-52 und FB-57, die Münzenberg mit Butzbach, Lich und Beienheim verbinden.

In Münzenberg geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerhard Kleinfeldt, Hans Weirich: Die mittelalterliche Kirchenorganisation im oberhessisch-nassauischen Raum = Schriften des Instituts für geschichtliche Landeskunde von Hessen und Nassau 16 (1937). ND 1984, S. 26.
  • Oberhessischer Verein für Localgeschichte (Hrsg.): Geschichte und Beschreibung von Münzenberg in der Wetterau. Roth, Gießen 1879 (Digitalisat)
  • Heinz Wionski: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Hessen. Wetteraukreis II. Stuttgart 1999, S. 750–788.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Münzenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Aktuellster Bevölkerungsstand am 31.12.2016 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 360.
  3. a b Münzenberg, Wetteraukreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  4. Verwaltungsgeschichte Land Hessen bei M. Rademacher, Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990
  5. Wilhelm von der Nahmer: Handbuch des Rheinischen Particular-Rechts: Entwickelung der Territorial- und Verfassungsverhältnisse der deutschen Staaten an beiden Ufern des Rheins : vom ersten Beginnen der französischen Revolution bis in die neueste Zeit. Band 3. Sauerländer, Frankfurt am Main 1832, S. 21 (online bei Google Books).
  6. Neuste Länder und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände. Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und die freien Städte. Band 22. Weimar 1821, S. 418 (online bei Google Books).
  7. a b Georg W. Wagner: Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen: Provinz Oberhessen. Band 3. Carl Wilhelm Leske, Darmstadt 1830, S. 72 ff. (online bei Google Books).
  8. Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt 1848, S. 237-241
  9. Bekanntmachung, verschiedene Veränderungen in der Bezirkseintheilung der Landgerichte Laubach, Hungen, Lich und Butzbach betreffend vom 5. Oktober 1848 (Hess. Reg.Bl. S. 366)
  10. Verordnung zur Ausführung des Deutschen Gerichtsverfassungsgesetzes und des Einführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetze vom 14. Mai 1879 (Hess. Reg.Blatt S. 197–211)
  11. Verordnung über die Umbildung von Amtsgerichtsbezirken vom 11. April 1934 (Hess. Reg.Bl. S. 63)
  12. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016 Hessisches Statistisches Landesamt
  13. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  14. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006